Paprika-Kartoffel-Topf Der Spargel
Apr 08

Mir geht es einfach wunderbar!
Oft hört man diese positive Antwort nicht. Vielmehr äußern sich die Gefragten bevorzugt so: “Na, es geht so!”, “Ach frag doch nicht!”, “Lassen wir das Thema”, “Wie soll es mir schon gehen”, “Es muß ja weitergehen”, “Laß uns nicht darüber sprechen”.


Es ist schon erstaunlich, daß der Mensch geneigt ist, seine eigene Situation eher negativ zu bewerten. Dabei müßte die Frage, die man an sich selbst nach seinem Wohlergehen stellt, Vergleiche berücksichtigen.
Mir geht es doch hervorragend, gemessen daran, wie es anderen Menschen geht. Armen oder kranken Menschen, die vielleicht in Kriegsgebieten leben, oder die anderes schlimmes Leid erfahren haben.
Manches Mal, wenn man so richtig von Herzen unzufrieden ist, sollte man einmal die Lebensumstände der Gesamtbevölkerung auf dieser Erde betrachten.
Wie klein sind plötzlich die eigenen Wünsche und wie kleinlaut wird man angesichts wirklichen Elends.
Wenn man zum Beispiel alle Bewohner unseres Erdballs auf nur 100 Menschen zusammenschrumpfen würde, und diese stellten in Bezug auf Herkunft und Lebensumstände einen repräsentativen Querschnitt dar, dann wären von diesen 100 Leuten 57 Asiaten, 21 Europäer, 14 Personen von der westlichen Hemisphäre, (Nord-Süd), 8 Afrikaner.
Davon wären:

  • 52 Frauen, 48 Männer
  • 70 Nicht-Weiße, 30 Weiße
  • 70 Nichtchristen, 30 Christen
  • 89 Heterosexuelle, 11 Homosexuelle
  • 6 Personen würden 59% des Reichtums der ganzen Gruppe besitzen
  • 80 Menschen würden unter der Armutsgrenze leben
  • 70 Personen könnten nicht lesen
  • 50 Menschen wären unterernährt
  • 1 Person wäre dem Tode nahe
  • 1 Person würde geboren werden
  • 1 Person hätte Hochschulabschluß
  • 1 Person würde einen Computer besitzen

Wer heute mehr gesund als krank ist, ist glücklicher als über eine Million Menschen, die diese Woche nicht überleben werden.
Wer niemals die Grausamkeiten eines Krieges, womöglich mit Gefängnis und Folter, erlebt hat, wer noch keiner Hungersnot ausgesetzt war, genießt diesen Vorzug vor 500 Millionen Menschen auf dieser Erde.
Wer seine Religionszugehörigkeit frei bestimmen kann und in Freiheit seine Meinung äußern darf, hat mehr Glück als 1 Milliarde anderer Menschen.
Wer ein Dach über dem Kopf hat, nicht hungert und friert, ist reicher als 75 % aller Menschen.
Wer sogar etwas Geld auf dem Konto hat und etwas Kleingeld im Portemonnaie, gehört sogar zu den Reichen.
Wer diese Nachricht selbst lesen kann, ist doppelt privilegiert, denn 2 Milliarden Menschen sind Analphabeten.

Ja, sehen wir uns solche Zahlen und Vergleiche ruhig offen an. Sie drücken genau das aus, wie es der Realität, dem wirklichen Leben also, entspricht.

Es geht uns geradezu prächtig

Auch dann, wenn es ein Problem zu überwinden gibt. Auch dann, wenn eine Krankheit die Lebensqualität vorübergehend oder für lange Zeit mindert.
Aber wir wissen genau – wir sind in Sicherheit. Den allermeisten Menschen auf der Welt geht es deutlich schlechter. Und viele, viele von ihnen leben in Elend und Not. Sie müssen ums nackte Überleben kämpfen. Und das täglich.


Um auf Dauer aber ein friedliches Miteinander aller Völker zu erreichen und für alle langfristig einen menschenwürdigen Lebensraum zu sichern, ist es für die Wohlhabenden, die Gesunden und Bevorzugten notwendig, sinnvolle Hilfe zu bieten. Erst recht aber, allergrößte Toleranz zu üben, und lernen, zu verstehen. Dann wird mit Sicherheit die Frage nach der Befindlichkeit künftig anders beantwortet werden können. Nämlich:

Mir geht es sehr, sehr gut!

Artikel: Bioline-Magazin (Birgit Seufert)


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