Mensch ärgere dich “nicht” Heilende Farben
Mrz 15

Warzen von Alters her das Symbol für Häßlichkeit.
In den historischen Märchen zierten sie die Nasenspitze von Hexen und bösen Menschen. Bis zum heutigen Tag hat ein Besitzer dieser ekligen Gewächse nur den innigen Wunsch – es möglichst rasch wieder loszuwerden.

In der Kräuterkunde gibt es allerhand Rezepturen die versprechen, dem ungeliebten Wuchs dieser entstellenden Wucherungen ein Ende zu machen, ja sie ein für allemal mit Stumpf und Stiel auszurotten, und am Stiel hängt so mache von ihnen. Sie ist dann birnenförmig und lediglich durch einen dünnen Hals mit der Haut des „Befallenen“ verbunden. Oder sie ist dick und bräunlich grau, die Oberfläche aufgebrochen wie eine Ackerfurche. Manche aber erheben sich glänzend wie eine runde Kuppel aus der Hautoberfläche, oder so winzig klein, dicht an dicht z.B. an der Halsregion eines Menschen.
Immer aber sind sie störend und, an sichtbarer Stelle, auch mehr oder weniger entstellend.

Leider aber sind diese „Auswüchse“ überaus hartnäckig. Manchmal trotzen sie jahrelang sämtlichen Behandlungsversuchen.

Ärzte der Naturheilkunde und Heilpraktiker, besonders aber die Homöopathen, warnen eindringlich vor gewaltsamer Entfernung der „ungeliebten Objekte“. Sie sehen in ihnen „Ventile“, durch die der Körper einen Weg nach außen bahnt, um sich zu entlasten, womöglich Giftstoffe auszuleiten. Bei Nichtbeachtung dieses Rates kam es erstaunlich oft zum Wiederaufflammen von überwunden geglaubten Krankheiten.
Trotz mancher Mühsal im Warzen-Krieg möchte ich Sie ermutigen, den Kampf dennoch aufzunehmen.
In den allermeisten Fällen können Sie ihn (langfristig) gewinnen.
Gelegentlich stellen sich sogar überraschend schnell entsprechende Erfolge ein. Manchmal jedoch brauchen Sie schon einige Geduld.

Hier sind einige Beispiele aus meinem Erfahrungsschatz, die Sie ermutigen sollen

  • Meine Tochter hatte als Kind im Haaransatz eine größere, ledrig glatte Wucherung. Sie betupfte ich täglich mit Ringelblumen-saft. Nach wenigen Wochen war nichts mehr zu sehen.
  • Hilfesuchende, die zu mir kamen, gab ich den Rat, ihre Warzen täglich mit dem Saft des Schöllkrautes zu betupfen. In den meisten Fällen stellt sich der Erfolg nach kurzer Zeit ein.
  • Große, alte Warzen, die allen Einwirkungen widerstehen, kann man mit Ringelblumenöl „pflegen“. Gegen sie würde ich nicht radikal vorgehen. Ich konnte beobachten, daß sie bei solcher Behandlung nicht weiter wachsen und im Laufe der Zeit kleiner und flacher werden.
  • Hilfreich ist auch der frische Saft aus der großen Fetthenne, wie wir sie im Garten haben. Ein Blättchen kann aufgeschnitten und direkt auf die Warze gerieben werden.

Nicht ratsam ist es, die Warze mit aggressiven Mitteln oder Teebaumöl zu traktieren. Oftmals beginnt sie dann, sich zu entzünden oder zu jucken, gleichsam, als würde sie zur Aktivität geweckt.

Auch auf die Gefahr hin, daß Sie von nun an meine Kräuterheilkunde als nicht mehr ganz so seriös betrachten, mochte ich Ihnen noch eine wirkungsvolle Methode zur Warzenbekämpfung vorstellen. Es gibt ein altes, traditionell überliefertes Mittel, dessen sich in früheren Zeiten die weisen Frauen mit viel Erfolg bedienten. Aber auch heute noch sind damit gute Ergebnisse zu erzielen.

Durch „Besprechen“ wird oftmals Heilung erreicht
Die Erfolge dieser Methode basieren nicht darauf, daß man sich mit „finsteren Mächten“ verbündet, vielmehr wird das eigene Un-terbewußtsein angesprochen, das gezielt die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert.

Ein Beispiel für eine solche „Selbstbehandlung“ lieferte mir ein Herr in mittleren Jahren. Er besuchte mich, um zu erfragen, was er gegen seine flachen, großen, mittelbraunen Warzen tun könne, von denen mehrere seine Unterarme zierten und immer größer wurden. Verschriebene Medikamente hätte er schon versucht.
Ich riet ihm zum „Besprechen“. So ging er recht skeptisch heim. Nach einem Monat zeigte er mir erneut seine Arme. Die dunklen Stellen waren z.T. weg, der Rest auf etwa ¼ reduziert. Was hatte er unternommen? Ganz einfach. Täglich sagte er zu seinen Warzen: „Ich verabschiede mich von euch. Ihr könnt jetzt gehen. Ich benötige euch nicht mehr.“ Ist mein Ratsuchender seine Plagegeister nun los?
Nun, nicht ganz. Gelegentlich vergißt er sie, und sie vergrößern sich etwas. Dann spricht er wieder intensiver auf sie ein und sie reagieren, indem sie wieder kleiner werden. Jedenfalls sind sie optisch nicht mehr störend.

Mit überlieferten Sprüchen kann man sich, davon habe ich mich vielfach überzeugt, oftmals von Warzen auf Handrücken und Fingern verabschieden.

Warze – Verruca(e):
übertragbare, durch Virus bedingte, hyperplastische Wucherung des Epithels und Papillarkörpers (Fibroepitheliom). Inkubationszeit 2 – 8 Monate.
Man unterscheidet: 1. V. vulgares: Gewöhnliche Warzen oder Stachelwarzen, bis erbsengroße, halbkugelige, harte (V. durae) Knötchen mit stacheliger Oberfläche, besonders an Händen, seltener Fußsohlen. Auf zarter Haut (Gesicht, Hals) Pinsel- oder Fa-denwarzen. 2. V. planae juveniles: Flachwarzen, kleine, rundliche, hautfarbene bis rötliche Papeln, meist in größerer Zahl an Hän-den, Vorderarmen, Gesicht besonders bei Kindern, jungen Frauen, aber auch Männern (durch Rasieren ausgesät). 3. V. seniles oder seborrhoicae: Alterswarzen, graugelbe bis schwärzliche, runde oder ovale, im Durchschnitt linsengroße, sich fettig anfühlende, harte Knötchen mit leicht warziger Oberfläche, besonders am Stamm meist nach dem 50. Lebensjahr auftretend. Infektiöse Ätiologie nicht sicher.

Bei unserer Vorschau in der BIOLINE entdeckte eine Leserin das Thema „Warzen“. Dazu schrieb sie uns nachstehenden Erfahrungsbericht, für den wir uns bedanken und den wir gerne veröffentlichen:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich behandele Warzen schon lange lt. anliegendem Hinweis nach dem Mondbuch der Paungger.
Und immer mit Erfolg. 14-tägig belegen wir die Warzen mit Knoblauchscheibchen und geben ein Pflaster darüber. Der Geruch ist für den Partner nicht angenehm. Ein Schlafplatzwechsel wäre also ratsam.
Die Behandlung muß individuell oftmals auch nach 14 Tagen wiederholt werden. Wie gesagt: immer mit der Mondphase. Also nur bei abnehmendem Mond.
So habe ich z.B. mit Mondphasen auch meinen Garten von schlimmstem Unkraut befreit.
Denken Sie nur an Ebbe und Flut, was hat der Mond hier für Kraft.
Mit freundlichem Gruß
K. Landsberg, Syke


Auszug aus dem Buch von Johanna Paungger und Thomas Poppe
„Vom richtigen Zeitpunkt“:

Die Behandlung von Warzen: Warzen, Muttermale und Blutschwämme
sollten ausschließlich bei abnehmendem Mond entfernt oder behandelt werden, unabhängig vom Mittel, das dabei zur Anwendung kommt. Sollte die Prozedur bei Neumond noch nicht erfolgreich abgeschlossen sein, unbedingt aufhören und erst ab dem nächsten Vollmond weitermachen (was dann oft nicht mehr nötig ist). Behandlungen oder operative Eingriffe bei zunehmendem Mond (besonders an Krebstagen) können sich sehr ungünstig auswirken.
Schöllkraut ist ein bewährtes Warzenmittel. Beginnen Sie mir der Behandlung am Vollmondtag und streichen Sie die Warze jeden Tag mit frischem Schöllkrautsaft ein. Er ist orangefarben und tritt aus dem abgebrochenen Stiel aus. Seien Sie vorsichtig damit, er ist giftig und darf nicht eingenommen werden. Führen Sie die Behandlung bis Neumond fort, auch wenn die Warze vorher schon verschwunden ist.
Mit Knoblauch und bei abnehmendem Mond lassen sich die besonders schmerzhaften Warzen an den Fußsohlen gut entfernen. Schneiden Sie dazu in ein Pflaster ein Loch, so groß wie die Warze selbst, und kleben Sie es auf die Warze, so daß diese freibleibt. Halbieren Sie eine frische Knoblauchzehe und fixieren Sie sie nachts mit einem weiteren Pflaster auf der Warze. Morgens, wenn möglich erst nach dem Duschen entfernen, abends mit einer frischen Knoblauchzehe wiederholen und bei Neumond aufhören. Nach und nach färbt sich die Warze tiefschwarz und kann schließlich ganz einfach herausgehoben werden.

Autorin: Hildegard Kita
Kräuterfrau, Ausbildung in Phytotherapien


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