Das Immunsystem „hört aufs Wort“ IFMET
Mrz 13

Wieviel muß es, soll es, darf es denn täglich sein?
wasser.jpg Aber ja doch, jeder von uns weiß, daß Wasser lebensnotwendig für unseren Körper ist. Aber handeln wir in unserem alltäglichen Leben auch danach? Ganz gewiß nicht. Deshalb ist es mir ein Anliegen, Ihnen die Wichtigkeit von Wasser für unseren Körper sowie die Folgen eines dauerhaften Wassermangels vor Augen zu führen. Vorher jedoch möchte ich Ihnen einige Fälle aus meiner Praxis schildern, bei denen Wasser-Unterversorgung eine entscheidende Rolle spielte:


Herzrasen durch Wassermangel
Eine Dame suchte mich wegen ihrer Herzbeschwerden auf. Sie beklagte sich über Herzrasen, dem offenbar keine organische Ursache zugrunde lag. Unterschiedliche Tests bei verschiedenen Spezialisten konnten nichts zu Tage bringen. Ansonsten fühlte sich meine Patientin eigentlich gesund. Ihr Herzrasen jedoch, das schubweise auftrat und sich besonders dann zeigte, wenn die Hektik des Alltags vorbei war und Zeit gefunden werden konnte, sich zu setzen oder hinzulegen. Die Patientin hat alle möglichen Medikamente, Tees und Naturheilmittel bereits probiert. Bisher hatte nichts geholfen. Zunächst einmal war ich selbst auch etwas ratlos, da die Dame eigentlich kein nervöser Typ war, bei der eine psychische Begründung für ihre Beschwerden offensichtlich war. So ließ ich zunächst einmal ein Blutbild von ihr machen. Als die Ergebnisse eintrafen, war mir sonnenklar, weshalb das Herz so raste. Das Blut war einfach zu dick. Meine Patientin trank zu wenig. Aus diesem Grund floß das Blut träge, und das Herz mußte eine erhöhte Pumpleistung erbringen, um es durch das Adernsystem zu befördern. Solange die Patientin in Bewegung war, spürte sie ihr Herz kaum, da durch die Aktivität des Körpers der Blutfluß unterstützt wird. Dann, wenn sie sich jedoch niedersetzt oder –legt, muß das Herz Höchstleistungen vollbringen, um den gesamten Körper mit Blut, somit mit Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. Diese „Riesenarbeit“ spürt meine Patientin dann so, daß sie ihren Herzschlag regelrecht hören kann. Normalerweise arbeitet das Herz so, daß man es gar nicht spürt.

Geistig rege durch mehr trinken
Ein anderer Fall ist ein alter Herr, der von seiner Tochter, die für ihn sorgte, zu mir gebracht wurde. Die Tochter konnte sich nicht erklären, weshalb ihr Vater an manchen Tagen regelrecht verwirrt war, während er zu anderen Zeiten durchaus rege am Leben teil-haben konnte. Ja, er verfügte dann sogar über ein gutes Gedächtnis und war, wie in früheren Zeiten, ein guter und intelligenter Gesprächspartner. Wie bei nahezu jedem meiner Patienten unterstütze ich Regeneration auf der psychischen Ebene mit Bachblüten, und auf der physischen Ebene mit Bioresonanztherapie. Daneben empfahl ich der jungen Frau, dafür zu sorgen, daß der Vater regelmäßig viel trinkt. Außerdem trug ich ihr auf, einmal zu beobachten, wie die Befindlichkeit des alten Herrn sich zeigen würde, nachdem er den Tag über viel getrunken, und wie sie sei, wenn er wenig Flüssigkeit zu sich genommen habe. Die Dame sagte, daß es sicher nicht leicht sein würde, ihren Vater zum regelmäßigen Trinken zu bewegen. Er habe einfach keinen Durst. Dennoch wolle sie ihr bestes versuchen.

In beiden Fällen konnte durch diese einfache Maßnahme, daß mehr Wasser getrunken wurde, geholfen werden.

Immer wieder stelle ich fest, daß viele Patienten viel zu wenig trinken. Dies trifft besonders bei älteren Menschen zu. Dabei könnten viele Krankheiten vermieden werden, achtet man rechtzeitig auf eine ausreichende Wasserversorgung.

Die Grundlage für unseren Wasserstoffwechsel ist ein komplizierter Mechanismus. Wenn der Körper spürt, daß nicht genug Wasser zur Verfügung steht, um alle Stoffwechselvorgänge zu versorgen, beginnt der Regelmechanismus mit einer Wasserrationierung und entsprechender Verteilung an die einzelnen Zellen. Dieses tut er so lange, bis wieder genügend Wasser vorhanden ist. Dieses System hat zur Folge, daß dabei bestimmte Organe bevorzugt mit Wasser versorgt werden. Hier wäre als erstes die Gehirnfunktion zu nennen.

Zwar nimmt das Gehirn nur ca. ein Fünfzigstel des gesamten Körpergewichtes ein, enthält aber etwa 20 % des gesamten zirkulierenden Blutes.

Wir leben heutzutage in einer Zeit des Überflusses und der Genußmittel. Durch dieses Überangebot hat sich der katastrophale Irrtum eingebürgert, daß Kaffee, Tee, Alkohol und alle Getränke, die industriell hergestellt werden, ein gelungener Ersatz für das natürliche Wasser ist. Freilich enthalten alle diese Getränke als Basis Wasser, nur enthalten sie gleichzeitig Substanzen, die dem Körper das Wasser wieder entziehen (Dehydration). Die Folge davon ist, daß diese Substanzen nicht nur das in den Getränken ent-haltene Wasser abführen, sondern zudem noch dem Körper die Wasserreserven entziehen.
Bei unserer modernen Lebensführung können also die Bedürfnisse des Körpers nach ausreichender Wasserversorgung nicht befriedigt werden.
Kurzsichtig ist, daß Kinder heutzutage eher zum Trinken von Säften und Limonaden erzogen werden, als dazu, dem Körper ausreichend Wasser zuzuführen. Am Rande sei nur erwähnt, daß Säfte und Limonaden zu Abhängigkeiten und Suchtauslösung führen.

Das Wasser, das vom Körper benötigt wird, kann nicht durch vorgefertigte Getränke ersetzt wer-den

Bedauerlich ist, daß vielen Medizinern, und damit auch ihren Patienten, noch nicht klar ist, welche Vielzahl von Aufgaben das Wasser in unserem Körper erfüllt. Somit kann es zu dem Diagnoseirrtum kommen, daß Anzeichen von Krankheiten eine Symptombekämpfung erfahren. Dabei sind ihre Ursachen oftmals lediglich Funktionsstörungen aufgrund einer Wasserrationierung im Kör-per.

Unser Körper besteht zu 75 % aus Wasser und nur zu 25 % aus festem Material. Das Gehirn soll sogar aus ca. 85 % Wasser beste-hen. Die Wissenschaftler waren lange Zeit in dem Glauben, daß Wasser nur als Transportmittel im Körper nützlich ist. Zudem ver-mutete man, daß der Körper keinen Mangel an Wasser leiden könne, da dieses ja im Übermaß zur Verfügung stehe. Ein trockener Mund wird deshalb gerade bei älteren Menschen als normal angesehen. Nur ist gerade der trockene Mund wirklich das letzte Signal für eine Austrocknung. Unser Körper kann jedoch auch unter einem Wassermangel leiden, wenn der Mund noch relativ feucht ist.


Wenn wir uns jedoch bewußt machen, welche zusätzlichen Aufgaben Wasser in unserem Körper hat, wird rasch klar, daß viele chronische Erkrankungen durch einen chronischen Wassermangel stark begünstigt werden.

Wasser hat folgende Aufgaben:

  • Im Bereich des Stoffwechsels benötigen viele Reaktionen Wasser. Beobachten können wir dieses wunderbar in der Pflanzenwelt. Dort wird die Kraft des Wassers genutzt, um den Samen und einen Baum entstehen zu lassen.
  • Wasser dient als Energiespeicher ähnlich einer Batterie.
  • Wasser dient als Zusammenhalt für die Zellstruktur, ähnlich einem Klebstoff.
  • In den Gehirnzellen werden ständig Botenstoffe erzeugt. Diese übermitteln Botschaften über die Wasserwege.
  • Enzyme und Proteine wirken in einer dünnflüssigen Lösung besser und effektiver.


Krankheiten, die durch Wassermangel besonders begünstigt werden

Die Beobachtungen und Erkenntnisse von dem Arzt Dr. Batmangghelidj belegen, daß aufgrund komplizierter Zusammenhänge ein chronischer Wassermangel in unserem Körper bestimmte Folgen hat. Zum einen werden Allergien und Asthma begünstigt, zum anderen können chronische Schmerzen an verschiedenen Körperteilen entstehen. Zu diesen Schmerzen gehören die rheumatoide Arthritis, Schmerzen im unteren Rücken, Herzbeschwerden auch im Ruhezustand, migräneartige Kopfschmerzen und natürlich Darmbeschwerden wie Verstopfung.
Ein weiteres, sehr interessantes Thema in Bezug auf Wassermangel ist „Übergewicht“. Hierzu stellt sich die Frage, weshalb 30 % der Amerikaner deutliches Übergewicht haben. Zum einen liegt dieses an dem dort üblichen Eßverhalten. Es werden viel zu viel Zucker, zu viel Chemie und zu wenig Ballaststoffe konsumiert. Zum anderen wissen die so ernährten Menschen nicht, wann sie durstig sind. Ihnen ist der Unterschied zwischen Flüssigkeit und Wasser nicht bewußt. Da deutlich zuviel wasserentziehende Flüssigkeit getrunken wird, entsteht ein chronischer Wassermangel.

Damit dürfte ausgeschlossen sein, daß der Stoffwechsel ordnungsgemäß funktionieren kann.

Limonaden- und Colaverbrauch in den USA
1850 wurden im Jahr 0,4 Liter Limonade pro Kopf getrunken. 1994 hingegen wurden pro Kopf bereits 186 Liter ermittelt, davon nur 10 % koffeinfrei. 20 % sind Diätlimonaden. Hierzu sei nur erwähnt, daß Koffein und Süßstoff süchtig machen. Außerdem regt Süßstoff extrem den Appetit an. Die Folge ist, daß die im Anschluß aufgenommene Nahrung häufig mehr Kalorien enthält, als der Körper verwerten kann und die damit aufgenommene Energie in Form von Fett speichert.

Wieviel und welches Wasser wir täglich brauchen
Welches Wasser ist zur Versorgung unseres Körpers am besten geeignet, und wieviel Wasser sollen wir trinken? Da wir täglich über die Nahrung mehr Salz zu uns nehmen als der Körper in der Regel braucht, empfiehlt sich also eher ein natriumarmes Wasser.

Unser Körper benötigt täglich ein Minimum von ca. 1,5 bis 2 Liter Wasser

Kaffee, Tee, Alkohol und koffeinhaltige Getränke zählen nicht. Ein Glas Wasser sollte ca. ½ Stunde vor den Mahlzeiten, sowie die gleiche Menge ca. 2 ½ Stunden nach den Mahlzeiten getrunken werden. Es empfiehlt sich ebenfalls, weitere 2 Gläser mit einer gehaltvolleren Mahlzeit oder vor dem Schlafengehen zu trinken. Eine Faustregel, die sich bewährt hat, lautet: 30 ml pro kg Körper-gewicht sollte unbedingt berücksichtigt werden.
Kaffee etc. kommen noch hinzu. Das bedeutet, daß ein ca. 80 kg schwerer Mensch rund 2,4 Liter Wasser täglich trinken sollte.
Vor Beginn einer Schmerzbehandlung mit Medikamenten sollten mehrere Tage täglich mehr als 2,5 Liter Wasser getrunken werden.
Wichtig ist es jedoch zu beobachten, ob die Niere in der Lage ist, eine vielleicht für sie drastisch vermehrte Flüssigkeit zuvor zu verarbeiten und auszuscheiden. Es ist wichtig, daß sich damit auch die Urinmenge erhöht. Der Urin sollte farblos bis hellgelb sein.

Wir haben es also selbst in der Hand, ob wir vielen Beschwerden vorbeugen oder unsere Befindlichkeit verbessern wollen. Mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr unterstützen wir alle unsere wunderbaren Systeme des Körpers.

„Aber ich habe keinen Durst“
Wie schafft man es dennoch, eine ausreichende Flüssigkeitsmenge pro Tag zu trinken?
- Kochen Sie sich gleich morgens eine Kanne mit leichtem Kräuter- oder Früchtetee. Wechseln Sie jedoch die Art des Tees von Zeit zu Zeit. Kräutertees sind Drogen und sollten deshalb nicht ununterbrochen eingenommen werden. Empfehlenswert besonders für Entschlackung und Entgiftung ist z.B. 3/5 Ringelblume, 1/5 Schafgabe, 1/5 Brennessel. Daneben eignen sich Fencheltee, Pfeffer-minztee, Früchtemischung u.a.. Der Tee sollte in einer Thermoskanne in Ihrem Blickfeld stehen, damit Sie immer an das Trinken erinnert werden.
- Stellen Sie eine Flasche Mineralwasser Ihrer Wahl und ein Trinkglas auf Ihren Schreibtisch, Ihren Nachttisch, Ihren Eßzimmertisch, Ihren Küchentisch. Schenken Sie sich das Glas immer ein. Sie werden sehen, daß Sie es automatisch auch trinken.
Je mehr Sie trinken, desto leichter stellt sich das Durstgefühl wieder ein. Trinken ist reine Trainingssache. Nach einer gewissen Gewöhnungszeit meldet sich der Körper von ganz alleine wieder und verlangt nach der „gewohnten“ Trinkmenge

Artikel: Bioline-Magazin (Conny Fies)


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