Süßes genießen trotz Diabeteserkrankung? Kurzfristig & gesund Gewicht verlieren – funktioniert das?
Nov 16

Bereits 1850 behauptete Ludwig Feuerbach: „Der Mensch ist, was er isst“. Würden wir diesem Leitsatz rigoros folgen, sollte sich jeder an eine gesunde und ausgewogene Ernährung halten. Doch was genau ist eine wirklich richtige und gesunde Ernährung und woran erkennt man sie? Vorweg sei gesagt, dass sich selbst Experten nicht komplett einig sind, denn jeder Mensch ist anders und hat somit auch andere Bedürfnisse. Beachtet man aber einige einfache Regeln ist man schon auf dem richtigen Weg sein Essverhalten gesund zu gestalten. Das Thema rund um die gesunde Ernährung wird auch in der Ernährungsberater Ausbildung ausführlich behandelt. Bei Interesse an einer Zusatzqualifikation finden Sie hier weitere nützliche Infos.

Eine weitestgehend passende Definition von gesunder Ernährung wäre, dass der Körper durch eine ausgewogene und vielseitige Nahrung alle für ihn wichtigen Nahrungsbestandteile bekommt. Bestehend aus den drei Grundbausteinen Fett, Protein und Kohlenhydrate. Des weiteren enthalten die Lebensmittel im Optimalfall ausreichend Vitamine, Ballaststoffe, Spurenelemente und Mineralstoffe. Da kein einzelnes Lebensmittel alle für uns wichtigen Nährstoffe trägt, kann der Bedarf nur durch die reichhaltige Kombination gedeckt werden.
Befolgt man diese 8 Grundsätze mit einer gewissen Disziplin, dann steht einem gesunden Körper nicht mehr viel entgegen. Nicht zu vernachlässigen ist jedoch auch, dass ein gewisses Maß an Ausdauersport, wie z.B. Radfahren, Schwimmen oder Laufen ebenfalls zum gesunden Wohlbefinden beiträgt.

1. Genügend trinken
Eine Faustregel besagt, dass man pro 20 kg Körpergewicht 1 Liter Flüssigkeit täglich trinken sollte. Erwachsenen wird hierbei empfohlen jeden Tag mindestens 1,5 Liter zutrinken. Bei körperlicher Aktivität und Hitze sollten es deutlich mehr sein. (Mineral-)Wasser und ungesüßte Früchte- oder Kräutertees, sowie natürliche Obst-/Gemüsesäfte eignen sich dazu am besten.

2. Vielseitig essen
Wie oben schon erwähnt ist es wichtig, dass Ihr Speiseplan vielseitig ist. Bei einseitiger Ernährung können unserem Körper nicht alle essentiellen Stoffe und Spurenelemente zugeführt werden. Somit muss ein möglichst breites Spektrum an Lebensmitteln verzehrt werden. Ernährungsberater empfehlen dabei sich möglichst farbenfroh zu ernähren, wie z.B. orange (Karotte), grün (Gurke) oder weiß (Milch).

3. Ungesättigte Fettsäuren
Nicht alle Fette sind schädlich. Ganz im Gegenteil. Ungesättigte Fettsäuren dürfen nicht zu kurz kommen. Eine gute Quelle dafür sind Nüsse, Olivenöl, Leinsamen oder auch Fisch wie Lachs und Makrele.

4. Vollkorn
Auch wenn Vollkornprodukte reich an Kohlenhydraten sind, dürfen sie bei einer ausgewogenen Ernährung nicht fehlen. Doch Kohlenhydrate müssen nicht immer böse sein. Vollkornbrot oder /-reis, halten uns aufgrund der geringen Insulinausschüttung länger satt und enthalten zudem weitere Vitamine und Ballaststoffe.

5. Salz und Zucker reduzieren
Salz und Zucker sollten bei Ihnen eher eine Ausnahme bleiben. Vor allem süße Speisen begünstigen eine Überernährung was folglich zur Gewichtszunahme führen kann. Laut der DGE werden ca. 5-6 Gramm Kochsalz pro Tag als ausreichend angesehen. Auch wenn der tatsächliche Konsum in Deutschland beim Doppelten liegt. Problematisch bei einem hohen Salzkonsum ist die begünstigte Entwicklung eines Bluthochdrucks. Verschiedene Gewürze und Kräuter in Ihren Speisen bieten eine gute gesunde Alternative.

6. Fünfmal Obst und Gemüse
Wie es der Begriff schon andeutet empfehlen Ernährungsexperten fünf Portionen an Obst und Gemüse pro Tag. Idealerweise aufgeteilt in zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse. Dabei entspricht eine Portion einer geballten Faust. Ein Tipp wäre die gewünschten Portionen teils zu einem Smoothie zuzubereiten und das ohne weitere Süßungsmittel.

7. Regelmäßig und vernünftig essen
Der regelmäßige Verzehr von Mahlzeiten ist auch ein grundlegender Baustein der gesunden Ernährung. Beim Überspringen von diesen tuen Sie sich selbst keinen Gefallen. Denn dies führt dazu, dass Ihr Hunger unkontrollierter wird und Sie folglich mehr konsumieren. Kleine Snacks zwischendurch können Ihnen helfen den Hunger zu dämpfen.
Teilen Sie Ihre Mahlzeiten lieber auf fünf kleinere auf statt, wie üblich, drei. So ist es auch möglich vielseitiger zu essen. Eine ruhige und angenehme Atmosphäre fördert das Wohlbefinden und regt zusätzlich zum langsameren essen an.

8. Schonend zubereiten
Um das Maximum an Nährstoffen und Geschmack aus den Lebensmitteln herauszuholen empfiehlt es sich die Speisen bei niedrigen Temperaturen mit wenig Wasser und Fett zu garen.

Die Ausbildung des Ernährungsberaters

Auch wenn diese Tipps einem simpel vorkommen, bedarf es oft an Unterstützung durch einen Ernährungsberater. Das Ziel einer Beratung ist es Patienten den richtigen Umgang mit Nahrung beizubringen und so präventative Maßnahmen einzuleiten.
Sollten Sie selber viel Spaß an einem gesunden Lifestyle haben, wäre eine Ernährungsberater Ausbildung eine gute Gelegenheit sein Hobby zum Beruf zu machen.
Diese kann jederzeit begonnen werden und bietet vielfältige und zukunftsorientierte Berufsaussichten. Da der Beruf des Ernährungscoaches keine geschützte Berufsbezeichnung ist, ist es umso wichtiger bei welchem Institut man seine Ausbildung absolviert. Die Anerkennung durch den QUETHEB e.v. ist ein gutes Merkmal einer anerkannten Ausbildungsstätte.


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