Farben bewirken Wunder Vorsicht – Falle
Apr 24

Sie denken anders!
Reichtum, wie wollen wir ihn definieren? Gehen wir einmal vom üppigen Wohlstand aus. Sprechen wir vom sorglosen Leben, von einem, das regelmäßiges Reisen zu Traumzielen, gutes Wohnen, und luxuriöse Anschaffungen erlaubt. Ausgehen zum Essen und Feiern in feinen Kleidern gehören dazu.

Ist ein solches Leben privilegierten Menschen vorbehalten?

Sind es die besonders Begabten, die das erreichen können?

Oder spielt das elterliche Portemonnaie die Hauptrolle?


Sehen wir sie uns an.

Da sind einerseits die Mühsamen und Beladenen. Ein ganzes Leben lang plagen sie sich ab, ohne wirklich nennenswerte Ergebnisse vorweisen zu können. Jeder Pfennig wird mehrfach umgedreht, bevor er ausgegeben werden kann. Da heißt es: Verzichten, will man weiter kommen. Sparen, will man etwas anschaffen. Urlaub für viele Jahre wird gestrichen, will man ein Häusle bauen. Andererseits beobachten wir die Glückskinder. Ihnen scheint alles zuzufallen. Sie wohnen in eleganten Häusern, reisen regelmäßig im Sommer zu den angesagtesten Stränden, im Winter in die Skihütten, die auch von Promis bewohnt werden.

Nun sollte man meinen, die Erfolgreichen fahren damit die Ernte für ihre bemerkenswerte Tüchtigkeit ein. Hier zeigt sich, wer den Einsatz erbracht hatte, wer rechtzeitig gelernt, geschuftet hat, bis in die Nächte hinein, ehrgeizig seinen Zielen gefolgt ist.

Der Grund für ein leichtes Leben ohne einen beinharten Existenzkampf oder aber für ein Leben voller Kampf und Mühe liegt viel tiefer und ist weit zurück in der Kindheit zu suchen.

Der erfolgreiche Therapeut Bert Hellinger hat in seinen Familienaufstellungen herausgefunden, daß die Lebensblockaden immer in der Herkunftsfamilie begründet sind. Sprechen wir hier also von Schuld? Sind es die Eltern, die schuldig sind an meinem erfolglosen Leben? Können wir hier Vorwürfe weitergeben? Schuld zuweisen und Verantwortung abladen?

Schuldzuweisung aber ist reine Zeitverschwendung.

Ersetzen wir diesen Begriff besser durch „Ursachenfindung“.

Wer aber bereit ist, bei sich selbst nachzuschauen, wo die Erfolgsverhinderer zu finden sind, kann bestehende Muster durch Erkennen und Umwandlungs-training durchaus auflösen.

Dem Kaiser und Philosophen Marc Aurel verdanken wir folgende Lebensweisheit:

Dein Leben ist das, was Deine Gedanken daraus machen.

Die richtigen, die kraftvollen, die konstruktiven Gedanken nämlich sind es, die die Architekten des Lebens sind.

Ich will Ihnen drei Beispiele nennen, wie auch Sie sie sicher schon oft beobachten konnten.

In meiner Schulzeit bewunderte ich einen Mitschüler, der als der Begabteste unserer Klasse galt. Bei uns allen war er nur „das Genie“. Zum Unterricht erschien er immer vorbereitet. Mündlich oder schriftlich; die Note 1 hatte er geradezu für sich gepachtet.

Für uns stand fest: Manfred, so hieß der allerseits Bewunderte, würde einmal eine große Karriere machen. Die Zukunft schien für ihn besonders verheißungsvoll zu winken. Seine Eltern arbeiteten bei der Post. Später hörte ich, daß Manfred die sichere Beamtenlaufbahn eingeschlagen hatte. Dort hat er es dann zu einer mittleren Position gebracht.

Enttäuschend, nicht wahr?

Ein anderes Beispiel ist Irene. Sie, die Kapriziöse. Von uns allen heimlich bewundert. Nicht nur war sie bildhübsch anzusehen, sondern auch noch künstlerisch hochbegabt. Da reichte es nicht, daß sie singen konnte wie ein Engel, nein sie zeichnete auch noch wunderschön. Wenn man sie so sah, drängte sich einem unwillkürlich der Begriff „Liebling der Götter“ auf.

Irene kam aus einer Arbeiterfamilie und hatte 11 Geschwister. Ihre Eltern waren fleißige Leute, die alles taten, um ihre Kinder auf einen guten Weg zu bringen.

Jeder von uns war felsenfest davon überzeugt, daß aus Irene einmal ein großer Star würde. Wir sahen sie schon herablächelnd von den Seiten der Illustrierten. Strahlend am Arm von anderen Prominenten. Was aber hat sie aus ihrem Leben gemacht? Ich begegne ihr manchmal, wenn sie einkauft im Supermarkt. Meistens hat sie eines oder zwei ihrer 4 Kinder dabei. Sie hat heute ein schweres Leben neben einem kranken Mann, der nur gelegentlich arbeiten kann. Sie selbst hilft manchmal im Kindergarten aus, kocht und putzt dort. Ihre Träume sind längst ausgeträumt und haben einer mühevollen Realität Platz gemacht. Vom ehemaligen Glanz ist rein gar nichts mehr geblieben.


Zuletzt möchte ich Ihnen Tom vorstellen. Er lebte schon als Kind auf der Sonnenseite des Lebens. Seine Eltern gehörten zu den Reichen und den Schönen. Neidvoll beäugten wir oft seine Designerklamotten, seine coole Uhr und das Luxusambiente seines Elternhauses, wenn wir ihn besuchten. Ihn selbst schien das alles wenig zu beeindrucken. Er lebte ganz offensichtlich nach dem Motiv: Nur das Beste, Schönste für mich. Er setzte das einfach für sich selbst voraus. Keinen Gedanken verschwendete er an die Möglichkeit von Armut oder Mühsal. Auch in der Schule scherte er sich wenig um die Begriffe Fleiß und Arbeit. Mit Eleganz und fröhlichem Augenzwinkern schrammte er in jedem Jahr haarscharf am Sitzenbleiben vorbei. Auf Vorhalte seiner Lehrer antwortete er nur mit strahlendem, völlig entwaffnendem Lächeln und gelobte Besserung. Es war klar, daß er daran keinen Gedanken verschwendete. Das Leben war leicht, ein einziges großes Vergnügen.

Es würde sich schon alles zu seinen Gunsten ergeben.

Und genauso kam es auch. Tom betreibt heute einen schwungvollen Import–Export–Handel mit Luxusgütern. Er lebt mit seiner bildhübschen Frau in einer sehr schönen Villa mit einem herrlichen Park. Seine Sammlung von Oltimer-Autos kann sich sehen lassen. Er lebt wie immer: leicht und vergnügt.

Wie aber kann es sein, daß ein so mittelmäßig begabter Mensch alles, was er anpackt, so erfolgreich betreibt und geradezu begnadete und weitaus talentiertere Leute fast auf der Strecke bleiben?

Die sehr unterschiedlichen Schicksale sind tatsächlich in allererster Linie im Denken begründet.

Wer den Wohlstand, das mühelose Leben für sich voraussetzt, für den zeigt sich der Schicksalsweg leicht und freundlich.

Wer ängstlich, auf Sicherheit bedacht, das Schlimmste erwartet, für den sind Hindernisse, Blockaden und unendliche Mühen zu überwinden.

So leicht soll das sein? Ich ändere mein Denken und mein Schicksal nimmt eine völlig andere, positive Richtung?

Ja, so einfach ist das tatsächlich. Es lohnt sich, einmal eine ehrliche Bilanz zu machen und negatives Denken aus dem eigenen Hirn zu verbannen. Dazu gehört Mißgunst, Neid, Kritiksucht, Rechthabenwollen aber auch Hoffnungslosigkeit, Resignation und Mutlosigkeit. Immer und in jedem Alter ist es möglich, eine völlig neue Richtung zu machen. In meiner Tätigkeit als Unternehmensberaterin kann ich oft erkennen, weshalb ein Firmenchef, eine Geschäftsinhaberin trotz größten Fleißes nicht zu dem ersehnten Erfolg kommen.

Ich weiß heute, daß das konstruktive Denken die wichtigste Voraussetzung wäre.

Ich verschreibe meinen Mandanten, nachdem wir gemeinsam eine Geschäfts-Analyse gemacht haben deshalb als ersten Schritt ein Affirmationsseminar. Dort werden die eigenen Gedankenmuster- und Blockaden aufgespürt und umgewandelt in konstruktive Formulierungen, die dann als sofort bewußt in den Alltag eingefügt werden.

Es ist oftmals eine Freude zu sehen, wie eine so kleine Maßnahme wie Erkennen, Umwandeln, Anwenden zu einer großen Lebens-Vernichtung führen kann.

So höre ich dann oft: „Wenn ich gewußt hätte, wie einfach es ist, ein gutes Leben zu führen, wäre ich mir in der Vergangenheit nicht selbst so im Weg gewesen.

Es gibt tatsächlich nur eine Ecke im Kosmos, die man aufräumen kann – und das ist man selbst. Übrigens wirken sich die Gedankenveränderungen genauso gut im Privatleben aus, wie in der Geschäftswelt.

Ist es aber tatsächlich immer so kinderleicht? Kann man pauschal sagen: „Denke richtig, dann winkt Dir ein erfolgreiches Leben“?

Nur – keine Regel ohne Ausnahme. Andere Faktoren, Schicksalsschläge, Ereignisse und wirtschaftliche oder kulturelle Entwicklungen spielen selbstverständlich ebenfalls eine Rolle. Nach all meinen Erfahrungen jedoch spielt die eigene Erwartung an das Schicksal die allergrößte Rolle dabei, von welcher Seite das Schicksal sich uns zeigt.

Und wenn Sie mich fragen, ob ein schönes und erfolgreiches Leben von jedem Menschen zu erreichen ist, so möchte ich uneingeschränkt mit „ja“ antworten.

Das Rezept ist: Hinsetzten, ehrlich zu sich selbst sein, an sich arbeiten, Seminare zur Persönlichkeitsbildung besuchen, Erfolgsbücher lesen, Trainingsprogramme in das eigene Leben installieren und Schritt für Schritt in das Leben gehen, das man sich vorgestellt hat.

Das ist in jedem Alter und aus jeder Lebenssituation heraus möglich.

Denn das was Sie absolut zuversichtlich für sich und Ihr Leben / als Selbstverständnis voraussetzen wird sich genauso zuverlässig erfüllen.

Artikel: Bioline-Magazin


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