Grüne Bohnen (Phaseolus vulgaris) Arnika (Arnica montana)
Jun 09

Handlesen? Unfug? Wahrsagerei? Deuterei?
Dein Schicksal liegt in Deiner Hand; und läßt sich mit dem Zentimetermaß nachmessen

Was ist damit gemeint?
Vielleicht soll gesagt werden, daß es an uns selber liegt, was wir aus unserem Schicksal machen. Vielleicht aber ist gemeint, daß jeder seine eigene Schicksalskarte in seiner Hand trägt, und daß die Wege festgelegt sind.

Sogar in der Bibel ist nachzulesen:
Dein Schicksal habe ich in Deine Hand geschrieben. Deine Grenzen, Deine Mauern …

Nahezu alle alten Kulturen dieser Welt glauben an Schicksal. Glauben an einen Lebensweg, der vorgeschrieben ist. In unserer hochtechnisierten Welt fällt es uns da schon schwerer, die Ratio einmal auszuschalten und an Fügung zu glauben. Dennoch – gerade weil unsere Zeit so stark materiell besetzt ist und Medizin nahezu reine Symptombekämpfung darstellt, sucht der moderne Mensch zunehmend nach dem großen Zusammenhang, nach dem Sinn, und damit auch nach dem Plan, der allem Geschehen zugrunde liegt.

Haben auch wir uns nicht schon unzählige Male gefragt, welches Chaos auf unserem Planeten herrschen würde, wären nicht alle Lebensabläufe einer höheren Ordnung unterstellt?
Lassen wir uns nicht täuschen von den chaotischen Zuständen, die mancherorts herrschen. Auch Kriege sind offenbar Ausdruck des Gegenpols, der sich friedlichen Absichten entgegenstellt. Dörfer, Städte, Nationen, Erdteile, ja unser ganzer Planet scheinen ein eigenes Schicksal zu haben, an dessen Faden offenbar entlang gegangen werden muß.

Also könnte man doch gleich “einpacken”, resignieren, den Kampf aufgeben. Wenn Schicksal tatsächlich vorgegeben sein soll, dann nutzt doch alles Strampeln nichts, dann ist man doch ausgeliefert, ist fremd bestimmt, hat keine Chance auf eigene Gestaltung. Oder doch?

Schauen wir also nach, welche Beweise es geben könnte für einen Lebensweg, der in den wichtigsten Stationen für jeden einzelnen Menschen festliegt.

Meine erste Begegnung mit dem Handlesen
Durch Zufall bin ich von einer Dame, die als Kurgast in unserem Hause weilte, auf das Handlesen aufmerksam geworden. Wer mich näher kennt, der weiß, daß ich nicht in esoterischen Höhen schwebe, sondern durchaus handfest in meiner Lebensauffassung bin, genauso, wie ich fest mit beiden Beinen in der Realität, also im Leben stehe.
Zugegeben, mystische Dinge interessieren mich durchaus. So wie nahezu jeden Menschen wohl, wenn er ganz ehrlich zu sich selbst ist.

Meine erste Begegnung mit dem Handlesen stellte sich für mich folgendermaßen dar: Meine Kur-Dame zierte sich erst, mir in die Hand zu sehen, nachdem sie mich vorher durch Andeutungen neugierig gemacht hatte. Dann studierte sie die Linien darin, schüttelte mehrfach bedeutungsvoll den Kopf und seufzte hörbar: “Ich weiß nicht, ob ich das sagen soll, was ich da sehe”, rang sie sich ab. Auf mein Drängen gab sie dann einiges von sich, das alles oder nichts bedeuten konnte. Aus ihrer Mine glaubte ich Entsetzen herausgelesen zu haben. Auf mein Befragen hüllte sie sich in Schweigen.
Also, ich war richtig sauer. Hatte die Gute etwas gesehen, was sie mir nicht sagen wollte, oder gab es gar nichts zu deuten? Oder aber, man konnte den Linien einer Hand nicht wirklich etwas entnehmen.

Ärgerlich beschloß ich herauszufinden, was dran sein könnte an dem Handlesen.

Sollte man aufgrund der Linien wirklich Aussagen machen können, würde ich selbst nie, nie so mit den gewonnenen Erkenntnissen umgehen wie mein Kurgast, der uns wissensdurstige Leute total verunsicherte. Schließlich glaubt man solchen geheimnisvollen Sprüchen zu entnehmen, die Linien der Hand berichten über Katastrophen, Unglück, Tod und Verderben.

Voller Neugierde begann ich also, mich mit dieser “Wissenschaft” zu beschäftigen. Mit Staunen stellte ich bei meinen Studien, die ich bald auf viele Bücher und Begegnungen mit Praktikern ausdehnte, fest, daß es sich beim Handlesen ganz und gar nicht um irgendeine zwielichtige Kuriosität handelt, an die man glauben muß, sollen sich die Deutungen bewahrheiten, sondern um äußerst informative, nachmeßbare Angaben, die in jeder Hand zu finden sind.

Ich stellte fest, daß ich aus Händen wildfremder Menschen jahrgenaue Geschehnisse herauslesen konnte, wie z.B. Liebesbegegnungen, Gefühlshöhen oder -tiefen und Erfolgsstationen sowie Zeiten der materiellen oder ideellen Verluste

Auch charakterliche und gesundheitliche Anlagen sind deutlich erkennbar.
Dem geübten Auge stellt sich ebenfalls die Lebensenergie dar, aber auch die Neigung zu Depressionen oder zu großem Optimismus. Oftmals ist sogar bestimmbar, welche Anlagen von der mütterlichen Seite, welche von der väterlichen Seite ererbt wurden.

Ich war mehr als einmal erstaunt, daß sich durch die Betrachtung der Hände mir häufig eine Persönlichkeit offenbarte, die ich beim Kennenlernen ganz anders eingeschätzt hatte

Besonders erstaunt hat mich die Erkenntnis, daß weder besondere Intuitionen noch hellsichtige Fähigkeiten zum Handlesen erforderlich sind. Tatsächlich genügen dem Praktiker ein Zentimetermaß, eine Lupe und große Erfahrung.
In manchen Händen kann man lesen wie aus einem Buch, andere sind linienarm und eher karg in ihrer Aussage, so wie der Besitzer eben auch.
Beeindruckt hat mich, daß die Linien verschiedener Personen, die miteinander verbunden sind, in Bezug auf meßbare Stationen übereinstimmen. Sie sind also keineswegs Auslegungssache.

Was können wir für das eigene Schicksal aus solchen Erkenntnissen lernen, gewinnen?
Was kann sich ändern, wenn wir uns selbst und unseren eigenen Schicksalsweg besser kennen?
Wir können angstfreier leben, müssen nicht mehr gegen Windmühlenflügel ankämpfen. Wir können uns konzentrieren auf das Machbare in unserem eigenen Leben. Und machbar ist unendlich viel.

Wir können durchaus den Lebens-Weg nach unseren Vorstellungen gestalten
Und hier liegt unsere große Chance: Klaglos die “Stationen, die vorgegeben sind” ansteuern, die Probleme, die sich ergeben, zu Projekten machen und unsere Schicksalsaufgaben freudig erledigen.

Aber – schwungvoll den vorgezeichneten Weg gehen
Denn darauf kommt es an. Das “wie” bestimmt unsere Lebensqualität. Man kann den Weg durchrasen, kann ihn aber auch genießen und jedes Blümchen am Wegesrand zur Kenntnis nehmen. Wichtig ist das Wissen, daß jeder von uns ganz unterschiedliche genetische Mitbringsel zur Verfügung hat, mit denen der optimale Umgang durchaus erlernt werden kann. Das bezieht sich auf psychische genauso wie auf physische Anlagen. Ist das einmal erkannt, gelingt es dann auch immer besser, uns selbst und auch andere in ihrem So-Sein anzunehmen und ehrlich zu lieben.

Handlesen hat eine lange Tradition
Es fällt schwer, meinen Ausführungen Glauben zu schenken?
Nun, vielleicht überzeugt die Tatsache, daß z.B. indische Ärzte sich bei einer Diagnose immer auch in der Hand des Patienten vergewissern. So wie viele Heilpraktiker eine gesundheitliche Konditionierung weitgehend aus der Iris ablesen.
In Asien hat Handlesen übrigens eine lange Tradition und ist Kulturgut.

Was der Handleser in der Hand sieht

Die Bedeutung der Berge
Die Anlagen des Handeigners lassen sich weitgehend daran erkennen, wie stark oder schwach die Berge der Hand entwickelt sind. Harmonisch ist der Charakter meistens, wenn alle Berge sich an ihrem Platz befinden, gut portioniert sind, keiner deutlich hervortritt und die anderen dominiert und auch kein Berg schwach entwickelt, eher wie ein Tal aussieht.

Der Venusberg: dieser steht für Lebensfreude, Genuß und Sinnlichkeit. Ist er großzügig bemessen, zeigt er einen Menschen mit weitem Horizont und weitem Herzen. Leicht oder stark gewölbt dokumentiert er mäßiges oder starkes sexuelles Empfinden und üppige Lebenskraft
Der Mondberg: versinnbildlicht das Gefühl, die Seelenlage. Diese zeigt sich je nach Größe des Berges als besonders ausgeprägt oder wenig sensibel
Der Marsberg: ist dieser herausgewölbt und eher groß, gehen Temperament, Wut oder gar Hass mit diesem Menschen oft durch. Aber auch die Durchsetzungskraft ist hier zu erkennen
Der Merkurberg: gut ausgeprägt läßt sich hier Geschäftssinn und Rednertalent erkennen
Der Apolloberg: ist der Sitz der Künste, der Begabungen auf musischem Sektor, aber auch die Möglichkeit zu Ruhm
Der Saturnberg: ist der Schicksalsberg. Hier zeigt sich oftmals die Erdenschwere, aber auch die Zuverlässigkeit, die Ernsthaftigkeit
Der Jupiterberg: Menschen, bei denen dieser Berg gut entwickelt ist, haben ein starkes Ego. Sie setzen sich durch. Oft sind ihre Handlungen vom Glück begünstigt.

Befinden die Berge sich nicht genau unter dem entsprechenden Finger, sondern dazwischen, so haben sie die Eigenschaften beider Berge.

Wichtige Lebensstationen lassen sich an den Handlinien abmessen
Dabei ist die sogenannte Lebenslinie der wichtigste Maßstab. In der Regel millimetergenau sind Jahre eines Liebesbeginnes, geschäftlicher Erfolge, Verluste, totaler Veränderung oder oft auch gesundheitliche Einbrüche zu erkennen.
Diese können tatsächlich mit einem Zentimetermaß nachgemessen werden.
1 Millimeter entspricht einem Jahr.

Maßabweichungen
Achtung! In den allermeisten Fällen entspricht ein Millimeter einem Jahr. Anhand der ersten beiden Liebeslinien kann der Abstand zwischen diesen eingetroffenen Geschehnissen überprüft werden. In wenigen Händen muß die Maßeinheit danach entsprechend enger, selten weiter, gefaßt werden.

Die Bedeutung der Hauptlinien

Die Lebenslinie
Sie umrundet den Venusberg. Auf ihr finden sich die Stationen für den Beginn einer Liebe, von Erfolgs- oder Verlustjahren.

Die Saturnlinie
ist die Schicksalslinie. Sie beginnt an der Handwurzel und mündet meistens im Saturnberg. Sie ist schwer auszumessen. Bis zur Kopflinie zeigt sich die Kindheit und Jugend. Zwischen Kopf- und Herzlinie die Zeit vom 20sten bis zum 40sten Jahr. Danach der Rest des Lebens, der zeitlich nicht mehr zu fixieren ist.

Die Kopflinie
beginnt oft gemeinsam mit der Lebenslinie oder kurz darüber und endet idealerweise zwischen Mond und Marsberg. Damit wäre Energie und Gefühl gut ausgeglichen. Endet sie auf einem der Berge, so dominieren dessen Eigenschaften die Denkweise.

Die Apollolinie
Ist sie stark ausgeprägt und endet direkt unter dem Apollofinger, so kann der Mensch sich auf seine Intuition verlassen. Problemlösungen gelingen mit leichter Hand.

Die Herzlinie
Sie beginnt auf der Handkante und verläuft zum Jupiterberg. Von ihr sind Gefühlsneigungen abzulesen. Endet sie auf dem Jupiterberg, so sind Herzensangelegenheiten oft glücksbegünstigt. Endet sie auf dem Saturnberg, sind Liebesdinge oftmals erdenschwer schicksalshaft.


Die Bedeutung der Ereignislinien

Die Liebeslinien
Sie beginnen auf dem Venusberg, durchkreuzen die Lebenslinien und können bis in einen anderen Berg laufen. Sie zeigen immer das Jahr für den Beginn einer Liebe an. Das kann auch der Neubeginn einer alten Liebe oder das erneute Aufflammen einer erkalteten Liebe sein! Je nachdem, auf welchem Berg diese Linien münden, ist abzuleiten, welcher Art diese Liebe ist.

Mündet die Linie:
auf dem Merkurberg: Die Liebe wird auch zu einer geschäftlichen Partnerschaft, oder das Paar kann gute Gespräche führen.
auf dem Marsberg: Es kann zu temperamentvollen Auseinandersetzungen kommen. Die Liebe kann heißblütig sein.
auf dem Mondberg: Diese Liebe ist sehr gefühlvoll, es kann deshalb aber auch leichter zu Enttäuschungen kommen, besonders, wenn die Linie weit hinunter in den Mondberg reicht.
zwischen Marsberg und Mondberg: Gefühl und Verstand halten sich in dieser Beziehung die Waage

Die Erfolgslinien
Sie sind oftmals relativ kurz (z.B. 1-2 cm) oder auch länger. Sie beginnen direkt auf der Lebenslinie und streben rechts oder links von ihr nach oben

Die Verlustlinien
Auch diese beginnen direkt auf der Lebenslinie und zeigen rechts oder links nach unten

Dramatische Veränderungen
müssen nicht zwangsläufig negative Auswirkungen haben. Sie zeigen sich als Bruch in der Lebenslinie. Diese kann dann unterbrochen, oder parallel weiter geführt sein

Krankheiten oder andere Störungen
zeigen sich oftmals als Knoten, kleine Inseln oder Kreuze auf der Lebenslinie

Die Endungen der Linien
Wenn die Hauptlinien oder die Ereignislinien nicht direkt auf, sondern zwischen den Bergen enden, so werden sie von den Eigenschaften beider Berge beeinflußt.

Und so testen Sie es selbst:
1. Ermitteln Sie auf der Lebenslinie Ihr Geburtsjahr. Dieses zeigt sich als Kreuz oder Knoten, oder verknotetes Kreuz, etwa unter der Mitte der Zeigefingerwurzel

2. Messen Sie mit dem Zentimetermaß von diesem Punkt aus zur ersten Linie, die auf dem Venusberg beginnend, durchgehend oder unterbrochen, die Lebenslinie kreuzt. In dem so ermittelten Jahr begann die 1. Liebe des Handeigners

3. Jede weitere Linie, die auf dem Venusberg beginnt und die Lebenslinie überquert, zeigt ebenfalls einen Liebesbeginn an. Es muß sich dabei nicht unbedingt um eine neue Liebe handeln. Auch das Wiederaufleben einer Liebe nach einer Krisenzeit oder belanglosen Zeit kann hier angezeigt sein.

4. Die nach oben strebenden Linien zeigen an dem Punkt ihres Beginnes auf der Lebenslinie das Jahr von möglichen Erfolgen an.

5. Die nach unten zeigenden Linien zeigen an dem Punkt ihres Beginnes auf der Lebenslinie das Jahr der möglichen Verluste an.

Gewinne oder Verluste müssen nicht zwanghaft vorkommen, wenn diese Linien zu erkennen sind. In den bezeichneten Jahren besteht lediglich die Tendenz dazu.

Artikel: Bioline-Magazin (Ingrid Schlieske)


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