Schlankheitskuren en gros Mit allen Sinnen genießen
Jun 01

Viele Krankheiten können im Frühstadium leichter behandelt und oft geheilt werden
Die Warnzeichen, die unser Organismus aussendet, sind vielfältig und unterschiedlicher Natur. Wir müssen sie nur erkennen und ernst nehmen. Viele Krankheiten könnten im Frühstadium leichter behandelt und oftmals geheilt werden.
Leider hat der Mensch, durch stetige Entfernung von der Natur und den natürlichen Dingen des Lebens, verlernt, auf solche Warnzeichen zu reagieren, sofern er sie überhaupt noch wahrnimmt.


Achtsamkeit für sich selbst war ein Fremdwort geworden
Der Kinderarzt, Dr. Junot, war ein Energiebündel, von dem alle profitierten. Seine Freunde, seine Patienten, auch die Nachbarn. Nur seine Frau, die ebenfalls als Ärztin mit in der Praxis tätig war, machte sich zunehmend Sorgen, da immer alles noch größer, noch gewaltiger wurde, was sie und ihr Mann unternahmen. Aus drei Sprechzimmern wurden sieben, aus fünf Angestellten fünfzehn. Und wenn es in den Urlaub ging, wurden nicht nur die eigenen vier Kinder in den Range Rover gepackt, mindestens zwei Kinder aus der Nachbarschaft mußten mit, wenn es dann nach Südfrankreich ins Feriendomizil ging. Hatte ich die beiden Hunde schon erwähnt? Die natürlich auch.
Seine Großzügigkeit war sprichwörtlich geworden, und wenn Freunde zum Weihnachtsgansessen kamen, umging Junot die Frage nach Brust oder Keule einfach so, daß für jeden Brust und Keule, also eine halbe Gans auf den Tisch kam.
Als er dann, im Alter von 51 Jahren, mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus mußte, waren alle bestürzt. Dieser vitale Nichtraucher und nun ein Infarkt?
Zweifellos hatte er sich übernommen, und zweifellos hatte sein Körper ihm signalisieren wollen: Wir streiken, wenn Du so weiter machst!
Der rechtzeitige Notarzteinsatz mit lebensrettenden Maßnahmen hatte ihn das Ganze zwar überstehen lassen, dennoch war die Warnung seines Körpers unmißverständlich. Ich riet ihm, in Abstimmung mit seiner Frau, die Praxis zu verkleinern und auf allen Gebieten etwas kürzer zu treten – mit einem Wort, die Warnung seines Körpers ernst zu nehmen.
Er ist im November vorigen Jahres, mit 55 Jahren verstorben. Denn diesmal kam alle Hilfe zu spät oder der Tod war zu schnell. Er hatte alle Warnungen in den Wind geschlagen und genauso weitergemacht, als wäre der Schuß vor den Bug nicht gewesen - wie ein trotziges Kind, daß es den Erwachsenen einmal zeigen will. Er hatte verlernt, auf seinen Körper zu hören und Achtsamkeit, im Umgang mit sich selbst, war ein Fremdwort für ihn geworden. Fast so, als hätte er zu anderen nicht NEIN und zu sich selbst nicht JA sagen können. Irgendwie hatte er sich geopfert – nur keiner hatte je dieses Opfer von ihm verlangt.

Eigentlich gehen allen Krankheiten Warnungen voraus

Bevor ein Zahn durch Karies dauerhaft zerstört wird, meldet sich der Nerv darin, erst mit ziehenden, später mit klopfenden Schmerzen.
Wenn sich Wasser in den Beinen staut - leicht festzustellen, wenn man mit dem Daumen neben das Schienenbein drückt und die Delle eine Zeit lang bestehen bleibt, weil die Muskulatur nicht spontan zurückfedert - liegt meist ein Kreislaufproblem vor, das wiederum mit einer Herzinsuffienz (Herzschwäche) im Zusammenhang stehen kann. Auf jeden Fall ein Zeichen, das dem Arzt vorgestellt werden muß.
Ein zu hoher Blutdruck kann ein Nierenversagen zur Ursache haben, aber auch noch viele andere, die unbedingt abgeklärt werden müssen.
Die niederrheinische Weisheit, die Hans Dieter Hüsch, betagter Kabarettist aus Moers, so gern verbreitete, “Wat von alleine kommt, geht auch wieder von alleine,” gilt nur für die jungen Jahre. Und auch da gibt es Warnzeichen, die durchaus ernst genommen werden müssen.


Indolenz – eine böse Falle
Der Arzt spricht von indolenten Patienten, die es bis auf die letzte Minute ankommen lassen und erst zur Untersuchung gehen, wenn es (oftmals) zu spät ist. Wohlverstanden, wir wollen hier nicht einer übertriebenen Krankheitsangst das Wort reden, die bei manchen Müttern zu beobachten ist, die ihr Kind drei- bis viermal in der Woche zum Arzt schleppen.
Aber genauso oder gar schlimmer ist es, wenn deutliche Warnzeichen ignoriert werden und sogar “noch einer drauf gesetzt wird,” wenn sich ein wohlwollender Freund aufschwingt und einen Hinweis zu geben wagt.
Ist es wirklich nur der Trotz, der uns nicht wahrhaben lassen will, was wir im Kern erkennen, wenn wir ehrlich zu uns selbst sind? Oder ist es sträfliche Sorglosigkeit, “daß schon nichts sein wird”. Diese Einstellung kann lebensbedrohliche Folgen haben.

Viele Signale und keine Antenne?

Ich bin davon überzeugt, daß die Antennen für die Wahrnehmungen noch intakt sind, das Problem scheint deshalb woanders zu liegen.
Wir müssen wieder lernen, auf die Warnungen unseres Körpers zu hören, achtsam damit umzugehen und den Signalen zu vertrauen.
Ein Hindernis könnte darin liegen, daß wir, von einer ungeheuren Technikgläubigkeit geradezu benebelt, glauben, daß uns schon geholfen wird, wenn es einmal so richtig ernst aussieht. Deshalb das Leben vorbeugend einzuschränken oder gesünder zu leben, wäre danach nicht notwendig: “Ich bin jetzt jung, jetzt will ich was erleben, später bleibt immer noch Zeit für Pillen und Kuren!” tönt es von altklugen Teenagern in den Talkshows am Nachmittag.
Die Ohrenärzte z.B. vermelden, daß bereits 50% aller Jugendlichen dauerhafte Hörschädigungen durch zu lautes Discogetöse und Technolärm davongetragen haben. Als Antwort auf diese Warnungen werden wahrscheinlich die Verstärker noch ein wenig lauter gestellt.
Eine andere Variante des Unvermögens, mit Warnungen richtig umzugehen, könnte darin liegen, daß wir verlernt haben, sie ernst zu nehmen. So, als würde sich ein vom Hochhaus stürzender, am siebten Stockwerk vorbeirasender Mensch mit den Worten beruhigen: “Bis hierher ist doch alles gutgegangen.” Ähnlich verhalten wir uns, wenn wir schwere Warnschüsse vor den Bug ignorieren - nach dem Motto: “Ist ja alles nicht so schlimm” - oder – “wird schon nicht so schlimm werden!”
Eine weitere Möglichkeit, die uns hindert, auf Warnungen unseres Körpers einzugehen und rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten, ist die Scheu, eingefahrene Wege zu verlassen, auf  Gewohntes zu verzichten und Neues zuzulassen.

Plädoyer für radikale Veränderungen
Wer aufmerksam gelesen hat, wird bemerkt haben, daß die Lösungen für die Probleme, die wir ganz offensichtlich mit der Wahrnehmung und Umsetzung von Warnzeichen unseres Körpers haben, bereits genannt wurden. Zwar ist das nicht immer einfach, aber doch machbar. Was wir ändern müssen, ist relativ wenig, wenn wir begreifen, daß alle Instrumente vorhanden sind und wir nur wieder lernen müssen, auf ihnen zu spielen.
Dabei stellt die Bequemlichkeit das größte Hindernis dar. Sie zu überwinden ist sicher nicht einfach, aber erste, kleine Erfolge werden uns motivieren, weiterzumachen.

- Achten wir also auf die Signale unseres Körpers
- Machen wir uns kundig, wie wir reagieren, was wir tun müssen – das kann beim Arzt geschehen oder auch mit einem Buch oder in einem Gespräch mit einem Freund, der ähnliches durchgemacht hat
- Handeln wir konsequent,  wenn wir uns zu Maßnahmen entschlossen haben

Auf diese Weise übernehmen wir wieder selbst die Entscheidungshoheit über unseren Körper um Gewohnheiten, Abhängigkeiten oder gar Süchte in ihre Schranken zu verweisen.
“Hört sich zu einfach an?” sagen Sie?
Einer meiner Bekannten, durch schlimmste Erfahrungen in Kindheit und Jugend zum Heroin gekommen, verließ vor kurzem sein gewohntes Umfeld, fand Unterschlupf bei Freunden und hat – ganz auf sich gestellt - einen kalten Entzug vom Heroin geschafft - also ohne Medikamente, wie z.B. Methadon. Es war für ihn die Hölle, aber er ist hindurchgegangen. Heute sieht er für sich wieder eine lohnende Zukunft.

Hören wir auf uns selbst
Stellen wir uns unseren Schwächen, nur dann können wir sie dauerhaft überwinden. Hören wir wieder mehr auf uns selbst und lauschen in uns hinein. So wie wir genau wissen, was falsch und richtig ist, weil es uns unser Gewissen schon sagt, genauso weiß der Körper, was uns gut tut und was uns nicht bekommt.
Hören wir also auf das, was er uns sagt und - glauben wir ihm - und nehmen seine Warnungen ernst.
Die Natur re-agiert nur folgerichtig auf unsere richtige oder falsche Lebensführung.
Lassen wir unseren Körper unser Lehrmeister sein, denn er kennt uns am besten – hören wir also hin, wenn er zu uns spricht.

Artikel: Bioline-Magazin


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