Einsamkeit muß nicht sein Verzeihen ist die Voraussetzung für Heilung
Apr 15

Ist das überhaupt möglich?
Ja, mit der richtigen Planung geht das durchaus. Es reicht nicht, den Menschen Möglichkeiten zu versprechen, die eigene Gesundheit zu erhalten.

Die allermeisten Bürger unserer Zivilisationsbereiche begnügen sich heutzutage mit einer Teilgesundheit. Sie haben sich längst daran gewöhnt, ihr Leben weit unterhalb ihrer energetischen Möglichkeiten dahindümpeln zu lassen.
Sie halten es für die Normalität, ein Leben auf Sparflamme zu führen.
Wo ist sie geblieben, die überschäumende Lebenslust, der Hunger auf Leben, der Drang, sich zu bewegen, die Freude an Abenteuern, an Herausforderungen und die Bereitschaft, auch mal Risiken einzugehen?
Dahin, bei den allermeisten Menschen. Das alles ist irgendwie unversehens verloren gegangen auf dem Weg ins Erwachsenenalter.


Schon in der Schulzeit wird den Kindern der Begriff „Mühe“ eingeprägt. Sich-Mühe-geben ist wichtig, Mühsal gehört dazu, Pflichterfüllung und ein riesiger Erfolgsdruck, verbunden mit beängstigendem Konkurrenzdenken.

Genauso setzt sich das Dilemma fort.
In der Zeit des Studiums oder der Lehrzeit wird den Heranwachsenden eingebläut, was den Ernst des Lebens ausmacht.
Dabei hatte man sich doch eben noch die Welt erobern sehen, zählte sich zu den Himmelsstürmern, hielt sich für unbesiegbar.
Aber schon reicht die Kraft nicht aus, sich gegen die eingefahrenen Systeme zur Wehr zu setzen.
(Fast) jeder ist heilfroh, sich ein warmes Plätzchen erobern zu können und unterwirft sich dem Alltag des werktätigen Menschen.
Dazu gehört die zunehmende Erschöpfung.
Der Beruf erfordert heutzutage die gesamte Aufmerksamkeit. Extrem hohe Leistungen müssen erbracht werden, um sich behaupten zu können.
Deshalb ist man zur Feierabendzeit derart ausgelaugt, daß in der Regel der gesamte Abend erforderlich ist, um den Streß einigermaßen zu kompensieren.
Noch ausgehen? Freunde treffen, Unterhaltungen führen? Ein anspruchsvolles Buch lesen?
Fehlanzeige. Dazu reicht die Kraft nicht.

Es ist normal, daß die Kraft nachläßt!?
Gehören Sie auch zu den Leuten, die diesem Aberglauben aufgesessen sind?
Dann ist es aber an der Zeit, das umgehend zu ändern.
Der Mensch ist ein anpassungsfähiges Individium. Er gewöhnt sich schnell an bestehende Systeme. Dazu gehört auch das Sich-Wohlfühlen und das Sich-nicht-Wohlfühlen.

Von den meisten Menschen wird es für die Normalität gehalten, sich nicht besonders zu fühlen.

Das hat man von Kindheit an gelernt. Es ist einem früh abgewöhnt worden, aus einer nicht versiegenden Kraft zu schöpfen. Hellwach zu sein zu jeder Tageszeit und Lust auf Unternehmungen zu haben.

Die Gründe für nachlassende Lebenskraft


1. Einseitigkeit im Beruf
Durch Spezialisierung, wie sie heutzutage in der Berufsausbildung üblich ist, kann es passieren, daß ein Auszubildender zu Beginn seiner Berufstätigkeit auf einem Stuhl Platz nimmt, auf dem er auch nach 30 Jahren noch sitzt. Da geht es einem Richter nicht anders als einer Sachbearbeiterin, einem Handwerker, der industrielle Fertigungen übernimmt, wie einer Telefonistin oder einem Fensterputzer.
Nur wenige Berufe sind noch wirklich vielseitig und bieten genau die Herausforderung, die Lernprozesse stimuliert.
Ausweg: Der Mensch braucht ein Hobby, das er mit Herz, Seele und Gehirn betreibt. Das kann z.B. ein Schrebergarten sein. Auch sollte mann/frau ein Leben lang immer neue Projekte planen. Das kann von Sprache lernen, die Computergeheimnisse entdecken, bis hin zum Ausüben eines Handwerkes oder einer Kunstrichtung reichen.
Wer seine kleinen grauen Zellen trainiert, bleibt jünger, sieht jünger aus, das ist wissenschaftlich erwiesen.

2. Die falsche Ernährung
Fast jeder muß in dieser Zeit, in der Fastfood und Co. zum Haupternährungsfaktor geworden sind, seine Eßgewohnheiten überdenken. Die allermeisten chronischen Krankheiten haben ihre Ursache im unsachgemäßen Zusammenstellen des täglichen Ernährungsplanes.
Klar ist es bequem, mal eben den Pizzadienst zu bemühen, oder sich rasch Nudeln zu kochen, Soße aus Tüte oder Dose dazu, fertig. Voll Appetit in den Hamburger beißen, ist aber auch ein sinnliches Vergnügen. Auf die tägliche Schokolade will man auch nicht verzichten, und im Sommer steht wieder das leckere Eis auf dem Schleckerprogramm. Na ja, und die Wurstsemmeln gehören doch zu einem prächtigen Frühstück. Ein Becher Fruchtjoghurt hinterher – lecker.
Nur sind es aber die aufgezählten Gewohnheiten, die im Laufe der Zeit für genau die Beschwerdebilder sorgen, die man heute so salopp als Zivilisationskrankheiten bezeichnet.
Ausweg: Schleunigst einen Ernährungsplan mit Köpfchen aufstellen. Gemüse muß es an 5 bis 6 Tagen pro Woche geben, und nicht nur eine Winz-Portion, sondern ruhig einen ganzen Berg. Köstlich gewürzt, darf es auch mit einem guten Öl abgeschmeckt werden. Ergänzt wird es durch Fisch, wenig Fleisch, durch Soja oder Tofu. Selten darf es auch mal ein Ei geben. Und ganz oft gehört Salat auf den Tisch. Obst ist tägliches Pflichtprogramm. Das Brot (nicht zuviel davon) sollte ein guter Biobäcker liefern. Milchprodukte gehören (in Maßen) auch zum gesunden Essen. Zwischendurch können/sollen immer wieder Karotten, Kohlrabi, Selleriestangen, Chicorée und andere Rohkost geknabbert werden. Gerne auch mit Joghurtdips.
Und all die köstlichen Kohlenhydrat-Schlemmereien sind gänzlich gestrichen? Nein, nicht gestrichen, sondern limitiert. Ihnen wird ein Plätzchen in den letzten Rängen zugewiesen.

3. Trinken – aber satt
Die meisten Bürger trinken nicht genug. Alle unsere Körpersysteme aber brauchen Wasser, damit sie optimal funktionieren. Wasser erhöht die Fließfähigkeit des Blutes und gibt Sauerstoff, Nährstoffe und Botschaften weiter. Gleichzeitig werden Giftstoffe abtransportiert. Der gesamte Regelkreis funktioniert nur mit Hilfe von Wasser. Studien an älteren Menschen beweisen, daß die Denk- und Sprachprozesse nachlassen, wenn zu wenig getrunken wird und Merkfähigkeit sowie Reaktionsvermögen sich optimieren, wenn reichlich getrunken wird.
Wer aber viel Kaffee, Tee und Alkohol konsumiert, benötigt um so mehr Wasser, um einen Ausgleich dafür zu schaffen, weil durch diese „Drogen“ zusätzlicher Wasserverbrauch anfällt.
Je weniger der Mensch trinkt, um so weniger Durst hat er.
Ausweg: Es ist wichtig, für sich ein bestimmtes Trinkmaß festzulegen. Die Wasserflasche mit eingegossenem Glas, den Tee mit der Tasse oder den ausgepressten Saft sollte man in greifbare Nähe stellen und sich selbst aufgeben, das auferlegte Quantum pro Tag zu trinken.
Durst läßt sich trainieren. Aus Trinkgewohnheit resultiert dann auch wieder das Verlangen, Durst zu löschen.


4. Bewegung
Die Menschen laufen zu wenig. Körperliche Arbeit hat sich oftmals in sitzende Beschäftigung verwandelt. Und dann in’s Auto, um daheim vor dem Fernseher den Abend ebenfalls relativ reglos zu verbringen. Aber – alles, was nicht verwendet wird, verkümmert im Laufe der Zeit. Das ist von der Natur so eingerichtet. Knochen werden schwach, Gelenkknorpel sind nicht mehr so elastisch, nutzen sich schneller ab.
Deshalb: Ein bißchen Bewegung muß einfach sein.
Wichtig ist die Regelmäßigkeit. Es ist sehr hilfreich, sich in einem Verein, Fitneßcenter oder einer Laufgruppe anzumelden. Noch besser ist es, wenn ein Freund oder eine Freundin mitkommen.
Wer verabredet ist, versäumt das Training nicht.
Aber auch für Sportmuffel gibt es Möglichkeiten. Für sie ist es ratsam, täglich 2-3 mal kleine Übungen einzulegen. Dazu empfiehlt sich ein kleines Buch mit Exkursionen, die leicht durchzuführen sind. Sie nehmen tatsächlich nur höchstens 2 Minuten in Anspruch und wirken überaus effizient.
Buchtip: „Der 1-Minuten-Körpercheck“, Autor Lothar Boländer, BIO Ritter Verlag

Und? Wie sieht es jetzt aus? Sind Sie überzeugt? Wollen auch Sie sich nun ein neues Lebenskonzept anfertigen?
Ist es jetzt nicht an der Zeit, dann auch gleich Ihre guten Vorsätze in die Tat umzusetzen?
Schließlich ist es nie zu früh dazu und selten zu spät.
Genau genommen ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt dafür.

Garantiert jedenfalls wird ein enormer Energiezuwachs, eine bessere Widerstandskraft gegen Viren und Bakterien und ein reicheres, vitaleres Leben.
Dafür lohnt sich sicherlich eine ausführliche Überlegung.

Autorin: Ingrid Schlieske

Buchtipps zu diesem Artikel:
Der 1-Minuten-Körper-Check


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