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Mrz 30

Das Säuren-Basen-Gleichgewicht in unserem Körper
Von unserem Säuren-Basen-Haushalt hängt unser Wohlfühlen, ja die Gesundheit und auch die Seelenlage ab.
Ich bin sauer! Ohne es zu wissen, geben wir damit Auskunft über die chemische Befindlichkeit in unserem Körper. Und das ist genau wortwörtlich aufzufassen und bezieht sich auf den pH-Wert unseres Blutes in den kleinen Kappillaren.
Der pH-Wert gibt Auskunft über den sauren oder den basischen Zustand einer Flüssigkeit.

Der empfohlene pH-Wert unseres Blutes
pH-neutral hat die Bezeichnung 7, Richtung Null wird die Flüssigkeit immer saurer, Richtung 14 immer basischer.
(Siggi Roßmann grafisch darstellen?)
Unser Blut, unsere Zellen sollen einen pH-Wert von 7,38 - 7,41 aufweisen.
Die Stoffwechselvorgänge also erfordern ein leicht basisches Milieu. Werte die darunter liegen, z.B. bei 7,37, sind bereits Ausdruck einer Übersäuerung.
Säuren oder Basen entstehen im Körper als Endprodukte von Verstoffwechselung
.

Ursachen für „moderne“ Krankheiten
In der heutigen Medizin gilt es als bewiesen, daß zahlreiche „moderne Krankheiten“ die direkte Folge der Übersäuerung in unserem Körper sind.
Die Übersäuerung ist bei den meisten Menschen heutzutage die Regel. Sie ist auch dann ein Gefahrenpunkt, wenn sie noch nicht in einen als krankhaft bezeichneten Zustand (Azidose) übergegangen ist.

So wirkt die Säure in unserem Körper
Die Stoffwechsel-Gewebesäure lähmt die Gefäßmuskeln.

Dadurch sinkt der Blutdruck vor den Kapillaren, den kleinsten Blutgefäßen, durch die das Blut gepumpt wird.

In saurem Milieu versteifen sich die roten Blutkörperchen (Erythrozyten).

Diese sind Träger von Sauerstoff, normalerweise leicht verformbar „schlüpfen“ sie mühelos durch Kapillaren, die einen geringeren Durchmesser haben als sie selbst.
Bei Versteifung kann es zu einem „Stau“ und somit zu einer Unterversorgung mit Sauerstoff in dem Rest der Kapillaren und zu Thrombenbildung kommen.

Dadurch erklärt sich, daß bei Übersäuerung Müdigkeit und Antriebsarmut die Folge sein kann.

Bei dem gesamten Vorgang können außerdem die Wände der Kapillaren unter Versorgungsnot rauh werden, aufquellen und großporig werden. Dadurch kann Blutwasser und -eiweiß ins Gewebe ausfließen, woraus sich vielerlei gesundheitliche Probleme ergeben können.
All dies führt zu einem immer saurer werdenden Organismus.
Dieser wehrt sich durch vermehrte Bildung von roten Blutkörperchen, um zusätzlich Sauerstoff aufzunehmen.
Dies kann zur Zusammenballung der roten Blutkörperchen führen mit der Folge des hohen Blutdruckes mitsamt allen damit verbundenen Gesundheitsrisiken.

Entwarnung ist eine falsche Information
Vielfach wird die Auffassung vertreten, daß der Säurezustand problemlos im gesunden Körper “abgepuffert” werden kann.
Das ist so nicht richtig.
Tatsächlich herrscht im großen Adernsystem ein gleichbleibender pH-Wert, da überflüssige Säuren im Gewebeblut (in den Kapillaren) eingelagert werden.
Das „Abpuffern“ geschieht auf Kosten des Gewebeblutes, dem durch diesen Vorgang Mineralstoffe entzogen werden, was zu dessen Übersäuerung führt.

Der heutige Mensch ist chronisch von der durch ihn selbst produzierten Säure in seiner Gesundheit bedroht. Er kann nicht mehr davon ausgehen, allein durch vollwertige Nahrung sein Säuren-Basen-Gleichgewicht zu bewahren. Dieses jedoch ist unerläßlich für den ungestörten, gesunden Ablauf der Organfunktionen.
Um eine wirkungsvolle Gesundheits-Strategie entwickeln zu können, muß man sich vor Augen führen, wodurch Säuren im Organismus gebildet werden.

Zuviel Säure im Körper verkürzt das Leben

Die besten Tips gegen die Übersäuerung des Körpers

  • Reichlicher Verzehr basenbildender Kost, wie Obst, Gemüse, Salat, Soja
  • Verzehr von Nahrungsmitteln, die möglichst wenig mit Umweltgiften belastet sind (Eigenanbau, Biobauer, Bioladen, Reformhaus)
  • Limitieren von konzentrierten Eiweiß-/Kohlenhydrat-Nahrungs¬mitteln
  • Meiden von Streß- und Angstsituationen
  • Stabilisieren der Gemütslage durch Übungen wie Autogenes Training, Affirmationen, Meditation, EFT, Japanisches Heilströmen
  • Regelmäßiger Aufenthalt in möglichst unbelasteter Natur
  • Sorgfältiges Abatmen der Endprodukte des Stoffwechsels (Kohlendioxyde)
  • Zusätzliche Einnahme von Mineralstoffen als Nahrungsergänzung
  • Äußere Anwendungen mit kaltem Wasser (Duschen, Kneipp, Eintauchen in kaltes Wasser)
  • Körperliche Bewegung (Gymnastik, Schwimmen, Fahrrad fahren, Yoga)
  • Belastung der Muskeln unter Schonung der Gelenke durch z.B. Gartenarbeit, gemäßigte Schwerarbeit
  • Gemäßigtes Fitneßtraining, Hanteltraining
  • Medikamenteneinnahme auf ihre zwingende Notwendigkeit überprüfen und ggf. auf Naturheilmittel zurückgreifen
  • Entgiften des Körpers mit Hilfe von Kräutertees, EFT, Japanisches Heilströmen, Sauna
  • Ausreichendes Trinken, um die Fließfähigkeit des Blutes zu erhöhen

Zuviel Säure verkürzt das Leben, ermöglicht Krankheitsentstehung und raubt Lebenskraft.

Artikel: Bioline-Magazin (Ingrid Schlieske)


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