“Asure” Nohas Süßspeise Soja-Milch, der Power-Drink
Jul 19

Tofu wird auch Sojakäse genannt. Mit Hilfe eines Gerinnungsmittels (z.B. Meersalz) wird er aus Sojamilch hergestellt. Tofu hat alle kostbaren Inhaltsstoffe der Sojabohne und ist ein überaus bekömmliches Nahrungsmittel, aus dem sich zahlreiche Gerichte und Brotaufstriche herstellen lassen


Tofu ist ohne Würzung so gut wie geschmacklos. Er wird jedoch auch gesalzen und geräuchert im Handel angeboten.
Er eignet sich für folgende Gerichte:

  • Gebratene Scheiben in verschiedener Würze
  • Bratlinge gemischt mit Gemüse und Semmelmehl
  • Bratlinge gemischt mit Soja-Hack
  • Einlagen in Eintöpfen und Gemüsepfannen
  • Krusten auf Aufläufen
  • Belag auf Pizzas oder Kuchen
  • Füllungen für Teigtaschen oder Omeletts
  • Ragouts, Frikassee
  • Brotaufstriche und Fleischsalat

Basiszubereitung
Würfel oder Scheiben werden in Sojasoße gewendet und nach Belieben von allen Seiten gewürzt. Sie werden in Öl heiß von allen Seiten sehr kurz angebraten, so dass nur eben eine goldbraune, dünne Kruste entsteht. Bei längerer Bratzeit wird Tofu trocken und schmeckt nicht mehr so gut.

Herstellung
Je frischer Tofu ist, desto besser mundet er. Dafür lohnt es sich, verschiedene Tofu-Produkte auszuprobieren. Tofu wird in der Regel in Frischhaltefolie eingeschweißt verkauft. Er ist ein Frischeprodukt von begrenzter Haltbarkeit und muss gekühlt aufbewahrt werden.
Man achte auf die Art der Gewinnung. Dafür werden in Sojamilch Gerinnungsmittel eingerührt. Auf der Packung steht, was dafür verwendet wird. Das können Citrate sein oder Nigari.
Nigari ist reines, kostbares Salz, das aus der Tiefe des Meeres gewonnen wird.
Nach dem Gerinnungsvorgang wird die Sojamilch, genauso wie bei der Quarkherstellung, durch ein Leinentuch gegossen. Die Sojamolke läuft ab und im Tuch bleibt Tofu.
Je nach Intensität dieser Filterung und je nach zugegebenem Gerinnungsmittel ergibt sich eine eher feste oder aber weiche Konsistenz.

Tofu selber machen?
Das empfiehlt sich für Menschen, die regelmäßig Tofu verwenden, unbedingt. Die Frische des Produktes ist damit garantiert.
Und – was auch nicht ganz unwichtig ist, Tofu aus eigener Herstellung kostet tatsächlich nur einen Bruchteil von dem, was in Reformhäusern oder Bio-Läden für eine gute Qualität aufgewendet werden muss.

Allerdings ergibt sich bei der Eigenherstellung eine eher weiche Konsistenz, wie sie für Brotaufstriche, Bratlinge oder Aufläufe verwendet werden kann.


Verschiedene Tofu-Sorten
In Geschäften werden folgende Tofu-Varianten angeboten:
(Aufzählung)

  • Tofu Natur ist ungewürzt.
    Es gibt ihn als feste, schnittfähige Qualität oder weich, zum Zerdrücken
  • Räucher-Tofu
    Durch Würzung und Räuchervorgang (oder Beigabe von Rauchsalz) ist diese Sorte länger haltbar. Es gibt ihn in fester, schnittfähiger Qualität oder weich, zum Zerdrücken
  • Gemüse-Tofu
    Dazu wird Tofu gewürzt, mit Pilzen, Oliven, Paprikaschoten, Zwiebeln, Knoblauch oder anderen Beigaben vermischt. Diese Qualität gibt es nur als schnittfähige Sorte
  • Creme-Tofu
    Diese Qualität erinnert an streichfähige Leberwurst und ist nur durch eigene Herstellung zu gewinnen

Zubereitung

  1. Scheiben
    Die einfachste Rezeptvariante ist, Tofuscheiben zu braten. Dazu werden sie in Soja-Soße gewendet und nach Belieben gewürzt
    Super-wichtig: Kurz in heißem Olivenöl oder Butterschmalz von beiden Seiten braten, bis die Scheiben goldgelb sind. Längeres Braten macht sie trocken
  2. Würfel
    Gewürfelter oder in Stifte geschnittener Tofu eignet sich zu Gulasch, Frikassee, Geschnetzeltem oder für Füllungen. Sie sollten genauso vorbereitet werden wie die Scheiben
  3. Aufstriche, Füllungen, Bratlinge
    Weicher Tofu oder mit der Gabel zerdrückter Tofu wird einfach mit allen gewünschten Zutaten vermischt und dann roh zu Brot verzehrt oder entsprechend den Rezepten gebraten oder gebacken

Tofu ist von Natur aus gar, er wird nicht gekocht, weil er dann an Geschmack und Konsistenz verliert.

Für folgende Rezepturen eignet sich die Verwendung von Tofu:

Bratlinge
Zerdrückter Tofu wird mit gebratenen Zwiebeln, Knoblauch, Kräutern, gekochtem Gemüse und Eigelb vermischt. Als Konsistenzgeber eignen sich Semmelbrösel. Für Trennköstler gehört diese Variante zur Kohlenhydratzeit. Wird Tofu jedoch mit ganzen Eiern und Soja-Hack sowie oben angegebenen Zutaten kombiniert, empfehlen sich diese Bratlinge zur Eiweißzeit.

Gemüsetöpfe
Ob Eintöpfe oder Gemüsepfannen, diese werden erst komplett gewürzt und gegart. Erst dann werden die gebratenen und ebenfalls gewürzten Tofu-Würfel oder Tofu-Stäbchen untergemischt oder dazu serviert.

Aufläufe und Füllungen
Zerdrückter Tofu kann dafür praktisch mit allem vermischt werden, was die Vorratskammer hergibt. Dazu eignen sich gebratene Zwiebeln, gekochtes Gemüse, alle Würz-Varianten, Pilze, Oliven.
Immer jedoch müssen Eigelb und Crème fraîche eingerührt sein, damit Bindung entsteht.

Ragouts
Aber auch Gulasch und Frikassee lässt sich gut aus Tofu-Würfel und -Stiften bereiten.
Immer jedoch müssen die Soßen dafür komplett fertig sein, bevor der entsprechend gewürzte und gebratene Tofu untergemischt wird.

Fleischsalat
Kalorienarm und sehr bekömmlich ist Fleischsalat aus gebratenen Räucher-Tofu-Stiften. Diese werden vermischt mit Joghurt, wenig Mayonnaise, wenig Crème fraîche, Zwiebeln und Würfeln von Salzdillgurken. Das eignet sich auch für Trennköstler als Brotaufstrich.

Tofu-Brotaufstriche
Nicht nur für Trennköstler bietet sich hier eine Fülle von unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen. Die Variante mit Kräutern der Provence ist von einer deftigen Kräuterleberwurst kaum zu unterscheiden. Mit frischen oder getrockneten Kräutern, mit Pfeffer, Paprika, Chili, mit gebratenen Pilzen oder kleinen Gemüsestücken, mit Knoblauch oder Tomatenmark, mit Ingwer oder Safran, aber auch mit gehackten Nüssen oder/und Rosinen, mit zerkleinerten Datteln oder Feigen können immer neue Rezepte kombiniert werden.

Wer sich mit der Tofu-Zubereitung vertraut gemacht hat, will ihn nicht mehr missen und baut ihn fest ein in seine Gesundheitsplanung.
So wie alle anderen Sojaprodukte auch!

Artikel: Bioline Magazin


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