Heilende Farben Heilströmen ist altes Volkswissen
Mrz 16

Wogegen Teebaumöl nicht alles hilft
Insektenstiche, Wunden, Entzündungen, Juckreiz, Abschürfungen, Fliegenplage, Zahnfleischbluten, Allergien. Teebaumöl drauf – und, praktisch fast über Nacht, läßt die Plage nach oder ist gar weg.

Wie das so üblicherweise ist mit den Allzweckmitteln – man glaubt nicht recht daran. Das genannte Wirkspektrum ist einfach zu groß. Und die angeblichen Anwendungsbereiche sind wirklich zu gegensätzlich.
Trotz solcher Vorurteile hat sich Teebaumöl zwischenzeitlich einen festen Platz in unserer Hausapotheke erobert.
Sogar im Haushalt ist es nicht mehr wegzudenken.
Was? Sie nutzen diese ätherischen Öle noch nicht für Ihre Gesundheit?
Na, nun aber ran und gleich ausprobiert, wie gut es wirkt.


Teebaumöl half mir bei Zahnfleischentzündungen
Meine erste Bekanntschaft mit diesem etwas scharf riechenden Öl vom Teebaumstrauch machte ich, nachdem mir meine Zahnärztin geraten hatte, mit einer Verdünnung daraus meinen Mundraum regelmäßig zu spülen. Tatsächlich ging auf diese Weise meine chro-nische Zahnfleischentzündung zurück. Eine kleine Dauerwunde zwischen zwei Zähnen, die ich jahrelang vergeblich behandelt hatte, schloß sich. Von diesen Erfolgen beeindruckt, gebe ich seither täglich 2 – 3 Tropfen Teebaumöl in mein Zahnputzglas. Mit Wasser verdünnt, habe ich ein preiswertes und wirkungsvolles Mundwasser.

Teebaumöl ist meine „Erste Hilfe“ bei Insektenstichen
Wenn uns eines dieser kleinen surrenden Biester erwischt, ist es ja meistens zu spät für eine Reaktion. So habe ich es mir ange-wöhnt, immer eine kleine Flasche Teebaumöl dabei zu haben. Auch nachts genügt ein Griff auf meinen Nachttisch, und ich kann gleich die gerade entstandene juckende oder brennende Stelle mit einem kleinen Tropfen Teebaumöl lindern. Der Juckreiz läßt fast sofort nach. Die entstehende Quaddel fällt viel kleiner aus als gewohnt. Zu einem späteren Zeitpunkt dann tupfe ich noch mehrfach nach. Durch solche Maßnahmen ist heute die Insektenplage längst nicht mehr so bedrohlich für mich wie in früheren Zeiten.

Teebaumöl hält die Mücken fern
Damit ich nachts nicht mehr so häufig „überfallen“ werde, tropfe ich abends auf den unteren Rand meines offenen Fensters etwas Teebaumöl. Starker Duft steigt die gesamte Nacht davon auf. Das mögen die Mücken gar nicht und bleiben lieber fern. (Leider scheinen einzelne Mücken dagegen resistent zu sein).

Teebaumöl läßt mich ungestört arbeiten
Wer am Computer arbeitet weiß, daß sich Fliegen nur allzu gerne um das warme Gerät scharen. Besonders dann, wenn man auf dem Lande lebt und durch Felder, Wiesen und darauf grasenden Kühen und Schafen mit Insekten in der Umgebung „reich bedacht“ ist.
Lange schon gebe ich dann auf ein Papiertaschentuch wenige Tropfen Teebaumöl. Damit bestreiche ich Computer und Schreibtisch. Das Tuch falte ich dann zusammen, lege es in eine Schale und stelle diese neben meinen Arbeitsplatz. Ich will nicht behaupten, daß ich auf diese Weise fliegenfrei leben kann. Aber nur wenige dieser unerwünschten Gäste umschwirren mich noch, wenn mein Platz derartig präpariert ist.

Kühen und Pferden kann man mit dem Teebaumöl Erleichterung bringen
Wegen ihres „Duftes“ und ihrer Wärme werden Kühe und Pferde von Fliegen geradezu belagert. Bekannte von mir haben es mehr-fach ausprobiert: In einen Eimer mit Wasser 10 Tropfen Teebaumöl mischen und das Tier damit abwaschen, nützt deutlich. Nur noch einzelne Fliegen lassen sich auf dem sonst so drangsalierten Pferd nieder. Einem jungen Stier, dessen Kopf mit Fliegen besät war, wurde mit einem Teebaumöl-Tuch der Kopf abgerieben. Ergebnis: Kaum noch Fliegen.

Teebaumöl - das Heilmittel vom 5. Kontinent

Wir alle greifen rasch zu Medikamenten, wenn wir krank sind.
Tatsächlich ist z.B. die Wirkung von Antibiotika in Bezug auf Infektionskrankheiten unübertroffen. Werden diese allerdings über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen, können sie starke Nebenwirkungen hervorrufen oder führen zur Resistenz dem Mittel gegenüber.
Außerdem sind Antibiotika ausschließlich bei bakteriellen Infektionen wirksam. Bei Virus- und bei Pilzerkrankungen helfen sie überhaupt nicht.
Bei Erkältungskrankheiten, deren Erreger fast ausschließlich Viren sind, ist ihr Einsatz also ziemlich sinnlos.

Die Wirksamkeit von Teebaumöl bei Erkältungskrankheiten hingegen ist unbestritten, denn es bekämpft sowohl Viren als auch Bakterien und Pilze.
Wegen seiner keimtötenden und entzündungshemmenden Wirkung kann Teebaumöl in der Medizin universell eingesetzt werden.

Das Teebaumöl war eigentlich so gut wie in Vergessenheit geraten. In den Naturheilmittelbüchern aus den 90er Jahren ist es kaum erwähnt. Erst jetzt erlebt es eine wohlverdiente Renaissance.

Dabei hat das Teebaumöl eine lange Tradition: Vermutlich schon vor mehreren tausend Jahren entdeckten die Ureinwohner Austra-liens, die Aborigines, das stark aromatische, ätherische Öl. Die unterschiedlichsten Krankheiten und Verwundungen wurden damit - erfolgreich - behandelt.
Inzwischen gibt es in Australien große Plantagen und Unternehmen, die das Teebaumöl exportieren; es wird in den unterschied-lichsten Konzentrationen hergestellt und findet sich anteilig in antiseptischen Cremes, Seifen, Shampoos, Zahnpasten, Deodorants und Duschgels.

Wissenschaftliche Forschungen beweisen Wirksamkeit
Teebaumöl wird aus den Blättern der Melaleuca alternifolia, einer strauchähnlichen Pflanzenart mit weißen Blüten, gewonnen. Nur in bestimmten Regionen Australiens ist die zur Familie der Myrthengewächse gehörende Pflanze zu finden. James Cook, der Entde-cker Australiens, und der Botaniker Sir Joseph Banks haben auf ihren Expeditionen die Blätter des Teebaums gesammelt und sie zunächst zum Bierbrauen verwendet. Nach 1770 brachten sie die Blätter in die englischen Labors, wo das Teebaumöl zum ersten Mal wissenschaftlich erforscht wurde. Der Chemiker Arthur R.Penfold entdeckte 1925 die medizinischen Eigenschaften des Tee-baumöls.
Um hochwertig zu sein, muß dasTeebaumöl 48 Inhaltsstoffe enthalten. Die beiden wesentlichen Substanzen sind Terpinen-4-ol (mindestens 30%) und Cineol (nicht mehr als 5%). Terpinen-4-ol wirkt entzündungshemmend bei Hauterkrankungen- und Verlet-zungen. Terpinen sind ungesättigte Kohlenwasserstoffe, die in der Pflanze enthalten sind und für das Öl herausgefiltert werden. Cineol oder Eukalyptol, sind ebenfalls in Eukalyptus- und Teebaumblättern, in Ingwer und Lavendel enthalten. Diese helfen bekannterweise bei Erkältungskrankheiten.


Weshalb das Teebaumöl gegen Bakterien, Viren und Pilze wirkt, ist wissenschaftlich noch nicht genau erforscht. Möglicherweise liegt es an der Zusammenwirkung von über 100 organischen Verbindungen des Teebaumöls, daß es keimtötend und heilungsför-dernd ist. D.h.: die richtige Konzentration und die Kombination der einzelnen Inhaltsstoffe des Teebaumöls sind für seine Wirk-samkeit entscheidend.

So wird Teebaumöl angewandt:
Teebaumöl ist farblos oder hellgelb und von anderen Ölen auf den ersten Blick kaum zu unterscheiden. Am etwas strengen Duft, ähnlich dem einer Muskatnuß oder bitteren Orange, läßt es sich aber erkennen. Böse Zungen behaupten sogar, es röche kräftig nach Schuhcreme. Teebaumöl ist alkohol- aber nicht wasserlöslich (inzwischen kann man allerdings auch wasserlösliches - für Spülun-gen - kaufen). Es hilft bei vielen Erkrankungen: von A wie Abszeß bis Z wie Zahnfleischentzündung.
In Form von Bädern (Voll- oder Sitzbäder, Fußbad oder Dampfbad), in Kompressen und in direkter Anwendung mit Tropfen (z.B. bei Blutergüssen, Erfrierungen, Furunkeln, Warzen) und, eingebettet in eine Salbe, z.B. beim Sonnenbrand, wird es eingesetzt.
Teebaumöl eignet sich zur Mischung mit anderen pflanzlichen Ölen wie z.B. mit Oliven-, Mandel-, Weizenkeim- oder Avocadoöl. Es lindert dann z.B. auch den Muskelkater und eignet sich zur Körperpflege.

Das ist zu beachten:
Es gibt kaum etwas, wovor man beim Gebrauch von Teebaumöl warnen müßte, nur soviel: Teebaumöl darf immer nur stark ver-dünnt angewendet werden, niemals pur und nur äußerlich.

Auf dem Flaschenaufkleber sollte der botanische Name Melaleuca atternifolia stehen, dann ist echtes Teebaumöl in der Flasche.
Allergiker sollten das Öl nicht bedenkenlos anwenden.
Teebaumöl darf keinesfalls in die Augen kommen. Passiert es versehentlich einmal, rasch mit viel klarem Wasser nachspülen.
Verschlimmern sich die jeweiligen Symptome bei der Anwendung des Öls, sollte man zum Arzt gehen, weil es möglicherweise zu allergischen Reaktionen gekommen ist.
Teebaumöl sollte nicht mehr verwendet werden, wenn es Ablagerungen bildet, trübe wird, sich stark gelb verfärbt oder einen scharfen und ranzigen Geruch annimmt.

Ein Teebaumöl-Notfallfläschchen gehört in die Handtasche

Bei kleinen Wunden, Abschürfungen, Quetschungen, Verbrennungen verdünne ich das Mittel und wasche die betroffene Stelle ab, mache Auflagen mit einem Papiertaschentuch oder gebe das Konzentrat direkt auf Insektenstiche. Diese Erste-Hilfe-Maßnahmen waren jedesmal erstaunlich hilfreich.

Autorin: Hidelgard Kita (Kräuterfrau)


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