Jun 19

Sentimentalität heißt: sich erlaben an Gefühlen
Wir sind alle sentimental, zeitweilig jedenfalls: wenn wir eine bestimmte Musik hören zum Beispiel, oder wir folgen dem Geschehen in einem Film und versetzen uns in die Personen auf der Leinwand. Wir leiden mit ihnen, sind glücklich mit ihnen – oft am Rande der Tränen oder sogar in Tränen aufgelöst. Was wir sonst noch sind, ist auf der Strecke geblieben. Es gibt uns nur noch als gerührte Seele, als sentimentale Person. Wenn alles vorbei und ausgestanden ist, schrumpfen wir auf das Mittelmaß unserer alltäglichen Empfindungen – und die sind nicht besonders aufregend.

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