Schmerzmittel gefährden den Blutdruck Pommes statt Salat
Mrz 22

Wenn Muskeln nicht benutzt werden, kann das fast so schädlich sein, wie Zigaretten rauchen und Alkoholismus. Wer körperlich träge ist, wandert sieben Jahre früher ins Grab, als körperlich aktive Mitmenschen.

Bewegung ist weit mehr als ein Mittel, um Krankheiten vorzubeugen. Zahlreiche Studien belegen, dass Sport als wirksame Medizin angewendet werden kann, selbst wenn der Mensch bereits krank, oft sogar schwer krank ist.


Zunehmend setzen Altersforscher auf Sport, um Senioren wieder mobil zu machen. Und das in körperlicher genauso, wie in geistiger Hinsicht.
Neu ist hingegen, dass auch Herzmediziner und Onkologen (Krebs-Spezialisten), besonders aber Orthopäden Sport sogar im akuten Krankheitsfall empfehlen, auch dann, wenn es schon zu massiven Schädigungen und zu Degenerierung an Organen und Knochen gekommen ist.

Sport wirkt häufig besser als teure Medikamente und macht nachweislich eine Vielzahl von Operationen überflüssig

Die Zeiten sind vorbei, da Ärzte dem geschwächten Patienten ausschließlich zur Schonung raten.
Ein moderates Bewegungsprogramm kann gesunde Zellen im Körper und im Gehirn wachsen lassen und Krankheitsverläufe günstiger gestalten.
Es versteht sich, einen Schwerkranken nicht aus dem Bett zu jagen, damit er seine Kniebeugen macht. Aber in fast jedem Stadium der Befindlichkeit können Übungen den aktuellen Möglichkeiten angepasst sein, damit Gesundung unterstützt wird.

Sport ist hilfreich bei:
Herzkrankheiten - wenn diese Herzkrankheiten stabil sind, hat der Patient eine höhere Lebenserwartung
Krebsvorbeugung - körpereigene Abwehr wird gestärkt
Krebsnachsorge - Lebenserwartung steigt
Gemütskrankheiten - Behandlungen, die mit Sport kombiniert werden, haben einen günstigen Verlauf
Altersvorsorge - körperlich aktive Senioren verbessern ihren Stoffwechsel, biologische Alterungsprozesse werden verlangsamt
Diabetesrisiko - verringert sich mit Sport um mindestens 15 Prozent
Übergewicht - verringert sich mit regelmäßiger Körperertüchtigung
Osteoporose - brüchige Knochen stabilisieren sich wieder (Verdichtung des Knochengewebes)
Muskelschwund während des Alters -  lässt sich auch bei Greisen noch umkehren, Muskeln wachsen wieder
Darmkrebs - wenn zum Beispiel regelmäßig gejoggt wird, haben Patienten lt. amerikanischer Studie weniger Rückfallrisiko
Brustkrebs - wer gleich nach Diagnosestellung regelmäßig Sport treibt, begünstigt positiven Krankheitsverlauf und beugt Rückfällen vor
Rückenschmerzen - „Ein starker Rücken tut nicht weh!“ Bis zu 80 Prozent von Wirbelsäulenoperationen sollen damit überflüssig werden
Rheuma/Gelenkbeschwerden - bessere Durchblutung verhilft zu mehr Flexibilität, unterstützt Regeneration und Entgiftung
Schwaches Immunsystem - wird durch Sport trainiert, weniger Erkältungen, mehr Widerstand gegen Erreger


„Wir altern nicht biologisch, sondern chronologisch. Wenn man die Körperfunktionen erhält, kann man den biologischen Alterungsprozess überwinden.“
Irwin Rosenberg, Arzt

„Es gibt nur einen Jungbrunnen – aber wer daraus trinken will, muss sich anstrengen. ‚Nachweislich’ vermag nur regelmäßige sportliche Aktivität den biologischen Alterungsprozess zu überwinden.“
Löllgen Runscheider, Internist     

„Bewegung ist keineswegs eine nützliche Aufgabe, um die Gesundheit zu verbessern, vielmehr ist sie Voraussetzung, die ein normales Funktionieren des Menschen überhaupt erst ermöglicht.“

Aus Spiegel 5/2006   

„Die meisten Zivilisationskrankheiten sind darauf zurückzuführen, dass der Stoffwechsel wegen allzu gro?er Untätigkeit aus dem Ruder läuft.“   
Broth, Evolutinsmediziner

„Was oft als Alterungsvorgang verstanden wird, ist in hohem Maße das Resultat von Inaktivität.“
Heinz Mechling, Sportmediziner

„Fitnesstraining verbessert die Wirksamkeit und Leistung von Nervenzellen.“
Arthur Kramer, Psychologe Universität Illinois

In den letzten Jahren verbreiteten die Medien zunehmend die Erfolgsgeschichten krebskranker Menschen, darunter Sportler wie Radrennfahrer Lance Armstrong, die ihr Leiden mit Hilfe konsequenten, sportlichen Einsatzes besiegt hatten.

Zahlreiche Studien belegen Wirksamkeit von Sport
Professorin Kaelin, eine der bekanntesten Brustkrebs-Chirurginnen der USA und Leiterin eines Hospitals, das zur Harvard Medical School gehört, war selbst an Brustkrebs erkrankt, als sie gerade 42 Jahre alt war. Trotz fünf Operationen und belastender Chemotherapie zwang sie sich, täglich zur Arbeit zu laufen und regelmäßig ins Fitnesscenter zu gehen. Sie hat darüber und wie Sport das Leben anderer Krebspatientinnen verlängert, ein Buch geschrieben.
Inzwischen raten moderne ?rzte allen ihren Patienten, sich regelmäßig sportlich zu betätigen.
Ohne ein Mindestmaß an körperlicher Aktivität ist es wahrscheinlich, dass die Reparatur- und Regenerationsprozesse nicht zügig ablaufen können. Chronische Krankheiten sind die Folge.

Der Körper ist von Natur aus auf Bewegungslosigkeit nicht ausgerichtet. Demzufolge befindet er sich permanent in einem Ausnahmezustand

In den Zellen laufen ständig krankmachende Vorgänge ab. Bedauerlicherweise mündet das Leben vieler Bürger hierzulande in ein passives Leben.

Falsch verstandene Gemütlichkeit

Das heißt, Wege werden nicht mehr zu Fuß, sondern per Auto erledigt. Die Abende verbringt man vor dem Fernseher, womöglich bewaffnet mit Chips oder Süßigkeiten. Einkäufe werden per Internet erledigt, Besuche bei anderen Familien oder in Veranstaltungen sind seltener geworden.
Der gesamte Organismus wird durch ein solches Leben in eine Art von Lethargie versetzt, in der zügige Stoffwechselvorgänge regelrecht ausgebremst werden.

Die gute Nachricht ist, dass auch hier der berühmte Spruch gilt: „Es ist nie zu früh – und selten zu spät!“

Entscheidet sich der Mensch dazu, mehr Sport, oder wenigstens regelmäßig Bewegung in sein Leben zu lassen, geschieht Erstaunliches: nach dem überwundenen Muskelkater steigert sich das Wohlbefinden fast täglich. Und es dauert nicht lange, bis nicht nur spürbar, sondern konkret messbar ist, wie sich seine Blutwerte beginnen zu normalisieren.

Sport unterstützt alle Heilungsvorgänge

Das geschieht direkt auf molekularer Ebene. Die Aktivität der Enzyme, die als Radikalenfänger wirken, sind messbar erhöht. Das Blut fließt zügiger, als im Ruhestand. Im Inneren der Gefäße bilden sich Enzyme, die für mehr Elastizität sorgen, damit kann der Verkalkung (Artherossklerose) der Adern begegnet werden.
In Organen und im Gewebe sprießen neue Zellen, so dass der Körper seinen Reparaturarbeiten besser nachkommen kann.

Patienten mit Raucherbein können wieder hoffen
Für eine Leipziger Studie ließ ein Team von Molekularbiologen und einem Sportlehrer 18 Männer mit Raucherbein vier Wochen lang jeden Tag einmal auf einem Laufband joggen. Einige von ihnen waren nach 50 bis 200 Metern schon am Ende ihrer Kräfte.
Aber selbst bei den hoffnungslos erscheinenden Fällen geschah Erstaunliches: die Zahl der Stammzellen erhöhte sich zum Teil bis auf das Dreifache. Dadurch gelang es, die zerstörten Gefäße praktisch von innen heraus zu regenerieren.

Gehirnzellen können wachsen
Zwischen dem 30sten und dem 90sten Geburtstag eines Menschen gehen bis zu 25 Prozent seiner Hirnzellen zugrunde. Das heißt, jeden Tag büßt man einige tausend Nervenzellen ein. Das bezieht sich ausgerechnet auf die Gehirnzellen, die für Lernen und Erinnern zuständig sind. Noch vor kurzem waren sich Wissenschaftler darüber einig, dass eine solche Situation unwiderruflich sei. Inzwischen ist erwiesen, dass Sport wieder Neuronen wachsen lässt, sich verlorene Gehirnzellen ersetzen lassen. Damit ist belegt, dass Sport sich hervorragend für die Alterspräventation eignet.

Eignet sich Sport auch für völlig  Unsportliche?
Keine Angst, auch eingefleischte „Couchpotatos“ können noch mit regelmäßigen Übungen in die Riege der Sportler aufgenommen werden, wenn sie die ernsthafte Absicht haben, Bewegung in ihr Leben zu bringen. Dafür eignen sich beispielsweise die einfachen Yoga-Übungen,
„5 Tibeter“ und der wenig zeitaufwändige Ein-Minuten-Körpercheck. Beide Empfehlungen siehe Kasten. Sie sind allerdings nur dann wirkungsvoll, wenn sie täglich ausgeführt werden. Dazu noch ein kleines Hantelprogramm mit einfachen Wasserflaschen aus Plastik (1 1/2 Liter) und ein Fitnessprogramm ist (fast perfekt). Wenn nun noch jeden Tag rasches Gehen von mindestens zwei Kilometern auf dem Programm steht und Treppensteigen ein Selbstverständnis wird, muss man sich in den allermeisten Fällen auch um den Blutdruck nicht mehr sorgen. Alt werden ist sicherlich keine verlockende Verheißung, aber „bitte mit Sahne …“. Und die ist in diesem Fall eine strahlende Gesundheit.

Artikel: Bioline-Magazin


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