Ich rieche nichts mehr Geistiges HEILEN
Nov 07

Erfolg ist den allermeisten Fällen kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis eines klugen Konzeptes und Fleiß, Fleiß, Fleiß …

Schon Goethe sagte: „Erfolg ist Genie und Fleiß!“


Einer meiner liebsten und besten Freunde war der leider schon vor Jahren verstorbene Ole Jensen, ein begnadeter Karikaturist und Maler, der besonders in den 80-er Jahren zu den bekanntesten Künstlern gehörte. In Berlin, wo er auch wohnte,  war er so populär, wie dereinst Zille.
Viele seiner Bilder sind unvergessen und zierten so machen „Stern-Titel“. So malte er einmal den unseren damaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke , man staunte nicht schlecht, in rosa Öl…. und Konrad Adenauer in unterschiedliche Weißtönen. Von ihm sind wohl so ziemlich alle damaligen Prominenten aus Politik, Kunst und Wissenschaft mit Pinsel oder Stift auf Leinwand oder Papier gebannt worden. Ich staunte immer wieder neu über seinen Einfallsreichtum und die geniale Pinselführung und sagte ihm das auch wiederholt. Dazu drückte ich meine Bewunderung für eine solche Fülle von Begabung aus. Seine Antwort auf meine Komplimente war so einfach, wie einleuchtend und sie kommt mir nicht selten in den Sinn:
„Ach, die Begabung macht nicht mehr als etwa 5% aus. Der Rest ist Handwerk und Übung!“
Da haben wir es wieder. Nicht rätselhafte Mächte sind zugange, wenn jemand besonders erfolgreich ist. Vielmehr sind es in den meisten Fällen die eigenen Bemühungen, die Basis sind für den Erfolg, der Außenstehenden so vorkommt, als wäre er den vermeintlich Glücklicheren in den Schoß gefallen.
Erfolg ist ja nicht nur auf das Berufsleben bezogen, er kann mit allem in Verbindung gebracht werden, was das Menschsein und die Lebensqualität ausmacht.
Wir wissen im Prinzip sehr wohl, wie Erfolg zu erreichen ist. Die Manager oder Gründer riesiger Unternehmen machen es uns vor.
Prominente, die es heute „geschafft“ haben, bieten interessante Anschauung. Dazu zwei einleuchtende Beispiele:

Der vielbeneidete Dieter Bohlen
Sein Werdegang ist sattsam bekannt. Er wollte mit seinen Kompositionen unbedingt Karriere machen und rannte den Produzenten geradezu die Türen ein. Dabei war er einfach nicht abzuschütteln, wurde kaum noch vorgelassen, erhielt ständig Absagen, ließ sich jedoch nicht entmutigen. Er verdingte sich sogar als Fahrer des damals recht bekannten Sängers Bernhard Brink und belästigte den ständig, indem er ihm seine neuesten Werke vorträllerte.
Eigentlich winkte jeder in der Branche entnervt ab, wenn der Name Dieter Bohlen nur fiel. Dieser aber hatte den festen Willen, es zu schaffen. Und das mit einem Stimmchen, dass eher an den Klang einer Tröte erinnerte und für das Schlagergeschäft eigentlich völlig ungeeignet war. Oder? Ja, und dann tat sich der fleißige Dieter mit dem bildhübschen (und guten) Sänger Thomas Anders zusammen, gründete mit ihm gemeinsam die Band Modern Talking und der Rest ist eine nicht enden wollende Erfolgsstory, die von ihm immer noch weiter getopt wird.

Dieser Dieter Bohlen hat jahrelang an seinem Erfolg gebastelt

Er hat keinen Moment daran gezweifelt, dass dieser Erfolg im gelingen würde. Dafür rannte er den Musikmanagern die Bude ein, dafür kämpfte er und erschien den Leuten wie „Zahnschmerz“, den man einfach nicht los wurde. Er ist noch heute der Fleiß in Person, obwohl er längst von seinem vielen Geld leben könnte. Erfolg ist ihm zur Gewohnheit und zum Bedürfnis geworden.

Das Sieger-Gen
Von Haus aus ist dieses Gen allen Menschen gegeben. Denken Sie nur an den Siegeswillen eines Kindes. Es müsste doch bei allen Versuchen, die Welt für sich zu erobern, verzweifeln, so mühsam ist das. Statt dessen probiert es alles immer und immer wieder, bis es kann, was es anstrebt:
Laufen lernen ist ein einziger Frust. Tausende von Malen probiert ein Kleinkind es erst einmal zu sitzen, zu stehen und dann die ersten Schritte zu machen – und fällt dabei –zig mal um. Und steht wieder auf und stößt sich die Nase, den Kopf, schlägt sich die Knie blutig und versucht es dennoch immer wieder neu – bis es laufen, rennen und klettern kann
Sprechen lernen ist soooo mühevoll. Dennoch vergehen kaum 2 Jahre und aus dem ersten Gelalle ist eine komplette Sprache geworden. Denn ein Kind wird nicht müde, es ständig neu zu versuchen, Wörter zu wiederholen, bis es perfekt sprechen kann.

Erstaunlich ist, dass es für die Kleinen keine Zweifel gibt

Gelingen die Versuche erst einmal nicht, kommt es zu Beulen, zu Unfällen und zu Kauderwelsch in der Sprache. Dennoch wohnt im Kind die Gewissheit, dass es letztendlich gelingen wird, Bewegung und Sprache zu beherrschen.

Auf das Sieger-Gen ist also Verlass! Bis, ja bis es von Zweifeln, Resignation und Befürchtungen blockiert wird

Und dann sind allerlei Tricks und Techniken gefragt, um wieder zu der ursprünglichen Unschuld zurück zu kommen, die Gewissheit für den Sieg erblühen lässt.


Gerhard Schröder kam von ganz unten
„Ich will hier rein!“
Jeder kennt die Geschichte, die unserem früheren Bundeskanzler nachgesagt wird: War es nun Spaß, hat es sich tatsächlich so zugetragen, oder dachte sich jemand diese geniale PR-Story aus? Schröder soll nach einer langen Nacht (politische Debatten oder durchzecht?) heftig an den Toren des Bundestages gerüttelt und lautstark gebrüllt haben: „ich will hier rein!“ und dass ihm das gelungen ist, haben wir eindrücklich erlebt.
Auf jeden Fall ist Schröder der beste Beweis dafür, wie Fleiß, eiserner Siegeswille, gepaart mitVisionen, die Voraussetzungen für eine große Karriere sein können. Er selbst hat nie ein Hehl daraus gemacht, aus allerkleinsten Verhältnissen zu stammen. Seine Mutter, eine Putzfrau, musste ihre drei Kinder alleine durchbringen. Schröder trat als Jugendlicher eine Lehre zum Verkäufer an. Erst danach schaffte er auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur, studierte Jura und ging in die Politik. Der Rest ist deutsche Geschichte.
Ihm ist der Erfolg nicht in die Wiege gelegt worden. Niemand hat ihm dabei geholfen, den Erfolgsweg zu gehen. Er alleine hat sich nach oben gekämpft, sich über alle Bedenken hinweg gesetzt und schließlich das geschafft, was niemand für möglich gehalten hat.

Beide Erfolgsstorys sind typisch für die Wirksamkeit eines guten Konzeptes und der nie erlahmenden Einsatzbereitschaft für das ersehnte Ziel

Nun ist es nicht unbedingt die große Karriere, die ein normaler Durchschnittsbürger anstrebt. Es sind oft kleine Ziele, die erreicht werden sollen.
Viele Menschen sind darüber enttäuscht, dass sie im Leben relativ erfolglos bleiben, sind sich aber nicht der Tatsache bewusst, dass ihnen ein genau umrissenes Ziel fehlt, das nötig ist, um darauf hinzuarbeiten.
In den von mir geleiteten Seminaren ist es deshalb einer der wichtigsten Lehrthemen zu üben, dieses ersehnte Ziel genau zu definieren, sich darüber klar zu werden, wie genau es aussehen soll. Wie vage das aber oft artikuliert wird, soll folgendes Beispiel zeigen:

Passendes Erfolgskonzept für Naturheilpraxis fehlte
Das Erreichen von Zielen ist kein Zufallsprodukt
Holger J., ein Heilpraktiker klagte darüber, dass der berufliche Erfolg sich nicht so richtig einstellen wolle. Er liebe es zwar sehr, seinen Beruf auszuüben, hätte viele Zusatzausbildungen und verfüge  über eine schöne Praxis. Die wenigen Patienten, die er bisher behandeln konnte, waren auch hoch zufrieden gewesen und empfahlen ihn und seine Praxis immer mal wieder weiter. Aber es reiche einfach nicht. Von dem bisher nur geringen Verdienst könne kein Mensch leben.
Holger J. hatte sich die Praxisführung leichter vorgestellt. Nun hätte er sogar wirtschaftliche Sorgen und überlegte, wie er noch einen zusätzlichen Verdienst anderswo erreichen könne.
Ich forderte nun die Seminargruppe auf, die Situation von Holger J. zu analysieren. Dabei stellten sich folgende Kriterien heraus, die regelrecht als Erfolgsverhinderer wirkten:

Ein genaues Ziel wurde nicht definiert
Von Anbeginn an hatte sich Holger J. keine Gedanken darüber gemacht, was er eigentlich erreichen wollte. Er wollte Heilpraktiker sein. Das war das Einzige, was er wusste. Er glaubte, mit dem Eröffnen der Praxis würde sich dann schon alle ergeben.

Werbung war nicht vorgesehen
Holger J. ging davon aus, das es reiche, ein Praxisschild an der Hauswand zu haben. Außerdem hatte er ja eine Anzeige in der Tageszeitung geschaltet, die auf die Eröffnung seiner Praxis hinwies.

Patienten kamen rein zufällig in die Praxis
Nun ist es Ärzten und anderen Therapeuten in Heilberufen nur in bestimmtem Umfang erlaubt, für ihre Leistungen zu werben. Aus diesem Grunde ist es nötig, sich mit Aktivitäten in der eigenen Region zu präsentieren, die ein breites Publikum ansprechen und sich besonders auf die Bedürfnisse von künftigen Patienten beziehen könnten. Dies, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen.

Das passende Konzept
Zunächst formulierte  Holger J., gemeinsam mit den anderen Seminarteilnehmern seine genauen Zielssetzungen. Sie lauteten:
„Ich will eine gutgehende Praxis haben. Dafür soll mein Terminkalender täglich gefüllt sein.“ „Das werde ich bis zum Ende des Jahres erreicht haben.“
„Ich möchte, dass meine Familie und ich von meiner Praxisarbeit sorgenfrei leben können. Das werde ich bis zum Ende des kommenden Jahres erreicht haben.“
Nun galt es, die richtigen Maßnahmen festzulegen.
Von den vielen Vorschlägen die durch die Seminarteilnehmer erarbeiteten wurde, entschied sich Holger J. für die, zu ihm passenden.
Er füllte sein Terminbuch mit genau den Maßnahmen, mit denen er öffentliches Interesse erwecken wollte. Das waren diverse Seminarangebote für Ernährung in der Familie, für Schlankheit, über Bachblüten als Hausapotheke, für Pflanzenkunde im  Hausgebrauch, für Bewegung und Sport als Heilmittel, Meridiantechniken bei Stress, Thema Schlaflosigkeit. Anti-Aging zum Nulltarif und manches andere.
Jede Woche sollten von ihm Vorträge zu jeweils einem andere Thema angeboten werden. In der Gemeindeverwaltung und im Gemeindeblatt könnten diese kostenlosen Veranstaltungen beworben werden. Wichtig kann es sein, passend zu den jeweiligen Themen auch kleine Artikel in die Presse zu geben und die örtliche Tageszeitung zu den Vorträgen einzuladen, sowie Infoblätter zu verteilen.
Es stellte sich heraus, dass es unzählige Wege gibt, um sich bekannt zu machen. Aber dazu gehört ein genauer Plan, nach dem man vorgehen kann und gezielter persönlicher Einsatz.
Holger J. hat verstanden, dass er seinen Erfolg nicht dem Zufall überlassen kann, sondern dass er ihn genau planen und die nötige Fleißarbeit weitgehend selbst leisten muss.

Wer sein Ziel nicht kennt, kann den Weg nicht finden
„Welchen Weg soll ich denn einschlagen, wenn ich nicht weiß, wo ich ankommen will?“
Natürlich kann man losmarschieren und es dem Zufall überlassen, wo man landet. Das aber können sich nur die Menschen leisten, die viel Zeit haben, und denen es egal ist, wohin der Wind sie treibt. Wer aber eine Existenz gründen will, oder seine berufliche Zukunft plant, der sollte genau festlegen, wohin der Weg führen soll. Die einzelnen Schritte für diesen Erfolgsweg müssen festgelegt werden. Freilich türmen sich auf diesem Weg oft völlig unerwartete Hürden auf. Das aber darf nie der Grund sein, das Ziel aus dem Blickfeld zu verlieren. Hürden und Stolpersteine machen allenfalls erforderlich, dass ein paar Umwege eingeschlagen werden müssen.

Schicksalhafte Geschehnisse
Lässt sich Erfolg wirklich immer planen? Ist er nicht auch von vielen äußeren Einflüssen abhängig?
Da spielt vielleicht die derzeitige Wirtschaftslage des Landes ein Rolle, oder dass sich der Zeitgeist geändert hat. Und auch die persönlichen Voraussetzungen sind maßgeblich.
Und – wenn der Planende nicht die nötige Durchsetzungskraft aufbringt, die erforderlich sind, um sich auf dem Markt durchzusetzen, was dann?
Jeder Mensch hat andere Talente und auch Schwächen, die bei einer ehrlichen Analyse der Gegebenheiten berücksichtigt werden müssen. So ist auch eine ungeschminkte Einschätzung der eigenen aktuellen Möglichkeiten anzuraten.

Ja, es ist tatsächlich von vielen Faktoren abhängig, ob und wie viel Erfolg jeder Einzelne für sich erreichen kann

Und oft ist es nötig, sich immer wieder Neue auf unerwartete Herausforderungen einzustellen. Für jede solcher Situationen ist Durchhaltevermögen oder eine Richtungs-Korrektur gefragt.
Die Beispiele sind Bohlen und Schröder, die sich von Rückschlägen (und davon gab es bei beiden reichlich) nicht von ihrem Ziel haben abbringen lassen und das hatten beide über Jahre nicht aus den Augen gelassen.
Hinfallen und immer wieder aufstehen – das ist das Geheimnis aller Erfolgreichen!

Konzepte braucht jeder
Aber es sind nicht nur die großen Ziele, die eines guten Konzeptes bedürfen. Das Prinzip lässt sich auf fast alle Lebenslagen übertragen.
Wenn ich vorhabe, eines Tages ein Haus zu bauen, dann benötige ich dafür eine genaue Analyse meiner derzeitigen Einkommenslage, muss errechnen, was ich in den kommenden Jahren dafür sparen kann, und welche finanzielle Belastung dann zu tragen ist. Sind diese  Faktoren ermittelt, kann ich an die Planung des Hauses gehen, dessen Größe und Ausstattung sich genau nach den Voraussetzungen richtet.
Solch eine Vorgehensweise lässt sich auf alle anderen Lebensthemen übertragen.
Ob es um die Berufswünsche geht, um Anschaffungen, um das Realisieren von Hobbys, um Urlaubsziele oder Weiterbildungen oder um Familienplanung.
Immer ist es hilfreich, für die Durchsetzung ein tragfähiges Konzept zu erstellen.
Ein gutes Konzept ist wie ein Geländer, auf das man sich immer wieder stützen kann und das einen sicher zum angestrebten Ziel geleitet.

Artikel: Bioline-Magazin (Ingrid Schlieske)


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