Neera-Trinkfasten für Trennköstler Optimale Zahngesundheit
Okt 30

Erst Ernährungsumstellung auf Trennkost brachte Hilfe
Ich sah mich schon als Pflegefall. Jedenfalls konnte ich kaum mehr laufen. Mein Knie war dick angeschwollen, alle Gelenke schmerzten und ich sah keinen Ausweg. Die Diagnose der Ärzte lautete: Polyarthritis. Das ist ein entzündlicher Prozess, verbunden mit Knorpelabbau an den Gelenken.

Wie konnte es nur so weit kommen? Dabei war ich mein Leben lang gesund und schlank gewesen. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass es ausgerechnet eine dauerhaft falsche Ernährung war, die mich wahrscheinlich so krank werden ließ.
Allerdings ist mein Leben nicht einfach verlaufen. Ich stamme ursprünglich aus Königsberg. Meine Familie verschlug es nach Halle. Ich studierte und wurde Lehrerin. Mein Mann, damals Jurastudent, wurde dort politisch verfolgt und wir mussten über Nacht flüchten. „Im Westen“ schickte man uns nach Rheinland-Pfalz auf ein Dorf. Da unser Studium und unsere Abschlüsse dort nicht anerkannt wurden, verbrachten wir drei Jahre in Arbeitslosigkeit. An Besitz hatten wir außer Tisch, Stühle und Betten buchstäblich nichts.
Endlich ergab sich für mich die Möglichkeit, in Worms bei den Amerikanern zu arbeiten, wo ich 34 Jahre lang blieb, und mein Mann begann jetzt ein Studium, um Lehrer zu werden.


So hatte sich letztendlich doch noch alles zum Guten gewendet. Wir hatten beide gute Anstellungen, zogen unser Kinder groß und brachten es zu bescheidenem Wohlstand

Bis, ja bis mein Mann, der deutlich älter war als ich, in Rente ging. Nun begann eine schwierige Zeit für mich. Damit er nicht so alleine blieb, bin ich jeden Mittag von meiner Arbeitsstelle heimgefahren. Dazu noch der Haushalt, ich war nur noch ein Nervenbündel. Das änderte sich erst, als dann auch ich im Pensionsalter angekommen war. Aber statt wir beide nun das Rentnerdasein genießen konnten, wurde mein Mann krank und schwerbehindert. Und wie das so ist, war ich seine Pflegerin, bis er im Dezember 2002 verstarb.

Irgendwie hatte ich nach dem Tod meines Mannes meinen Lebensmittelpunkt verloren. Ich war seelisch und moralisch völlig ausgelaugt

Immer hatte ich gerne gekocht. Jetzt aber ernährte ich mich schnell, schnell, vorwiegend von Brot, Kuchen und Naschereien.
So war es kein Wunder, dass ich immer dicker wurde. Das ist mir zunächst gar nicht so aufgefallen. Aber bei einem Betriebsausflug mit meinen ehemaligen Kollegen machte jemand ein Foto von mir. Als ich es zu Gesicht bekam traf mich fast der Schlag. Das sollte ich sein? Nein, so hatte ich mich noch nie gesehen. Diese ältliche, übergewichtige Person hatte nichts mit der Frau zu tun, als die ich mich immer wahrgenommen hatte.
Ja, und dann verstärkten sich die körperlichen Beschwerden, die ich schon geraume Zeit hatte. Meine Knie schwollen an und ich konnte kaum noch gehen. Der Weg zu unserer Garage war nur 10 Meter lang. Ich konnte ihn nur noch langsam und mühsam, auf den Stock meines Mannes gestützt, überwinden.

Die Ärzte stopften mich mit Cortison voll und punktierten meine Knie. Das aber half immer nur vorübergehend. Schließlich schmerzten alle meine Gelenke

Mein Zustand verschlimmerte sich derart, dass ich in die Rheuma-Klinik in Bad Kreuznach eingeliefert wurde. Dort durchlief ich das ganze Therapieprogramm: Bewegung, Kälte, Medikamente, und wirklich, nach dieser Kur konnte ich tatsächlich besser gehen.
Dieser Zustand allerdings änderte sich schnell wieder, als ich daheim war und die Anwendungen nicht mehr nutzen konnte. Heute weiß ich genau warum.
Als ich in der Klinik war, hatte ich mehrfach gefragt, ob ich denn meine Ernährung nicht verändern sollte. Mir wurde geantwortet, das sei keinesfalls nötig. So erhielten wir auch dort alles zu essen, was wir wollten. Schon morgens gab es Wurstscheiben zum Frühstück.
Auch mein späterer Arzt, ein Rheumatologe und Internist, der mir medikamentös wirklich gut half, gab mir nur ein Merkblatt mit allgemeinen Ernährungshinweisen. Ich hatte das Gefühl, dass auch er für Unterweisungen keine Zeit hatte.
Was aber sollte ich nur tun? Ich hatte derart zugenommen und wollte meine Gelenke unbedingt entlasten. Deshalb war Abnehmen so wichtig.


Aber immer noch sah ich keinen direkten Zusammenhang zwischen meiner Erkrankung und meiner Ernährung

Vielmehr trank ich weiter fleißig am Tag einen dreiviertel Liter Milch. Milch hat schließlich Kalzium und das ist gut für die Knochen. So hatte ich es gelernt. Jetzt weiß ich, dass es mir deutlich besser geht mit meinem Rheuma, wenn ich die Milchprodukte auf meinem Speiseplan einschränke. Heute nehme ich deshalb nur noch wenig Milchprodukte zu mir und es geht mir gut. Das aber habe ich meiner Seminarleiterin Frau Rauh und meiner netten Trennkostgruppe zu verdanken.
Aber zurück zu meinem Problem:
Ich wünschte mir eine Methode zu finden, abzunehmen ohne eine Kalorientabelle zu führen, Punkte zu zählen und ohne allzu großen Verzicht auf die angenehmen Seiten der Ernährung.
Mein Ziel, 10 kg abzuspecken und das eventuelle erreichte Gewicht langfristig zu halten, musste doch irgendwie möglich sein.
Durch Zufall fiel mir das Buch über Hay’sche Trennkost in die Hände. Wir hatten es vor vielen Jahren gekauft. Als bei meinem Mann Diabetes II festgestellt wurde, wollten wir die Ernährung umstellen um abzunehmen. Ich habe das Trennkost-System damals nicht angewandt, weil es mir zu kompliziert erschien.
Durch eine Zeitungsanzeige im Februar 2004 wurde ich wieder auf die Trennkost aufmerksam gemacht. Eine echte Ernährungsumstellung, das schien mir die Lösung zu sein.

Einige meiner Bekannten meinten, sich in meinem fortgeschrittenen Alter auf ein solches Experiment einzulassen, wäre ein Risiko. Mir aber kam nie in den Sinn, dass mein Alter von 74 Jahren mich daran hindern sollte, für die Gesundheit zu kämpfen. Mein Wunsch war und ist, mich besser zu fühlen und eine größere Lebensperspektive zu haben

Am 1. März 2004 habe ich mich mit Frau Rauh, der Seminarleiterin für Vollwert-Trennkost, in Verbindung gesetzt und um einen Gesprächstermin gebeten. Diese Methode schien mir wirklich erfolgversprechend, nachdem sie mir das Konzept genau erläutert hatte. Ich meldete mich gleich bei ihr an.
Mein von mir gewünschtes Zielgewicht habe ich mit 76 kg festgelegt, versuchsweise erst einmal 10 kg minus. Danach richtet sich auch die Zeitdauer der wöchentlichen Unterweisungen und der Mitgliedsbeitrag. Frau Rauh hat mir anfänglich ein Arbeitsbuch zur Trennkost gegeben, ich habe es durchgearbeitet, um nicht ganz unvorbereitet zum ersten Seminarabend zu kommen.
Am 20. März habe ich dann erstmals an einem Treffen teilgenommen. Ich war davon sehr angetan. Eine harmonische Gruppe erwartete mich. Alle Teilnehmer hatten das gleiche Interesse, einige hatten schon längere Erfahrungen, ich war die Neue.

Mein Wunschziel habe ich inzwischen weit übertroffen. Sicherlich gelingt es mir, noch um einige Pfunde leichter zu werden

Ich hatte es bei Beginn des Seminars für unmöglich gehalten, in nur vier Monaten 20 kg abzunehmen. Aber bisher habe ich schon 15 kg geschafft. Jetzt habe ich ein Gewicht, das ich zuletzt vor 30 Jahren hatte. Die letzten Pfündchen werde ich auch noch hinter mich bringen.
Ich gebe zu, das Umstellen und Abnehmen ging nicht kontinuierlich vor sich, es gab durchaus „Hochs“ und „Tiefs“. Nichts fällt einem zu, alles ist schließlich neu und alles muss erst erlernt und eingeübt werden. Mit Disziplin und Durchhaltewillen aber ist langfristig viel zu bewerkstelligen. Es erfordert geistige Arbeit, die sich bezahlt macht.

Es ist für mich ein tolles Erlebnis, die Pfunde schmelzen zu sehen. Das Lebensalter spielt dabei wirklich keine Rolle, wichtig ist nur der Wille, seine Ernährung für immer umzustellen. Alles andere sind Ausreden, um sich vor sich selbst zu rechtfertigen

Der Entschluss zur Vollwert-Trennkost war richtig. Ich bin so glücklich, mich wieder besser bewegen zu können und eine bessere Lebensperspektive zu haben. Trotz meines Alters fühle ich mich um Etliches verjüngt und sehe die Welt vergnüglicher an. Die elenden Rettungsringe sind verschwunden, ohne dass ich jemals gehungert habe.

Meinem Handicap, der chronischen Krankheit Polyarthritis, den entzündlichen Gelenken, habe ich einen unschätzbaren Dienst erwiesen. 15 kg weniger auf meinen geschädigten Gelenken zu tragen, ist ein großes Plus. Auch hat sich die Entzündlichkeit enorm reduziert, so dass meine Medikamentendosis sehr verringert werden konnte. Außerdem hat sich mein Blutdruck nahezu normalisiert.
Ich bin sicher, bis zum Ende der Reduktionszeit das Trennkost-System so „intus“ zu haben, dass ich mein endgültiges Gewicht von 73/74 kg für immer halten kann.
Endlich fühle ich mich so richtig schön schlank und deutlich gesünder ohne Rheuma.

Artikel: Bioline-Magazin (H. Hesse aus Worms)


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