Der Zauber der Zeit WarnZeichen, die wir überhören
Mai 24

Nach meiner x-ten Diät hatte ich aufgegeben
Ich würde nun nie wieder eine Diät machen

“Wiedersehen macht Freude”, riefen mir meine Fettpolster fröhlich zu und grinsten mich dabei hämisch an, als ich sie mal wieder pfundweise aus meinem Körper schmiß. Nein, diesmal würde ich aufpassen, weniger und kalorienbewußter essen!

Ich wollte schlank werden und auch bleiben!
Der Geist war willig, aber das Fleisch mal wieder schwach, und es dauerte gar nicht lange und meine Fettpolster kehrten mit Verstärkung zurück.
Diese Pfundskerle setzten sich sofort an Bauch, Po, Rücken und an der Brust fest. Zumindest waren sie dort am sichtbarsten. Gut, ein praller Dolly-Buster-Busen war ja nicht zu verachten, aber meine Figur paßte dazu nicht so recht. Außerdem fanden  es meine Beine unerhört, täglich diese Pfunde durch die Gegend zu tragen, ohne jegliche Unterstützung. Im Gegenteil, sie mußten stets balancieren, weil ich doch so gern Hackenschuhe trug.


Warum muß ich auch so gern essen? Warum schmeckte mir aber auch alles?

Wie machten es denn die Schlanken, aßen sie wirklich so wenig? Aßen sie anders als Dicke? Lebten sie wirklich nur von Tee, Obst und Gemüse?

Nein, dies konnte ich nicht, dies wollte ich nicht!
Zumal ich einige extrem schlanke Menschen kannte, die alles das aßen, was ich auch gern mochte, und besonders Süßigkeiten en gros!
Nach meiner x-ten Diät hatte ich es aufgegeben. I C H würde nun n i e mehr eine Diät machen!!! So ging ich dann mit stolzen achtzig Kilo, bei 1,50 m Körpergröße (!) in den Ruhestand.
Der Streß des alltäglichen Arbeitslebens war vorbei. Ich hatte nun Zeit und Muße, mich auf diese neue Situation einzustellen.
Wie sagt doch ein altes Sprichwort:
“Ruhe und Rast sind die halbe Mast!”
Und so schlichen sich langsam, ganz still und leise, immer mehr Pfunde in meinen Körper. Ich ärgerte mich zwar, weil ich viele meiner Kleidungsstücke verschenken mußte, aber die kleinen Fettlinge hatten sich im Gehirn eingenistet und flüsterten mir beruhigend und hinterlistig zu: “Es ist doch nicht so schlimm, wenn wir in Dir wohnen. Schau nur die vielen schönen neuen Sachen an, die Du Dir nun wieder kaufen kannst.”
“Ach ja, Ihr habt Recht. Ich meckere ja auch schon gar nicht mehr und bleibe für den Rest meines Lebens so, wie ich bin.”
Obwohl ich in meiner jetzigen Breite unter der Last der Überpfunde litt, hatte ich resigniert.
Hungern konnte ich nicht mehr, und so war es eben aussichtslos, diese Pfundskerle wieder aus meinem Körper zu jagen.
Außerdem wollte ich ja keine Schlankheitskur mehr machen.
Und doch erinnerte mich die ungeliebte Last den ganzen Tag an ihre unbequeme Anwesenheit.
Mußte ich mich bücken, störte der Bauch. Auf der Toilette störte das dicke Hinterteil. Meine Füße weigerten sich partout, mich die Treppe hinaufzutragen. Und die Lunge schimpfte ungehalten über das Heer der Fettlinge, das sich so dreist in mir breit gemacht hatte.
Obwohl ich alles versuchte zu ignorieren, meldeten sich einige Organe immer wieder zu Wort und plädierten für den Rauswurf dieser frechen und unnützen Bewohner.


Wie lockten doch da die vielen Angebote in den Medien, schlank zu werden. Ich las und sagte doch jedesmal: ““Nein, jetzt ist es damit vorbei, auch wenn Ihr 91 Kilo mich ungemein belästigt. Ich will nicht auf Fleisch, Wurst, Brot, Schrippen und Kuchen verzichten. Und schon gar nicht auf ein deftiges Eisbein.”

“Glauben Sie oder Sie, ja ich meine Sie kleine Dicke da, an Zufall oder wie soll ich es sonst nennen?”

War es ein Zufall, daß meine Mutter erkrankte und ich mit ihr “Fliege” schaute? Eine Sendung über die Trennkost kam, die mich plötzlich interessierte, und ich wußte, die könnte ich genießen, ohne zu bereuen. Zurück in Berlin, sah ich durch Zufall einen Handzettel in einem Geschäft, d.h., ich las nur “Trennkost” und stand in Flammen. Obwohl ich immer wieder zu meiner Mutti fuhr, meldete ich mich an und besuchte so oft es ging das Seminar.
Jetzt, mit sechzig Jahren, habe ich endlich die Kost gefunden, mit der ich, mein Gehirn und mein Körper leben können. Toll, wie Eiweiß, Neutrale und Kohlenhydrate in meinem Körper aufgeräumt haben und den Fettlingen, den Pfundskerlen, zu Leibe gerückt sind. Diese purzelten nur so aus mir heraus. Innerhalb weniger Monate hatte ich mich tatsächlich von dreißig ganzen Pfunden getrennt. Ohne zu hungern!
Auch meinen Geschmack haben die drei E-N-K‘s verändert und ich kann, ohne Reue und leichten Herzens, auf einiges verzichten.
Da ich kein schlanker Typ bin, fühle ich mich mit meinen jetzigen 75 Kilo schon recht wohl. Ich denke doch, daß ich noch 5 Kilo abnehme, aber etwas langsamer.
Heute gestalte ich viele Mahlzeiten vegetarisch. Da die Gaststätten ihre Angebote auch nach solchen Wünschen richten und sogar die Kellner Gerichte trennköstlich zusammenstellen, kann man überall gut essen.

Trennkost ist für mich  d i e  Alternative, um schlank, gesund und fit zu bleiben, ohne am Tropf (Trinkkuren, Tabletten, usw.) zu hängen.

Ich esse heute mit Lust, ohne Frust und bleibe schlank!

Artikel: Bioline-Magazin (Rosemarie Schulz)


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