Das Johanneskraut Denken bestimmt unser Leben
Jul 15

Unser gesamter Organismus und jede Körperzelle braucht reichlich Sauerstoff, um so zu funktionieren, wie es von der Natur vorgesehen ist.

Richtiges Atmen bedeutet
Heilung, Energie und gute Laune

Tatsächlich ist es möglich, das Atmen für unsere Gesundung einzusetzen.
Ich höre schon die Stimmen, die da sagen: „Aber Atmen ist doch ein  Selbstverständnis. Wir atmen zwangsläufig alle. Es ist uns schließlich angeboren. Ohne Atmung könnten wir nicht existieren!“
Alles das stimmt.


In unserer heutigen Zeit aber haben wir das richtige Atmen verlernt

Durch eine vorwiegend sitzende Lebensweise, die ganz und gar nicht der natürlichen Vorsehung der Natur entspricht, atmen wir flach, unzulänglich und gerade mal ausreichend, um zu   ü b e r l e b e n.
Von einer ausreichenden Sauerstoffzufuhr, wie sie unser gesamter Organismus aber braucht, um seine Systeme zu versorgen, kann keine Rede sein.
Alle unsere Körperfunktionen sind darauf angewiesen, daß sie laufend mit Sauerstoff „aufgetankt“ werden. Er wird von den Lungen aufgenommen und an das Blut abgegeben. Das Blut transportiert Sauerstoff mitsamt anderen lebenswichtigen Nährstoffen über die Adern bis in die kleinsten Blutgefäße (Kapillaren).
Alle Gefäßwände brauchen Sauerstoff, sollen sie stark und elastisch bleiben.
Jede unserer Körperzellen ist ein in sich geschlossener Regelkreis mit eigenem Funktionsmechanismus. Auf dieser Mini-Ebene findet Erneuerung, Wachstum und Versorgung statt. Sauerstoff ist dafür ein unverzichtbarer Partner.
Das alles wissen wir genau, und jeder von uns kennt sehr wohl die segensreiche Wirkung bewußt geführter Atemübungen.

Atme erst einmal tief durch…
so riet uns schon unsere Großmutter, wenn ein Erlebnis uns so erregte, daß Beruhigung angebracht war.
Ruhig und langsam atmen, tief und deutlich atmen…
leitet der Therapeut seine Patienten an, um ihnen Angst und Herzrasen zu nehmen.
Über den Schmerz hinwegatmen…
wird trainiert in der Geburtsvorbereitung oder auch bei der Schmerztherapie.
Rebirthing…
Hier werden bestimmte Atemtechniken eingesetzt, um über Halluzinationserlebnisse Ängste oder Lebensträume bewußt zu machen.
Meditation und Atmung…
gehören untrennbar zusammen. Eine vollkommene Gedankenleere oder das Sichhinwenden zu visionären Phantasien ist erst über Atemübungen zu erreichen.
Jede tiefe Entspannung…
führt über bewußtes, tiefes Atmen.
Wirkungsvolle Sportübungen…
erfahren Unterstützung durch passende Atemübungen.

Auf allen Ebenen ist eine ausführliche Atmung der Kompagnon für einen guten Erfolg. Das wissen wir durchaus.
Nur – wer macht sich schon Gedanken über richtiges und falsches Atmen.
Der „moderne Mensch“ in unseren Breiten hat es nahezu verlernt, seinen Körper bestimmungsgemäß mit gesunder Atemluft zu versehen.

Wir atmen flach, schnappen kurz mal nach Luft. Oftmals setzen wir für einige Augenblicke ganz aus.

Von richtigen, tiefen Atemzügen kann keine Rede sein

Die Folge ist oftmals Vitalitätsverlust
Meine Patienten klagen häufig über Müdigkeit, Lustlosigkeit und sogar Depressionen. Krankheiten halten dann viel zu lange an und können nur schwer überwunden werden. Wochenlange Grippe z.B. macht zu schaffen, das Immunsystem funktioniert nicht optimal.
Von solchen Fällen will ich hier nur einige wenige vorstellen:

Anita S. klagt über ständige Müdigkeit. Sie fühlt sich den Belastungen, die der Alltag an sie stellt, nicht ausreichend gewachsen. Eigentlich stellt der Beruf, dem sie in einem kleinen Büro nachgeht, keine außergewöhnlichen Anforderungen an sie. Auch ihr kleiner Ein-Personen-Haushalt ist schnell bewältigt. Zeit zum Ausruhen nach Feierabend und am Wochenende ist durchaus genügend vorhanden. Diese Zeit allerdings wird zumeist damit verbracht, Fernsehen zu gucken, oder sich abends mit Freunden in einer Kneipe zu treffen.

Robert R. ist rühriger Geschäftsmann. Der Tag nimmt kein Ende. Abends, völlig ausgepowert, spielt er bestenfalls noch eine halbe Stunde mit den Kindern. Danach schläft er oft auf seinem Sessel ein. Am Wochenende absolviert er vielfach auch noch Kundenbesuche. Wenn er es mal schafft, mit seiner Familie ins Kino zu gehen, oder mit seiner Frau ein Restaurant zu besuchen, ist für ihn schon ein Höchstmaß an Erholungsmöglichkeiten ausgeschöpft. Herr R. fühlt sich ewig unausgeruht. Es fehlt ihm an Zeit für sich selbst.

Rita W. hingegen tut relativ viel für ihren Körper. Sie ist berufstätig und nutzt zusammen mit ihrem Mann ein umfangreiches Freizeitangebot. Beide gehen regelmäßig in ein Fitneßcenter, sind Mitglieder eines Kegelclubs und besuchen oft Theater- oder Konzertveranstaltungen. Dazu schlucken sie reichlich Vitamine und Mineralstoffe. Auf gesunde Ernährung wird geachtet.
Es geht dem Ehepaar recht gut. Nicht gut genug meinen sie. Denn bei den vielen Aktivitäten, die unternommen werden, müßten die beiden sich viel, viel vitaler fühlen, als das unerklärlicherweise der Fall ist.


Was fehlt allen drei Parteien?

Sie gönnen sich keine wirklichen ATEM-PAUSEN

Wo bleiben die tiefen Atemzüge in der freien Natur. Wo werden die Lungen geweitet und prall gefüllt mit reinem Sauerstoff, der über den Blutkreislauf in die letzte kleine Körperzelle gelangt.
Statt dessen nehmen wir freiwillig täglich Platz in sogenannten „Atem-Fallen“. Diese halten heutzutage einen großen Teil unseres Lebensraumes besetzt und verhindern eine ordnungsgemäße Sauerstoffversorgung unseres Körpers.

Hier sind sie, diese Atem-Räuber

  • Klimatisierten Räumen - fehlt oft die nötige Frischluftzirkulation. Statt dessen findet nur Luft-Kühlung mit wenig Frischluftzufuhr in einem geschlossenen Kreislauf statt.
  • Volle Kneipen oder Veranstaltungsräume - sind zumeist absolut sauerstoff-unterversorgt
  • Bahn und Bus, die voll besetzt sind - neben völlig verbrauchter Luft werden Krankheitskeime und Körperausdünstungen eingeatmet.
  • In stark befahrenen Stadtteilen - ist die Luft oft mit Emissionen belastet.
  • In Gegenden mit wenig Grünflächen - Büschen und Bäumen ist die Luft nicht sauerstoffreich genug.
  • Die „Dunstglocke“ - über einer Stadt oder einem Industriegebiet verhindert den Sauerstoff-Austausch in der Atmosphäre.
  • Wohnungen - sind oftmals zu gut isoliert. Laufende Belüftung fehlt.
  • Sitzen vor dem Fernseher – wie soll es so zu hinlänglicher Sauerstoffversorgung für den Körper kommen?

Wie kann ein Normalbürger sich wieder mit guter Atemluft versorgen?

Ich rate grundsätzlich allen meinen Patienten, besonders aber den Patienten, die ganz augenscheinlich an Sauerstoff-Not leiden, zum ganz bewußten Auftanken in frischer Luft.
Es ist überlebensnotwendig für den gesunden Menschen, daß er gut atmet. Damit betreibt er neben einer sorgsamen Ernährung und positiver Lebensführung allerbeste Zukunftsvorsorge. Besonders aber kranke oder gesundheitlich belastete Menschen müssen eine bewußte Tiefenatmung integrieren in ihr Heilprogramm.

Planen Sie regelmäßige Atem-Pausen in Ihr Leben ein

  • Der regelmäßige Ausflug ins Grüne, vielleicht sogar in einen Wald, gehört dazu.
  • Wie wäre es mit einem kleinen Lauf in der nahegelegenen Grünanlage, morgens gleich nach dem Aufstehen.
  • Besuche bei Freunden mit Garten sind ratsam. Bieten Sie sich zum Helfen bei der Gartenarbeit an.
  • Praktizieren Sie bewußtes Ein- und Ausatmen am geöffneten Fenster, besonders morgens und nach Gewitter oder Regen (mindestens je 20 mal).
  • Atmen Sie so oft es geht am Tage bewußt 5 mal ein und aus.

Wenn Sie ATMEN in Ihren Tagesablauf einbauen, spüren Sie bald einen deutlichen Zuwachs an Kraft und Energie. Meine Patienten, die diesbezüglich auf meinen Rat hören, bestätigen mir dies immer wieder

Die Atmung, so funktioniert sie

  • Die erste Station der Atemluft ist die Nase. In ihr befinden sich kurze aber starke Haare, die die Aufgabe haben, Verunreinigungen zurückzuhalten.
  • In der Nasenhöhle wird die Atemluft vorgewärmt.
  • Durch die Luftröhre zieht die Atemluft in die Bronchien, wo sie befeuchtet wird, dann erst kommt sie in die Lunge.
  • Durch die Atemmuskulatur werden die Rippen gehoben und das Zwerchfell senkt sich. Dadurch wird die Lunge entfaltet, in ihr entsteht ein Unterdruck, der das Einatmen bewirkt. Beim Ausatmen laufen die entgegengesetzten Prozesse ab.

Das Blut
So versorgt es den Körper mit Sauerstoff
Um das Blut im Kreislauf zu bewegen, ist eine „zentrale Pumpstation“ nötig, das Herz. Vom Herzen wegführende Gefäße heißen Arterien (Schlagadern), zum Herzen führende Venen (Blutadern).
Das Herz besteht aus 4 Teilen: dem rechten und dem linken Vorhof und der rechten und linken Herzkammer. Das „sauerstoffarme“ Blut gelangt in den rechten Vorhof, danach in die rechte Kammer. Von hier aus wird es über die Lungenarterien in die Lunge getrieben, um dort mit Sauerstoff (O2) aufgeladen zu werden. Es strömt danach zurück in den rechten Vorhof, fließt in die rechte Herzkammer und wird in die Aorta (Wurzel der Arterien) ausgeworfen. Von dort aus findet die Verteilung des Blutes über Arterien in die Kapillaren (kleinste Gefäße) statt.
Hier erfolgt Gas- und Sauerstoffaustausch
Es findet also die Versorgung des gesamten Körpers mit Sauerstoff (und anderen Stoffen) statt.
Das so „geleerte“ Blut sammelt sich in den Hohlvenen und fließt wieder in den rechten Vorhof zurück.

Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie
jeden Tag, wenn Sie wollen
Intensive Sauerstoffversorgung für Sie!
Haben Sie schon einmal Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Professor von Ardenne gehört? Diese basiert auf der Erkenntnis, daß der Körper bei Anstrengung erhöhte Sauerstoffmengen aufnehmen kann. Diese Therapie wird sehr erfolgreich im klinischen oder ambulanten medizinischen Bereich eingesetzt. Die Erfahrung zeigt, daß Heilung und Regeneration des Organismus auf diese Weise eine deutliche Unterstützung erfährt. Sogar in der Krebstherapie und -nachsorge findet diese Methode Anwendung.
Das System ist einfach zu praktizieren. Reiner Sauerstoff wird über eine Maske eingeatmet, während der Patient auf einem Standfahrrad fährt oder auf einem Laufband joggt.

Die beschriebene Methode kann jedoch leicht auch daheim genutzt werden. Schon unsere Großeltern wußten: einmal am Tag soll man durch Laufen oder Arbeiten völlig außer Atem kommen. Nichts anderes ist gemeint, als dem Körper über Anstrengung mehr Sauerstoff zuzuführen.
Wählen Sie dafür eine der folgenden Aktivitäten für sich,

  • Täglich mindestens einen Kilometer flottes Gehen oder leichtes Joggen möglichst im Wald oder in Grünanlagen.
  • Täglich mindestens 10 km Fahrrad fahren mit leichten Steigerungen.
  • Seilspringen auf den Zehenspitzen bei offenem Fenster. Das funktioniert übrigens auch ohne Seil. Ungeübte beginnen mit 10 Hüpfern und steigern täglich um 2-3. (Eine wirksame und zeitsparende Möglichkeit).


Wichtig bei diesen Maßnahmen ist, daß sie in guter, frischer Luft stattfinden. Bewußt muß eine Tiefenatmung praktiziert werden, damit tatsächlich der gesamte Organismus mit Sauerstoff versorgt wird.

Richtiges Atmen – so geht’s
Babys atmen genauso, wie es von der Natur vorgesehen ist. Beim Einatmen füllt sich ihr Körper, besonders der Bauch, er wölbt sich nach außen. Beim Ausatmen senken sich Bauch und Brust und werden hohl.
Durch unsere sitzende und bewegungsarme Lebensweise hat sich unser Körper daran gewöhnt, es umgekehrt zu praktizieren.
Wir ziehen beim Einatmen den Brustkorb allenfalls etwas nach oben und ziehen den Bauch ein. Beim Ausatmen erschlafft der Körper, die Bauchdecke fällt nach außen. Diese Methode ist geradezu widersinnig, da wir dem Atem, bevor er in den Körper strömen kann, bereits den Platz dafür nehmen.

Wir müssen es also wieder lernen, richtig zu atmen:

Beim Einatmen wird der Bauch weit vorgewölbt, beim Ausatmen deutlich eingezogen. Diese Atmung erfordert etwas Übung. Ich selbst habe das „richtige Atmen“ zunächst beim Autofahren geübt. Dafür hatte ich mir einen Erinnerungszettel ans Armaturenbrett gesteckt. Heute ist es mir ein Selbstverständnis geworden.

Atmen ist Leben
Bewußte Tiefenatmung verlängert das Leben und gibt ihm mehr Qualität
Legen Sie also künftig öfter ATEM-PAUSEN ein

Artikel: Bioline-Magazin


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