Leben Vegetarier länger? Bewährte Hustenmittel
Mrz 25

Die meisten Erkältungsphasen, die uns in der kalten Jahreszeit begleiten, sind mit mehr oder weniger starkem Husten verbunden.
Husten kann durch verschiedene Reize ausgelöst sein. Diese können infektiöser, allergener, chemischer oder toxischer Natur sein.
Immer ist er mit einer Reizung, zumeist jedoch einer Entzündung der Bronchialschleimhäute verbunden.
Diese Entzündung verursacht Husten. Die dabei ausströmende Atemluft kann eine Geschwindigkeit von bis zu 1000 km/h erreichen.

Ein leichter Husten ist nicht sonderlich besorgniserregend. Er ist zumeist leicht zu behandeln und läßt sich oftmals schon in kurzer Zeit durch entsprechende Heiltees, mit Honig gesüßt, lindern.
Wird ein Husten chronisch oder ist er Folge einer schweren Bronchitis, bedarf er dringend einer sorgfältigen Behandlung. Wird er nicht auskuriert, kann er lebenslang ein überaus unangenehmer Begleiter werden, der bei jeder kleinen Immunschwäche wieder ausbricht und sich dann leicht zu einer heftigen Bronchitis auswächst.

Chronische Bronchitis
Etwa 10 % der erwachsenen Bevölkerung leidet mehr oder weniger an einer chronischen Bronchitis.
Diese Krankheit ist oft mit heftigem Husten und starker Schleimbildung verbunden. Sie wird als chronisch diagnostiziert, wenn sie über 3 Monate andauert und in zwei aufeinander folgenden Jahren auftritt.
Die Symptome sind andauernder, heftiger Hustenreiz, bis hin zu Atembeschwerden, Druck und Schmerz auf der Brust und Kopfschmerzen.
Die Bronchitis schwächt den Betroffenen sehr, so daß er sich oftmals erst nach vielen Wochen wieder gesund fühlt, obwohl die akute Erkrankung zumeist nach 3 bis 4 Wochen überwunden ist.

Bewährte Hustenmittel

Unterstützt wird die Anfälligkeit für Bronchitis durch:

Rauchen, Sauerstoffmangel, übertriebenen Alkoholgenuß, Einatmen von Staub und chemischen Stoffen, nährstoffarme Ernährung, wenig Bewegung, flaches Atmen, zu wenig Trinken sowie Herz- und Nierenschwäche.

Ich selbst war ein Bronchitis-Fall
Ich kann mich noch gut daran erinnern. Vor einigen Jahren kochte ich ein Menü für eine große Hochzeitsfeier und alles ging dabei schief. Verschwitzt und verzweifelt rannte ich zwischen Küche und Buffet hin und her. Da ich nur die Küche, nicht aber die Organisation für die Party übernommen hatte, gab es eigentlich nur Pannen.
Dann endlich zog ich mich um – der Ärger blieb.
Ich konnte gar nicht richtig mitfeiern. Dafür fröstelte ich und spürte regelrecht, wie mein Körper weit die Tore für eine heftige Infektion öffnete. Die Bescherung zeigte sich schon am Folgetag. Ich war richtig platt. Dazu schüttelte ein heftiger Husten meinen geschwächten Körper. Matt rief ich die Kräuterfrau Hildegard Kita an. Diese raste gleich zum Supermarkt und kaufte mir Meerettich im Glas, da frischer in unserer Region nicht zu bekommen war. Meine Tochter legte mir davon eine dicke Schicht auf den Rücken, deckte sie mit Folie ab, wartete 30 Minuten und wiederholte die Prozedur auf der Brustfläche. Die behandelte Haut war feuerrot und brannte erbärmlich.
Später erfuhr ich, daß 10 Minuten auch genügt hätten.
Aber das waren Erfahrungswerte. Bemerkenswert war vielmehr, daß sich der Hustenschleim sofort gelöst hatte.
Obwohl ich noch lange krank war, quälte mich kein heftiger Husten mehr.
Eine Teemischung aus Thymian und Spitzwegerich unterstützten meine Bronchien danach weiter. Ansonsten aber hatte es mich so richtig erwischt. Echinacea erst brachte mich wieder auf die Beine.
Jahrelang noch blieben meine Bronchien anfällig. Bei jedem kleinen Luftzug fing ich an zu hüsteln. Sport und immer wieder Tees erst haben meine Atemwege zwischenzeitlich wieder ausreichend gestählt, so daß mich Erkältungen nicht mehr so leicht einholen.

Die Bronchien und die Seele
Längst wissen wir, daß seelische Krisen oftmals das Ausbrechen einer Krankheit begünstigen. So werden verschiedene Krankheiten unterschiedlichen seelischen Situationen zugeschrieben. Die empfindlichen Bronchien sollen in einem engen Zusammenhang stehen mit Ohnmachtsgefühl und Ausdruck sein für Hilflosigkeit, Ausweglosigkeit. Dies besonders im familiären Bereich.
Sicher rührt daher auch der Ausdruck: „… dir werde ich was husten!“

Autorin: Ingrid Schlieske
Seminarhaus Hoher Vogelsberg


Verwandte Beiträge:
  • Tormentill (Potentilla erecta)
  • Die Birke (Betula alba)
  • Die Artischocke Cynara scolymus L.
  • Die Eberraute
  • Das Labkraut (Galium)

  • \\ tags: ,

    Kommentar abgeben

    Bitte Einloggen um einen Kommentar abzugeben.