Palming Soja
Jun 26

Kleine Ereignisse, die die Welt verändern
Manchmal sind es scheinbar unbedeutende Ereignisse, die entscheidende Veränderungen in der Welt bewirken. Das gilt nicht nur in der großen Politik, sondern ebenso für das Gebiet des Heilens.
1991 hielt ein bei uns bis dahin völlig unbekannter russischer Arzt einen Vortrag auf dem Ärztekongress des All-Ukrainischen Verbandes der Onkologen und Bakteriologen in der früheren UdSSR.
Mit seinem Referat stellte Dr. Karach, so hieß dieser Arzt, in unserem Lande einiges an Gesundheitsverständnis auf den Kopf.
Dabei sprach er nur über ein altes, harmloses Volksheilmittel aus seiner ukrainischen Heimat: das Ölziehen. Diese bei uns bis dahin vollkommen unbekannte Heilmethode empfahl er als bewährtes Mittel bei chronischen Blutkrankheiten, bei Störungen des Magens, der Lunge, der Leber, ebenso aber bei Nervenleiden und vielerlei anderen Erkrankungen. Ihn selbst, so berichtete er, befreite die Ölziehkur von einer Blutkrankheit, an der sich die Schulmediziner jahrzehntelang vergeblich die Zähne ausgebissen hatten.


Vielleicht wäre das Thema Ölziehkur mit diesem Vortrag eines in der Fachwelt bis dahin völlig unbekannten Arztes erledigt gewesen. So geschieht das ja oft, wenn die Zeit noch nicht reif ist für eine Entdeckung, für eine neue Heilmethode ebenso wie für grundlegende Veränderungen auf jedem Gebiet, angefangen bei Gesundheitsfragen bis hin zur Astrophysik.
Da berichtet jemand über etwas durch und durch Erstaunliches. Die Experten hören, schütteln vielleicht den Kopf. Doch keine Zustimmung folgt.

Ebenso wenig kommt Protest, allenfalls ein müdes Lächeln über diesen Außenseiter, den niemand erst nimmt

Man geht zur Tagesordnung über, zu – scheinbar – wichtigeren Problemen.
Wer hat denn schon Lust, sich mit einem Volksheilmittel von zweifelhafter Wirkungsweise in der wissenschaftlichen Welt dem Gespött auszusetzen! Denn Ehren und Ruhm sind mit der Frage, ob das Kauen von Sonnenblumenöl Heilwirkungen auslöst, in der akademischen Welt der Universitäten kaum zu erwarten.

Die Botschaft von der heilenden Wirkung des Ölziehens breitet sich aus
Wenn nicht die Ärztin Dr. Veronica Carstens den Vortrag des russischen Referenten in die Hände bekommen und ihn 1991 in ihrer Zeitschrift „Natur & Medizin“ veröffentlicht hätte, vielleicht wäre das Thema Ölziehkur spurlos endgültig wieder in der Versenkung verschwunden. So aber horchten die Leserinnen und Leser auf. Ärzte, Heilpraktiker, Kranke, Gesunde, an alternativen Heilmethoden Interessierte – sie alle begannen sich bei uns erstmals für das Mundspülen mit Sonnenblumenöl zu interessieren.
In Windeseile verbreitete sich das Wissen um dieses altbewährte ukrainische Naturheilmittel auf eine Weise, die für unsere westliche Kultur ganz und gar nicht typisch ist: einfach durch Erzählen, durch Berichten über die Anwendung und den Erfolg dieser Heilmethode.




Der Körper heilt sich alleine

Der eigentliche Grundsatz dieses Heilverfahrens besteht hauptsächlich in der einfachen Art und Weise, nämlich im Schlürfen oder Saugen des Öls in der Mundhöhle, und dass der weitere Heilvorgang vom menschlichen Organismus allein vollzogen wird. So ist es möglich, Zellen, Gewebe und alle anderen menschlichen Organe gleichzeitig zu heilen. Dadurch wird die Mikroflora und damit der ganze menschliche Organismus geschont.
Medikamente greifen sein Gleichgewicht an und in seiner letzten Konsequenz auch seine Lebensdauer. Der Mensch lebt also praktisch um die Hälfte kürzer. Dabei könnte er 140 bis 150 Jahre alt werden.

Dr. Karach
Auf den ersten Blick mag Dr. Karachs Einschätzung der möglichen Lebenserwartung etwas vollmundig erscheinen. Doch viele moderne Mediziner teilen sie heute. Sie halten es für durchaus realistisch, dass die Menschen in absehbarer Zukunft ein Alter von 130 Jahren erreichen werden.
Dr. Karach nennt eine Fülle von Krankheiten, die nach seiner Überzeugung mit Hilfe der Ölziehkur vollkommen ausheilbar sind. Dazu gehören: Kopfschmerzen, Bronchitis, Zahnweh, Thrombosen, chronische Blutkrankheiten, Arthrose, Paralyse, Ekzeme, Magengeschwüre, Darmerkrankungen, Herz- und Nierenbeschwerden, Hirnhautentzündungen (Enzephalitis) und Frauenkrankheiten.
Dr. Karach vertritt weiter die Überzeugung, das Entstehen lebensgefährlicher Auswüchse könne „verhindert wie auch geheilt werden, z.B. chronische Blutkrankheiten, Lähmungen, Nerven-, Magen-, Lungen- und Lebererkrankungen, selbst die epidemisch auftretende Schlafkrankheit.“
Die Ölziehmethode sieht er als eine ganzheitliche Behandlungsweise, zu der sich moderne alternative Therapieformen ja inzwischen immer öfter bekennen. Sie heilt „den ganzen Organismus gleichzeitig, wirkt aber auch vorbeugend, was wichtig ist bei lebensgefährlichen Auswüchsen und bei Infarkt-Fällen.“
Nach erfolglosem schulmedizinischen Bemühen fügt Dr. Karach aus eigener Erfahrung hinzu: „Ich habe damit meine chronische Blutkrankheit, an der ich 15 Jahre leiden musste, ausgeheilt, ebenso meine Arthrose.“
Den besonderen Vorteil des Ölziehens sieht er darin, dass man vielfach „auf chirurgische Eingriffe und auf das Einnehmen verschiedener Heilmittel mit ihren oft schädlichen Nebenwirkungen verzichten kann.“

So wirkt das Ölziehen
Unsere Speicheldrüsen spielen nicht nur eine wichtige Rolle bei der Verdauung, sondern auch bei der Ausscheidung von verschiedenen Stoffwechselprodukten und Giften. Beim Kauen und Lutschen erhöht sich der Blutfluss durch die Drüsen um das 3-4fache, die reinigende Wirkung dieser speziellen „Filter“ wird damit erheblich gesteigert. Der Organismus befreit sich so von schädlichen Mikroben, Toxinen und Säuren, der Gasaustausch wird verstärkt und der Stoffwechsel aktiviert. Das Öl dient dabei als Adsorbens, das die freigesetzten Schadstoffe bindet.

So wird es gemacht
Ein Esslöffel Pflanzenöl (am besten Sonnenblumen- oder Erdmussöl) wird im vorderen Teil des Mundes wie ein Bonbon gelutscht. Das soll leicht und ohne besondere Anstrengung geschehen und 15 bis 20 Minuten dauern. Zunächst ist das Öl zäh und gelb, wird dann aber dünnflüssig und milchig weiß. Erst dann ist der Prozess beendet. Das jetzt stark belastete und infizierte Öl ausspucken (auf keine Fall schlucken!).
Diese Prozedur sollte einmal am Tag, am besten nüchtern, durchgeführt werden, sie ist aber auch vor dem Schlafengehen möglich.
Wie lange man das Verfahren anwenden will, sollte jeder nach seinem Befinden selbst entscheiden. Akute Krankheiten heilen nach Malachow innerhalb von zwei Wochen. Chronische Erkrankungen erfordern dagegen eine erheblich längere Behandlung.

Durch Studien belegte Erfolge

Die holländische Ärztin Dr. Rosi Frey führte mit 30 Versuchspersonen eine Studie über zwei Monate durch. Diese litten zum Teil an schweren chronischen Krankheiten oder hatten sogar mehrere Erkrankungen. Danach kam sie zu folgenden Ergebnissen:
bei 20 %     ergab sich eine völlige Beschwerdefreiheit,
bei 30 %     zeigte sich eine Besserung von 50 bis 80 % der Beschwerden,
bei 40 %     konnte mäßige Besserung erreicht werden,
nur 20 %     konnten keine Besserung ihres Befindens feststellen.
Möglicherweise ist die nur teilweise Besserung oder sind die gänzlich ausbleibenden Gesundheitserfolge auf die Kürze der Behandlungsdauer zurückzuführen. Eine grundlegende Entgiftung des Körpers benötigt seine Zeit. Schließlich hat es oftmals Jahre gebraucht, um zu dem Krankheitszustand zu kommen. So sollte man sich auch einen entsprechenden Zeitrahmen einräumen, bevor der Erfolg einer Behandlung beurteilt wird. Sicherlich hätte eine Studie über einen wesentlich langen Zeitraum hinweg noch günstigere Ergebnisse dokumentiert.

Viele Krankheiten besserten sich
Nachfolgend sind die Erkrankungen aufgelistet, die mit Hilfe des Ölziehens geheilt, respektive gebessert werden konnten:
Depressivität, Müdigkeit, Mattigkeit, Unruhe, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Gelenkbeschwerden, Muskelkrämpfe, Hypoglykämie (zu niedriger Blutzuckergehalt im Blutserum), Migräne, Verstopfung, Bauchweh, Magenschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen durch Arthrose in den Hand- und Fußgelenken, Schmerzen an den Bändern der Kniegelenke, wiederkehrende Erkältungen, Schmerzen der Nasennebenhöhlen, Halsschmerzen.
Über diese Ergebnisse hinaus erfuhr Frau Dr. Fey von einer 80jährigen Patientin, dass ihre offenen Beine nach mehrmonatigem Ölschlürfen zugeheilt waren.

Keine wissenschaftlichen Interessen
Die Ölziehkur ist als altes russisches Volksheilmittel von einer Generation zur nächsten weitergegeben worden, weil sie den Menschen, ihrer Heilwirkung wegen, auffiel. Das Sympathische an ihr ist: kein Multi-Konzern, keine Handelskette, nicht einmal die Zunft der Ärzte und Heiler, niemand hat an der Verbreitung der Ölkur ein finanzielles Interesse. Sonnenblumenöl gibt es ohnehin in jeder Küche.
Jeder für sich kann ohne Kostenaufwand also ausprobieren, was er für die eigene Gesundheit durch die Anwendung dieser natürlichen Methode erreichen kann.

Artikel: Bioline-Magazin


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    11 Kommentare zu “Ölziehen”

    1. Barbara Grebe schreibt:

      Vielen Dank für diesen schönen Artikel. Gegen Halsschmerzen und beginnende Infekte wende ich diese “Kur” immer wieder erfolgreich an. Und nun beginne ich damit - dank dieser Erinnerung an die gute Wirkung - als begleitende Maßnahme zur Ausleitung von Giftstoffen.

    2. Andrea Schmidt schreibt:

      Ölziehen ist eine tolle Sache! Man sollte sich die Zeit nehmen, denn der Körper dankt es. Der menschliche Körper ist heutzutage so vielen Giftstoffen ausgesetzt, und Ölziehen ist eine der wichtigsten Methoden um diese wieder aus dem Körper - zumindest in Teilen - herauszubekommen.
      Ich mache seit Jahren erfolgreich Ölzieh-Kuren und kann nur bestätigen, dass dadurch die allgemeine Lebensfreude, Vitalität und das Wohlbefinden gesteigert wird. Es ist kaum zu glauben - aber es wirkt!
      Ein kleiner Tip: Ich benutze seit einiger Zeit ein spezielles, biologisch hergestelltes Zahnöl - damit schmeckts besser: http://www.ringana.com/815651/

    3. Jan schreibt:

      ich habe schon öfter gehört,das mit alternativen methoden, wie mit öl gurgeln sehr wirksam ist.

    4. Udo schreibt:

      Hallo,
      ich leide seit ca. 13 Jahren an Depressionen und Angststörungen, hatte das aber seit mindestens 2 Jahren medikamentenfrei im Griff. Kleinere Attacken habe ich so überstanden. Jetzt mache ich das Ölziehen seit ca. 4 Wochen und fühlte mich anfangs besser. Aber jetzt gehen meine Depressionen wieder sehr stark los. Kann das dadurch kommen?
      Hat jemand Erfahrungen?

    5. Heinz-Werner Steckhan schreibt:

      Sehr geehrte Damen und Herren !

      Durch einen Arbeitskollegen bekam ich den Tipp für das Buch “Die Ölziehkur” von Katharina Wolfram.
      In diesem Buch wurde auch Frau Dr.Rosi Frey zitiert.
      Zu meiner Person, ich leide seit Jahrzehnten unter einer COPD, d.h. immer wieder kehrende Infektionen, die vom Arzt verordnete Therapie: Antibiotika; Cortisontabletten. Cortisonspray nehme ich seit Jahren täglich.
      Anfang 2009 fing ich nun konsequent mit dem Ölziehverfahren an. Regelmäßig jeden morgen saugte ich kaltgepresstes Sonnenblumenöl durch die Mundhöhle, min. 10 min, max. 20 min.
      Das erfreuliche Ergebnis: Ich brauche kein Cortisonspray mehr (abgesetzt September 2009), eine infektöse Bronchitis die ich mir jetzt im Winter zuzog habe ich ohne Cortisontabletten durchgestanden. Von meinem Lungefacharzt wären normalerweise zu dem Antibiotikum auf jeden Fall Cortisontabletten, bis 40 mg. am Tag verordnet worden.
      Die Lungefuktion bei einer Routineuntersuchung war im Ergebnis übrigens besser als in der Zeit als ich noch am “Cortisontropf” hing !
      Ich eröffnete meinem Lungenfacharzt, nachdem er mir das erfreuliche Ergebnis mitteilte, daß ich seit Monaten schon kein Cortison mehr nehme - für ihn brach eine Welt zusammen, er war sprachlos!

      Ich bin meinem Arbeitskollegen mehr als dankbar, daß er mir diesen tollen Tipp gab. Das Cortison hat meinen Körper nämlich schon nachhaltig geschädigt, hätte ich eher vom Ölziehen gewußt, hätte ich mir diese jahrelange Cortisontherapie ersparen können !

      Mit freundlichen Grüßen, Heinz-Werner Steckhan

    6. Meckerer schreibt:

      Wieso werden immer gerade dann,
      wenn versucht wird,
      irgend einer Sache einen wissenschaftlich begründeten Ruf zu verleihen,
      die krassesten Fehler gemacht,
      die solche Bemühungen dann mit einem Schlag zunichte machen ???

      Hier geschehen bei der angeblichen Studie
      der Frau Dr. Frey :

      Im Ergebnis haben wir mit 20 % und 30 % und 40% und 20% gleich 110% !!!

      Danke, ich glaube hier nichts mehr……

    7. Meckerer schreibt:

      So so,

      mein kritischer Kommentar wird also einfach gelöscht.
      Nun, das wäre für mich ja ganz ok,
      wenn wenigstens der reklamierte Fehler gleich berichtigt werden würde !!

      Meine Güte….

    8. Meckerer schreibt:

      Oha, war ja gar nicht gelöscht,
      nur nicht angezeigt weil noch nicht moderiert……

      Sorry !!!

    9. Redaktion schreibt:

      Lieber Meckerer,
      ja, es stimmt, zusammen sind es 110%. Die Angaben wurden Digital so übermittelt. Ob es ein Tipp/Satzfehler ist werden wir erfragen und diesbezüglich eine Korrektur als Kommentar zufügen.
      Besten Dank für deine Mitarbeit.

    10. Meckerer schreibt:

      Danke auch,

      immerhin ist das Meckern für mich kein Selbstzweck….

    11. Werner karach | Jameslegacy schreibt:

      [...] Ölziehen » Therapeuten-Netz12. Aug. 2009 … Mit seinem Referat stellte Dr. Karach, so hieß dieser Arzt, in unserem Lande einiges an …. Mit freundlichen Grüßen, Heinz-Werner Steckhan … [...]

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