Idealfigur war schnell erreicht Rösti mit Schafskäse und Paprikagemüse
Jan 18

Jawohl – ich hatte ein Kampfgewicht von 130 Kilogramm und davon habe ich 60 Kilo abgenommen. 60 kg – so viel wiegt eine normalgewichtige Frau mittlerer Größe, und die trug ich mit mir herum. Tagtäglich, von morgens bis abends.
Niemand wird sich darüber wundern, daß meine Knochen, meine Gelenke streikten.
Aber niemanden wird es auch wundern, daß ich mit diesem Gewicht keine Lebensqualität hatte. Ich war nahezu bewegungsunfähig geworden.
Dabei fing alles recht harmlos an. Nichts deutete darauf hin, daß ich mal derart aus den Fugen geraten würde.
Als Kind war ich eher dünn. Auch als Teenager hatte ich eher zu wenig auf den Rippen als zu viel.
Schon mit 19 Jahren heiratete ich. Da brachte ich mit einer Körpergröße von 1,70 m gerade mal 55 kg auf die Waage.
Auch mein Mann war gertenschlank und ist es, ohne daß er sich jemals darum bemühen mußte, noch heute.
Dennoch ist er, ohne daß ihn Schuld daran trifft, die indirekte Ursache für meine opulenten Zeiten. Denn mein Mann ist ein „Süßer“. Er liebt Kuchen und Desserts und ist insgesamt dem guten Essen sehr zugeneigt.
Mit dieser Vorliebe „rannte er bei mir offene Türen ein“.
Es wurde also gebacken, gekocht und gebraten auf Teufel komm raus. Mein Mann genoß die üppigen Zeiten, ohne auch nur ein einziges Gramm zuzulegen.


Bei mir aber zeigten sich die ersten Rundungen. Die faßte ich keinesfalls als Warnung auf, sondern freute mich, weil sie sich genau an die richtigen Stellen plazierten und aus dem klapperdürren Teenager eine richtige Frau machten

Als ich dann aufhörte zu rauchen, kompensierte ich den gewohnten Griff zur Zigarette mit Süßigkeiten, die ich mir statt dessen in den Mund stopfte. Die paar Kilos, die mir das zusätzlich einbrachte, bereiteten mir noch immer keine große Sorge. Ich dachte, das würde sich schon wieder geben, wenn der Körper sich wegen des fehlenden Nikotins umgestellt hätte.

Er stellte sich auch um, mein Körper, ich wurde nämlich schwanger. Und daß werdende Mütter für zwei essen, nahm ich wörtlich

Mir schmeckte alles.
Es ist nicht so, daß ich von Kuchen, Eis oder Schokolade zugenommen habe. Ich bevorzugte eigentlich nichts und aß gleichermaßen süß, salzig, fett, scharf, sauer – eben einfach alles. Aber ich tröstete mich in bezug auf jedes weitere Kilo: In der Schwangerschaft nimmt schließlich jeder zu, nicht wahr?
Wenn das Baby erst da wäre, würden die überzähligen Pfunde schon wieder verschwinden.
Das aber taten sie nicht – leider. Ganz im Gegenteil. Pfund für Pfund gesellte sich nun dazu. Kritisch wurde die ganze Angelegenheit, als das zweite Kind unterwegs war. Ich nahm während der Schwangerschaft weiter zu und danach ebenfalls.
Ich war jetzt richtig dick.
Und ich war mächtig gefrustet. Denn mit den vielen Pfunden, die nun auf mir lagerten, schwand meine Energie, meine Beweglichkeit.
Ich hatte zu nichts mehr Lust.
Sport war ebenfalls ganz gestrichen.
Hierzu kam, daß ich mit meiner Familie alle Hände voll zu tun hatte. Zwar unterstützte mich mein Mann so gut er konnte, aber zwei kleine Kinder machen nun einmal viel Arbeit. Dies, zumal ich weiterhin voll berufstätig war.
Ich hatte manchmal das Gefühl, nur noch aus Pflichten zu bestehen. Und – das war gewiß der wesentliche Punkt: ich fühlte mich nicht mehr wohl in meiner Haut.
Einige Jahre später dann kündigte sich mein Nachzügler an. Auch diese Schwangerschaft und die Zeit danach brachten wir wieder viele Pfunde zusätzlich ein.


Klar, ich hatte eine wunderbare Familie. Tolle Kinder und einen Mann, der prima zu mir paßte. Nur äußerlich nicht. Da waren wir wirklich ein skurriles Paar. Mein Mann so dünn und ich – ich sah aus wie ein Faß neben ihm

Als ich dann qualvolle 130 kg erreicht hatte, stand mein Entschluß fest:
Es konnte so nicht weitergehen. Ich muß abnehmen!
Zwar waren von mir schon eine Reihe von Diätversuchen unternommen worden, aber gefruchtet hatte bisher nichts. Im Gegenteil. Danach war ich in kurzer Zeit immer wieder dicker als zuvor.
Also begann ich eine Diät mit Hilfe von Pulver-Getränken, die man einfach anrührt. Ich war fest entschlossen, das durchzuhalten.
Da ich ein willensstarker Mensch bin, konnte ich in 3 Jahren tatsächlich 60 kg abnehmen(!).
Man stelle sich das einmal vor: 3 Jahre lang trank ich zweimal täglich einen Eiweißdrink und aß nur eine einzige Mahlzeit am Tag. Pfund für Pfund konnte ich auf diese Weise verabschieden.
Toll!!!
Mein Mann freute sich mit mir.
An dieser Stelle möchte ich mich besonders bei ihm dafür bedanken, daß er nie ein Wort der Kritik verloren hat, als ich so auseinander gegangen war. Niemals hat er mich dazu aufgefordert abzunehmen, obwohl sich seine Frau seit der Hochzeit quasi „verdoppelt“ hatte. Dafür bin ich ihm heute noch dankbar.

Also – ich war im Glück. Rank und schlank, wie ich es mir erträumt hatte. Endlich, endlich konnte ich wieder „normal“ essen. Aber was ist in diesem Fall normal?

Ich hatte zwar abgenommen, aber ich hatte bis dato nicht gelernt, mich „richtig“ zu ernähren. Und so nahm ich wieder zu.
Ohne es zunächst einmal zu bemerken.
Aber innerhalb eines dreiviertel Jahres waren wieder 20 kg auf mir, obwohl ich nach meiner Auffassung doch zurückhaltend gewesen war mit dem Essen.
Der berühmte Jo-Jo-Effekt hatte mich voll erwischt. Es war abzusehen, daß ich bald wieder zu dem alten Format mutieren würde.
Ich war kreuzunglücklich.
Und ich wußte, wenn ich jetzt nicht handeln würde, fände ich nicht mehr zurück in ein schlankes, vitales, lebenswertes Leben.

Von der Trennkost hatte ich schon öfter gehört. Jetzt wollte ich mich mal erkundigen, ob sich damit eine Möglichkeit für mich finden würde, mein Problem zu lösen.
Nach einer Beratung bei Frau Baumann wußte ich: „Hier ist Dein Rettungsanker“. Mein Mann allerdings war skeptisch. Er hatte zu oft erlebt, wie meine Bemühungen dann letztendlich immer wieder fehlgeschlagen waren.
Ich aber ließ mich nicht beirren.
So konnte ich von November 2002 bis zum Juni 2003 die neu angefutterten 20 kg wieder aus meinem Leben verbannen.
Ich bin nun absolut zuversichtlich, daß sie für immer verschwunden sind.
Denn im Trennkostseminar habe ich gelernt, wie gesunde Ernährung aussieht.
Das ist das Ideale an diesem Konzept. Man speist auch während der Zeit der Gewichtsreduktion köstlich und abwechslungsreich.

Ich kann auch nicht sagen, daß ich während der Gewichtsreduktion mit Trennkost an Hunger gelitten hätte

Dennoch ist diese „Ausnahmezeit“ mit begrenzten Portionsgrößen bereits die Trainingszeit für danach.
Ich habe heute wieder ein Sättigungsgefühl, das ich viele Jahre nicht mehr gekannt hatte, und bei mir steht jetzt jeden Tag reichlich Obst, Gemüse und Salat auf dem Tisch.
Auch Soja habe ich kennengelernt. Das schmeckt lecker, macht satt und hilft der Gesundheit.

Ja, heute bin ich wieder eine glückliche Frau.
Ich gehe jetzt regelmäßig zum Sport. Dabei bevorzuge ich ein Workout, das meinen Body in Form bringt, gehe in den Kraftraum und habe mich einer Aerobicgruppe angeschlossen.
Das Beste aber ist, daß ich wieder schicke Kleidung anziehen kann. Ich kaufe mir jetzt Trendklamotten statt unförmiger Zelte. Das ist wirklich ein Hochgefühl.
Mein Mann und meine Kinder sind mächtig stolz auf mich. Meine beiden Großen (19 und 21 Jahre) haben mich doch neulich tatsächlich mit in die Disco genommen…
Das wäre undenkbar gewesen, als ich noch aussah wie ein gestrandeter Wal.

Eine schöne Sache die Trennkost. Bei mir und meiner Familie wird sie immer Saison haben. Denn wir alle spüren, wie gut sie ist für das Wohlbefinden und die Energie, die man zusätzlich zur Verfügung hat.

Artikel: Magazin Bioline

Buchtipps zu diesem Artikel:
Kochbuch zur Trennkost
Soja, Tofu und Co


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