Wer hat Angst vor den Wechseljahren
Mrz 11

ringelblumeRingelblume (Calendula officinalis)
Wunderhübsch ist sie anzusehen, die orangegelbe Ringelblume. Sie leuchtet geradezu sonnig und freundlich aus jedem Gartenwinkel, in dem sie wächst.
Aber wehe, man lässt sie so unkontrolliert wachsen wie sie möchte. Ruck, zuck vermehrt sie sich und überwuchert Beete und Wege. Ja, ganze Gartenabschnitte werden von ihr absolut und dominant in Beschlag genommen.
Daran schon lässt sich ihre große Kraft, ihr Durchsetzungsvermögen erkennen.
Wer sich ihrer erstaunlichen Heilkraft, die sich mit der von Arnika durchaus messen kann, bedienen will, ist gut beraten.
Mich selbst verblüfft es immer wieder, wie vielfältig und überaus wirkungsvoll sich diese Pflanze in der Naturheilkunde einsetzen lässt.
Sie ist tatsächlich eine der vielseitigsten Heilpflanzen, die von der Natur für uns bereitgehalten werden.
Um das zu belegen, möchte ich Ihnen nun einige Erlebnisse schildern, die ich selbst, aber auch einige Heilsuchende aus Familie, Nachbarschaft oder Bekanntschaft mit dieser leuchtenden „Wunderblume“ gemacht haben.


Was sagen die großen Kräuterkundigen von der Ringelblume
Hildegard von Bingen: Für sie ist die Ringelblume eines der wichtigsten Heilkräuter überhaupt. Sie kommt bei ihren Empfehlungen immer wieder vor. Hildegard von Bingen verschrieb sie z.B. gegen Darmstörungen, Insektenstiche, Schlangenbisse.
Maria Treben: Ringelblume ist äußerlich und innerlich ohne die Befürchtung von Nebenwirkungen einzunehmen.
Für Maria Treben ist die Ringelblume das Darm-Heilmittel.
Pfarrer Kneipp: Die Ringelblume ist besonders zur Behandlung von Geschwüren einzigartig in ihrer Wirkung.
Maurice Messegue: Unverzichtbares Heilkraut.

Anwendung
Schweißtreibende Blutreinigung: 3 x täglich 1 Tasse Tee in kleinen Schlucken
Wundschmerzen: Salbe, Tee-Waschungen, Frischsaft auftupfen
Brandwunden: Salbe, Tee-Waschungen, Tee-Kompressen
Operationsnarben und andere Narben: Kompressen mit wasserverdünnter Tinktur
Unterstützt Leber- und Gallenfunktion: 1 Tasse Tee 3 x täglich
Fußpilz: Frischsaft auftupfen, Tinktur, Breiauflagen
Jucken im Genitalbereich: Tee-Waschungen, Sitzbäder in Tee
Pilzbefall im Genitalbereich: Waschungen mit konzentriertem Tee, stündlich mit Tee betupfen
Quetschungen und Blutergüsse: Salbe, Breiauflagen
Muskelzerrungen: Kompressen mit wasserverdünnter Tinktur, Salbe, Breiauflagen
Geschwüre: Breiauflagen, Salben
Rachenentzündungen: Gurgeln mit konzentriertem Tee, Tee trinken in kleinen Schlucken
Drüsenschwellungen: Breiauflagen, Tinktur, Salbe
Bindehautentzündungen: Teespülungen der Augen (Tee vorher durch Haarsieb gießen)
Warzen: Breiauflagen unter Pflaster, Tinkturen
Magenbeschwerden: Tee, 1 Kanne über den ganzen Tag verteilt, über längeren Zeitraum
Mundsoor: Spülen mit konzentriertem Tee
Lebererkrankungen: Tee, 1 Kanne über den ganzen Tag verteilt, über längeren Zeitraum
Offene Beine: Frischsaft auftupfen, Salbe
Durchfall, Verstopfungen: Tee, 1 Kanne über den ganzen Tag verteilt, über längeren Zeitraum
Bei Ekzemen: Waschungen mit Tee-Konzentrat
Milchschorf, juckende Kopfschuppen und Flechten: Waschungen mit Tee-Konzentrat, Salbe
Bei unregelmäßiger Periode: Tee, 1 Kanne über den ganzen Tag verteilt, über längeren Zeitraum, Breiauflagen die Nacht über auf den Unterbauch
Stillt Blutungen: mit Tee-Konzentrat betupfen, Salbe
Neurodermitis: Tee-Waschungen, Salbe
Bei häufigem Erbrechen: Tee, 1 Kanne über den ganzen Tag verteilt, über längeren Zeitraum
Insektenbisse: Tinktur, Salbe
Wirkt günstig auf die Gebärmutter und regelt die Menstruation: Tee, sanfte Salbenmassage, Breiauflage
Bei Wundsein durch Bettlägerigkeit: Tee-Waschungen, Salbe
Für Wundverschluss ohne Entzündungen und Vereiterungen: betupfen mit Tee-Konzentrat, Salbe
Husten und Asthma: Tee, Salbe auf Brust, Tinktur-Auflage
Bei Herzklopfen, Schlaflosigkeit und Angstzuständen: Tee, 1 Kanne über den ganzen Tag verteilt
Zur Augenstärkung: Spülung der Augen (Tee durch ein Haarsieb gießen)

Zubereitung
Teeaufguss:
1 geh. TL getrocknete Kräuter mit 1/4 l Wasser, das gerade gekocht hat, übergießen und zwei Minuten ziehen lassen
Tinktur:
Ein verschließbares Gefäß wird bis zum Hals mit den Blüten gefüllt und mit einem reinen Obstbranntwein übergossen. Verschlossen 14 Tage an einen warmen Platz mit ca. 20° C stellen und öfter schütteln. Dann durch ein feines Sieb geben und den Rückstand durch ein Tuch pressen
Pflanzenbrei:
wird mit Hilfe eines Pürierstabes gewonnen. Der entstehende Brei wird frisch auf die betroffene Stelle aufgetragen und mit einem Pergamentpapier abgedeckt
Pflanzensaft:
wie Pflanzenbrei, dann mit Hilfe eines Tuches auspressen. Wird tropfenweise in Tee gegeben. Für Auflagen werden mehrere Gazeläppchen übereinander gelegt, in Tinktur getränkt und auf die Stelle (z.B. Quetschungen) gelegt
Ölzubereitung:
4 Hände voll Blüten werden klein geschnitten und in einen Kochtopf mit 500 ml Distelöl gegeben. Das Öl wird zum Sieden gebracht und vom Feuer genommen, zugedeckt 2 Tage und 2 Nächte ziehen lassen
Salbenzubereitung:
125 g Distelöl leicht erwärmen, so dass 12,5 g gereinigtes Bienenwachs darin schmelzen kann. Während des Erkaltens mehrfach mit einem Schneebesen langsam und gründlich umrühren, damit eine schöne glatte Salbe entsteht.


Erfahrungsberichte:

Ein unbekanntes Insekt stach in meinen Knöchel
Ich hatte es noch gesehen und stellte Überlegungen an, welcher Gattung ich diesen „unbekannten Flugkörper“ wohl zuordnen könne. Es handelte sich weder um eine Bremse noch Hornisse, es war erst recht keine Biene oder Wespe. Dafür stach sie mich, gleichsam als wollte sie mich dafür bestrafen, dass ich sie nicht erkannte, sehr schmerzhaft in meine Knöchelgegend. In Windeseile entstand eine schmerzende, brennende, juckende Schwellung, die mich in den folgenden Tagen am Gehen hinderte. Ich kühlte, ich machte Umschläge aus sämtlichen mir verfügbaren Tinkturen. Nachts legte ich Salbenverbände an. Ergebnis gleich Null. Erst meine gute alte Ringelblumensalbe, messerrückendick aufgetragen und zart mit leichtem Baumwollverband geschützt, reduzierte mein bombastisch angewachsenes Fußgelenk in nur einer einzigen Nacht wieder auf Normalmaß, so dass sogar Autofahren wieder möglich war.

Lederartiges Gewächs auf der Kopfhaut meines Kindes
Linsengroß und bläulich-schwarz war unter der Kopfhaut meiner Tochter ein relativ flaches Warzengewächs entstanden. Ich betupfte es täglich mehrfach mit frischem Ringelblumensaft. Dazu zerrieb ich jeweils eine frische Blüte auf dem Handteller und trug die dabei entstehende Feuchtigkeit auf das Gebilde auf. Das wiederholte ich täglich mehrfach. Nach mehreren Wochen war nichts mehr von dem ursprünglich bedrohlich wirkenden Fleck zu sehen.

Herpes im Genitalbereich - Juckreiz wird sofort gemindert
Bei einer Bekannten brach nach Einnahme von starkem Antibiotika und Cortison eine heftige Genital-Herpes aus. Sie war vor unerträglichem Juckreiz völlig außer sich. Ich riet ihr zu Sitzbädern in Ringelblumentee. Zwischendurch betupfte sie die befallene Stelle zusätzlich noch mit konzentriertem Tee. Die heftigen Beschwerden ließen fast augenblicklich nach. Der Herpes heilte dann sehr schnell ab.

Blutungen nach einer Zahnbehandlung
Schon vielen Mitbürgern konnte ich mit dem Rat behilflich sein, nach frischen Zahnbehandlungen mit Ringelblumentee Spülungen vorzunehmen. Blutungen werden nahezu gleich gestillt. Aber auch kleine Wunden oder Entzündungen im Mundraum lassen sich mit Ringelblumentee gut behandeln. Sogar Zahnschmerz wird mit konzentriertem Tee, der eine Weile im Mund behalten wird, gelindert.

Krampfadern
Eine Nachbarin litt an schlimmen Krampfaderbeschwerden. Seit vielen Jahren hatte sie oftmals starke Schmerzen. Ich empfahl ihr für den Tag meine Ringelblumensalbe und zeigte ihr, wie sie aus getrockneten Blüten einen Breiumschlag für die Nacht zubereiten konnte. Nach wenigen Wochen berichtete sie mir strahlend, dass die Krampfadern längst nicht mehr so dick geschwollen waren und ihr diese jetzt tatsächlich keinerlei Schmerzen mehr bereiteten.

Eine Frau hatte immer wieder Darmentzündungen
Ihr riet ich zu regelmäßigen Tee-Einnahmen schluckweise den Tag über. Darüber hinaus sollte sie sich Breiauflagen auf den Bauch legen, wenn sie sich abends ausruhen konnte. Darüber spannte sie eine Plastikfolie und ein Handtuch. Sie hat meine Anweisungen wirklich gut befolgt. In der ersten Zeit trug sie die Breiumschläge sogar die Nacht über. Selbstverständlich meidet sie besonders heute noch die Nahrungsmittel, die ihre Darmwände reizen. Übrigens litt diese Dame seither nicht mehr an einer akuten Darmentzündung, die sie früher so sehr quälte. Umschläge macht sie nun schon lange nicht mehr. 2 bis 3 Tassen Ringelblumentee gehören jedoch zu ihrem Tagesprogramm. Sie ist erstaunt darüber, dass sie jetzt auf weitere, starke Medikamente verzichten kann.

Solche Erfolgsstorys könnte ich hier noch fortsetzen. Es ist absolut sensationell, welche vielfältigen Heilwirkungen die Ringelblume für sich verbuchen kann.

Autorin: Hidelgard Kita (Kräuterfrau)

Buchtipps zu diesem Artikel:
Dr. Küche und Dr. Gaten


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