Hypochondrie Chronisch krank
Sep 26

Durch eine Patientin, die sich selbst sehr mit Naturheilkunde befasst, bekam ich vor etwa acht Wochen eher unscheinbar aussehende Pflaster mitsamt ausführlicher Beschreibungen zugeschickt.
Diese Pflaster sollen Schmerzen bekämpfen, mehr wusste sie zu diesem Zeitpunkt nicht. Sie bat mich, diese in meiner Praxis zu testen.
Nachdem ich inzwischen mehrere Patienten damit behandelte und nur positive Resonanzen erhalten habe, würde ich diese erstaunlich wirkenden Pflaster gerne der Öffentlichkeit vorstellen.
Nicht nur die Resultate haben mich überzeugt, sondern auch die Einfachheit der Anwendung, da weder Nadeln, wie bei der Akupunktur oder Feuer, wie bei der üblichen Moxibustion, nötig waren, was meinen Patienten sehr angenehm war.


Die Moxa-Patches
Bei diesen Moxa-Patches handelt es sich um ein völlig neuartiges Moxa-Pflaster. Ganz im Gegensatz zu den handelsüblichen, meist großen quadratischen Pflastern ist es klein, etwa 2,5 cm Durchmesser und rund. Auf der Klebefläche sind drei Wirkstoff-Presslinge aufgebracht. Sie sind daher jederzeit an allen Stellen des Körpers, notfalls auch im Gesicht, einsetzbar, da sie relativ unauffällig sind.

Moxibustion
Hierbei geht es um Stimulierung von Akupunkturpunkten auf den Meridianverläufen. Dies allerdings nicht mittels Nadelung. Vielmehr werden diese „strategischen Energiefelder“ durch das Abbrennen von Moxa, einem getrockneten Heilkraut gereizt. Moxa kann direkt auf der Hand oder auf einer Akupunkturnadel gezündet werden. Es kann auch eine spezielle Lampe dafür genutzt werden.
Für das Verfahren wird die Heilpflanze „Beifuß“ verwendet, die ohne Flamme verbrennt. Die dabei entstehende, eindringliche Wärme regt den Fluss der Lebensenergien an den Meridianen an und unterstützt alle Funktionen der Organe und Systeme des Körpers.
Moxibustion gehört zu den ältesten Verfahren der chinesischen Medizin.

„Zauberkraut“
Bei den Wirkstoffen handelt es sich nicht um reines Moxa, sondern um ein Moxa-Mineralstoff-Gemisch, das in getrockneter und gepresster Form als Kügelchen auf den Pflastern aufgebracht ist. Auf jedem dieser kleinen Pflaster befinden sich je drei Wirkstoffkügelchen. Bei dem verwendeten Moxa-Kraut handelt es sich um Ganghwa Mugwort, eine äußerst seltene, qualitativ sehr hochwertige Art von Beifuß, das nur auf der Ganghwa Insel in Südkorea wächst und dieses wird bereits seit Jahrhunderten in Fernost als das „Zauberkraut“ gegen allerlei Beschwerden und Schmerzen eingesetzt.


Gefahrlos
Die bei Moxa-Kegeln und Moxa-Zigarren gegebene Verbrennungsgefahr ist hier nicht gegeben, da diese neuartigen Moxa-Pflaster keine Hitzeentwicklung von außen benötigen (kein Abbrennen erforderlich!). Die Pflaster können bedenkenlos über mehrere Tage auf der Schmerzstelle kleben bleiben. Im Grunde genommen so lange, bis diese von alleine abfallen.
Anwendung: es werden 2 bis 5 Pflaster um und auf die schmerzende Stelle geklebt.

Geheimnis „Wärmeproduktion“
Die Wirkungsweise entspricht in etwa der der Moxibustion bzw. der Akupunktur. Es handelt sich also um ein traditionelles chinesisches Heilverfahren. Im Gegensatz hierzu allerdings erzeugt das Pflaster selbst keine Wärme, sondern die Inhaltsstoffe regen den Körper an, selbst eine gleichmäßige Wärme zu produzieren. Die Art der Wirkungsweise ist somit wesentlich angenehmer und die Anwendung ganz unkompliziert.
Die Pflaster können auch bei Kindern angewendet werden und die Gegenanzeigen, die es bisher bei der Anwendung von Moxapflastern zu beachten gab, sind hier hinfällig.

Erfolgreich anwenden bei: allen Krankheitsbilder, die mit Akupunktur behandelt werden können. Weiterhin bei Schmerzzuständen, entzündlichen Erkrankungen der Gelenke, Rheuma, Arthrose, Arthritis, Rückenschmerzen, Zahnschmerzen, Kopfschmerzen.
Die Pflaster dürfen selbstverständlich nicht auf offene Wunden oder Schleimhäute aufgebracht werden.

Fallbeispiele aus der Praxis
Patienten, die ich mit den Pflastern behandelt habe:

1. Patientin, 45 Jahre alt
Vorgeschichte: Sportverletzung des Kniegelenkes – wurde bei einem Sprung verdreht und durch einen Chiropraktiker wieder in seine ursprüngliche Position gebracht. Das Gelenk wurde durch Überdehnung der Bänder jedoch nicht mehr stabil und verließ mehrfach unter starken Schmerzen wieder seine physiologische Position. Danach traten wieder über mehrere Tage starke Schmerzen auf, so dass die Patientin teilweise genötigt war, an Krücken zu laufen und nur stark eingeschränkt ihren normalen Betätigungen nachgehen konnte. Dieser Zustand dauerte über ein Jahr an.
Nachdem sich die Patientin erneut das Kniegelenkt leicht verrenkt hatte und unter entsprechend starken Schmerzen litt, konsultierte sie mich. Drei Pflaster wurden rund um die schmerzhafte Stelle aufgeklebt.
Die Patientin verspürte zunächst ein angenehmes, leicht kühles Kribbeln, dann wurde das Gelenk ihrer Aussage nach, warm. Eine deutliche Linderung der Beschwerden trat bereits nach einer Stunde ein. Am nächsten Tag war sie beschwerdefrei und konnte ihren Betätigungen wieder normal nachgehen.
Nach zwei Wochen gab es wieder einen Zwischenfall, der aber deutlich weniger schmerzhaft war. Diesmal wurden an den beiden schmerzenden Stellen je drei Patches aufgebracht, die laut Aussage der Patientin wieder die gleichen Empfindungen – kribbeln und Wärmeentwicklung – hervorriefen. Eine Linderung der Beschwerden war nach etwa 30 Minuten zu spüren. Schmerzfreiheit am nächsten Tag. Bisher ist das Gelenk stabil.

2. Patientin, 23 Jahre alt
Vorgeschichte: Fall von der Leiter beim Streichen. Die Patientin war mit dem linken Ellenbogengelenk auf dem Boden aufgekommen und hatte seit zwei Monaten mehr oder minder starke Schmerzen, die ihr zeitweise nicht mal das Halten einer Kaffeetasse erlaubten. Die Patientin hatte eine ärztliche Untersuchung und Behandlung des Gelenkes verweigert. Es wurden drei Pflaster um die traumatisierte und auf die schmerzhafte Stelle aufgebracht. Diese Patientin empfand das Gleiche, wie die Patientin im ersten Fall: leichtes Kribbeln und Wärmeentwicklung, nachdem das Gelenk sich zuvor kurzzeitig kühler angefühlt hatte.
Die Pflaster wurden etwa 48 Stunden auf dem Gelenk belassen. Seitdem ist keine Bewegungseinschränkung mehr vorhanden und die Patientin ist fast beschwerdefrei. Eine Nachbehandlung mit weiteren Pflastern wird durchgeführt.

3. Patientin, 49 Jahre alt
Vorgeschichte: Sogenannter Tennisarm mit einer leichten Entzündung durch Überanspruchung des rechten Ellenbogengelenkes. Schmerzhafte Beschwerden mit Bewegungseinschränkung insbesondere bei Drehung des Unterarms seit etwa sechs Wochen. Es wurden drei Pflaster für etwa 72 Stunden aufgebracht. Nach drei Stunden stellte sich eine deutliche Besserung der Beschwerden ein. Die Bewegungseinschränkung ist nicht mehr gegeben. Die Schmerzen sind deutlich gelindert.

Dies sind nur drei Beispiele aus meiner Praxis. Zwischenzeitlich habe ich noch mehr Patienten mit den Moxa-Patches behandelt und sie alle sind weitgehend frei von Schmerzen und Beschwerden, zumal andere Behandlungen vorher nicht diesen erhofften Erfolg brachten.
Ich möchte diese Informationen gerne uneigennützig an all diejenigen Menschen weitergeben, die unter Schmerzen und Beschwerden leiden und keine Behandlung oder Therapie bisher angesprochen hat. Wie so oft, sind es die kleinen, einfachen Dinge, die die Lebensqualität zurückbringen können.
Bei Selbstanwendung möchte ich aber dringend darauf hinweisen, dass bei länger anhaltenden Schmerzen und Beschwerden immer erst eine Abklärung durch einen Arzt, Therapeuten oder Heilpraktiker erfolgen muss.

Artikel: Bioline Magazin (E.C. Kolfertz)


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