Leben ohne Umweltbelastung Welches Mittel gegen Warzen
Mrz 15

Ich ärgere mich!“ Wie unbedacht und wie oft gebrauchen wir diese Redewendung.
Ist uns wirklich bewußt, was damit gemeint ist? Auch ich selbst habe früher bei jeder Gelegenheit kundgetan: „Ich ärgere mich!“ Eines Tages jedoch wurde mir die (wahre) Bedeutung einer solchen Aussage gründlich vor Augen geführt. Ich besuchte vor etwa 10 Jahren ein Seminar und lernte dort den Mitbegründer der „Grünen“, Baldur Springmann, kennen. Die älteren Mitbürger können sich vielleicht noch an ihn erinnern. Er galt damals als der erste Öko-Bauer und genauso sah er aus. Er hatte Strickpuschen an den Füßen und trug ein malerisches Oberteil, das blau und bestickt an einen Malerkittel erinnerte.


Weit über 80 Jahre alt, war er mit seinen weißen Haaren und himmelblauen Augen eine auffallende Erscheinung. Besonders eindrucksvoll fand ich seine freundliche und liebevolle, dabei stille und zurückhaltende Art. So hatte ich dann mehrfach an diesem Wochenende Gelegenheit zu einem kleinen Schwätzchen mit ihm.
Ich erzählte ihm dabei von irgendeiner Begebenheit, die mich gerade beschäftigte, und bemerkte dazu: „….. ich habe mich vielleicht geärgert.“ Daraufhin sah mich Baldur mit seinen himmelblauen Äugelchen erstaunt an und fragte mich:

„Du hast Dich geärgert, warum denn, wenn niemand anderes Dich ärgert?“

Er sagte weiter nichts.
Ich sah ihn verblüfft an und begriff plötzlich. Ich hatte mich geärgert. Ja warum tue ich das bloß? Mich selbst ärgern.
Wie häufig zuvor in meinem Leben bedurfte es nur dieser einzigen Frage, um mir vor Augen zu führen, wo ich selbst mir bisher unzählige Male selbst eine Blockade gesetzt hatte. Wie so oft in meinem Leben war es tatsächlich nur ein Satz, der den Ausschlag gab für eine völlige Gedankenumkehr. Dieser eine Satz war dann tatsächlich eine Art von Schlüsselsatz für mich.
Seither bemühe ich mich um mehr Achtung vor mir selbst. Schließlich bin ich die wichtigste Person auf der ganzen Welt für mich.

Ich bin mir am allernächsten, ich muß mit mir bis an mein Lebensende auskommen. Und das möchte ich bitte sehr in allerschönster Harmonie erledigen. Ich erkenne jetzt deutlich, wie überflüssig es ist, meinen Lebensweg, der ohnehin einige Stolpersteine birgt, noch zusätzlich mit Hindernissen zu versehen

Ja zugegeben, so manches Mal nach meinem denkwürdigen Gespräch mit Baldur Springmann will ich noch ansetzen zu dem ge-wohnten: „Ich könnte mich ärgern……“. Aber dann halte ich rasch inne und denke, praktisch zur Wiedergutmachung, „Ich freue mich über alles und ich bin sehr gut zu mir.“
Es kommt einfach nicht mehr in Betracht, daß ich mich ärgere, wenn niemand anders mich ärgert.
Vielmehr betrachte ich mir die Angelegenheiten, die früher für mich ein Ärgernis gewesen wären, heute in Ruhe.
Macht Ärger und Aufregung irgend etwas besser, außer, daß es mir, und ausschließlich mir, schadet? Wenn ich jedoch ganz nüch-tern nach Lösungen suche, indem ich vorher eine Analyse des Geschehens gemacht habe, kann ich sicher sein, das bestmögliche Ergebnis auch zu finden.

Ärger und Aufgeregtheit hindern nur daran, auf schnellstem Weg das sogenannte Ärgernis zu beseitigen


Mit meiner Bereitschaft, mich zusätzlich zu dem Ungemach auch noch zu ärgern, potenziere ich ja das Geschehnis noch. Ich mache mir und den anderen also noch weiteren und völlig unnötigen Streß.
Der Weisheit letzter Schluß ist es nun tatsächlich, wenn man das sich Ärgern generell aufgibt und grundsätzlich ersetzt durch z.B. nachstehende Formulierung:

Ich umgebe mich mit großer Gelassenheit, und ich übe Nachsicht. Besonders mir gegenüber.
Für Probleme finde ich immer eine Lösung. Da bin ich ganz sicher.

Autorin: Ingrid Schlieske


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