Zimtsohlen Trennkost ist nichts neues
Jan 22

Meine Oma aß Trennkost, nur ahnte sie nicht das Geringste von deren Bedeutung
Wie wir wissen, ist die Trennkost bei uns vor mehr als 50 Jahren aus Amerika „eingeführt“ worden. Ein gewisser Dr. Hay hat sie zur Heilung seiner eigenen Nierenerkrankung entwickelt. So galt sie auch lange Zeit ausschließlich als Nieren-Regenerationsdiät.
Dr. Walb, der leider vor einigen Jahren verstorbene deutsche Arzt und Chefarzt der „Klinik Dr.Walb“ in Homberg an der Ohm, brachte die sensationellen Erkenntnisse, die Dr. Hay gewonnen hatte, von einer Studienreise mit, die er mit seiner Frau Ilse ins „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ unternommen hatte.
Zunächst einmal wendete er die Trennkost, von deren regenerativen Wirkung er überzeugt war, ausschließlich bei seinen Patienten an. Besonders Nierenkranke profitierten von dieser Ernährungsweise.


Später belegte Dr. Walb durch viele Vergleichsstudien, die er in seiner Klinik anstellte, die segensreiche Wirkung der Trennkost auf viele Stoffwechselvorgänge

Seine vielen Publikationen über dieses Thema stießen trotz über 100.000 Krankengeschichten bei denen die Trennkost eine positive Rolle gespielt hatte, bei den meisten Schulmedizinern auf wenig Anerkennung. Vielmehr wurde die Trennung von eiweiß- und kohlehydrathaltiger Nahrung als weitgehend unsinnige, weil überflüssige Maßnahme abgetan.
Vielmehr beeilten sich Ernährungswissenschaftler und Ärzte, ihm nachzuweisen, daß der Körper sehr wohl in der Lage sei, die beiden Nahrungsgruppen gemeinsam zu verdauen. Moderne Erkenntnisse würden sogar ein Vermischen von Kohlehydraten und Eiweiß in einer Mahlzeit erfordern.
Merkwürdig ist diese Auffassung schon, da nirgends in der Natur ein Menü unterschiedlicher Nahrungsgruppen zusammengestellt ist. Ganz offensichtlich wird somit die Weisheit der Natur zu Gunsten neuerer „Erkenntnisse“ minimiert

Trotz unzähliger Negativ-Meldungen setzte sich der Siegeszug der Trennkost fort

Wohin man hört, die Trennkost ist in aller Munde. Woher hat z.B. Uschi Glas ihre fabelhafte Figur? Sie lebt nach der Trennkost. Gottlieb Fischer reduzierte seinen riesigen Umgang deutlich mit der Trennkost. Veronica Ferres verdankt ihren wohlgeformten Körper der Trennkost, unser Kanzler Schröder hält sich angeblich mit Trennkost in Form, bedeutende Wirtschaftsmanager ernähren sich mit Trennkost. Jürgen von der Lippe wird nicht müde, von der Trennkost zu schwärmen und schreibt ihr seinen Vitalitätszuwachs zu. Von dem Fußballclub FC Saarbrücken wird gesagt, er halte sich mit Trennkost fit. Diese Liste ließe sich beliebig um viele prominente Namen erweitern.

Irren sie alle sich?
Ihr Äußeres, ihre Vitalität, ihre Gesundheit jedoch sprechen für sich
Übereinstimmend berichten alle, grundsätzlich alle Anwender die ich kenne, daß sie mit Hilfe der Trennkost nicht nur problemlos ihr Gewicht halten können, ohne ewig zuzunehmen, sondern daß sie sich in jeder Hinsicht wohler fühlen und deutlich an Energie hinzugewonnen hatten. Ewige Müdigkeit konnte häufig überwunden werden.

Jeder bestätigt, nach einer langen Zeit mit der Trennkost, heute so gesund zu sein, wie viele Jahre vorher nicht

Wenn die Trennkost eine so gute Wirkung hat, weshalb leben dann nicht noch viel mehr Menschen nach dieser Methode? Ich bin der Überzeugung, daß dies nur eine Frage der richtigen Erläuterung und erster eigener Erfahrung ist.
Vielleicht findet sich mit ihr ja sogar ein Weg, um den sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie Gicht, Arteriosklerose, Venenleiden, Übergewicht, Rheuma, Arthose, Altersdiabetes, und viele andere Erkrankungen, ein Schnippchen zu schlagen!?

Für mich steht fest, daß die Trennkost die Ernährungsform der Zukunft sein wird

Freilich stehen die Menschen dem „neumodischen Zeug“, das über den großen Teich bei uns eingeführt wurde, erst einmal kritisch gegenüber.
Nur halt! Eine amerikanische Erfindung ist die Trennkost nicht. Vielmehr ist diese bewährte Ernährungsweise hierzulande einfach nur in Vergessenheit geraten.

Denn unsere Vorfahren lebten (nahezu) nach den Regeln der Trennkost. Allerdings ohne das zu ahnen, oder sich Gedanken darüber zu machen

Aber sie kannten unsere „modernen“ Erkrankungen nicht oder kaum.
Wenn sie dennoch an Rheuma oder Gicht litten, dann war das eher auf Kälte, Feuchtigkeit, Unterernährung und viel zu schwere körperliche Arbeit zurückzuführen.
Aber Diabetes vom Typ II war z.B. anno dazumal nahezu unbekannt.
Arteriosklerose mit seinen Folgeerscheinungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall war wirklich eine seltene Ausnahme und erst recht nicht die Todesursache Nr. 1, wie das in der modernen Welt jetzt der Fall ist.

Worin unterschied sich also die heutige Lebensweise so grundlegend von der unserer Ahnen?

Eine Vermischung von Nahrungsmitteln, die der Säure-Vorverdauung bedürfen, mit Nahrungsmitteln, die Basen-Vorverdauung braucht, fand früher eher selten statt

Klingt kompliziert? Ist es aber nicht, wenn Sie die folgende Auflistung betrachten:

A: Getreideprodukte, Kartoffeln,  Zucker werden im Mund durch „Basen“ vor-verdaut.

B: Fleisch, Fisch, Eier, Käse, Milch, Obst werden im Mund durch „Säure“ vor-verdaut

Diese beiden Gruppen A und B werden bei der Trennkost nicht in einer Mahlzeit vermischt. Es gibt immer nur A oder B.
A oder B dürfen jedoch um Lebensmittel aus der dritten Gruppe C nach Wahl ergänzt werden.

C: Gemüse, Salat, Blutwurst, Alle Fette, auch fetter Speck, Milchprodukte (wie Quark, Joghurt, Kefir, Buttermilch)
Melonen, Käse ab 60% Fett i.Tr., Roher Fisch (Matjes, Salzhering, Lachs), Rohes Fleisch (Schinken, Tartar)
vertragen sich mit  Gruppe A und B in der Vorverdauung

Vorverdauung ist eine wichtige Vorbereitung für den Verdauungsweg, der erst im Zwölffingerdarm, nach der Magenstation also, beginnt.


Was also aß unsere Oma anders als wir heute, und wo entsprach ihre Ernährungsweise der Trennkost?
Pellkartoffeln mit Butter  -   Kohlenhydratmahlzeit in der Trennkost
Pellkartoffeln mit Specksoße  -  Kohlenhydratmahlzeit in der Trennkost
Pellkartoffeln mit Zwiebelsoße  -  Kohlenhydratmahlzeit in der Trennkost
Pellkartoffeln mit Salzhering  -  Kohlenhydratmahlzeit in der Trennkost
Gemüseeintöpfe mit Mehlschwitze  -  Kohlenhydratmahlzeit in der Trennkost
Gemüseeinstöpfe mit fettem Bauchfleisch  -  Kohlenhydratmahlzeit in der Trennkost
Gemüseeintöpfe mit gebratenen Zwiebeln  -  Kohlenhydratmahlzeit in der Trennkost
Reibekuchen mit Zucker oder salzig  -  Kohlenhydratmahlzeit in der Trennkost
Bratkartoffeln mit Dickmilch  -  Kohlenhydratmahlzeit in der Trennkost
Salzkartoffeln mit Mischpilzen  -  Kohlenhydratmahlzeit in der Trennkost
Salzkartoffeln mit gebratener Blutwurst  -  Kohlenhydratmahlzeit in der Trennkost
Stampfkartoffeln mit gebratenem Sellerie  -  Kohlenhydratmahlzeit in der Trennkost
Salate mit Dickmilch angemacht  -  Kohlenhydratmahlzeit in der Trennkost
Und vieles andere mehr.

Braten oder Fleischstücke gab es nur Sonntags.
Sie sehen schon, fast jede Mahlzeit enthielt Kartoffeln. Man brauchte damals diesen erschwinglichen Sattmacher. Er wurde ergänzt durch Mehlschwitze und Speck oder sehr fettiges Bauchfleisch. Dieses war ebenfalls billig und sorgte für die nötigen Kalorien. Ausgeglichen wurden sie durch reichlich Gemüse. Vor allem die verschiedenen Kohlsorten und Rüben kamen auf den Tisch, so daß Vitamin- und Mineralstoffversorgung nicht zu kurz kam.

Brotaufstriche waren zumeist Schmalz, Honig, Margarine, Butter, Quark, Schnittlauch, Zwiebeln, Rübensirup, Reibekuchen, Tomaten, Radieschen, Gurken, rohe Mettwurst, rohe Teewurst, Speckscheiben, Blutwurst. All dies paßte ebenfalls bestens zum Brot in Bezug auf Verdauung nach der Trennkost.

Merken Sie was?
Unsere Oma aß ganz wenig tierisches Protein. Cholesterinhaltige Nahrung war kaum Inhalt ihres Speisezettels.
Hier ist ganz sicher der Schlüssel für eine bessere Gesundheit zu finden.

Ja, es sieht ganz so aus als hätte Trennkost unsere Vorfahren gesund erhalten

Folgerichtig lohnt es sich, einmal auszuprobieren, wie gut es dem eigenen Wohlbefinden tut, die Nahrungsgruppen nicht miteinander zu vermischen. Gewiß, unsere Vorfahren befolgten dieses System aus Notwendigkeit, gewiß nicht wegen überragender Kenntnisse in Bezug auf ernährungsphysiologische Zusammenhänge. Und, es wurde nur zu etwa 80 % „getrennt“. Also auch ein teilweises, aber deutliches Sortieren der Gruppen, scheint schon eine gesundheitliche Gefährdung zu verringern.

Artikel: Bioline-Magazin (Ingrid Schlieske)

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