Der Tastsinn hilft dem Menschen beim Verarbeiten stofflicher und räumlicher Eigenschaften (z.B. Gewicht, Härte oder Elastizität). Auch bei der Vorstellung über den eigenen Körper spielt der Tastsinn eine beachtliche Rolle:
Ein bestimmter Bereich des Gehirns, der Parietalcortex, kombiniert die Einzelinfos der Tastsensoren von Muskeln, Gelenken, Sehnen und der Haut zu einem so genannten Körperbild.
Forscher fanden heraus, dass der Parietalcortex bei magersüchtigen Menschen weniger aktiv ist, und dass Menschen mit dieser Erkrankung größere Schwierigkeiten haben, ihren Tastsinn zu benutzen, z.B. um Tiefenreliefmuster mit den Fingern richtig zu erkennen. Aufgrund dieser Erkenntnisse suchen die Forscher nach neuen Therapieansätzen.
Autorin: Nina Schlieske
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