Volkskrankheit RÜCKENSCHMERZEN Lichtnahrung
Jan 27

Wenn wir von ungewöhnlichen Dingen hören, wird zunächst unsere Phantasie angeregt oder wir glauben an Betrug. Wir können uns kaum vorstellen, wie etwas funktioniert, das außerhalb unserer eigenen Erfahrungen liegt oder was sich wissenschaftlich (noch) nicht begründen lässt.

Im Seminarhaus Hoher Vogelsberg fand ein Ausbildungsseminar für Meridian-Energie-Therapien statt.  Ich begleitete diese Ausbildungsmodule neben den Dozentinnen, die für die einzelnen Lehrthemen zuständig waren.
Gleich nach ihrer Anreise fiel mir eine junge Teilnehmerin auf. Sie war sehr hübsch und von zarter, elfengleicher Wirkung. Begleitet wurde sie von einem attraktiven Mann, der sie aber nur ins Seminarhaus gebracht hatte und gleich wieder abreisen wollte. Ich erfuhr, dass sie miteinander verheirat waren. Ich begrüßte die beiden und kam mit ihnen ins Gespräch. Dabei empfahl ich ihnen, unbedingt den leckeren Kuchen unserer Köchin Heike zu probieren. Sie habe ihn ganz ohne Getreidemehl gebacken.


Unsere neuen Gäste strahlten mich an und sagten, fast aus einem Mund: „Wir essen nichts, wir leben von Lichtnahrung!“

Sicher lässt sich denken, dass ich nicht wenig erstaunt war. Neugierig fragte ich nach Einzelheiten, die mir auch offen beantwortet wurden.
Nun hatte ich gerade darüber nachgedacht, dass es schön wäre, wenn ich in der BIOLINE mal wieder ein Portrait veröffentlichen könnte, denn unsere Leser interessieren sich immer für außergewöhnliche Lebensformen, in die man sonst keinen Einblick erhält. So fragte ich, ob ich dieses interessante Thema nicht unseren Lesern zugänglich machen könnte. Sogleich erhielt ich eine begeisterte Zusage und verabredete mich für den Folgetag zu einem Interview, bei dem ich aus dem Staunen nicht mehr herauskam.
Denn selbstverständlich hatte ich schon von der Lichtnahrung gehört. In den Medien ist viel darüber berichtet worden.

Und immer schwang dann mehr als ein leichter Zweifel an dem Wahrheitsgehalt solcher Darstellungen mit

Der Verdacht wurde ausgesprochen, dass die Menschen, die behaupten, ganz ohne Nahrung auszukommen, wohl heimlich äßen, denn es könnte doch gar nicht sein, dass Menschen ohne Essen und auch ohne Trinken überleben könnten.
Nun also hatten wir ein solches Beispiel sogar im Haus. Ich hatte die Gelegenheit, alle Fragen zu stellen, die mir zu dem Thema auf der Seele brannten. Und ich bin inzwischen davon überzeugt, dass meine Interview-Partnerin von sich und ihrem Mann die vollkommene Wahrheit sagte.

Sie hatten beide überhaupt keinen Grund, solche Behauptungen aufzustellen. Vorteile brachten sie ihnen jedenfalls nicht

Eher ernten sie mit Ihrer Aussage ungläubiges Staunen. Völlig überzeugt von der Wahrhaftigkeit meiner Gesprächspartnerin hat mich, dass weder sie noch ihr Mann die Absicht haben, irgend einen Menschen von ihrer Art der Nahrungsentsagung zu überzeugen. Vielmehr haben sie ganz andere Lebenspläne und wissen selbst noch nicht einmal ganz genau, ob sie für immer so leben wollen, wie es ihrer momentanen Auffassung von Lebensqualität entspricht.

BIOLINE:
Essen Sie wirklich gar nichts? Und was trinken Sie?

Anja Weiß:
Doch, gelegentlich esse ich etwas, wenn ich Appetit darauf habe, das allerdings kommt nur etwa einmal in drei oder vier Wochen vor. Und dann sind das meistens deftige Sachen, wie ein Fischbrötchen oder Pizza. Ich wundere mich dann, dass ich Stuhl habe, weil dieser Vorgang kaum noch zu meinem Leben gehört. Und mit dem Trinken halte ich es genauso. Gelegentlich trinke ich einen Kaffee, seltener einen Tee oder eine Cola. Hunger und Durst kenne ich nicht mehr.

BIOLINE:
Wie sind Sie zu dieser Art von Lebensführung gekommen?

Anja Weiß:
Der Auslöser war der Tod meines ersten Mannes. Er starb völlig unerwartet mit nur 36 Jahren an einem geplatzten Aneurysma (Ausweitung eines arteriellen Blutgefäßes). So wurde ich mit 33 Jahren Witwe. Für mich ging damit auch die Welt unter, ich wusste nicht, wie ich weiterleben sollte. In meiner Ehe war ich sehr glücklich gewesen. Ich lebte ein klassisches Familienleben mit großem Familien- und Freundeskreis. Als Finanzbuchhalterin war ich auch massiv berufstätig und verweilte in der Regel täglich elf Stunden außer Haus. Als Hobby lernte ich Bauchtanzen und fühlte mich damit wohl und ausgefüllt. Ja und dann geschah die Tragödie.

BIOLINE:
Wie gelang es Ihnen, den großen Schmerz zu verarbeiten?

Anja Weiß:
Das wollte mir erst gar nicht gelingen. Ich konnte nicht denken, nichts fühlen, ich funktionierte nur noch. Schon drei Wochen nach dem Tod meines Mannes ging ich wieder meiner Berufstätigkeit nach. In dieser Zeit besuchte ich eine firmeninterne Schulung. Ich weiß bis heute nicht, ob es Zufall war oder Gedankenlosigkeit, jedenfalls wurde zur Schulungsunterlage die Todesursache meines Mannes verwendet. Ich weinte während des ganzen Kursus und kündigte gleich danach meine Arbeitsstelle. Ich konnte und wollte dort nicht mehr sein, wo so auf mein Herz getreten wurde. Und ich wollte auch nirgendwo mehr sein, wo es ähnlich zuging. So schmerzlich dieser Vorfall damals auch für mich war, im Rückblick erscheint er mir als Geschenk, denn in diesen Momenten begann der Wandel in meinem Schicksal. Ich sage darüber heute: „Damals wurde mein Leben mystisch.“


BIOLINE:
Wer zeigte Ihnen die Richtung für Ihren neuen Lebensweg?

Anja Weiß
:
Es spielte der Zufall eine Rolle. Plötzlich fiel mir alles zu, was ich brauchte. Ich erhielt die richtigen Bücher, wie zum Beispiel „Krankheit als Weg“, „Schicksal als Chance“ und andere. Ich beschäftigte mich intensiv mit dem Leben nach dem Tod und durfte einen zauberhaften Jenseitskontakt mit meinem verstorbenen Mann erleben.
Ich hatte das Gefühl, jetzt über die schwere Zeit  g e t r a g e n  worden zu sein. Dabei kommen mir die wunderbaren Verse in den Sinn, die mich noch heute, wenn ich sie zitiere oder höre, zu Tränen rühren. Die Worte werden Margaret Fishback Powers zugeschrieben. Jedoch erheben inzwischen noch zwei andere Autorinnen den Anspruch auf die Urheberschaft. Mir ist eigentlich gleichgültig, wer das Gedicht schrieb, dass Millionen bewegt hat und eben auch mich.

BIOLINE:
Nun sind Sie wieder verheiratet. Lassen sich Ihre zwei Ehen miteinander vergleichen?

Anja Weiß:
Ja, zum zweiten Mal darf ich eine überaus glückliche Ehe erleben.
Allerdings lebte ich mit meinem ersten Mann in der sehr materiellen Welt. Mit meinem jetzigen Mann streben wir gemeinsam geistig-spirituelle Ziele an und suchen nach Wegen und Zielen, die uns ausmachen.
Mein jetziger Mann und ich haben das Gefühl, zueinander geführt worden zu sein. Mein Ehemann hatte, genau wie ich, praktisch zeitgleich, eine eigene Katastrophe zu bewältigen. Er war erfolgreich selbstständig gewesen und hatte alles verloren. Sein Betrieb für Gas-Wasser-Installationen war buchstäblich „abgesoffen“, hatte vom Keller bis zum Dachboden einen so schlimmen Wasserschaden, dass nichts mehr verwertbar war und mein Mann vor dem Nichts stand.
Über das Internet haben wir uns kennen gelernt und waren einander Trost und Stütze.

BIOLINE:
Haben Sie von Anbeginn an ähnliche Interessen gehabt?

Anja Weiß:
Ja, wir waren uns beide von Anfang an darüber einig, dass wir die materielle Welt hinter uns lassen und uns geistigen Inhalten zuwenden wollten. Dazu gehörte für uns, dass wir vorerst beide nicht mehr berufstätig sein wollten, um uns mit der eigenen, inneren Läuterung beschäftigen zu können. Diesem Entschluss begegneten die uns umgebenden Menschen mit Unverständnis und Inaakzeptanz. Deshalb lebten wir eine Weile im Ausland, um uns nicht unnötig negativen Energien auszusetzen.

BIOLINE:
Wie ist es Ihnen denn gelungen, Ihr Leben zu zweit, ohne Einkommen zu finanzieren?

Anja Weiß:
Ich möchte klarstellen, dass wir immer aus eigenen Mitteln gelebt haben, nie die öffentliche Hand in Anspruch genommen haben. Dafür hatten wir zunächst einmal meine Eigentumswohnung verkauft und den Erlös verwohnt und verfuttert. Es war natürlich abzusehen, wann diese Geldquelle versiegte. Aber wir waren voll Gottvertrauen, dass es weiter gehen würde und dass wir schon irgendwie versorgt würden. Freilich gingen wir dann durch Phasen von Mangelangst und oft war bei uns Schmalhans Küchenmeister. Aber immer passierte irgendetwas Wunderbares und es „schneite“ Geld ins Haus, was wir nicht erwartet hatten.
Eines Tages aber waren nur noch 26 Eurocent im Portemonnaie. Und wir hatten keinen Schimmer davon, was nun werden sollte. Da sagte ich zu meinem Mann: „Kann es sein, dass wir nichts mehr essen müssen?“ Ich hatte schon davon gehört, dass es eine solche Möglichkeit gäbe. Nachdem wir uns über dieses Thema kundig gemacht hatten, waren wir derart fasziniert von dem Gedanken, uns von der Notwendigkeit des Essen-Müssens zu befreien, dass wir das für uns unbedingt verwirklichen wollten. Es versteht sich, dass wir den Ausstieg aus der Welt mit Nahrung genau nach Vorschrift vollzogen.

BIOLINE:
Sie haben praktisch von heute auf morgen aufgehört zu essen und zu trinken, hatten Sie keine Hunger?

Anja Weiß:
Oh ja, der Ausstieg aus der Welt der leiblichen Nahrung war so einfach nicht. Wir zelebrierten diese Zeit ganz nach Vorschrift und waren fest entschlossen, die dafür vorgesehenen 21 Tage durchzuhalten.
Diese Phase begann genau um Mitternacht. In den ersten sieben Tagen fühlten wir uns schlapp und müde. Wir ruhten viel und haben oft gebadet. Auch mussten wir uns täglich mehrfach die Zähne putzen, weil der Geschmack im Mund einfach ekelhaft war. Das führen wir auf die starken Entgiftungsprozesse zurück.
Zwischen dem vierten und fünften Tag dann hatten wir das Gefühl dass es nun mystisch wurde. Das spürten wir auch körperlich, in dem Rücken, in der Nackengegend, wie eine Vibration. Dieses Empfinden wird möglicherweise von der nun einsetzenden Lichtversorgung ausgelöst.
Von diesem Erleben an, ging es uns von Tag zu Tag besser und die materiellen Bedürfnisse lösten sich auf, wie Schnee in der Sonne.

BIOLINE:
Haben Sie nicht enorm abgenommen? Sie nehmen ja augenscheinlich weniger zu sich, als Magersüchtige.

Anja Weiß:
Unsere Familien machten sich darüber auch die größten Sorgen. Aber ich hatte mir ausgerechnet in der Zeit des Mangels doch tatsächlich einige Kilos angefuttert. Und genau die nahm ich ab, bis zu meinem heutigen Normalgewicht von 51 Kilo bei einer Körpergröße von 1,63 Meter. Jetzt nehme ich nur dann gleich ein wenig zu, wenn ich mal esse, denn ich bin ja voll ernährt, aber das verschwindet dann gleich wieder.

BIOLINE:
Lassen Sie uns noch einmal auf Magersüchtige zurückkommen Diese nehmen ja laufend ab, weil sie wenig essen Weshalb werden sie nicht auch von Prana ernährt und wären dann nicht in Gefahr, zu verhungern?

Anja Weiß
:
Weil diese Mädchen ja voller Angst und Zweifel sind. Zu meinem Entschluss, nichts mehr zu essen, muss das Gottvertrauen kommen, dass für mich gesorgt wird. Dazu gehört die Bereitschaft, in Dankbarkeit und Liebe zu leben. Und das fühlen wir jeden Tag.

BIOLINE:
Wie haben Sie denn die anderen Lebenshaltungskosten aufgebracht, wie Miete, Heizung und was sonst noch erforderlich ist?

Anja Weiß
:
Auch hierbei wurden wir getragen. Als wir mit der Verabschiedung der so genannten „weltlichen Genüsse“ begannen, wohnten wir in Hamburg in einer Wohnung und wussten nicht, wie wir die Miete und andere nötige Zahlungen aufbringen sollten. Da wir keine Mietnomaden sind, schrieben wir an unseren Vermieter und erklärten ihm unsere Art zu leben. Wir versicherten ihm, dass wir zwar im Moment einfach nichts zahlen könnten, aber dass er sicher sein könnte, sein Geld zu bekommen. Dieser Mann, ein Kroate, war gewiss nicht in unserem Sinne gläubig, dennoch überraschte er uns mit tiefem Verständnis und räumte uns eine längere Frist ein, bis wir unseren Verpflichtungen nachkommen würden.
In dieser Zeit erhielten wir die Nachricht, dass mein Vater sehr krank war. Meine Mutter war schon seit einigen Monaten tot. Wir hatten uns leider nicht mehr versöhnen können. Sie hatte sich von mir abgewandt, weil sie kein Verständnis für den von mir gewählten Lebensweg aufbringen konnte. Nun wollte mein Herz ganz dringend zu meinem sterbenskranken Vater, aber ich sah keine Möglichkeit, von Hamburg nach Essen zu kommen. Mein Vater, gerührt von meinem Wunsch, bei ihm zu sein, schickte sogleich das Fahrgeld. So blieb ich die drei Monate bis zu seinem Tod bei ihm. Obwohl mein Vater sich mit meiner Lebensform noch immer nicht anfreunden konnte, sah er doch, wie gut es mir dabei ging und wir hatten noch eine wunderbare, sehr intensive Zeit miteinander.
Mein Vater hatte unsere anstehenden Verbindlichkeiten in Hamburg sofort ausgeglichen und hat mir ein Erbe hinterlassen, das es ermöglichte, dass wir erst einmal unseren Weg weitergehen konnten.

BIOLINE:
Nun aber absolvieren Sie eine Therapeutenausbildung. Passt denn das zu Ihrer Lebensauffassung?

Anja Weiß:
Aber ja, denn unseren Ausstieg aus dem bisher gelebten Leben, betrachten wir nur als Zwischenstation, die für unsere Entwicklung notwendig ist und war.
Und zu dieser Entwicklung trug auch der Meridian-Energie-Therapeut Franz-Josef Hox bei. Er hatte im Seminarhaus Hoher Vogelsberg seine Ausbildung genossen und half in seiner Praxis, nun meinem Mann und mir, unsere Vergangenheit weiter aufzuarbeiten. Wir erlebten in diesem Zusammenhang, ans Wunderbare grenzende Auflösungen von Problematiken. Seither sind wir mit ihm befreundet und wollen künftig eine gemeinsame Praxis mit ihm führen. Dafür haben wir unserem Bauchgefühl folgend, die Wohnung im 1. Obergeschoss des Hauses angemietet, in dem wir im Dachgeschoss leben. Dort warten nun wunderschöne Räume auf Klienten und Seminarteilnehmer. Denn wir wollen unsere erstaunlichen Erfahrungen mit den Meridiantechniken unbedingt schnellstmöglich weitergeben.

BIOLINE:
Nun beginnt nach dem totalen Ausstieg also wieder eine materielle Phase?

Anja Weiß:
Das kann schon sein. Wir waren zu keiner Zeit der Auffassung, dass Essen und materielle Güter mit schlechten Energien verbunden sein müssen. Wir werden sehen, wie die Dinge sich für uns regeln oder geregelt werden. Wir sind ganz offen für alles, was uns zugedacht ist. Und – wir sind mit einer großen Freude versehen und voll von positiven Erwartungen.

BIOLINE:
Wir danken Ihnen für die interessanten Einblicke in Ihr ungewöhnliches Leben und wünschen Ihnen weiterhin viel wunder-bare Zu-Fälle.

Autorin: Ingrid Schlieske

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