Licht ist Leben Die Karotte (oder Möhre)
Jul 17

Man kann einfach davonlaufen: dem Streß, den Alltagsbeschwerden, der Langeweile

Sport ist was für Sportliche. Was aber bleibt den Unsportlichen?
Bei Fitneß-Workshops und Fortbildungsseminaren höre ich oftmals etwas verständnislos den Aussagen meiner Kollegen und Kolleginnen zu.

  • Da ist die Rede von Ausdauertraining, Dauerlauf von 30 Minuten täglich sind dafür mindestens erforderlich
  • Wandern ist gesund, aber 20 km an einem Stück sollten es schon sein
  • Jogging ist optimal – es bringt aber erst etwas, wenn richtige Strecken zurückgelegt werden
  • Aerobic ist wirkungsvoll – der Schweiß soll in Strömen rinnen, der Ausübende danach völlig ausgepowert sein
  • Schattenboxen kommt sehr in Mode, sieht gut aus und trainiert den ganzen Körper
  • Mountainbiking, möglichst über Berg und Tal, braucht viel Kraft und fahrerisches Können.

Alles scheint mit richtigen Anstrengungen und Überwindung verbunden zu sein. Also letztendlich doch wieder nur geeignet für die Hochmotivierten, Sportbesessenen?


Wo aber bleibt bei all den Überlegungen der Normalbürger?
Ich bin der Auffassung, daß es der Volksgesundheit wenig bringt, fachsimpelt man über die Möglichkeiten und Ergebnisse eines ausgiebigen Körpertrainings. Mag es noch so sinnvoll oder gar empfehlenswert sein. Es sind nur wenige, und dies zumeist junge Menschen, die bereit sind, sich sportlich wirklich zu stählen.
Der normale, berufstätige Mensch aber benötigt Maßnahmen, die von ihm leicht zu erfüllen sind. Dies in Bezug auf seinen Zeiteinsatz, aber auch beginnend mit seinen derzeitigen körperlichen Möglichkeiten.
Sprechen wir also von einem kleinen Programm, das auch wirklich machbar ist.

Wir alle wissen: der heutige Mensch benötigt dringend mehr Bewegung
Das steht sicher außer Frage. Bei oftmals sitzender Beschäftigung, Autofahren statt gehen und vielen Hilfsmitteln im Alltag, werden Muskeln, Knochen und Gelenke nicht mehr ausreichend trainiert beziehungsweise belastet.
Was aber nicht eingesetzt wird, verkümmert, wird abgebaut. Das ist ein Naturgesetz.
Wenn wir also gesund bleiben wollen, beweglich und stark, müssen wir die vernachlässigten Körperregionen unbedingt trainieren.
Trainieren ja, aber nicht gleich ein Riesenprogramm. Wer (von sich) zuviel verlangt, wird langfristig scheitern. Nach all meinen Erfahrungen hat sich immer wieder gezeigt, daß die Motivation schnell wieder nachläßt, wenn dem guten Vorsatz eine tägliche Überwindung vorgeschaltet werden muß.

Versuchen Sie es doch mal zu Fuß.
Die schönste und beste sportliche Betätigung, die ich kenne, ist das Laufen. Ich weiß, man kann erstmal nicht recht glauben, was daran vergnüglich sein soll. Probieren Sie es einfach aus. Und hören Sie nicht auf die „Fachstimmen“, die Ihnen einflüstern wollen, das Ganze lohne erst, wenn Sie mehr als eine Stunde rennen.
Es sind nur Wenige, die das regelmäßig tun. Und es sind noch weniger Menschen, die nicht wieder aufhören, wenn sich die erste Begeisterung gelegt hat.
So ist es durchaus ratsam, eher klein anzufangen und lieber dabeizubleiben. Meine Seminarteilnehmer und -teilnehmerinnen, die ich zu so einer klitzekleinen, täglichen Lauferei motivieren konnte, laufen (nahezu alle) noch heute.


Die Rede ist hier (erst einmal) von nur einem einzigen Kilometer pro Tag
Am Anfang dürfen es auch ruhig nur 500 m. sein, die Sie erstmals zurücklegen. Lassen Sie sich nicht jagen. In wenigen Tagen laufen Sie die 1000 m ohne jede Mühe.
Und ich spreche auch hier nicht von einem Riesen-Spurt, sondern von einem freundlichen Zuckeltrab.
Und dafür, da gebe ich mein Wort, muß niemand sich morgens, wenn die Trainingsschuhe angezogen werden, großartig  ü b e r r e d e n .
Wenn die erste Woche dann überwunden ist, kann man doch tatsächlich kaum erwarten, den Tagesanfang „laufend“ zu beginnen!!! Das bestätigen übrigens alle, die den Anfang hinter sich haben.
Das Beste daran aber ist, daß der Läufer sich nach wenigen Tagen schon deutlich besser und energievoller fühlt als vorher. Alltagsbeschwerden, einschließlich Gelenk- und Rückenbeschwerden, bessern sich oftmals überraschend. Ja, es wird nahezu übereinstimmend von den „Runners“ berichtet, daß sich bei ihnen sogar die Sehkraft und andere gesundheitliche Klagepunkte wieder deutlich regeneriert haben.

Erstaunlich ist es schon, daß eine so kleine Maßnahme bereits eine so deutliche Wirkung zeigt

Oftmals ist der Schritt von der Bewegungslosigkeit hin zu einem interessanten Leben voll Spannung nur eine Frage der festen Absicht.
Etwas sportliche Betätigung kann genau die Initialzündung sein, die bisher gefehlt hat, und die jetzt eine Wende einläutet.
Nach der Einübungszeit von wenigen Tagen wird Laufen für Sie so selbstverständlich wie Zähneputzen.

Laufen Sie doch einfach in ein schönes und gesundes Leben! Vielleicht begegnen wir einander ja mal …?

Der Lohn des (kleinen) Aufwandes

Für die Psyche:
Hormonausschüttungen machen glücklich. Depressionen mindern sich
Für Gelenke, Sehnen und Bänder:
Flexibilität wächst, Gelenkknorpel regenerieren sich zum Teil
Gehirn:
Sauerstoffzufuhr steigert mentale Leistung, Streß wird abgebaut
Lunge:
Zusätzliche Blutgefäße und Lungenbläschen bilden sich. Atemvolumen steigt. Bronchien werden gestärkt
Immunsystem:
Abwehrkräfte werden gestärkt
Muskeln:
Dem altersbedingten Muskelabbau wird vorgebeugt. Muskeln werden gestärkt, Knochen und Gelenke dadurch gestützt
Knochen:
Steigerung der Knochendichte, Osteoporose–Vorbeugung
Blut:
Sauerstoffaufnahme und Durchblutung werden gesteigert, Gefäße gereinigt, Insulinspiegel erlangt besseren Wert
Herz-Kreislauf:
Pumpleistung wird erhöht, größere Belastbarkeit, Elastizität der Gefäßwände wird hergestellt. Blutdruck normalisiert sich
Entgiften, Entschlacken:
Durch Schwitzen und bessere Durchblutung wird der Körper entlastet. Schönere Haut, bessere Nierenfunktion

Artikel: Bioline-Magazin


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