Soja ist das Lebensmittel der Zukunft Gesund durch Farben
Mai 16

Diese fatale Re-Aktion des Körpers kann unterschiedliche Ursachen haben
„Eigentlich wollte ich mir ja etwas Gutes tun und regelmäßig joggen. Aber sobald ich das Tempo etwas beschleunige, kriege ich einen Wadenkrampf. Das tut nicht nur weh, ich weiß auch nicht was ich machen soll. Die Wade ist dann so hart und empfindlich, dass ich sie gar nicht berühren kann. Mein Arzt sagt, ich solle vernünftiger essen, dann würde sich das geben, aber gerade da habe ich ja ein Problem.“


Frau R. hatte sich im Laufe der Jahre ein solides Polster um die Hüften angelegt, das auch gelegentlichen Versuchen, es wieder loszuwerden, Stand hielt.
Die 15 Kilo zuviel, waren wie ein lästiger Mückenschwarm, kaum glaubte sie, sie los zu sein, waren sie wieder da.
Als dann eine Einladung zu einem Klassentreffen im Sommer kam, wollte sie unbedingt ihre frühere Figur wieder erreichen und ihre Diät auch eisern durchziehen. Das Ergebnis war leider nicht das Wunschgewicht, sondern Muskelkrämpfe, die nicht nur lästig und schmerzhaft waren, sondern auch erheblich an ihrer Motivation nagten.

Krämpfe
Krämpfe sind unwillkürliche, schmerzhafte Kontraktionen/Zusammenziehungen) eines oder mehrerer Muskel. Im Klartext heißt das, ein Nerv veranlasst einen Muskel, sich ohne unsere Zustimmung zu beugen und für einige Zeit so zu bleiben. Das kann in den feinsten Muskelschichten der Gefäße eben so passieren, wie in den Hohlmuskeln des Magens oder der Gebärmutter, aber am häufigsten in den Muskeln der Beine und Füße.

Warum genau diese unwillkürliche Kontraktion entsteht, ist nicht bis ins letzte erforscht, weil Krämpfe unter Laborbedingungen, also auf Kommando, gar nicht ausgelöst werden können.
Wir wissen daher auch nicht im Einzelnen, warum manche Menschen zu Krämpfen neigen und andere ihr Leben lang verschont bleiben.

Bekannt ist auch nicht, wo diese fatale Reaktion ausgelöst wird, vermutet wird die Hypophyse (Hirnanhangdrüse)

Aber auch wenn unser Gehirn noch einige Geheimnisse für sich behält, kennt man doch wesentliche Ursachen und begünstigende Faktoren für Krämpfe.
Sie können Symptome und Begleiterscheinungen von schweren Nierenerkrankungen, von Epilepsie, Durchblutungsstörungen und Polyneuropatie sein oder durch Medikamente (NBeuroleptika) ausgelöst werden. Auch muskuläre Erschöpfung, starker Flüssigkeitsverlust oder bestimmte Fuß- und Schlafhaltungen können zu Verkrampfungen führen. Diskutiert wird auch der Einfluss freier Radikale, die die Muskeln reizen und zum krampfen anregen.

Die häufigste Ursache für Krämpfe besonders in den Füßen oder Waden ist jedoch der Mangel an bestimmten Mineralstoffen oder besser gesagt, ein Ungleichgewicht ihrer Form als Elektrolyte. Es fehlen Natrium, Calcium und besonders häufig Magnesium

Bei ausreichender Versorgung ist Magnesium in der Lage, die Reizübertragung zwischen Nerven und Muskeln zu hemmen und so relativ schnell muskelentspannend zu wirken. Allerdings ist es im Körper sehr gefragt, zum Beispiel bei der Energieproduktion, der Fettverbrennung, der Blutbildung, für die Stressabwehr, die Stärkung des Herzmuskels und die innere Ruhe. In mehr als 300 Stoffwechselreaktionen ist Magnesium unverzichtbar.

Es wird im Körper peinlich genau darauf geachtet, dass ausreichend Magnesium an die wirklich wichtigen Stellen kommt. Vielleicht kommen deshalb die Beinmuskeln oft zu kurz

Wenn Magnesium fehlt
Der Mangel an diesem wichtigen Muskelentspanner kann unterschiedliche Gründe haben, zum Beispiel: eine ungenügende Zuführung. Bei einseitigen Diäten, bei zu fettem Essen und bei Gemüsemuffeln, ist einfach zu wenig Magnesium auf dem Teller. Auch Frau Ribnitz hatte, der Kalorien wegen, magnesiumreiche Nüsse, Bananen und Schokolade vom Speiseplan gestrichen. Es kann die Aufnahme gestört, auch wenn genügend Magnesium gegessen wird, sein, wie das bei bestimmten Krankheiten zum Beispiel Diabetes, chronischer Pankreatitis, entzündlichen Darmerkrankungen oder Alkoholismus der Fall ist. Magnesium wird leicht durch Medikamentenwirkstoffe beeinträchtigt, denn dieses Mineral hat auch einige mimosenartige Züge. Störende Medikamente können sein: nichtsteroidale Entzündungshemmer, wie Diclofenac oder Ibuprofen, deren Einnahme dann auch Krämpfe auslösen kann. Manchmal wird zuviel Magnesium ausgeschieden. Dabei können Diurefika ??? (wassertreibende Medikamente) eine Rolle spielen. Das kann daher auch Krampfneigungen zur Folge haben.
Höhere Belastungen für den Körper, wie bei Arbeitsstress oder Sport, erfordern auch ein Mehr an dem Antistress- und Muskelmineralstoff Magnesium. Während der normale Tagesbedarf bei 300 bis 350 mg (laut DGE) liegt, wird bei körperlicher Anstrengung und emotionaler Belastung auch bis zu 600 mg empfohlen.
Wird exzessiv geschwitzt, sollte auch der Verlust an Natriumchlorid (Kochsalz) ausgeglichen werden.

Eigentlich treten Wadenkrämpfe meistens nachts auf, bei Frau Ribnitz aber ausschließlich beim Joggen.
Schwere Erkrankungen als Ursache konnten wir ausschließen. Sie hatte zwar eine Nierenbeckenentzündung durchgemacht, war aber deswegen beim Hausarzt unter ständiger Kontrolle und zur Zeit ohne Befund. Deshalb konzentrierten wir uns zunächst auf eine wirksame Soforthilfe.

Bei einem akuten Krampf kann man sich an der KRAMPF-Regel orientieren:
K – Kältekompressen (bei Erhitzung) oder auch Wärme, besonders wenn der Krampf die Oberschenkel- oder Rückenmuskeln betrifft.
R – Reiben und Massieren, besonders bei Schreibkrämpfen der gesamten Hand oder einzelner Finger, um die Durchblutung wieder anzuregen.
A – Ausruhen, besonders wenn es sich um einen Erschöpfungskrampf nach intensivem Sport oder körperlicher Überanstrengung handelt. Meist löst sich dann der Krampf von selbst.
M – Magnesium, besonders wenn es sich um Krämpfe von Magen, Darm, Uterus, Wade oder Fuß handelt. Die schnellste Entspannung für diese Bereiche bringt die „heiße Sieben“ aus dem Schüssler Salz Magnesium phosphoricum.
Sollten die Krämpfe meistens nachts auftreten, in den Zehen beginnen und hauptsächlich auf die Fußsohle beschränkt bleiben, kann auch das homöopathische Cuprum D12 helfen.
P – Passive Dehnung des Muskels, besonders wenn es sich um Fuß und Zehen handelt. Entweder drückt ein Partner oder man selbst den großen Zeh nach oben in Richtung Körper. Oft hilft es auch kräftig aufzutreten, um die Wade besser zu durchbluten. Ein gezielter Fingerdruck genau in die untere Mitte des Zwillingswadenmuskels (Blase 57), kann einen Krampf lösen und sogar einen beginnenden Krampf unterbrechen.
F- Flüssigkeit ersetzen, besonders wenn viel geschwitzt oder ausgeschwemmt wurde. Mineralstoffreiche Früchtetees, Wasser und Obstschorlen sind am besten geeignet.


Will man auch in Zukunft krampffrei bleiben, sollten als erstes die auslösenden Grunderkrankungen ganzheitlich behandelt werden.
Bei Frau Ribnitz war das glücklicherweise nicht nötig, aber wir veränderten die Ernährung, weg von der einseitigen Diät zur vollwertigen Trennkost mit vielen magnesiumreichen Lebensmitteln.

Ausgleichende Ernährung
Dazu gehören vor allem Sojabohnen, grüne Bohnen, dunkelgrünes Gemüse wie Mangold, Spinat, Brokkoli oder Feldsalat, Mandeln, Hasel- und Walnüsse, Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Hirse, Naturreis, Vollkornbrot, Bananen, Äpfel, Birnen und Beeren. Wenn diese mit Joghurt, Quark und Frischkäse kombiniert werden, wird gleichzeitig auch die Kalziumversorgung erhöht, durch die ebenfalls irritierte Nerven und Muskeln beruhigt werden können. Außerdem unterstützt Kalzium die Magnesiumaufnahme.

Um zu verhindern, dass durch den Garprozess zuviel Magnesium verloren geht, sollte möglichst viel als Rohkost gegessen werden

Damit bei Frau R. gar nicht erst ein Heißhunger auf Süßes entstehen konnte, verordnete ich sogar gegen ihren anfänglichen Widerstand, täglich zwei Stück Bitterschokolade, die ja auch Magnesium enthält und deshalb mit gutem Gewissen genascht werden kann.
Bei anderen zuckerhaltigen Süßigkeiten waren wir uns einig: Finger weg!

Zucker zwingt den Körper, das wichtige Magnesium für den Zuckerstoffwechsel einzusetzen

Das gleiche gilt für Alkohol, weil schon ein Cocktail genügen kann, um den Magnesiumspeicher zu leeren und für auch Fett, denn das erschwert die Aufnahme des krampflösenden Mineralstoffes.
Natürlich dauert es einige Zeit, bis der Magnesium-Haushalt wieder ausgeglichen ist. Deshalb nahm Frau Ribnitz für die stärkere Belastung durch Arbeitsstress und das Joggen regelmäßig das Schüssler Salz Nr. 7 ein und hielt anfangs beim Laufen auch die „heiße Sieben“ noch bereit.
Außerdem empfahl ich zum Schutz vor freien Radikalen und für ihre Gelenke noch 400 IE Vitamin E.
Später genügte ein Mineralstoffkombipräparat, das ihr die Sicherheit gab, besser gegen Stress und körperliche Anstrengung gewappnet zu sein.
Stretchingübungen und das kinesiologische Wadenstrecken vor und nach dem Laufen halfen den verkürzten Muskeln zusätzlich, dehnbarer zu werden und sich den Anforderungen besser anzupassen.

Inzwischen scheinen sich auch die Kilos dauerhaft zu verabschieden. Frau Ribnitz nähert sich langsam ihrer früheren Kleidergröße 40 und sieht dem Klassentreffen sehr gelassen entgegen, vor allem auch weil sie die Ernährung und das Joggen beibehalten will. „Es macht mir jetzt viel mehr Freude zu laufen, weil ich förmlich spüre, wie ich leichter werde. Anfangs hatte ich noch einmal einen leichten Krampf, aber seither nicht mehr. Das Kleid für meinen großen Auftritt habe ich schon anprobiert, es fehlt nur noch ein bisschen in der Taille. Aber das schaffe ich auch noch, trotz Schokolade.“

„Heiße Sieben nach Dr. Schüssler“
Für eine „heiße 7“ füllt man acht bis zehn Tabletten Magnesium phosphoricum D6 in einen hitzebeständigen Becher, übergießt sie mit heißem Wasser, damit sich die Tabletten auflösen. Wenn das Wasser etwas abgekühlt ist, trinkt man es schluckweise.

Krampf in Zehen und Füßen
Es ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch erschreckend, wenn sich bei einem akuten Krampf Zehen und Füße verbiegen, als würden sie einer fremden Macht gehorchen. Meistens lösen sich die Verkrampfungen nach kurzer Zeit. Sie wiederholen sich jedoch in immer kürzeren Abständen, wenn nicht die Auslöser und gefunden und behandelt werden.

Artikel: Bioline-Magazin


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