Der rollstuhlgerechte Alterssitz Gesund durch Sport
Mrz 13

Jedermann kann es lernen, die eigenen Gedanken zu nutzen; für beruflichen Erfolg, für glückliche Beziehungen, für die Gesundheit
Auf wunderbare Weise werden durch positives, freudiges Denken die eigenen Lebenspläne unterstützt.
Wer positiv denkt, ist mehrfach gesegnet. Für ihn ist der Himmel blauer, das Gras grüner, die Menschen freundlicher, das Leben schöner. Probleme, Krankheiten, Krisen werden leichter überwunden, weil die unumstößliche Gewißheit für gutes Gelingen alles Handeln begleitet. Wer positiv denkt, ist selbstbewußter und viel, viel stärker.


In letzter Zeit bin ich häufig Warnungen vor dem „positiven Denken“ begegnet. Angebliche „Fachleute“ gehen so weit, vor nicht zu unterschätzenden Risiken zu warnen. So hat der Psychotherapeut Günter Scheich kürzlich ein Buch in allen Medien, mit dem Titel „Positives Denken macht krank“ (!), vorgestellt. Er vertritt darin die Ansicht, daß unrealistische Wunschvorstellungen, wenn sie sich nicht verwirklichen lassen, zu ernsthaften Depressionen führen können.

Ich kann mich nur darüber wundern, daß derartige Verlautbarungen überhaupt Beachtung finden.
Nein, einer solchen Meinung will ich mich in keinem Punkt anschließen. Vielmehr vertrete ich vehement die Liga der Zuversicht und der Auffassung, daß sich heiße Wünsche durchaus realisieren lassen.

Es muß sicherlich nicht zusätzlich erläutert werden, daß sich solche Wunschvorstellungen selbstverständlich im Rahmen der eigenen, sehr persönlichen Möglichkeiten bewegen müssen

Ich habe freilich keine Chance auf Erfüllung wenn:

  • ich mir wünsche, ein berühmter Sänger zu werden und habe gar kein Talent dazu. Dann gehört eine solche Vorstellung sicherlich in den Bereich bloßer Phantastereien
  • ich eine kleine Dicke bin, kann ich kein hochgewachsenes Model auf den Laufstegen der großen Modeschöpfer werden
  • ich kein brennendes Interesse am Finanzwesen habe, werde ich wohl kaum ein erfolgreicher Börsianer sein
  • ich mir wünsche, im Lotto zu gewinnen, ist das nun wirklich reiner Zufall, wenn diese Vorstellung eintrifft und hat mit meiner Gedankenwelt wenig zu tun

Habe ich jedoch einen Lebenswunsch und scheue nicht, den oft steinigen Weg zu gehen, der zu seiner Verwirklichung führt, hilft mir das sogenannte „positive Denken“ dabei ungemein.

Unzählige Male habe ich erlebt, wie das bloße Verändern von destruktivem Gewohnheitsdenken hin zur zuversichtlichen Gewißheit den Lebensweg, ja das gesamte Er-leben eines Menschen, verändert.

Die Voraussetzung dafür ist allerdings, daß das Denken auf die richtige Weise erfolgt. Allmonatlich blicke ich in staunende Gesichter, wenn ich den Teilnehmern meiner Affirmations-Workshops anhand ihrer alltäglichen Aussagen nachweise, wie sie sich, ohne es zu ahnen, von morgens bis abends negativ polen.
Negatives Denken ist jedoch ihrer Ansicht nach noch nie von ihnen praktiziert worden. Die Angesprochenen äußern, wenn man sie nach ihrer Grundhaltung fragt, erst einmal im Brustton der Überzeugung: „Ich bin doch ein ausgesprochener Optimist. Ich denke auf jeden Fall positiv!“
Erst bei näherem Hinschauen erweist sich, daß die Denkmuster genauso destruktiv sind wie die gewohnheitsmäßig, unbewußt ver-wendeten Aussagen. Wer ahnt denn schon, daß ganz gewöhnliche Sätze, die wir wie selbstverständlich pausenlos von uns geben, in Wahrheit bereits die Negativrichtung einläuten und dieses bei ständiger Wiederholung so fest verankern, daß es zum Lebenspro-gramm wird.

Beispiel für alltägliche Aussprüche und was in Wirklichkeit dahinter steckt

Ich hoffe mal, daß es so ist…
In diesem Satz ist die Möglichkeit des Scheitern schon erhalten.

Eigentlich bin ich skeptisch…
Ich bereite mich schon mal auf das Mißglücken des Projektes vor.

Das gelingt mir ja doch nicht…
Ich selbst bin es, der/die sich nichts zutraut.

Schauen wir mal, ich warte lieber ab…
Ich werde nicht selbst aktiv, beuge mich meinem Schicksal.

Ich nehme lieber das Schlimmste an…
Dann bin ich später nicht enttäuscht, erwarte aber das Schlimmste.

Nun prüfen Sie einmal, was Sie selbst täglich so äußern. Sind nicht auch, von Ihnen gänzlich unbemerkt, Sätze dabei, die negativ gefärbt sind?
Diese Art von Kommunikation aber zieht uns herunter, sie schwächt auf allen Ebenen.
Sie behindert Erfolgswege, sie verzögert Heilung und sie macht mutlos.

Ganz anders sieht es aus, wenn wir immer und grundsätzlich mit dem Gelingen unseres Handelns rechnen

Welches sind denn die Menschen, denen alles nur so zuzufliegen scheint? Sie schaffen ihr Tagespensum offenbar mühelos. Sie sind umgeben von einer Aura der Stärke und der positiven Energie.
Andere Menschen suchen die Gesellschaft von solchen Glückskindern. Gleichsam als wollten sie sich aufladen an deren Kraftfeld.

Wie fühlen sich dahingegen die Miesepeter? Sie werden eher gemieden. Man will langfristig nichts zu tun haben mit den ewigen Pessimisten. So als hätten diese eine ansteckende Krankheit, dessen Umfeld man meidet, um nicht mitbetroffen zu sein.

Ein anderes Phänomen ist, daß sich Negativlinge aber oft zueinander gesellen, weil man gemeinsam das Klagelied singen will. Hier sieht der eine die Bestätigung durch den anderen, weil doch alles so schlecht ist und sowieso keinen Zweck hat… Man badet im eigenen Elend, aus dem kein Hoffnungsstrahl dringt.


Die negative Erwartung wird regelrecht potenziert und – erfüllt sich erwartungsgemäß

Kleine Erkenntnis, große Wirkung
Frau S. aus meinem Kurs war mir aufgefallen, weil es ihr so sehr schwer fiel, alte Muster loszulassen. Einer ihrer bevorzugten Ein-wände war: „Ja, aber…“ Sie meinte, man könne doch nicht von heute auf morgen anders denken, anders reden, anders handeln.
Mein Vorhalt war, daß jeder ihrer Gedanken eine Prägung setze. Diese würde immer stabiler und stabiler. Eine Chance, sie aufzulösen, bestünde nur dann, wenn die Prägung bewußt von einer anderen starken Prägung überlagert würde.
„Ja, aber…!“
Viele Teilnehmer in den Seminaren können ihre Gewohnheitsmuster nach gemeinsamen Analysen leicht erkennen und gut annehmen. Die Arbeit mit ihnen ist fruchtbar, und ich kann sicher sein, daß mit dem Erkennen des eigenen Verhaltenssystems ihre Trainingsstrecke beginnt.
Bei meiner Frau S. aber hatte ich nicht das Gefühl, daß sich in ihrem Leben auch nur das Geringste durch mein Einwirken verändern würde. Ich habe in so einem Fall dann immer den unguten Eindruck, daß ein Mensch Erwartungen in mich setzt, denen ich nicht entsprechen kann. Ich fühle mich dann regelrecht schuldig. So verabschiedete ich mich nach dem Seminar von Frau S. mit der Idee, daß ich ihr nichts Wesentliches vermitteln konnte.

Allerdings erlebte ich in diesem Fall eine komplette Überraschung. Pünktlich nach 2 Jahren fand ich nämlich auf meiner Anmeldeliste für meinen nächsten Workshop ihren Namen. „Oh Gott, dachte ich, nicht schon wieder…!“
Ich wappnete mich also mit soviel Zuversicht, wie ich aufbringen konnte, und begrüßte meine Teilnehmer. Als die Reihe an Frau S. kam, mußte ich zweimal hinsehen. Statt der ehemals eher unscheinbaren, etwas verbitterten Dame undefinierbaren Alters, wie ich sie in Erinnerung hatte, begegnete mir eine hübsche, strahlende Person, die kaum noch etwas gemein hatte mit der Frau, der ich meinen damaligen Frust zu verdanken hatte.
Sie lachte mich an und sagte: „Ich weiß schon, was Sie sagen wollen. Schuld an meinen Veränderungen sind Sie!“
Dann berichtete sie mir von der Zeit nach dem ersten Kursus bei mir. Sie hatte doch tatsächlich gleich danach mit dem Üben begonnen. Ihr war klar geworden, daß ihr gesamter Tagesablauf, ja ihr ganzes Leben, überschattet war von einer negativen Erwartungshaltung.
Leider war ihr das vorher so noch nie bewußt geworden. Die gewohnten Gedankenmuster ersetzte sie nun konsequent durch zuversichtliche Definitionen und der zunehmenden Erwartung von Gelingen und glücklichen Fügungen.

„Ich hatte nicht geahnt, wie negativ ich drauf war“

So sieht Frau S. im Rückblick alle ihre (oftmals vergeblichen) Bemühungen nun von einer gänzlich anderen Warte. Sie weiß jetzt genau, daß sie nicht nur gegen Probleme, sonders besonders gegen sich selbst ankämpfen mußte. Oder anders ausgedrückt: wollte sie einen Plan realisieren, so stand ihre eigene Haltung ihr dabei im Wege. Diese mußte dann mühevoll mit einem Extrakraftauf-wand besiegt werden.

„Mühsam war das“, so sagt Frau S. heute. „Dagegen ist das Leben heute geradezu ein Spaziergang.“

Ich fragte meine unerwartet erfolgreiche Absolventin, weshalb sie denn jetzt noch einmal gekommen sei.
Sie sah mich erstaunt an: „Na, weil ich weiterkommen will mit mir. Ich habe schließlich Blut geleckt und bin neugierig auf das, was noch möglich ist für mich.“


Ja, so einfach kann es gehen mit der Gedankenumkehr

Auch mich, die ich das System zu kennen glaube, überraschen die zum Teil sensationellen Erfolge der Menschen, die beginnen, an sich zu arbeiten, immer wieder. Eine so kleine Erkenntnis kann auf sensationelle Weise ein ganzes Leben auf den Kopf stellen.

Unzählige Beispiele kann ich aufzählen, die beweisen, daß der Mensch, der sich ernsthaft dazu entschließt, ab sofort positiv und kreativ zu denken, statt negativ und destruktiv, auf der Stelle beginnt, ein schöneres Leben zu führen. Dabei spielen uns die alten Gewohnheiten noch manchen Streich.

Ich ertappe mich selbst immer wieder dabei, wie eine ärgerliche Begebenheit, völlig überflüssigerweise, von mir noch zusätzlich mit destruktiver Energie versorgt wird

Wie oft schimpft man auf die Wirtschaft, auf die Politik, auf eine Panne, über Enttäuschungen, über andere Leute. Nur – wird dadurch irgend etwas besser? Im Gegenteil. Bitteres läßt sich im Körper nieder und macht ihn krank. Die Gedanken werden ge-schwächt und können nicht zielstrebig und nachdrücklich auf die wirklich wichtigen Ziele gerichtet werden. Alles, was wir mit Gedankenenergie konsequent versorgen, vergrößert sich. Das gilt für positive Gedanken genauso wie für negative.

Ich bin der festen Überzeugung, daß richtiges, gelenktes und konstruktives Denken das wirksamste Instrument ist, das wir Menschen zur Verfügung haben. Eine Wunschvorstellung, die mit heißem Herzen und großer Sehnsucht immer wieder neu in das eigene Denkprogramm eingespeist wird, hilft, nahezu alle Träume wahr werden zu lassen. Sie ist die beste Motivation überhaupt, um Mut und Willen zu unterstützen.

Wir können gar nicht positiv genug denken!

Autorin: Ingrid Schlieske


Verwandte Beiträge:
  • Afa-Alge
  • Das Gesetz der Zahl
  • Sei der Baumeister Deines Erfolges
  • Das schaff‘ ich
  • Fröhlichkeit ein hilfreicher Begleiter

  • \\ tags: , , ,

    Kommentar abgeben

    Bitte Einloggen um einen Kommentar abzugeben.