Multitalent Ringelblume Die Heilkraft der Kirsche
Aug 11

Davon rate ich dringend ab.
Wenn immerzu etwas gegessen wird, können die verschiedenen Verdauungsstationen nicht ungestört arbeiten und dann nicht den Weg frei machen für den Nahrungs-Nachschub.
Wird ständig „nachgeladen“, ist auch die Produktion von Verdauungsenzymen gestört.
Der zügige Ablauf der Funktion ist behindert, Nahrung wird oftmals unzulänglich verdaut.
Deshalb ist es sinnvoll, nur zwei bis drei Hauptmahlzeiten am Tag einzunehmen. Diese sollten sein:

  • das Frühstück
  • das Mittagessen
  • ggf. ein leichtes Abendessen


Was aber ist mit dem Hunger zwischendurch
Als kleine Appetizer eignen sich Obst, rohes Gemüse, auch gelegentlich mal ein Joghurt, ein Powerdrink aus Sojamilch und Früchten, oder auch ein paar Nüsse, selten ein Nussriegel mit Rosinen, gesüßt mit Fruchtdicksaft.
Diese kleinen Snacks benötigen keine aufwändige Verdauung, nehmen den „süßen Appetit“ und versorgen den Körper mit der nötigen Energie. Ratsam ist es, auch für solche kleinen Happen die Trennkost-Zeitabstände einzuhalten und darauf zu achten, was zueinander passt.

Die Gewohnheiten unserer Vorfahren
Unseren Großeltern wäre es nie eingefallen, neben den drei Mahlzeiten etwas zu sich zu nehmen. Da wurde allerhöchstens mal in einen Apfel gebissen. „Damals“ saß übrigens die ganze Familie bei den Mahlzeiten gemeinsam am Tisch und es wurde ausführlich gekaut…

Seminarteilnehmer müssen sich umgewöhnen
Die überernährten Menschen, die in die Trennkostseminare kommen, um ihr Gewicht zu reduzieren, haben anfänglich etwas Schwierigkeiten, sich auf die drei Hauptmahlzeiten zu beschränken. Sie sind es über viele Jahre hin gewohnt, sich immer dann, wenn der Appetit sich meldet, etwas in den Mund zu stecken. Dadurch ist ihnen das ganz normale Sättigungsgefühl verloren gegangen. Es ist also wichtig, diese Sättigungsgrenze wieder zu lernen, sie sich praktisch wieder anzutrainieren.

Eine ehrliche Bilanz
Eine meiner Seminarteilnehmerinnen, nennen wir sie Sylvia B., klagte einmal, dass sie partout nicht weiter abnähme. Dabei hielt sie sich zu 100 Prozent an die Trennkost und auch an die vorgeschriebenen Nahrungsmengen. Auf den ersten Blick konnte die Gruppe auch tatsächlich keine Fehler in dem Nahrungsablauf der Teilnehmerin finden. Bis ich Frau B. fragte, ob sie tatsächlich nicht „zwischendurch“ äße. Sie überlegte kurz und dann kam heraus, dass es hier mal ein winziges Kekschen, dort ein Löffelchen Soße, die mal eben gekostet wurde, und gelegentlich auch schon mal ein Bissen Obstsalat oder hin und wieder ein Nüsschen sei, die den Tagesablauf begleiten. Schnell rechnete ich die „kleinen Sünden“ zusammen und kam tatsächlich auf tägliche 200 bis 300 Zusatzkalorien, die meine Sylvia B. sich nebenbei gönnte. Unabhängig davon, dass ihre Chance, Gewicht zu verlieren, sich dadurch viertelte, machte sie es ihrem Verdauungstrakt schwerer, wirklich so zügig zu verdauen, wie es möglich wäre, müsste er nur Eiweiß oder nur Kohlenhydrate in einem Verdauungsvorgang verkraften.


Es lohnt sich also, auch hier den neuen Gewohnheiten Raum zu geben und meistens die drei Mahlzeiten relativ pünktlich einzunehmen, damit der Körper sich darauf einstellen kann.

Autorin: Ingrid Schlieske

Buchtipps zu diesem Artikel:
Kochbuch zur Trennkost
Soja, Tofu und Co


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