Die Schüßler-Salze Bewegungseinschränkung
Jun 23

Die orientalische Spezialität mit hohem Gesundheitswert
Langsam erobert sich auch hierzulande diese interessante und geschmackvolle Hülsenfrucht einen festen Platz auf der Speisekarte

In Afrika, dem Orient und in Indien gehören Kichererbsen zu den wichtigen Basisnahrungsmitteln. Der Grund dafür ist, dass die Pflanze Hitze und Trockenheit gut verträgt und andererseits von der Ernährungswertigkeit hoch angesiedelt werden kann.
In ihren Herkunftsländern werden sie vielseitig verwandt, in Mehl vermahlen, in Eintöpfen gekocht, als würziges Mus verarbeitet, zu Suppe bereitet oder zum Knabbern geröstet.

Witziger Name
Der Überlieferung nach geht der deutsche Name der Hülsenfrucht auf das Erstaunen von Hanseatischen Kaufleuten zurück. Diese sollen das Aussehen der Erbse mit dem einer lachenden Fratze verglichen haben.

Anbau
Die ursprüngliche Heimat der Kichererbse ist Vorder- und Südasien. Überlieferungen berichten, dass sie dort bereits um 7000 v. Chr. verzehrt wurde. Von dort fand sie ihren Weg sogar nach Europa. Der römische Dichter Plinius erwähnt in seinen Schriften, dass die römischen Kaufleute die Kichererbse in Amphoren konservierten und in alle römisch besetzten Gebiete exportierten.
Im mittleren Osten reifen die Früchte in runden Hülsen an einem tiefwurzelnden, aber nur etwa 50 cm hohen Strauch. Sie werden vielfach in Indien angebaut und zumeist von dort bezogen.
Allerdings gelingt auch hierzulande die Kultur dieser Pflanze, die bereits in südlichen Gegenden Deutschlands wächst.
In Indien und der Türkei und in asiatischen Ländern werden sie als getrocknete Früchte angeboten.
Kichererbsen sind auch aus kontrolliert biologischem Anbau erhältlich.

Kichererbsen für die Gesundheit
Kichererbsen sind nahe Verwandte der Sojabohne und gehören zur Familie der Leguminosen. Sie sind besonders reich an wertvollem, pflanzlichen Eiweiß. Ihr Anteil an Kohlenhydraten ist komplex und geht nur langsam ins Blut über, im Gegensatz zu Zucker und Stärke beispielsweise.
Dazu enthalten sie viel unverdaubare Kohlenhydrate, die Ballaststoffe, die sättigen und der Darmgesundheit dienen.
Die blähende Wirkung lässt übrigens bei regelmäßigem Verzehr nach und kann durch richtige Zubereitung gemildert werden. Kichererbsen helfen, Cholesterinwerte zu senken. Sie helfen durch ihren Gehalt an pflanzlichen Östrogenen den Frauen in den Wechseljahren und beugen Krebs und Prostataerkrankungen vor.

Inhaltsstoffe der Kichererbse

  • Kalium
  • Magnesium
  • Phosphor
  • Eisen
  • Zink
  • Phytoöstrogene (pflanzliche Hormone)
  • Vitamine der B-Gruppe
  • Vitamin A
  • Folsäure
  • Sekundäre Pflanzenstoffe

Die Zubereitung
Roh enthalten Kichererbsen giftige Stoffe, die durch den Garprozess ihre gefährlichen Eigenschaften verlieren. Zu beziehen sind sie in getrockneter Form oder gekocht in Gläsern.
Trockene Erbsen müssen mindestens 12 Stunden im Wasser quellen, sodann 1 bis 1 1/2 Stunden kochen. Mit Zitronensaft, Knoblauch, Zwiebeln, Olivenöl, Tomaten, Paprikaschoten und anderem Gemüse, können sie zu wundervollen Gerichten verarbeitet werden. Viele Gewürze wie Petersilie, Kräuter der Provence u.a. passen zu diesen leckeren Hülsenfrüchten. Aber auch kalt oder lauwarm lassen sich die gekochten Erbsen mit Essig, Öl, Zwiebeln, roher Paprikaschote oder Avocado zu köstlichem, sättigenden Salat bereiten.
Ein Geschmackserlebnis sind gewürzte, geröstete Kichererbsen, die über grünen oder gemischten frischen Salat gestreut werden.


Sprossen – knackig und gesund
Regelrechte Vitamin- und Mineralstoffbomben sind frische Keime. Diese bereitet man in einem Keimgerät oder Einweckglas zu. Dazu quellen die Erbsen über Nacht im Wasser, danach ausspülen und in das Glas füllen, das mit Gaze (Mull oder Ähnlichem) zugebunden wird. Das Ganze wird kopfüber auf ein Sieb gestellt, damit Wasser abfließen kann. Durch die Gaze hindurch werden die Erbsen nun täglich einmal mit frischem Wasser gespült. Am dritten Tag beginnen sie zu keimen und werden herausgesammelt. Die Keime werden kurz mit kochendem Wasser überbrüht, um Bakterien unschädlich und sie besser verdaulich zu machen.

Autorin: Ingrid Schlieske
Ernährungsberaterin

Buchtipps zu diesem Artikel:
Dr. Küche und Dr. Garten.

Ausbildung zu Ernährungsberater
www.ernaehrungsberaterausbildung.com


Verwandte Beiträge:
  • Was zeichnet eine gesunde Ernährung eigentlich aus?
  • Sommer-Gemüsesalat
  • Sommer-Nudelsalat
  • Sommer-Kartoffelsalat
  • Vegetarischer Avocadobrotaufstrich mit Spinat

  • \\ tags: , ,