Salbei Die Tomate
Jan 08

Eigentlich müßte man regelmäßig schwimmen gehen…
Man müßte öfter eine Wanderung unternehmen……
Der Gesundheit täte es gut, sich einem Sportverein anzuschließen……
Für meinen Rücken wäre eine regelmäßige Wirbelsäulengymnastik die Rettung……

Eigentlich müßte ich - aber ich habe leider überhaupt keine Zeit….
Schließlich habe ich einen stressigen Beruf. Und dann noch der Haushalt. Oder: Für mich gibt es nicht einmal einen pünktlichen Feierabend. Wo soll ich da noch Zeit für Sport finden? Nein, für Sport habe ich tatsächlich keine Minute mehr übrig. So ist die Meinung der meisten Menschen, die ihre guten Vorsätze nicht verwirklichen. Dabei handelt es sich im Fall von etwas Sport im Lebensablauf zumeist um eine völlig Fehleinschätzung.


Die Menschen haben um so mehr Zeit, je mehr Sport sie treiben, das steht unumstößlich fest.
Wie das gehen soll?
Ich selbst bin der allerbeste Beweis für diese These. Früher war ich eher phlegmatisch, ließ mich treiben und genoß das süße Leben neben meinem sehr erfolgreichen ersten Mann. Zeit hatte ich nie. Diese zerrann mir regelrecht zwischen den Fingern. Später dann, als ich geschieden nun an meiner eigenen Karriere bastelte, verzettelte ich mich regelrecht. Zwar war ich super fleißig und infolgedessen auch sehr erfolgreich, jedoch kannte ich bald kein Privatleben mehr, weil ich nur noch beruflich eingespannt war.
Zum Trost futterte ich ausgiebig, um mich für den erbrachten Einsatz tüchtig zu belohnen.
Die “Belohnung” blieb dann auch nicht aus und zeigte sich eher unattraktiv als wachsende Rundungen auf meinen Hüften und auch an anderen Stellen meines Körpers, an denen sie nun ganz und gar nicht willkommen waren..

Das Wort Zeit kannte ich schon lange nicht mehr.
Mein Blick in den Spiegel konnte mich auch nicht mehr recht begeistern. Gute Ratschläge von lieben Freunden wollte ich keinesfalls hören.
Erst mein jetziger Mann, selbst sehr sportlich, überzeugte mich davon, es doch auch einmal mit ein wenig Sport zu versuchen.
Endlich dann konnte ich mich zu einem Anfang durchringen.
Ehrgeizig, wie ich nun einmal bin, kam für mich allerdings ein bißchen nicht in Betracht. Ganz oder gar nicht dachte ich.
Also übertrieb ich auch hierbei. Ratz fatz hungerte ich mir die überzähligen Pfunde ab und konnte gleichzeitig nicht genug bekommen von dem Sport, den ich mir dann wie eine Droge unermüdlich reinzog.


Schon in dieser Lebensphase konnte ich zu meinem Erstaunen feststellen, daß mir die Zeit, die ich nun für meine sportliche Betätigung aufbrachte, keineswegs fehlte.
Vielmehr konnte ich meine hochgesteckten beruflichen Ziele jetzt ohne größere Mühe erreichen. Ich mußte dafür nicht mehr über meine eigenen Kraftgrenzen hinausgehen. Denn mir wuchs nun Energie im Überfluß zu. Weshalb hatte ich mir bloß eine solche Möglichkeit nicht früher zunutze gemacht?

Ich hatte das Gefühl, mich täglich anzuschließen an eine große Batterie, die mir so oft zur Verfügung stand wie ich wollte, und die ich nur anzuzapfen brauchte.
Zwischenzeitlich habe ich meinen Sporteinsatz auf ein empfehlenswertes Maß zurückgeschraubt. Meine eigenen Erfahrungen kommen den TeilnehmerInnen der von mir geleiteten Ernährungsseminare zugute.
Ich überzeuge die Menschen davon, daß etwas Sport unabdingbar ist für einen gesunden Körper.
Nun begegne ich vielen Menschen, die noch nie Sport getrieben haben in ihrem Leben, denen der Gedanke absurd erscheint, in „späteren Jahren“ noch damit zu beginnen.
So überliste ich zunächst erst einmal alle die Skeptischen oder die, denen es schwer fällt, den “inneren Schweinehund” zu überwinden. Als kleine Unterbrechung in meinen Seminaren stehen wir alle halbe Stunde auf und praktizieren mehrere einfache Übungen, die tatsächlich jeweils nur 2 Minuten unserer Zeit einnehmen.
Genau diese Übungen gebe ich auch als tägliche Hausaufgabe, 3 mal täglich auszuführen, begleitend zu der Ernährungsumstellung, die Inhalt meiner Trennkost-Seminare ist.
Dazu “verschreibe” ich für den Sonntagvormittag mindestens eine Stunde rasches Gehen in der freien Natur.
Diesen, von mir empfohlenen Zeiteinsatz kann man auch dann erbringen, wenn wirklich mit jeder Minute in der Woche scharf kalkuliert werden muß.
Und siehe da. Nach kaum 2 Monaten wird mir fast ohne Ausnahme bestätigt, daß die eigene Energie von Tag zu Tag wächst, daß die Gelenke beweglicher werden und daß einem alle Arbeiten deutlich besser von der Hand gehen.

Es ist also nicht so, daß man durch die sportlichen Betätigungen Zeit verliert, sondern es scheint vielmehr, als hätte man tatsächlich zusätzliche Zeit geschenkt bekommen.
Durch diese meine kleine List habe ich schon viele meiner Damen und Herren davon überzeugen können, der kleinen oder größeren sportlichen Maßnahme für die Zukunft einen festen Platz im Tagesablauf einzuräumen. Dafür garantiere ich ein schöneres, lebhafteres Leben, in dem man sich deutlich wohler und energievoller fühlt.

Artikel: Bioline-Magazin (Astrid Dörner - Fitneßtrainerin und Ernährungsberaterin )


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