Die Schlüsselwort-Methode der Gedächtniskünstler Auberginen-Törtchen
Apr 02

Interview aus der Bioline mit Frau Christa Krucker, Dozentin an der Heilpraktikerschule
Heilpraktikerin für Psychotherapie, Psychoonkologie-Coping (psychotherapeutische Unterstützung zur Krankheits- und Krisenbewältigung)


Die angewandte Leichtlern-Methode der Gedächtnissportler
BIOLINE:
Sie unterrichten an der Heilpraktikerschule „Seminarhaus Hoher Vogelsberg“ mit der Leichtlernmethode der Gedächtniskünstler. Wie passen die psychischen Probleme und psychologischen Begriffe mit mental-artistischen Übungen zusammen?

Frau Krucker:
Täglich neu fasziniert es mich, wie leicht sich praktisch alle Sachverhalte lernen lassen, wendet man dieses Verfahren an. Beginnen wir mit der Fülle von medizinischen Bezeichnungen, die zu lernen an sich Schwerstarbeit ist. Durch die Tricks der Gedächtnissportler lassen sie sich deutlich leichter einprägen. Dazu verbindet man sie mit phantastischen Abläufen oder vertrauten Wörtern.

BIOLINE
:
Nehmen wir das Krankheitsbild Schizophrenie. In welche Geschichte oder Route könnte dieses vielseitige Krankheitsbild denn eingebunden werden?

Frau Krucker
:
Bei einer Krankheit mit so vielseitiger Ausprägung kommt es auf eine Struktur an, die der Studierende visionell, aber auch vom logischen Ablauf her nachvollziehen kann. Schicht für Schicht entsteht so ein eindrückliches Bild vor Augen und kann leichter im Gedächtnis verankert werden.

BIOLINE
:
Und diese Bilder sind klinisch-psychologischer Natur?

Frau Krucker
:
Keineswegs.
Klinisch-psychologischer Natur sind die Lehrinhalte. Die Gedächtnisanker-Geschichten sind oft völlig absurd. Je unwahrscheinlicher, desto eindrücklicher und umso leichter zu merken.


BIOLINE:
Wie viel Zeit spart der Lernende in der Regel durch das Anwenden dieser Leichtmethode?

Frau Krucker
:
Das ist unterschiedlich, wie die Menschen das sind. Nach unseren Erfahrungen lernt es sich mindestens doppelt so schnell, oft sogar in einem Drittel der Zeit, wenn der Studierende sich vertrauensvoll einlässt auf diese Art des Lernens. Alle profitieren aber davon, dass ein anspruchsvoller und oft schwieriger Lehrstoff mit dieser Methode so vermittelt werden kann, dass Lernen Spaß und Lust auf Fortschritte macht.

BIOLINE
:
Und wie wirkt sich die Methode auf die Prüfungssituation aus? Profitiert der Prüfling auch davon?

Frau Krucker
:
Das Fatale bei Prüfungen ist doch, dass man sich manchmal fühlt, als sei das Gehirn „leergefegt“, obwohl einem genau die abgefragten Themen eigentlich bestens vertraut sind. Das Arbeiten mit den verwendeten „Eselsbrücken“ erlaubt dagegen ein leichtes Abrufen der Sachverhalte und Begriffe.

BIOLINE
:
Zu Ihrer Prüfungsvorbereitung gehören ja auch Entspannungsverfahren und Meridiantechniken, wie wir nachlesen konnten.

Frau Krucker
:
Ja, es hat sich bewährt, Blockierungen, die aus Angst entstehen, wie beispielsweise die Angst vor Prüfungen, durch Meridianklopfen aufzulösen. Dadurch geht der Prüfling in der Regel ohne jede Furcht zu der Amtsärztlichen Überprüfung.

BIOLINE
:
Wenn es mit Hilfe dieser Methode so viel einfacher ist zu lernen, weshalb wird sie denn noch kaum in Schulen und Universitäten genutzt?

Frau Krucker
:
Diese Frage kann ich Ihnen beim besten Willen nicht beantworten. Vielleicht scheint die Tatsache an sich, dass etwas in Wahrheit leicht zu erledigen ist, was doch eigentlich jedermann als mühsam und angstbesessen vertraut ist, schon suspekt. Die Auffassung ist immer noch verbreitet: was auf den ersten Blick unerklärlich ist, muss auch unseriös sein. Das ist schade, denn diese Methode macht riesigen Spaß. Übrigens auch Kindern, denen die Angst vor dem Lernen leicht genommen werden könnten.

BIOLINE
:
Wir danken Ihnen für die Ausführungen und wünschen weiterhin viel Erfolg mit der Methode des „leichten Lernens“.

Artikel: Bioline-Magazin


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