Es lebe der Verein Der Rosenkohl (Brassica oleracea)
Apr 05

In meiner Trennkostpraxis erlebe ich immer wieder beeindruckende Erfolge bei meinen Seminarteilnehmerinnen. Besonders berührt mich, wenn mit den verlorenen Pfunden das Selbstbewußtsein steigt und oftmals ein völlig neuer, viel schönerer Lebensabschnitt beginnen kann.
Ganz genauso war es bei Frau D., die in einem Jahr 64 Pfund abgenommen hat. Aber was noch besser ist, sie hat ihr Traumgewicht bisher ohne Mühe gehalten. Und, das weiß ich aus –zig Erfahrungsberichten meiner Seminarteilnehmer, das wird ihr mit der Trennkost auch in der Zukunft gelingen. Aber lassen wir sie erzählen:

Im Juni 2001 sah für mich die Welt noch ganz anders aus.
Trostlos irgendwie.
Denn mit meinen 107 Kilogramm fühlte ich mich nun wirklich nicht sonderlich attraktiv. Und was körperliche Fitneß und energievolles Handeln anbetraf, so konnte davon wegen meiner Fülle keine Rede sein.
Gut, ich konnte mir der Liebe meiner Familie, meines Mannes und meiner 3 Kinder sicher sein.
Aber das Leben besteht ja nicht nur aus Familie. Ich wäre beispielsweise schrecklich gerne wieder berufstätig geworden.

Kaum jemand jedoch stellt eine Frau mit meinem Körperumfang ein

Vielleicht bildete ich es mir nur ein. Aber ich hatte den Eindruck, als „taxierten die Chefs meine Pfunde“, wenn ich mich irgendwo vorstellte.
Mein Vorsprechen beim Arbeitsamt verlief auch nicht gerade stimulierend. Dort sagte man mir, in meinem Alter hätte ich ohnehin kaum noch Chancen, vermittelt zu werden.
Sehr aufbauend solche Aussichten. Denn mein 40. Geburtstag war nicht mehr weit. Und dann sollte ich bereits zum „Alten Eisen“ gehören?


So konnte es nicht weitergehen
Ich wußte, es mußte was passieren. Nur – was?
Freundlicherweise sagte mir in meine niedergeschlagene Stimmung hinein eine Bekannte: „Du könntest auch mal abnehmen!“
Ihre Worte trafen mich wie eine Ohrfeige. Hier hatte sie mich an meinem wundesten Punkt getroffen.
Ich wollte schon ärgerlich reagieren. Aber meine Bekannte erzählte mir von der Trennkost, und daß man damit leicht sein Wunschgewicht erreichen könne, es vor allen Dingen auch beibehalten würde, also danach nicht mehr wieder zunähme, wie man es von anderen Diäten gewöhnt ist.
Neugierig geworden fragte ich weiter nach. Schließlich hatte ich von dieser Methode schon öfter gehört und gelesen.
Meine Bekannte empfahl mir eine Trennkost-Seminarleiterin ganz in meiner Nähe.
Nach mehreren Anläufen faßte ich Mut und meldete mich zu einem Beratungsgespräch an.
Die sehr sympathische Seminarleiterin, Frau Seufert, stellte mir in Aussicht, daß ich genau die Figur wieder erhalten könne, die ich vor der Geburt meiner Kinder hatte.
Sie gab mir gleich das Buch „So wirst Du schlank für immer!“ mit nach Hause. Ich verschlang diese Lektüre, die von einer Eßsüchtigen für Eßsüchtige geschrieben wurde. Bei jeder Seite hatte ich das Gefühl, die Autorin hat geradewegs in mein Herz geschaut, so sehr fand ich mich in diesem Buch wieder. Die gleichen Nöte, der Frust, alles war darin zu lesen.
Und auch ihr früher so vergeblicher Kampf gegen die Pfunde. Aber dann hat sie diesen Kampf gewonnen. Mit Hilfe der Trennkost nämlich. Ich war fest entschlossen, es ihr gleich zu tun.

Aller Anfang ist schwer

So sollte an meinem „Einstiegstag“ nur Obst gegessen werden.
Also, das bekam mir gar nicht. Ein heftiger Migräneanfall schüttelte mich und mir war grottenschlecht.
Später erklärte mir Frau Baumann, das sei auf die spontan einsetzende Entgiftung des Körpers zurückzuführen. Ich solle besonders viel trinken, damit der Körper alle Giftstoffe abtransportieren kann.
Jedenfalls gab ich nicht auf. Schließlich sah ich immer mein Ziel vor Augen: Ich wollte an meinem 40. Geburtstag deutlich abgenommen haben und zu unserem Klassentreffen „eine gute Figur“ machen.

Das Konzept ist einfach gut

Von Anfang an machte ich aus meiner „Trennkost-Diät“ kein Geheimnis. Dies trotz mancher hämischen Bemerkungen. Eine Bekannte sagte beispielsweise: „Da darfst Du ja nicht essen, was Du willst.“ Eine andere meinte: „Du wirst sowieso wieder zunehmen.“
Ich ließ mich gar nicht beirren.
Das Ernährungssystem war von mir leicht einzuhalten. Auf Kuchen konnte ich locker verzichten und auch sonst sah ich keine Hürden. Im Gegenteil. Der Speisenplan kam mir sehr entgegen.

Ich war überrascht, wie wenig ich umstellen mußte

Und die Pfunde purzelten in schönster Regelmäßigkeit. Jede Woche konnte ich mich von etwa einem Kilo verabschieden. Bis zu meinem Geburtstag hatte ich sage und schreibe bereits 24 Kilo „eingebüßt“. Und das in nur 20 Wochen. Ich muß sicher nicht erläutern, wie glücklich ich war.

Mit dem Selbstbewußtsein wuchs der Mut
Jetzt wollte ich unbedingt wieder arbeiten gehen. Im Arbeitsamt bot man mir einen Fortbildungskurs an. Ich lernte im Kreise von netten Frauen, die fast alle in meinem Alter waren, den Umgang mit Computern kennen. Neben der Lernstrecke nahm ich kräftig weiter ab und erreichte meine Traum-Maße.

Das war wirklich „Glück pur!“

Nun hatte ich endgültig das Gefühl, daß mir die Welt gehörte.
Mit meinem „neuen Wissen“ unter dem Arm und schicken Klamotten am Leib stellte ich mich bei drei Firmen vor.
Und – ich wurde von einem der Büros sogleich eingestellt. Zwar erst einmal in Teilzeit, aber der Anfang war gemacht.

Das neue Leben ist fabelhaft

Zwar ist mein neuer Tagesrhythmus eine riesige Umstellung für mich und die Familie, aber die Trennkost hat sich problemlos in die Abläufe einbauen lassen.
Mein Mann hat mich in der gesamten Zeit wunderbar unterstützt und jetzt ist er sehr stolz auf alles, was ich schon erreicht habe.
Dennoch, er war es nicht, der verlangt hat, daß ich abnehme.

Ich habe alles in erster Linie für mich selbst getan.

Mein neues Leben findet nun ohne die 32 Kilogramm, die ich in diesem einen Jahr abgenommen habe, statt. Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes „erleichtert“.
Heute bin ich in meinem Auftreten viel sicherer, eben selbst-bewußt geworden. Ich bin mir meiner Selbst bewußt. Ich gehe wieder gerne unter Menschen, bin fröhlicher als früher und genieße das Leben.

Für mich einzukaufen macht wieder richtig Spaß.
Danach setzte ich mich liebend gerne in ein Straßencafe – und ich passe wieder in einen Bistro-Stuhl.


Eigentlich war alles ganz einfach.
Es gehört nur Mut dazu, den ersten Schritt zu tun. Und natürlich auch nach den richtigen Partnern Ausschau zu halten, um die eigenen Ziele zu verwirklichen.
Ich habe diese Begleiter in Frau Seufert und meiner sehr netten Seminargruppe gefunden.

Heute bin ich ein anderer, ein glücklicherer Mensch.

Artikel: Bioline-Magazin (Birgit Seufert)


Verwandte Beiträge:
  • Die Mungbohne
  • Ein bißchen Hunger muß bleiben
  • Diese Fette sind gesund
  • Leben Vegetarier länger?
  • Gesund alt werden

  • \\ tags: , ,

    Kommentar abgeben

    Bitte Einloggen um einen Kommentar abzugeben.