Paprikapizza Mädesüß
Apr 03

Ich glaube nicht an Pflegefälle
Sie war mir gleich aufgefallen. Eine hochgewachsene ältere Dame mit weißem Haar. Ihre Augen strahlten mich an, als sie mir sagte, sie würde sich in dem Seminar Japanisches Heilströmen, das ich leitete, ganz nach vorne setzen, weil sie nur noch 30 % auf einem Ohr hören würde. Ansonsten sei sie ganz taub.
Oh je, dachte ich, das würde für mich recht anstrengend werden, wenn ich das ganze Wochenende überlaut reden müßte, damit Frau Sturm, so hieß die Teilnehmerin, meinen Ausführungen folgen konnte.
Aber meine Befürchtung war gänzlich überflüssig. Da ich ohnehin deutlich und akzentuiert spreche, konnte mich jeder der Anwesenden gut verstehen. Und Frau Sturm war ganz offensichtlich darauf trainiert, aufmerksam zuzuhören.


Nun kommen die Heilström-Inter-essenten in meine Kurse, weil sie über die Fliege-Sendung oder die Empfehlung von Frau Dr. Veronica Carstens schon mein Buch kennengelernt hatten. Fast alle haben schon eine längere Zeit die Selbstanwendung im Strömen hinter sich, so daß man auch diese Erfahrungen diskutieren kann.
Besonders die Berichte von Frau Sturm beeindruckten.
Wie ich erfuhr, war sie schon 79 Jahre alt und führte ein überaus aktives und ausgefülltes Leben. Zu meinem Kurs hatte sie ihre Tochter, eine Ärztin, mitgebracht. Diese behandelte in ihrer Praxis zwar mit Homöopathie und Akupunktur, von dem Heilströmen allerdings war sie noch nicht so recht überzeugt, obwohl die Mutter doch schon beeindruckende Ergebnisse vorweisen konnte. So schenkte ihr Frau Sturm zum 50. Geburtstag also kurzerhand die Teilnahme an meinem Workshop in der Hoffnung, ich würde schon das meinige dazu tun, ihrer Tochter das Strömen näherzubringen.
Übrigens ist uns das gemeinsam gelungen.

Im Laufe des Wochenendes erfuhr ich mehr über den Lebensweg von Frau Sturm. Aus diesem Grund bat ich sie darum, etwas darüber im BIOLINE-Magazin zu veröffentlichen.

Frau Sturm ist ein wunderbares Vorbild für das Älterwerden.

Auf mein Befragen berichtete mir Frau Sturm aus ihrem reichen Leben:

79 und kein bißchen leise
Ich bin heute so aktiv und ausgefüllt, wie ich das nicht einmal in jungen Jahren war.
Ich fühle mich meistens keinen einzigen Tag älter als 50. Dabei dauert es nur noch einen kurzen Moment, dann bin ich schon 80…!
Und ich habe noch so viel vor.

Manchmal beschleicht mich die leise Befürchtung, daß ich meine vielen Pläne gar nicht mehr verwirklichen kann, denn die Zeit verstreicht ja tatsächlich wie im Fluge.

Zeit zum Ausruhen? Na, nicht wirklich
Neulich, als ich mein Auto in die Reparatur brachte, bedeutete ich dem Monteur, daß ich es aber schnell wieder bräuchte, ich hätte wenig Zeit zu warten. „Ja, ja, meinte der junge Mann, Sie sind ja die Frau mit der wenigen Zeit.“ Meinen Namen wußte er nicht, aber mein Zeitmangel war ihm in Erinnerung geblieben.

Ein ganz normales Leben

Aktiv war ich schon von Jugend an und engagierte mich immer für irgendein Projekt. Im Jahre 1965 kam ich mit meinem Mann und den beiden Kindern nach Deutschland und kümmerte mich dann hier in meiner Freizeit um die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen, denn ich stamme ja aus Hermannstadt in Siebenbürgen.
Mit dem gegründeten Chor, zu dessen Vorstand ich gehörte, reisten wir zu vielen Auftritten und organisierten Treffen und Feste.

Nachdem meine Kinder größer geworden waren, konnte ich wieder berufstätig sein.
Meine Aktivitäten halfen mir dann über den Tod meines geliebten Mannes hinweg.
Weiterhin kümmerte ich mich intensiv um die Landsmannschaft und den Chor.

Und dann ging es richtig los –
ich ging in Rente

„Na bravo, dachten meine Bekannten, jetzt wird sie sicher ruhiger.“
Aber ich dachte gar nicht daran. Zum Erstaunen, ein wenig auch zum Entsetzen meiner Umgebung, plante ich ein völlig neues Leben. Noch aktiver, noch weniger „gemütlich“. Unterstützt wurde ich dabei sehr von meinen beiden Brüdern, die sich die Radiasthesie, das arbeiten mit der Einhandrute, zum Hobby gemacht hatten. Sie glaubten fest daran, daß auch ich intuitiv begabt sei.
Schon lange hatte ich mich, auch durch den Beruf meiner Tochter, für das alternative Heilen interessiert. Nicht zuletzt auch deshalb, um den kleinen Alterswehwehchen zu begegnen, die mich manchmal schon etwas plagten. Einige Jahre davor hatte ich eine Brustoperation gehabt und mußte schließlich immer befürchten, einen Rückfall zu erleiden. Dagegen wollte ich selbst etwas tun.

Bach-Blüten halfen mit sanfter Kraft
Durch Zufall wurde ich auf diese wirkungsvolle Heilmethode aufmerksam. Begeistert von den Ergebnissen bei mir selbst, begann ich auch für Familie und meine Freunde die passenden Tropfen zusammenzustellen.

Noch immer bin ich jedesmal neu überrascht, welche positive Veränderung der Persönlichkeit damit erreicht werden kann

Mit dem Aufheben von Ängsten, Aggressionen, Vorurteilen, Neid, Eifersucht, Schüchternheit und anderen hemmenden Eigenschaften, kann auch Heilung auf der körperlichen Ebene einsetzen und Beschwerden verschwinden oftmals überraschend schnell.
Aber diese Anwendungen reichten mir nicht. Ich wollte noch mehr für mich tun.


Umstellen der Ernährung
Heute ernähre ich mich ganz bewußt. Habe ich schon früher darauf geachtet, daß viel Frisches auf den Tisch kommt, habe ich jetzt sogar gelernt, mit Soja zu kochen. Ich spüre auch, wie gut es mir tut, z.B. wertvolle Öle auf meinen Speiseplan zu nehmen und statt des vielen Brotes lieber mehr Obst zu essen.

Ein bißchen Sport muß sein
Anfänglich mußte ich mich schon ein wenig am Schlawittchen nehmen, um regelmäßig meine „alten Knochen“ zu trainieren.

Da für mich feststeht, daß ich für immer autark bleiben will, gehört heute auch ein Sportprogramm zu meinem Leben

Jede Woche gehe ich zweimal zur Gymnastik und einmal zum Tanzen.
Das hält mich beweglich, stärkt die Knochen und gibt gleichzeitig meinem Leben einen festen Rahmen. Ich freue mich auch immer schon auf die fröhliche Geselligkeit dabei.

Inkontinenz ein Fluch des Alters?

Nein danke, nicht für mich. Meine diesbezüglichen Beschwerden habe ich mit einer konsequenten Beckenbodengymnastik innerhalb weniger Wochen wegtrainiert. Selbstverständlich absolviere ich noch immer meine Übungen.
Einer Freundin, die mir ihr eigenes Inkontinenz-Leid klagte, riet ich zu ebensolchem Training. Sie aber winkte nur ab. Statt dessen ließ sie sich von ihrem Arzt von der Notwendigkeit einer Operation überzeugen.
Dabei wurde ihr eine Schlinge um die Harnröhre gelegt. Nach anfänglich erlebter Besserung geht es meiner Freundin heute schlechter denn je.

Das Strömen hatte mir noch gefehlt
Auf meiner Suche nach natürlichen Heilmethoden abonnierte ich auch die Zeitschrift „Neue Medizin“, deren Schirmherrin Frau Dr. Veronica Carstens, die berühmte Naturheil-Ärztin ist.
Diese empfiehlt ihren Lesern immer wieder das Buch Japanisches Heilströmen von der Autorin Ingrid Schlieske. Flugs besorgte ich mir dieses Werk. Der Inhalt sprach mich gleich an.

Die Autorin stellte diese Heilmethode ohne Schnörkel und Firlefanz vor

Ihre Art zu schreiben, fand ich sehr persönlich. Aus ihrem Erleben und ihren Erfahrungen heraus schien es wie für mich formuliert.
Also begann ich zu strömen. Die Anweisungen waren leicht verständlich und gut nachvollziehbar.
Besonders hatte es mir der sogenannte „Mittelstrom“ angetan. Wie die Autorin verhieß, würde man die tägliche Anwendung schon nach wenigen Tagen als Energieschub und Stimmungsaufhellung spüren. Genauso war es.
Zwischenzeitlich beherrsche ich das Strömen perfekt. Es gehört wie das Zähneputzen zu meinem Tagesprogramm.
Durch diese einfachen Anwendungen habe ich es z.B. geschafft, nachts nicht mehr auf die Toilette zu müssen. Kleine Depressionen, die sich manchmal anschleichen, verschwinden nach den ersten „Ström-Griffen“. Schmerzende Glieder (die ich schon mal morgens habe) werden sogleich geschmeidig geströmt. Erkältungen, Zahnschmerzen, Kopfweh, einfach alles wird bei mir erst mal auf diese Weise behandelt.
Ich finde, das Strömen ist ein wunderbares Heil- und Gesundhaltungsprogramm.

Edelsteine unterstützen meine Harmonie
Die Heilkraft der Steine war schon der berühmten Hildegard von Bingen bekannt.

Ich mache mir ebenfalls diese Schwingungen zunutze

Es begleitet mich z.B. jetzt immer ein großes Rosenquarzherz ins Bett, das mich beruhigt und hilft, besser zu schlafen.

Ich will helfen
Mir geht es einfach wunderbar und ich fühle mich frisch und klar.
Dafür bin ich dankbar und dafür will ich weiterhin viel tun.

Besonders aber will ich mit allen meinen Erfahrungen auch anderen helfen

Es besuchen mich heute viele Menschen. Ihnen leihe ich gerne mein Ohr. So macht es mich glücklich, wenn sie nach 2 oder 3 Stunden gehen, haben mir ihre Sorgen erzählt und von mir manchen guten Rat mit heim nehmen können. Unzählige Male schon habe ich in diesem Zusammenhang das Heilström-Buch verschenkt. Aber auch zur Anwendung von Bach-Blüten rate ich. Und auch dazu, aktiv zu bleiben bis ins hohe Alter.

Manches geht nicht mehr ganz so schnell
Ungern finde ich mich damit ab, daß ich schon manchmal langsamer schreiten muß als ich möchte. Zugegeben, die körperlichen Kräfte lassen auch ein ganz klein wenig nach. Der Geist aber will noch immer voran preschen.
So muß ich selbst mir gelegentlich sagen, daß es auch etwas ruhiger gehen darf.
Ich weiß, alle meine Pläne lassen sich nicht mehr verwirklichen. Ich muß heute gut sortieren: woran liegt mir wirklich und worauf verzichte ich besser.
Ganz leicht fällt mir das nicht immer. Denn in meinem Geist und in meiner Seele habe ich noch viel jugendliches Ungestüm zur Verfügung.

Erstaunlich ist für mich, daß meine Geisteskräfte keineswegs nachlassen. Auch nicht meine Lernfähigkeit

Ich führe das darauf zurück, daß ich im Training bin. Ich traue mir noch viel zu.
Ja, ich bin fest entschlossen, mein reiches Leben weiterzuführen. Es werden mich noch wunderbare Dinge überraschen. Davon bin ich überzeugt.
Zeit, ein Pflegefall zu werden, habe ich nun wirklich nicht.
Vielmehr weiß ich, daß es auch von meiner Einstellung zum Leben und zu mir abhängt, ob ich jung und gesund bleibe.

Ich möchte allen älteren Lesern Mut machen, schon lange vor dem Rentenbescheid ein völlig neues Leben zu planen.
Wer sich nur auf „Ausruhen“ einstellt, der rostet mit Sicherheit ein, wickelt seinen Alltag nur ab und erlebt keine Überraschungen mehr.

Mit 65 Jahren ist man noch jung genug, sich auf eine vitale und spannende Zukunft einzulassen.
Dazu wünsche ich Ihnen fantasievolle und abenteuerliche Einfälle.
Trau`n Sie sich ruhig!

Ihre
Marle St.


Japanisches Heilströmen
Es ist ganz einfach. Die Lehre sagt, daß sich auf der Körperoberfläche 26 Energiepunkte befinden. Diese werden stimuliert, indem die Fingerspitzen jeweils ca. 3 Minuten auf den entsprechenden Punkt gelegt werden. Dadurch wird das „Strömen“ der Körperenergie in Gang gesetzt. Die Abfolge bestimmter Punkte bewirkt bestimmte Heilerfolge für Alltagswehwehchen, chronische Erkrankungen, Organschwächen, Knochen, Allergien, Energielosigkeit, Depressionen u.a.m..

Der Mittelstrom

Dieses ist der energiegebende sogenannte „Mittelstrom“, der auch der „Instandhaltungsstrom“ genannt wird.
(S.R.: aus Buch mit Bildern)

Beckenbodengymnastik
Dazu gibt es Lehrbücher und Kurse. Die Lehre beruht im wesentlichen auf dem Trainieren der Beckenbodenmuskulatur. Diese wird im Wechsel angespannt und sanft entspannt. Außerdem werden die Pomuskeln angespannt, dabei die Sitzknochen zueinander geführt. Wieder sanft loslassen.

Bach-Blüten
Der Begründer dieser Therapie ist der englische Arzt Dr. Edward Bach. Schon als junger Arzt stellte er 1928 fest, daß bei Krankheitsentstehung der Gemütszustand des Menschen eine entscheidende Rolle spielt. Dazu fand er verschiedene Gemütssymptome und 38 Blüten, die ihnen entsprechen. Die negativen Zustände können den Blüten zugeordnet und mit ihrer Hilfe harmonisiert werden. Blockaden können dadurch aufgelöst und Heilung eingeleitet werden.

Autorin:
Ingrid Schlieske

Buchtipps zu diesem Artikel:
Dr. Küche u. Dr. Garten
Wahre Kraft kommt von innen
Die Fünf Tibeter
Macht und Geheimnis der Nahrung
Wirbelsäulengymnastik
Fitneß für den Beckenboden


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