Das Gesetz der Zahl Trau Dich zu fragen
Mai 26

Jetzt habe ich schon 116 Pfund abgenommen und weitere 30 kg sollen noch folgen.
Ja, ich habe den Mut und verrate, was ich vor noch drei Jahren an Lebendgewicht auf die Waage gebracht habe.
Es waren ganze 175 kg!!!

Das sind genau dreieinhalb Zentner. Eine einzige Personenwaage reichte gar nicht aus, um diese 350 Pfund überhaupt abzuwiegen. Ich mußte mich schon auf zwei Waagen stellen, wollte ich mal ablesen, ob ich weiter zugenommen hatte.
Aber meistens wollte ich das gar nicht mehr wissen. Ich war viel zu verzweifelt über die Fleischberge, die ich auf meinen Körper getürmt hatte. Und das, obwohl ich doch noch so jung war.

Mir graute vor meiner fetten Zukunft.
Schon jetzt wußte ich kaum noch, wohin mit mir und meinem dicken Leib


Es wird niemanden überraschen, daß ich riesige gesundheitliche Probleme hatte.
Die Gelenke schmerzten und die Füße wollten mich kaum noch tragen.
Eine normalgewichtige Frau kann ja einen Zentner kaum heben, geschweige denn tragen. Ich aber schleppte tagein tagaus etwa zwei überzählige Z E N T N E R mit mir herum.
Sollte ich eine kleine Steigung nehmen oder gar eine Treppe gehen, mußte ich schwer japsend alle Augenblicke eine Verschnaufpause einlegen.
Rennen gar, oder schwere körperliche Arbeit? Ach, daran war schon lange nicht mehr zu denken. Ich schleppte mich mühsam durchs Leben und fühlte mich wie eine uralte Frau.
Viele Menschen werden sich erstaunt fragen, wie es kommen konnte, daß ich so schrecklich zugenommen hatte.

Alles begann in der Pubertät
Meine Freundinnen waren eitel und freuten sich, Make up und modische Fummel für sich zu entdecken. Die hatten gut reden. Alle, fast ohne Ausnahme, waren sie rank und schlank.
Ich dagegen war pummelig. Das fand ich jedenfalls damals.
Im Rückblick denke ich sehnsuchtsvoll an die süße Figur, die ich damals hatte. Alles war genau an der richtigen Stelle und durchaus wohl geformt.
Ich aber schaute nur auf die anderen. Wie Gazellen erschienen sie mir, ganz im Gegensatz zu mir.
Und ich fühlte mich total ausgegrenzt.

Also füllte ich die Sehnsucht in mir mit süßen Leckereien. Kuchen, Schokolade, Puddings, Quarkspeisen. Nichts war vor mir sicher. Leider siedelten sich dabei noch ein paar weitere Pfunde auf mir an

Meinem Selbstbewußtsein gab das den letzten Rest.
Ich mochte mich gar nicht mehr im Spiegel ansehen.
Meine rabenschwarze Selbsteinschätzung wirkte sich natürlich auch auf meine ersten Begegnungen mit dem anderen Geschlecht aus.
Sollte diese Teenagerzeit nicht eigentlich die Zeit der Schwärmerei, der Flirts und der ersten Liebe sein?
Bei mir war sie jedoch eine Kette von Frusterlebnissen und Enttäuschungen.
Es war keineswegs so, daß sich niemand für mich interessierte. Aber ich wartete nur mißtrauisch auf einen Reinfall. Ich konnte einfach nicht glauben, daß ich es war, die gemeint war.
Heute weiß ich, daß auch Enttäuschungen zum Erwachsenwerden gehören. Sie hatten mit meinem Gewicht gar nicht so viel zu tun. Und meine Erlebnisse waren die Normalität. Anderen Menschen geht es ganz genauso. Aber das konnte ich damals so nicht sehen.
Ich fühlte mich grauenvoll und vom Schicksal benachteiligt.
Schuld war bestimmt meine Figur. Andere hatten kein Gramm Fett am Körper – und ich?

Die Folge war weiterer Frust und Frustessen natürlich. Nun konnte man direkt zuschauen, wie ich zulegte

Ich aß und aß und kannte keine Sättigungsgrenze mehr. Die Figur uferte regelrecht aus. Jedes Bemühen, dem Horror ein Ende zu machen, schlug verzweifelt fehl.
Dennoch – immer wieder interessierten sich Männer für mich. So lernte ich auch meinen Mann kennen und heiratete, obwohl wir beide eigentlich gar nicht recht zusammen paßten.
Es ist also nicht verwunderlich, daß meine Ehe nur wenige Jahre währte.
In dieser Zeit geriet meine Figur erst so richtig aus den Fugen.
175 Kilo – wie ich zu Anfang schon gestand. Alle Traurigkeit, jede Enttäuschung, jede Zurückweisung, alles, alles habe ich immer versucht, mit unmäßigem Essen zu kompensieren.
Dabei habe ich jedes Maß eingebüßt. Eine Normalportion reichte mir schon lange nicht und das war das Ergebnis.
Meine Diätversuche schlugen regelmäßig fehl. Nahm ich kurzfristig ab, stellten sich die verlorenen Pfunde schnell wieder ein und noch ein paar dazu.

Aber dann wendete sich das Blatt
Glücklicherweise lernte ich vor drei Jahren die Trennkost kennen. Seither nehme ich ab. In den ersten zwei Jahren waren es 39 kg. Dann aber ging plötzlich nichts mehr. Die Zeiger der Waagen rührten sich keinen Zentimeter mehr. Und das blieb so für die nächsten 6 Monate. In dieser Zeit habe ich viel nachgedacht. Auch darüber, daß ich Vieles verändern müsse in meinem Leben.

Aufräumen stand an. In mir selbst und um mich herum.

Ich faßte nun verschiedene Entschlüsse und setzte sie sogleich in die Tat um.
Zunächst brachte ich endlich den Mut auf, mich endlich aus meiner Ehe zu lösen.
Und dann ging es wieder bergauf. Es wurde wieder ein strengeres Trennkostregime eingeführt. Meine Freundin Monika, die ich im Trennkost-Seminar kennengelernt hatte, entschloß sich, mit mir gemeinsam ein regelmäßiges Fitneßprogramm zu absolvieren. Wir gehen also 1x wöchentlich zum Schwimmen und 2x die Woche ins Fitneßcenter. Dabei motivieren wir uns gegenseitig.
Zusätzlich ist mein Terminkalender jetzt randvoll mit Unternehmungen, die mir Spaß machen.

Ich wiege nun schon 58 kg weniger als ganz zu Anfang. Mein Ziel ist es jedoch, mich gewichtsmäßig insgesamt zu h a l b i e r e n.
Ich freue mich schon riesig darauf, dann ein richtig schlanker Mensch zu sein, denn dieses Gefühl kenne ich ja noch gar nicht! Dazu möchte ich noch 30 kg, also 60 Pfund „niedermachen“.
Aber auch jetzt schon finde ich das Leben wieder echt lebenswert.

Ich schaue wieder gern in den Spiegel. Mein Gesicht hat wieder Kontur bekommen und hübsche Kleidung kann ich jetzt auch finden. Ich bin richtig stolz auf mich

An meine Seminarleiterin Carmen Henrich-Klenk möchte ich noch meinen Extradank richten. Sie hat mir die ganze Zeit über den Rücken gestärkt, so wie auch meine Freundin Monika.

Ich kann heute nur sagen: Die Trennkost hat mein ganzes Leben verändert. Ich schaue heute wieder voll Freude in die Zukunft.

Artikel: Bioline-Magazin (Nicole S., 31 Jahre alt)


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