Aktives Erwachen Ich passe wieder in einen BISTRO-Stuhl
Aug 16

Diese Viren begleiten Betroffene oft ein Leben lang
Der Herpes-Virus ist durchaus als Volksseuche zu bezeichnen.
85% der jungen Menschen und über 90% der älteren tragen Herpes-Viren in ihrem Körper

Jeder kennt aus eigenem Erleben oder aus der Anschauung bei Betroffenen; diese gruppierten Bläschen, die auf gerötetem Grund zu Krusten zusammenwachsen und höllisch jucken und schmerzen. Besonders dann, wenn sie bei starker Spannung aufplatzen, um nach 8 bis 10 Tagen narbenlos abzuheilen.


Leider werden diese Herpesbläschen verharmlost
Erst in neuester Zeit sind sich die Menschen der Bedeutung dieser Viruskrankheit stärker bewußt. Noch immer grassiert die Meinung, der Ausbruch dieses Bläschenausschlags sei verursacht durch Ekel, Erkältungen, Streß. Die Bezeichnungen im Volksmund weisen darauf hin: Fieberbläschen und Ekelbläschen.
Tatsächlich gelangen die Viren durch Ansteckung in den Körper und bleiben zumeist für immer dort und warten darauf „ausbrechen“ zu können.

Die Viren „schlummern“ in Nervenknoten (Ganglien)

Eine Chance re-aktiviert zu werden haben sie nur, wenn das Immunsystem durch außergewöhnliche Belastung, wie Grippe, Fieber, eine andere heftige Erkrankung, Einwirkung durch starke Medikamente, wie z.B. Antibiotika, durch Sonnenbestrahlung, Höhensonne, Streß, Trauer, ja auch heftigen Ekel oder andere Gemütsbewegungen, vorübergehend außer Kraft gesetzt, oder in einer Funktion behindert ist.
Darin ist auch der Grund dafür zu sehen, daß Herpes besonders in der Grippezeit auftritt oder eine unangenehme Begleiterscheinung bei anderen Erkrankungen ist. Herpes entsteht also nicht durch oben genannte Ursachen, sondern erhält durch die erwähnten Immunlücken lediglich immer wieder die Möglichkeit, auszubrechen.

Herpes bei meinen Patienten
Nina B., eine junge Dame von 26 Jahren hat regelmäßig große, entstellende Herpes-Erscheinungen an der Oberlippe. Beim Sprechen platzen diese auf und verunstalten das hübsche Gesicht meiner Patientin sehr. Besonders in der kalten Jahreszeit schmerzen die betroffenen Stellen sehr unangenehm. Frau B. ist fest davon überzeugt, sich als Kind von ihrer Katze, die wegen Katzen-Herpes behandelt werden mußte, angesteckt zu haben. In ihrer Familie hat sonst niemand diese Viren. Alle Salben und Pasten haben bisher kaum genützt.

Leonore J. hatte wegen ihrer Magengeschwüre und einer Diverticulitis Cortison und Antibiotika einnehmen müssen. Die Beschwerden ihrer Krankheit klangen auf diese Weise rasch ab. Dafür litt sie an heftigen Nebenwirkungen durch die verabreichten Medikamente. Ihr war in dieser Zeit sehr übel und über etwa 10 Tage hin, brach ein heftiger Herpes genitalis an den Geschlechtsorganen aus. Diese waren fast insgesamt überzogen mit dicken Bläschen, die dann zu einer knotigen Kruste wurden, die ständig aufplatzten. Brennen, Jucken und die Schmerzen beim Wasser lassen waren fast unerträglich. Frau J. litt zwar alle paar Jahre einmal an Herpes genitalis. Diese war dann jeweils nur an einer einzigen Stelle plaziert. Das war zwar überaus unangenehm gewesen, aber erträglich. Diese Attacke nun war aber so heftig, daß sie sich vor Juckreiz und Schmerzen kaum zu lassen wußte. Sie konnte nur liegen, an sitzen war nicht zu denken. Frau J. hatte das Gefühl, daß die dagegen verschriebene Salbe den Zustand, besonders das Jucken, noch verschlimmerte.

Lora B. absolvierte eine Gesangsausbildung und strebte eine Opernkarriere an. Allgemein wurde sie als großes Talent gefeiert. Man sagte ihr eine bedeutende Zukunft voraus. Während des Studiums entwickelte sich ihre Stimme sehr vielversprechend. War jedoch ein Auftritt vereinbart, mußte dieser jedesmal von ihr abgesagt werden, weil dicke Herpesansamlungen am Mund das Singen unmöglich machten. Unabhängig von der optischen Entstellung, die zusätzlich damit verbunden war. Nur wenige Tage jeweils vor dem Bühnenauftritt spürte sie das verdächtige, nur allzu bekannte Kribbeln und konnte fast zusehen, wie die gefürchteten Bläschen sich entwickelten. Lora B. war ziemlich verzweifelt, als sie mich aufsuchte. Innerlich hatte sie sich beinahe schon von ihren Karrierewünschen verabschiedet.

Carolus M. litt an einer heftigen Herpes genitalis. Als Mann im besten Alter war er deshalb sehr besorgt um sein Liebesleben. Im akuten Zustand waren Eichel und Vorhaut fast rohes Fleisch. Über die damit verbundenen Beschwerden zu sprechen, erübrigt sich. Jeder kann sich vorstellen, was er beim Wasser lassen und bei jeder Bewegung, die ein Scheuern an der Wäsche verursachte, mitmachte. In den vergangenen Jahren waren diese Erscheinungen nur gelegentlich, alle 1 bis 2 Jahre etwa, aufgetreten. In jüngster Zeit jedoch quälten meinen Patienten die Herpes-Erscheinungen in immer kürzeren Abständen. Vielleicht stand das im Zusammenhang mit häufigen Erkältungen, gegen die er regelmäßig starke Medikamente einnahm. In der Schulmedizin hatte er bisher nur wenige Hilfe für sein Leiden erfahren können.

Alle Fälle haben eines gemeinsam. Der vorhandene Herpes-Virus hatte sich im Körper in den Nervenknoten eingenistet und trotzte jeder ursächlichen Behandlung.
Zwar wurden von den Betroffenen und ihren Ärzten die Symptome bekämpft, aber neue Ausbrüche konnten dadurch nicht verhindert werden.


Ein Herpes-Virus gilt im Allgemeinen als schwer behandelbar

Die Formen des Herpes
Herpesbläschen treten zumeist am gleichen Ort immer wieder auf. Die Viren sind von ähnlicher Art, unterteilen sich jedoch in unterschiedliche Stämme. Dabei unterscheiden wir:
1. Herpes simplex
Dieser verursacht Herpesbläschen bevorzugt im Gesicht; an der Lippe außen und innen, am Naseneingang, an Wangen, Ohrläppchen, Augenlidern, Hornhaut des Auges.
2. Herpes genitalis
Dieser Herpes tritt an den Geschlechtsorganen und am Gesäß auf.
3. Herpes zoster (Gürtelrose)
Diese, sehr schmerzhafte Herpes-Form ist in Ganglien angesiedelt, die zum Rückgrad gehören. Die regionalen Lymphknoten sind dabei betroffen. Die Verlaufsform benötigt, wenn keine Komplikationen hinzukommen, zur Abheilung 2 bis 3 Wochen. Befallen sein können Gesicht, und verschiedene Körperregionen.
4. Herpes-Sepsis bei Neugeborenen
Eine virusinfizierte Mutter kann bei der Geburt ihr Baby anstecken, wenn ein akuter Ausbruch des Herpes vorhanden ist. Das Neugeborene ist dadurch überaus gefährdet, so daß es nicht selten zu einem tödlichen Verlauf kommen kann.

So wird Herpes übertragen
Viren befinden sich im Speichel, Urin und Stuhl. Durch winzigkleine Verletzungen in der Schleimhaut des Mundes oder im Genitalbereich findet durch direkten Kontakt eine Übertragung statt. Infektion kann also schon durch einen Kuß stattfinden.
Bis zu 90% der Bevölkerung hat Antikörper gegen Herpes-Viren gebildet. Diese können in den meisten Fällen ein Ausbrechen der Herpes-Bläschen verhindern. Erst bei geschwächter Abwehrlage kommt es zu einer Reaktivierung der Viren.

Herpes-Behandlung

In der Naturheilpraxis

  1. Bei aktuell ausgebrochenen Herpesbläschen gebe ich ein Kügelchen Natrium muriaticum C30 unter die Zunge des Patienten. Ein weiteres Kügelchen wird in einem Tropfen Wasser verdünnt und auf die Bläschen getupft
  2. Mit einer Wob-Enzym-Kur, täglich 30 Dragees, über 3 Wochen, haben mehrere meiner Patienten einen Ausbruch verhindert. Diese Kur sollte jährlich wiederholt werden
  3. Grundsätzlich muß das Immunsystem gestärkt werden. Bei günstiger Immunlage können Herpes-Viren nicht re-aktiviert werden
  4. Dazu empfehle ich überdosiertes Vitamin C und Vitamin E. Zusätzlich alle anderen Vitamine in vorgeschriebener Menge. Mineralstoffe werden ebenfalls gegeben.
  5. Ein täglicher Lauf bei jedem Wetter stabilisiert ebenfalls
  6. Regelmäßiger Saunabesuch härtet ab
  7. Das Japanische Heilströmen wenden viele meiner Patienten an. Dazu gibt es ein Buch gleichen Namens beim Turm-Verlag
  8. Das Stabilisieren der Seelenlage gehört zum Behandlungsprogramm


Ratschläge aus der Kräuterkunde
von Kräuterfrau Hildegard Kita
1. Herpesbläschen mit Eichenrindenabsud betupfen. Dazu 2 gehäufte Teelöffel Eichenrinde in ein Viertel Liter Wasser 30 Minuten köcheln lassen
2. Die Bläschen mit Rotwein betupfen. Die darin enthaltenen Stoffe helfen beim Abheilen
3. Die Bläschen mit Melissenöl betupfen. Aber auch eine Auflage von frischen, gewalkten Melissenblättern hilft, dabei die Verkrustungen rascher abheilen zu lassen
4. Propolis auftragen
5. Bei Herpes genitalis empfehlen sich Sitzbäder oder Waschungen mit Ringelblumentee. Ringelblumenöl oder Salbe sollte danach aufgetragen werden

Obwohl es äußerst schwierig ist, den Herpes-Virus gänzlich und für immer aus dem Körper zu entfernen, brauchen Betroffene nicht zu verzweifeln.
Durch hartnäckige Behandlung besteht durchaus die Möglichkeit, den Ausbruch des quälenden Herpes-Ausschlages für immer zu verhindern.
Neben allen bewährten Behandlungsmethoden ist wohl das Stärken der Seelenkräfte die wichtigste Voraussetzung dafür, daß der Patient sich wieder auf Dauer gesund fühlen kann.
Dazu empfehle ich Autogenes Training, Meditationskurse, Persönlichkeitsausbildung, ein Seminar für positives Denken und das Buch „Die Kunst, ein Egoist zu sein“. Die Seele ist es oft, die darüber entscheidet, wie „anfällig“ der Körper für Viren und Bakterien ist.

Herpes ein Schrecken?
Ja, aber nur, wenn er ungehemmt ausbrechen darf, und das ist in den meisten Fällen zu verhindern

Artikel: Conny Fies


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