Ich passe wieder in einen BISTRO-Stuhl Anwendung der Heilerde
Aug 22

Die Natur liefert uns immer wieder die besten Heil- und Schönheitsmittel, wir brauchen nur zuzugreifen.
Meist kennen wir Naturvölker nur aus dem Fernsehen oder aus Zeitschriften, aber wir können sicherlich noch viel von ihnen lernen. Da sie fernab der Zivilisation noch in innigem Kontakt zu Mutter Erde leben, wissen sie noch um die großen Schätze, die die Natur für uns bereithält. Einer dieser hervorragenden Schätze ist die Heilerde.
Schon ca. 2000 Jahre vor Christus nutzen die Ägypter den Schlamm, der nach den Überschwemmungen des Nils an den Ufern zurückblieb. Sie rieben sich damit ein und linderten so Rheuma und Hautentzündungen. Im antiken Griechenland versuchte man mit Heilerde die Pest zu besiegen und bei Vergiftungen rettete sie sicherlich so manchem Menschen das Leben. Auch Hildegard von Bingen kannte die vielfältigen Wirkungen der Heilerde und verwendete sie mit Erfolg bei ansteckenden Krankheiten und Brechdurchfall. Gegen Ende des Mittelalters verschwand die Heilerde in Europa einige hundert Jahre von der Bildfläche, da andere Errungenschaften der Medizin in den Vordergrund traten. Erst am Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie wiederentdeckt, besonders von A. Just, der die noch heute gebräuchliche Luvos-Heilerde entwickelte und Pastor Felke, der besonders mit Lehmpackungen und Lehmpflastern arbeitete.
Das alles hat die Naturvölker jedoch nie betroffen, sie nutzen seit eh und je die Heilkraft der Erde. Sie essen Heilerde einfach weil es ihnen guttut und reiben sich z.B. damit die Haut ein als Schutz vor starker Sonneneinstrahlung und Insektenstichen.
Viele Tiere folgen übrigens auch noch ihrem natürlichen Instinkt und essen Erde um so die Verdauungswege zu reinigen, wie z.B. meine Katze Shima. Und für Elefanten ist ein Schlammbad sowieso das beste Sonnenschutz- und Insektenmittel das sie sich vorstellen können.


Wissenswertes:
Heil- oder Tonerde wird auch Lehm oder Löß genannt und entstand während der letzten Eiszeit. Abgebaut wird es in einer Tiefe zwischen 10 und 30 Metern, wo keine Verunreinigungen vorkommen. Je nach Gesteinsart und dem Mineraliengehalt unterscheidet man rote, weiße, grüne oder braune Heilerde.

Wirkstoffe und Wirkungsweise
Heilerde ist frei von Bakterien und anderen Krankheitserregern. Sie enthält fast alle lebenswichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente und ist damit eigentlich sogar als ein wertvolles natürliches Nahrungsergänzungmittel anzusehen. Bemerkenswert ist der hohe Gehalt an Kieselsäure, aber auch Kalzium, Magnesium, Eisen, Kalium, Zink, Mangan, Lithium, Kupfer, Selen, … sind vertreten. Auf der einen Seite kann also die tägliche Einnahme von Heilerde den Körper mit Mineralien versorgen, auf der anderen Seite wirkt die große Oberfläche der kleinen Heilerdekörnchen   - die bei einem Gramm fast 6 Quadratmeter ausmacht! -  stark aufsaugend. Im Magen können sie überschüssige Magensäure an sich binden und Sodbrennen und Magenschleimhautentzündung  vorbeugen. Der Heilerdebrei fördert die natürlichen Darmbewegungen und putzt so jeden Winkel frei. Außerdem kann Heilerde einen Großteil von Giftstoffen, Gasen und Stoffwechselendprodukten an sich binden, so dass diese nicht wieder vom Körper rückresorbiert werden können. Indirekt trägt das zur Blutreinigung bei und nicht benötigte Stoffe werden so leichter auf natürlichem Wege ausgeschieden, Kopfschmerzen und Migräne vorgebeugt. Bei äußerlicher Anwendung wirkt Heilerde aufsaugend, abschwellend, entzündungslindernd und durchblutungsfördernd.


Tipp:
Da Heilerde viele Stoffe an sich bindet, sollte die Einnahme spätestens 1 Stunde vor den Mahlzeiten stattfinden und frühestens zwei Stunden nach dem Essen. Wenn man allerdings etwas Verdorbenes gegessen hat, dann sofort Heilerde essen, damit die Giftstoffe schnellstmöglich an die Heilerde gebunden werden können..
Außerdem ist darauf zu achten Heilerde nie gleichzeitig mit Medikamenten zu nehmen, sondern immer mit ein bis zwei Stunden Abstand.
Nebenwirkungen sind keine zu befürchten, wichtig ist allerdings bei innerlicher Einnahme, dass immer ausreichend Flüssigkeit dazu getrunken wird!

Artikel: Bioline-Magazin


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