Wacholder (Juniperus communis) Kochen mit Soja
Okt 13

Grüner Tee - Wellness zum Trinken - jeder Schluck ein gesunder Genuß
Wenn wir der Legende Glauben schenken dürfen, dann war die Entdeckung des Grünen Tees ein reiner Zufall. Ein chinesischer Kaiser ließ ca. 2700 Jahre vor Christus durch seinen Diener heißes Wasser zum Trinken aufkochen, als einige Blätter in den Wasserkessel fielen. Das Wasser nahm daraufhin eine goldgelbe Farbe an und verbreitete einen angenehmen Duft. Der Kaiser probierte das außergewöhnliche Wasser und war sehr überrascht über den aromatischen Geschmack, und somit konnte der Siegeszug des Grünen Tees von China aus seinen Weg um die Welt antreten.

Im alten Asien und auch noch heute gilt eine Einladung zum Tee als Zeichen der Freundschaft und Harmonie

Über Tibet, Japan und Indien gelangte der grüne Tee erst Anfang des 17. Jahrhunderts durch holländische Seefahrer nach Europa.
Seit etwa 10 Jahren erfreut er sich auch bei uns immer größerer Beliebtheit.

Die Teestunde für die Seele
Das steigende Interesse an der östlichen Kultur hat sicherlich einen großen Teil dazu beigetragen. Die Ruhe und Harmonie, die z.B. eine Japanische Teezeremonie ausstrahlt, fasziniert uns hektische und oft unter Streß stehende Menschen auf eine ganz besondere Art. Der herbe und leicht bittere Geschmack wirkt belebend und erfrischend, und vielleicht ist es auch diese besondere Geschmacksnote, die auf uns diese Anziehungskraft ausübt.

Gesundheit, die man trinken kann
Grüner Tee ist in China der Gesundheitstee überhaupt und wird auch als Heiltee von den Ärzten verschrieben. Wissenschaftliche Untersuchungen haben mittlerweile die Inhaltsstoffe, die dazu beitragen, erforscht.
Die Kombination einer Vielzahl an Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und des Stoffes mit dem fast unaussprechlichen Namen “Epigallo-Cathechin-3-O-Gallat”, kurz EGCG genannt, machen Grünen Tee zu einem gesundheitsfördernden Getränk. Regelmäßiges Trinken des Grünen Tees soll Blutkreislauf, Stoffwechsel und Verdauung anregen, den Sauerstoffgehalt der Zellen erhöhen, das Abwehrsystem des Körpers steigern und Körper und Geist erfrischen und beleben.
Grüner Tee wirkt bakterizid, entzündungshemmend und blutdrucksenkend. Außerdem soll Grüner Tee helfen, den Cholesterinspiegel zu regulieren, Arteriosklerose und Krebserkrankungen vorzubeugen.
Grüner Tee wird z.B. in China seit langem benutzt, um die Zähne und das Zahnfleisch zu spülen.
Sie sollten sich vielleicht ab heute einmal öfter entscheiden, ein Täßchen Grünen Tee zu trinken, denn neben den mannigfaltigen, positiven Wirkungen auf die Gesundheit spricht auch der edle, feine Geschmack dafür. Auch wenn der herbe Geschmack am Anfang ungewohnt ist, so werden mit der Zeit auch Sie sicher ein Freund des Grünen Tees.

Die Wirkstoffe im Grünen Tee
Ca. 130 verschiedene Stoffe wurden bisher im Grünen Tee entdeckt und wer weiß, vielleicht finden sich in Kürze noch mehr Mineralien, Spurenelemente und Vitamine, die alle zusammen für die vielfältigen Wirkungen des Grünen Tees verantwortlich sind.
Kalcium, Eisen, Fluorid, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor, Zink, Vitamine A, B, C, D, E, K, P, ätherische Öle, Gerbstoffe, Fluoride, Koffein (Teein), EGCG, sekundäre Pflanzenstoffe.

Wissenschaftlich nachgewiesene Wirkungen auf die Gesundheit

  • lindert beim Abgewöhnen des Rauchens die manchmal starken Nikotinentzugserscheinungen
  • senkt den Cholesterinspiegel
  • reguliert zu hohen Blutdruck
  • wirkt entzündungshemmend bei Hals- und Rachenschmerzen
  • unterstützt die Behandlung von Fußpilz
  • strafft und festigt die Haut und beugt der Faltenbildung und Besenreisern vor
  • steigert die Immunabwehr, besonders in Erkältungszeiten
  • beugt Karies vor
  • hält die Gefäße elastisch und beugt Arteriosklerose vor
  • mildert Kopfschmerzen und hält die Schleimhäute der Verdauungsorgane gesund
  • reguliert Schlafstörungen (nicht am Abend trinken)
  • beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor

Grünen Tee richtig aufbrühen
Im Gegensatz zu anderen Teesorten wird Grüner Tee nicht mit kochend heißem Wasser aufgebrüht. (Genaue Hinweise entnehmen Sie bitte der jeweiligen Zubereitungsanleitung) Man läßt das Wasser einige Zeit sprudelnd kochen und wartet danach wenige Minuten, bis die Temperatur auf ca. 75° C abgekühlt ist.
Jetzt erfolgt der erste Teeaufguß, den die Chinesen (je nach Teesorte) meistens gleich wegschütten, weil er zu bitter ist (oder verdünnt zum Gießen der Pflanzen verwenden). Man gießt dazu das heiße Wasser über den Tee und schüttet es gleich wieder ab. Der zweite Aufguß erfolgt über die gleichen Teeblätter.
Hier brauchen Sie nun etwas Geduld und Tee-Erfahrung um herauszufinden, wie Ihnen der Tee am besten schmeckt und bekommt. Dies ist abhängig von verschiedenen Faktoren: der Wasserqualität, der Wassertemperatur, der Ziehdauer und der Teequalität. Allgemein läßt sich sagen, je bitterer der Tee, desto beruhigender wirkt er, da die Gerbstoffe das Koffein binden (ist er aber zu bitter, war das Wasser vielleicht zu heiß). Bei normalem oder zu niedrigem Blutdruck lassen Sie ihn nur kurz, max. 1 Minute ziehen, bei hohem Blutdruck am besten 4 bis 5 Minuten. Die Teeblätter lassen sich bei gleicher Heilwirkung bis zu viermal wiederverwenden, das ist allein eine Frage des Geschmacks.

Wieviel Tassen pro Tag?
Nun ja, das hängt natürlich auch von der persönlichen Vorliebe ab, und wenn es um reinen Genuß geht, dann reicht sicherlich schon eine Tasse. Um in den Genuß der optimalen Wirkungen auf die Gesundheit zu kommen, sollten es jedoch 3 bis 5 Tassen pro Tag sein. Wer schlafempfindlich ist, trinke die letzte Tasse am frühen Nachmittag.
Chinesen und Japaner trinken ihren Grüntee gerne aus einer feinen Porzellanschale und ich finde, eine solche Anschaffung lohnt sich. Man nimmt die Teeschale zum Tee trinken in eine Hand und stützt sie mit der anderen von unten etwas ab.
Vielleicht versuchen Sie auch, etwas vom mystischen Hauch der Teezeremonie mit in die Zubereitung hineinfließen zu lassen. Denn auch ein wenig Aufmerksamkeit und Liebe lassen den Tee auf wundersame Weise deutlich besser schmecken.

Teegenuß also für die Sinne und Ihre Gesundheit

Artikel: Bioline-Magazin


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