Die Thalasso-Therapie Was ist dran am Lesen aus der Hand?
Jun 09

Für schöne Haut, Haare und Fingernägel
Bohnen wurden in indianischen Aufzeichnungen schon vor ca. 6ooo Jahren erwähnt. Die alten Ägypter aßen sie beispielsweise um eine schöne Haut zu bekommen. Damit hatten sie übrigens recht, denn das enthaltene Biotin schenkt starke Fingernägel und kräftige Haare.
Im 16. Jahrhundert etwa kamen die grünen Bohnen dann nach Europa, wo sie meist im deftigen Eintopf die schwer arbeitenden Menschen satt machten.
Heute werden die grünen Bohnen von allen Schichten der Bevölkerung gegessen.
Sogar Gourmetköche haben sie auf ihrem Speiseplan, mal als Prinzessböhnchen an Butterschaum oder milchsauer eingelegt zu Schafskäse-Canapes.
Grüne Bohnen enthalten eine Vielzahl von Vitalstoffen und wirken daher nervenstärkend, blutbildend und entwässernd.
Neben den guten Wirkungen auf die Gesundheit ist der große Sättigungswert ein Plus.
Zum Abnehmen sind die kalorienarmen grünen Bohnen genau deshalb ganz hervorragend geeignet. Vielleicht stammt ja auch daher der Spruch: „die ist ja dünn wie eine Bohnenstange…!“

Frische grüne Bohnen
Frische Bohnen erkennt man an der kräftig grünen Farbe. Sie sind schön knackig und lassen sich leicht durchbrechen. Bilden sich an der Bruchstelle dazu noch kleine Tröpfchen, so ist das ein untrügliches Zeichen für frische Ware.
Auf gummiartige Bohnen mit fahler Farbe und mit Druckstellen oder Flecken sollte man besser verzichten, sie sind von minderer Qualität.
Erntefrisch sind grüne Bohnen am besten von Juli bis September zu erhalten. Bohnen sollten in einer Plastikschüssel im Kühlschrank nicht länger als 2-3 Tage aufbewahrt werden. Blanchierte grüne Bohnen lassen sich gut einfrieren und halten auf diese Weise bis zu einem Jahr.

Zubereitung
Kleinere junge Prinzessböhnchen werden mit der Schale gegessen und bleiben ganz. Oft reicht es, sie in Butter zu dünsten oder in wenig Wasser zu garen.
Die festeren Stangenbohnen hingegen brauchen mehr Vorbereitung. Die werden jeweils einen halben Zentimeter an den Enden abgeschnitten und dabei gleichzeitig der harte Mittelfaden abgezogen.
Diese Bohnen eignen sich zu Schnittbohnen.
Die Kochzeit beträgt zwischen 15 und 30 Minuten. Die Bohnen sollten noch „Biß“ haben.
Je weniger Wasser zum Kochen benutzt wird, desto grüner bleiben die Bohnen und desto mehr Nährstoffe bleiben erhalten. So leuchten sie strahlend grün im Essig- und Öl-Dressing oder auf dem Gemüseteller. Grüne Bohnen schmecken gekocht im deftigen Eintopf, als Beilage zu gefüllten Champignons, zu Kartoffeln, zu Fisch oder auch in Aufläufen oder anderen Gerichten.

Wichtig
Rohe Bohnen enthalten gesundheitsschädliche Lektine, die jedoch durch das Kochen unschädlich gemacht werden.

Die Würze zu grünen Bohnen
Als Gewürze kommen Bohnenkraut (verhindert Blähungen), Thymian, Petersilie, Oregano, Muskatnuß, Kardamom, Koriander, Knoblauch, Zwiebel oder Porree und natürlich auch Salz und Pfeffer in Frage.
Grüne Bohnen harmonisieren gut mit: Karotten, Kartoffeln, Zucchini, Fenchel (verhindert Blähungen), Süßkartoffeln oder auch mit Birnen, Tomaten und vegetarischem Schmalz.

Gesundheitlicher Wert
Grüne Bohnen enthalten viele Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Bei einem Wassergehalt von 90% und leicht verdaulichen Eiweißen sind nur 32 kcal./100g anzurechnen. Neben den vielen Inhaltsstoffen enthalten sie besonders viel Molybdän, das wichtig ist für Energie- und Stoffwechselprozesse. Mangan unterstützt die Leber bei ihren Entgiftungsaufgaben und Chrom reguliert die Cholesterinwerte. Grüne Bohnen sind besonders für Diabetiker eine Bereicherung des Speiseplans, da sie den Zuckerstoffwechsel verbessern.

Bohnenschalentee (gibt’s im Bioladen)
Er ist gut wassertreibend und hilfreich bei Rheuma, Gicht und Nierenproblemen.
Bei Diabetikern kann er den Insulinbedarf verringern, sollte aber nur bei gleichzeitiger Kontrolle der Werte getrunken werden.

Teezubereitung
1 EL Bohnenschalen über Nacht mit 1/4 l kaltem Wasser ansetzen. Am nächsten Tag 3-5 Min. köcheln, absieben und über den Tag verteilt trinken.

Tip:
Ich stecke jedes Jahr einige Bohnen in einen Topf und lasse sie am Balkongeländer hochranken. Außer viel Wasser brauchen sie sonst keine Pflege. Ich erfreue mich am üppigen Grün, an den schönen Blüten und besonders an den selbstgeernteten leckeren Mahlzeiten.

Artikel: Bioline-Magazin (Ingrid Schlieske)


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