Die wiedergewonnene Lebensfreude Trennkost ist für mich Lebensqualität
Apr 25

Gesundheitspflege mit Hand und Fuß
Die Fußreflexzonenmassage (FRZ-Massage) ist schon seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der natürlichen Behandlungsmethoden und wird auch von einigen Krankenkassen mittlerweile anerkannt. Ich hatte das große Glück Ende der 80er Jahre diese Methode in einem norddeutschen Krankenhaus anwenden zu können. Patienten, die mit einer unklaren Krankheitsursache eingeliefert wurden, mußten normalerweise meist viele verschiedene Diagnoseuntersuchungen über sich ergehen lassen. Dank meines hervorragenden Chefarztes für innere Medizin, der immer zum Wohle des Patienten arbeitete, war eine der ersten Behandlungen immer eine Fußreflexzonenmassage.

So konnte ein gefahrloser Überblick erhalten werden über Störfelder und belastete Zonen, der so manchem Patienten weitere unnötige Untersuchungen ersparte. Auch für Laien ist die FRZ-Massage eine angenehme und hilfreiche Art der Gesundheitsvorsorge: 1. ist es einfach schön von einem Partner eine Fußmassage zu bekommen 2. falls keiner da ist und man seine Füße selbst massiert, nimmt man sich so etwas Zeit nur für sich allein, fernab von den Wünschen und Ansprüchen anderer, Telefonanrufen oder Terminstreß. Man genießt die Massage und hat einen persönlichen Freiraum einzig und allein für die eigene Gesundheit, das eigene Wohlbefinden und den eigenen Körper. Erlernen können Laien die FRZ-Massage in Kursen an der Volkshochschule, in einigen Fitneß- und Gesundheitszentren oder Kneippvereinen. Therapeuten, die an dieser wertvollen Arbeit interessiert sind, wenden sich am besten an die Hanne Marquardt Schulen Deutschland.


Der heutige Wellnesstag ist auch für mich als Therapeutin etwas besonderes. Im Seminarraum herrscht ein heiteres Durcheinander aus Stimmengewirr und Kinderlachen. 12 Frauen im Alter von 12 bis 74 Jahren haben sich zusammengefunden, um den trägen Darm mit einer Fußreflexzonenbehandlung anzuregen. 7 Teilnehmerinnen sind miteinander verwandt: Großmutter, Töchter und Enkelkinder haben bei einem Kaffeeklatsch festgestellt, daß sie alle an Verstopfung leiden. Anscheinend ist dies ein besonderes Problem der Familie schon über Generationen hinaus. Großmutter Vera erinnert sich, daß schon ihre Mutter und Großmutter zum Frühstück immer einen Spezialtrunk aus Pflaumenmus, Wasser und Rhizinusöl tranken, “damit es besser flutscht.” Der Tag beginnt mit etwas Barfußlaufen, Fußgymnastik und Fuß-Geschicklichkeitsspielen und dann geht es auch schon los: Wir stehen uns gegenüber und schauen einmal genau unsere Füße an. “Daß Füße so unterschiedlich sind”, staunt die sechsjährige Teilnehmerin Selena. Sie tanzt um uns herum und stellt dabei die Unterschiede mit großer Genauigkeit fest: Es gibt kleine Füße oder große, schlanke oder dicke, breite oder schmale, welche mit kleinen Zehen oder langen Zehen, mit wenig oder mit viel Hornhaut, rosaroter, weißer oder bläulicher Farbe, mit Druckstellen, Warzen, glitzerndem Nagellack oder auch schmutzigen Fußnägeln. Dann sucht sich jeder einen Partner aus, an dem er die Fußreflexzonenmassage ausprobieren kann. Zuerst wird einfach nur noch mal geguckt und das Gesehene auf einem “Mein Fuß Bogen” festgehalten. Druckstellen, Rötungen, Hornhaut, Muttermale, alles was auffällt wird auf dem Bogen mit blauem Filzstift markiert. Danach wird der Fuß grob von den Zehen bis zur Ferse an Fußrücken und Fußsohle abgetastet. Wo sind Stellen die beim normalen Drücken schmerzen, pieksen oder sich nur einfach irgendwie unangenehm anfühlen? Auch jetzt wird wieder jede Stelle auf dem Bogen markiert. Wir unterscheiden zwei Farben, grün angekreuzt werden Stellen, die nur leicht schmerzen, stechende, starke Schmerzreaktionen werden mit roter Farbe festgehalten. So entsteht mit der Zeit und buntes Bild, daß uns später als Landkarte dienen soll. Zuerst aber kommt noch der letzte Teil der vorbereitenden Techniken: Der Partner, dessen Füße wir nun schon etwas genauer kennen wird ein bißchen ausgefragt. Fühlst Du dich gesund, gibt es Stellen am Körper, die wehtun, gibt es neben den Verdauungsproblemen noch andere auffällige Dinge, wie z.B. Atemprobleme, Kopfschmerzen oder was auch immer? Alles wird notiert und dann wird geschaut welche Zonen am Fuß die meisten Farben anzeigen. Bei Großmutter Vera scheint das ganze Verdauungssystem aus dem Gleichgewicht geraten zu sein. Die Fußzonen Mund und Speiseröhre, Magen, Leber und Darm sind bunt angemalt, außerdem noch Lunge und Nieren. Beim Vergleich mit den vorher gestellten Fragen (nach den Beschwerden) sind wir überrascht, Oma Vera hat immer mal wieder Husten und der Arzt hatte ihr auch schon gesagt, sie sei “schwach auf der Brust” und die Nieren würden auch nicht gut arbeiten. Meine Empfehlung an die ältere Dame lautet: für einige Massagen einen professionellen FRZ-Therapeuten aufzusuchen, der den gesamten Körper erst einmal besser ins Gleichgewicht bringt. Danach kann sie dann das heute ausprobierte und in den nächsten Wochen vertiefte Wissen an sich selbst in die Tat umsetzen und so einen guten Beitrag selbst zur Gesunderhaltung leisten.

Nachdem alle Teilnehmer ihre Füße ein wenig besser kennen gelernt haben, geht es nun auch praktisch los mit der FRZ-Massage. Professionelle FRZ-Therapeuten verwenden eine wellenförmige Daumendruckbewegung, während viele Naturvölker mit Reiben, Zwicken oder Klopfen arbeiten. Wir behandeln mit dem Daumen, geben etwas Druck in die Tiefe und machen eine kreisende Bewegung auf der Stelle, 2-3 mal. Sollte es irgendwo besonders druckempfindlich sein oder schmerzen, so lassen wir den Daumen mit Druck in die Tiefe einfach einige Atemzüge lang ohne kreisende Bewegung ruhen, bis das unangenehme Gefühl nachläßt. So wird der ganze Fuß von oben nach unten durchgearbeitet und zwar sowohl die Fußsohle, als auch der Fußrücken. So mancher kleine Schrei ertönt während der nächsten 2 Stunden, wenn eine schmerzende Stelle unverhofft getroffen wurde. Am Ende aber sind sich alle Teilnehmer einig über ein Gefühl der Wärme, Leichtigkeit und dem Gefühl von wohliger Müdigkeit. Jeder möchte nach Hause und ab ins Bett, ach ja und auch die überanstrengten Arbeitsdaumen brauchen nun ihre wohlverdiente Ruhe. In den nächsten Wochen werden wir das Erlernte weiter vertiefen und in die Geheimnisse der FRZ-Massage eintauchen. Versuchen Sie es doch auch einmal, am Besten mit einer Schnupperbehandlung bei einem erfahrenen FRZ-Therapeuten. Vielleicht kommen Sie dann auf dem Geschmack und möchten
diese Technik dann auch in einem Kurs an der Volkshochschule erlernen.


Die Geschichte der FRZ-Massage
Erfunden und entwickelt wurde diese Massageart von 2 Personen. Der amerikanische Arzt Dr. William Fitzgerald kam auf die Idee, daß sich der ganze Mensch verkleinert auf die Füße übertragen läßt. Er teilte den Körper in 10 Längszonen und 3 Querzonen ein und übertrug dieses Gitter dann auf die Füße. Die Masseurin Eunice Ingham entwickelte dann aus diesem
Wissen die noch heute gültige FRZ-Massage.

Wirkungen auf die Gesundheit:

  • Gesundheitsvorsorge durch Harmonisierung des Körpers
  • Verbesserung der Selbstheilungskräfte
  • Vermehrtes Ausscheiden von Abfallstoffen durch Harn, Stuhl oder Schweiß
  • positive Wirkungen bei Rheuma, Atemwegserkrankungen/Heuschnupfen, Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen
  • seelischer Ausgleich bei überschlagenden Emotionen
  • Verbesserung des Herz/Kreislaufsystems
  • Anregung des Lymphflusses


Nebenwirkungen:

Wie bei vielen Naturheilmethoden kann es am Anfang zu einer Heilreaktion oder Erstverschlimmerung kommen, die allerdings erwünscht ist und falls möglich auch durchlebt werden soll. Durchfall, vermehrter stark riechender Harn, Hautjucken oder auch Schweißausbrüche, Schlafstörungen oder leichte Fieberschübe können auftreten. Wenn Sie unsicher sind, ob diese Reaktionen normal sind, fragen Sie bitte ihren Naturarzt oder FRZ-Therapeuten. Meist klingen diese Beschwerden nach einigen Tagen wieder ab. Die FRZ-Massage soll nicht angewendet werden bei schweren Erkrankungen, entzündeten Venen, Durchblutungsstörungen in den Beinen, offenen Verletzungen, in der Schwangerschaft und bei akuten Infektionen und Entzündungen.

Die Zonen
Der Fuß unterteilt sich grob in 3 Zonen: Die Zehen repräsentieren den gesamten Kopfbereich mit Gehirn, Augen, Ohren,…, der mittlere Teil des Fußes (die Mittelfußknochen) spiegelt den Brustkorb und oberen Bauchraum wider, also auch die Lungen und das Herz. Letztlich sind da noch die Fußwurzelknochen und die Ferse, sie beherbergen z. B. die Reflexzonen der Geschlechtsorgane. Eine Besonderheit macht die Fußinnenseite aus, hier ist die gesamte Wirbelsäule reflektorisch vertreten. Sie erstreckt sich von der Großzehe bis etwa unterhalb des Innenknöchels und leichte Rückenbeschwerden lassen sich meistens auf diesen wenigen Zentimetern mit der FRZ-Massage lindern.

Mit der Daumen-Kreisbewegungstechnik wird der ganze Verdauungsweg massiert.

  1. Mund
  2. Speiseröhre
  3. Magen
  4. 12-Fingerdarm
  5. Bauchspeicheldrüse
  6. Leber und Galle
  7. Dünndarm
  8. Dickdarm
  9. Enddarm und After

Autorin: Gabriela Thy
Lebensberatung, Wellnessberatung

Buchtipp:
Gerhard Leibold Fußreflexzonenmassage


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