Das schlägt mir auf den Magen… Was ist Gesundheit?
Aug 05

Wie gut sind Sie zu Ihren Geh-Werkzeugen?
Werden sie so gehegt und gepflegt, wie es ihnen zusteht? Schließlich gehen und stehen wir auf ihnen — ein Leben lang…!

„Tante Gabiehhhhhhhhh“, ein langgezogenes Rufen schreckt mich aus meinem Mittagsschläfchen, und da steht mein Neffe Lucas auch schon mit großen Augen und einem verschmitzten Lächeln vor mir:
„Massierst Du mir die Füße?“
Na ja, eigentlich ist das keine Frage, denn die kleinen Arme strecken mir schon die Flasche Olivenöl entgegen, und da bleibt mir wohl keine Wahl. Also los! So gut ich kann wird sanft eingeölt, gestreichelt, gezwickt, geknetet, gewalkt, gekitzelt und geklopft. Die kleinen Füße sind so weich und biegsam, rosig und geschmeidig. Lucas seufzt genüßlich und liegt strahlend auf dem Rücken.
Wann habe ich eigentlich meinen eigenen Füßen das letzte Mal so viel liebevolle Aufmerksamkeit geschenkt?
Ich kann mich kaum noch erinnern — vor einigen Wochen habe ich mir mal die Nägel lackiert um abends auszugehen, aber sonst?
Etwas beschämt schaue ich mir nun meine Füße genauer an. Ist das der Dank, daß sie täglich meine Kilos tragen (nun ja, es sind schon einige zu viel), mich von hier nach dort befördern (von Zeit zu Zeit auch mal in den viel zu unbequemen Stöckelschuhen) und mir ohne Klagen treue Dienste leisten?


Nein, entscheide ich, so geht das nicht mehr weiter. Ich werde mich ab sofort auch mehr um meine eigenen Füße kümmern, im Haus mehr barfuß laufen oder jetzt im Herbst die dicken Wollsocken hervorkramen

Vielleicht kaufe ich mir mal wieder ein Paar Hüttenschuhe, als Kind fand ich die doch sehr kuschelig.

Wenn Sie Ihren Füßen gegenüber auch ein wenig schlechtes Gewissen haben, liebe/r Leser/in, dann beginnen Sie vielleicht jetzt gleich mit folgenden Aufwärmgriffen:
a) Reiben Sie den gesamten Fuß mit leichtem Druck so lange bis er sich wohlig warm anfühlt
b) Nehmen Sie einen Zeh zwischen Daumen und Zeigefinger und drehen ihn dann leicht hin und her, dies machen Sie bei allen Zehen.

Nachdem sich nun hoffentlich schon ein angenehmes Gefühl eingestellt hat, wünsche ich Ihnen viel Freude mit einigen Übungen.
Sie werden sehen: Fußgymnastik macht Spaß
Schon nach einigen Tagen können Sie mit Sicherheit feststellen, daß Ihre Füße leichter und beweglicher werden, und bestimmt fallen Ihnen selbst auch noch weitere Übungen dazu ein.

Was unseren Füßen sonst noch gut tut:
1 mal pro Woche ein abendliches Fußbad (angenehm warmes Wasser, ca. 15 - 20 Minuten)
z.B. mit 1 Handvoll Totes Meer Salz oder mit 1/2 Glas Apfelessig und 1 Eßlöffel Honig oder Rosmarin. Oder Fußbad z.B. von Lebenslinie) Danach gleich die überflüssige Hornhaut mit einem Bimsstein sanft abrubbeln, die Füße eincremen oder einölen, z.B. mit Beinwellfußsalbe, die auch ätherische Öle enthält.

Ein kleiner Ausflug in die Anatomie des Fußes
Der Fuß bildet das statische Fundament unseres Körpers. Er gliedert sich in Vorfuß, Mittelfuß und Rückfuß. Den Vorfuß bilden die fünf Zehen, die jeweils aus drei Zehengliedern bestehen (ausgenommen die Großzehen, die wie unser Daumen auch nur zwei Gliedern haben). Der Mittelfuß zählt fünf Mittelfußknochen, den drei Keilbeinen, dem Würfelbein und dem Kahnbein. Der Rückfuß (die Ferse) besteht aus dem Fersenbein und dem Sprungbein. Die Knochen sind durch Sehnen, Bänder und Muskeln miteinander verbunden. Viele Nervenenden lassen unseren Fuß so sensibel sein wie die Hand, die Beweglichkeit ist jedoch nicht ganz so ausgeprägt.


Eine kleine Fußmassage

kann jedermann leicht durchführen. Nach der gründlichen Fußpflege einfach alle Regionen des Fußes, angefangen mit den Zehen, mit leichtem Druck massieren. Die Massage soll bis zu den Waden reichen. Dazu benutzen Sie z.B. o.g. Beinwellsalbe. Ihre Fußreflexzonen werden auf diese Weise sanft stimuliert. Das kommt den ganzen Körper zugute. Uns Sie fühlen sich mit wohlig kribbelnden Füßen so richtig winterwohl.

Versuchen Sie auch mal einen Seiden-Schal so klein wie möglich zusammen zu knuddeln

Bei jedem Spaziergang sammeln Sie sich ein paar Kieselsteine und erschaffen sich Ihr eigenes kleines Fußreflexzonenfeld, auf dem Sie Ihre Füße trainieren.

Sie sehen, einem Fuß-Verwöhn-Programm steht nun nichts mehr in Wege

Artikel: Bioline-Magazin (Gabriela Thy)


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