Die Organuhr des Körpers Können Gedanken krank machen?
Feb 10

Stress, Verspannungen, Schlaflosigkeit, burn-out-Symptome, das sind wohl die häufigsten Begleiterscheinungen, die unsere heutige, lärmgeplagte Zeit mit sich bringt. Noch dazu muss alles in größer Eile abgewickelt werden.

Da bleibt das wichtige Gebot auf der Strecke:

„Entspannung ist das Gegenstück zur Spannung!“


Nur so ist ein Gleichgewicht für Körper und Seele zu erreichen. Wo etwas angespannt ist, muss es in seiner Spannung nachlassen, um wieder zur Spannung ansetzen zu können.
In asiatischen Kulturen geht es um Yin und Yang. Nur wenn diese beiden Prinzipien, das männliche, wie das weibliche, in gleichberechtigter Harmonie zueinander stehen, befinden sie sich in der rechten Ergänzung zueinander und gewährleisten Gesundheit auf allen Ebenen.

Viele unserer Zivilisationserkrankungen haben zur Ursache, dass wir uns die nötigen Phasen der Ruhe nicht einräumen, dass wir in großer Hast vorwärts stürmen und völlig vergessen aufzutanken.
Das aber kann nur in Zeiten der Muße geschehen.

So passiert es dann, dass es nur schwer, oder gar nicht mehr gelingen will, abzuschalten und dem Geist, sowie dem Körper, die ach’ so nötige Ruhe einzuräumen

Unsere Altvorderen hatten sicherlich genauso viel Arbeit, wie wir heute. Vielleicht war ihr Lebens- und Überlebenskampf sogar noch schwieriger, ganz sicher aber mühsamer, als wir ihn heute zu bewältigen haben. Aber – früher galt das Wort Feierabend noch etwas.
Zwar legte die fleißige Hausfrau auch dann nicht die Hände in den Schoß, sondern beschäftigte sich mit ihrem Hobby, den Handarbeiten. Und der Mann bastelte und baute in Haus und Garten.
Die Gedanken konnten den Tag loslassen und kreisten nicht ständig um Arbeit, Pflichten und Existenzängste.
Ja und der Sonntag war generell heilig. Da ging man geruhsam in die Kirche, speiste mit der Familie und machte des Nachmittags einen schönen Spaziergang.
Von solchen Traditionen können wir heute nur träumen.

Da mag das Leben in mancher Hinsicht leichter geworden sein, ent-spannter ist es nicht

So nimmt es nicht Wunder, dass Ärzte schon vor fast 100 Jahren darüber nachgedacht haben, besonders beanspruchten Menschen dabei zu helfen, Körper und Geist zur Ruhe zu bringen. Dafür hat der Arzt J.H. Schultze das Autogene Training entwickelt. Durch konsequentes Hinwenden der tief empfundenen Gefühl auf alle Gliedmaßen nacheinander, wurden diese erst warm, dann schwer, um letztendlich völlig entspannt zu sein.

Autogenes Training
Abgeleitet ist die Bezeichnung aus dem Griechischen:
auto = selbst
genos = erzeugen
Damit ist eine Form der Selbsthypnose bezeichnet.
Der Berliner Arzt, J. H. Schultz entwickelte 1920 diese Methode für seine Patienten. Das Verfahren ist bis heute aktuell und wird überall auf der Welt in Seminaren und Schriften weitergegeben.
Es dient  der Tiefenentspannung und wirkt mittels einfacher Formeln und Leitsätze und der Vorstellungskraft des Anwenders. Erreicht werden kann auf diese Weise eine Muskelentspannung, Entspannung der Blutgefäße, Harmonisierung der Atmung, Normalisierung des Herzschlages.
Eine Wärmeempfindung in allen Gliedmaßen und Organen kann gezielt zur Unterstützung von Heilung eingesetzt werden.


Die Siva-Mind-Methode
Lula da Silva (Luiz Inàcio da Siva) beschreibt in diversen Büchern die Kraft der gelenkten Gedanken. Bewusst setzt er sie zur Stresskontrolle ein.
Die inzwischen in Seminaren weltweit gelehrte Methode soll dazu dienen, Klienten und Selbstanwender in einen sogenannten Alphazustand zu versetzten. Dabei geht es um eine Art von Selbsthypnose, die mit einem Zustand zwischen Schlafen und Wachen vergleichbar ist. Dabei werden die rechte und linke Gehirnhälfte miteinander vernetzt und tiefe Entspannungszustände können erreicht werden.
Der Nutzen bezieht sich darauf, einschlafen zu können, ohne Medikamente, Schmerzen aufzulösen, Gedächtnisleistungen zu verbessern, Heilung zu fördern, Gewohnheiten (z.B. Rauchen) aufzugeben und Leistungen zu steigern.

Eine genauso wirkungsvolle Methode erarbeitete Lula da Silva. Sie ist genauso einfach, wie wirkungsvoll. Ohne jegliche Vorübung kann sie von Jedermann auf der Stelle ausgeführt werden und führt (fast) immer zu dem gewünschten Erfolg.
Eine solche Anwendung stellen wir nachstehend vor:

Eine Entspannungsmethode frei nach da SILVA
Das Prinzip ist, von der Zahl HUNDERT ausgehend, rückwärts bis NULL zu zählen.
Die Crux dabei aber ist, dass jede einzelne der Zahlen genau betrachtet wird. Zuvor aber wird der Zahlenreihe ein fantasievolles Kleid gegeben, das sich je nach Tagesform und Vorstellungskraft verändert.
Da sind die Zahlen heute beispielsweise mit Vergissmeinnicht übersäht. Morgen wächst ein grüner Rasen auf ihnen und übermorgen leuchten sie vielleicht in purpurnem Samt.

Anregungen für Zahlengestaltung
Zahlen können folgendermaßen dekoriert sein mit:

  • bunten Stecknadelköpfen
  • blauen Edelsteinen
  • verschiedenen Holzsorten
  • strukturierter Seide
  • Kieselsteinen
  • Plisseestoff
  • Strandsand
  • Herbstblättern

Es gibt unzählige Möglichkeiten, den Zahlen täglich ein anderes Gesicht zu verleihen, damit das „innere Auge“ sich daran intensiv festmachen kann.

Beispiel Vergissmeinnicht
Wichtig ist, dass alle Zahlen von „100“ bis herunter zu der „0“, ganz genau gleich gestaltet sind.
Vor dem inneren Auge nun stelle man sich die erste Zahl „100“ genau vor:
Beginnend mit der „1“, von der Wurzel bis zur Spitze und dann wieder abwärts wird sie betrachtet.
Die Blüten ihrer Bespannung erstehen vor dem geistigen Auge.
Dann geht der innere Blick auf die erste „0“ über und folgt sorgfältig ihrem Verlauf, um das Gleiche bei der nächsten „0“ zu wiederholen.
Darauf wird die „99“ auf die gleiche Art in Augenschein genommen und so weiter, bis man unten bei der Null angelangt ist.

Konzentration richtet sich nur auf die Zahlen
Für andere Gedanken ist kein Platz mehr. Sie sind völlig verdrängt. Der Geist ist gänzlich auf die Zahlen fokussiert und wandert langsam die gesamte Reihe nacheinander rückwärts.

Tiefe Entspannung
Vielleicht schafft der Anwender es beim ersten Mal schon, alle Zahlen zu erfassen.
Wenn er es geübt hat, sein gesamtes Denken nur auf das bildliche Erfassen der gestalteten Zahlen zu richten, erlebt er in immer kürzerer Zeit die ersehnte Entspannung, die dann in einen tiefen Schlaf mündet.
Im Prinzip passiert hier nichts anderes, als bei dem sattsam bekannten „Schäfchen zählen“, nur, dass die Übung hier nicht dem Zufall überlassen bleibt, sondern mit aller Konsequenz durchgeführt wird.
Nach nur wenigen Tagen des Trainings und der immer leichter einsetzenden Wirkung, kann erst von 75, dann von 50 und zuletzt von 25 aus, rückwärts gezählt werden.
Meistens erlebt der Ruhesuchende dann gar nicht mehr die letzen, die niedrigen Zahlen, sondern liegt schon vorher in Morpheus Armen.

Artikel: Bioline-Magazin


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