Die Einstellung zum Geld Petersilienkarotten
Mrz 18

Die meisten Menschen warten auf den Erfolg, ohne ihm den Weg bereitet zu haben
lebenskalender.jpg Eine berufliche Förderung und charakterliche Bildung hört zumeist nach der Jugendzeit, mit dem Eintritt in die Lehre, in weiterführende Schulen, oder die Universität auf.
Dabei fängt alles so hoffnungsvoll an. Dem Kleinkind wird liebevoll das Sprechen beigebracht. Es wird täglich unterrichtet und gefördert. Die Eltern freuen sich über jeden kleinen Fortschritt.
Die nächste Station ist der Kindergarten. Auch hier wird spielerisch gelernt. Das Kind wird auf die Schule vorbereitet.
Es ist alles vorprogrammiert. Jetzt wird straff unterstützt, schließlich fällt bald die Entscheidung, ob das Gymnasium besucht werden kann. Es sollen dem jungen Menschen alle Aufstiegsmöglichkeiten eröffnet werden.


Schon steht die Überlegung an, welcher Beruf gewählt werden soll.
Je nach Fähigkeiten und Neigungen fällt die Entscheidung für Studium oder Lehre.
Zuversichtlich wird auch dieser Weg beschritten.
Und genau hier endet für die meisten Jugendlichen die genaue Berufsplanung, aber auch die Lebensplanung.
Sie lassen sich mehr oder weniger zufällig in eine bestimmte Richtung führen.
Wo aber wollten sie ursprünglich hin? Haben sie sich je wirklich konkrete Gedanken darüber gemacht? Ist das Berufsziel jemals ganz genau definiert worden?

Nach meinen Erfahrungen ist es in keinem Lebensalter zu spät, sich genau den Lebensraum zu schaffen, der den eigenen Wünschen, ja auch Träumen entspricht

Oftmals begegnen mir bei meinen Erfolgstrainings-Wochenenden Teilnehmer, die völlig unzufrieden sind mit ihrem momentanen Beruf. Aber auch die familiäre Situation bietet nicht die menschliche Resonanz oder die Anregung, die man sich wünscht. Ein pas-sender Freundeskreis ist ebenfalls nicht oder kaum vorhanden.
Bei der Analyse dann stellt sich so gut wie immer heraus, daß der/die Betroffene auf einen (zufälligen) Ausweg aus der verfahrenen Situation hofft.
Von alleine sollen sich berufliche Chancen erschließen. Das Familienleben soll sich zum Positiven hin entwickeln, und interessante Kontakte sollen sich ohne eigenes Zutun ergeben.
Aber so funktioniert es eben nicht.
Es reicht einfach nicht, wenn wir uns vage etwas wünschen.
Wer Erfolg im Beruf und im Privatleben haben will, muß ein genaues Konzept dafür erstellen. Wie aber macht man das?

An einem Beispiel aus einer meiner Teilnehmergruppen möchte ich die empfehlenswerte Veränderung erläutern:
Herr Dr. B. hatte Medizin studiert und danach längere Zeit in einer Klinik als Assistenzarzt gearbeitet. Diese Zeit, als Teil eines hochmotivierten Teams tätig zu sein, hatte ihn sehr befriedigt. Auch die Phase, in der er parallel dazu seine Doktorarbeit geschrieben hatte, war ihm zwar als anstrengender, aber als fröhlicher und engagierter Abschnitt in Erinnerung.
Von Anfang an stand fest, daß Dr. B. die Landpraxis seines betagten Vaters übernehmen sollte. Das paßte gut, denn er hatte zwischenzeitlich geheiratet und war Vater einer kleinen Tochter geworden. Das zweite Kind kündigte sich ebenfalls an.
Das Wohnen auf dem Land würde der ganzen Familie gut tun, und ein beschauliches Leben als Landarzt war vorstellbar. Dies, zumal sein noch rüstiger Vater ebenfalls in der Praxis mithelfen wollte.
Dann jedoch kam alles völlig anders. Überstürzt mußte Dr. B., praktisch über Nacht, die Patienten seines Vaters übernehmen, da dieser überraschend einen Schlaganfall erlitten hatte. Von Mitarbeit in der Praxis konnte also keine Rede mehr sein.
Dafür war ein außergewöhnlich großer Patientenstamm zu versorgen. Diese überfüllten zu den Sprechzeiten das Wartezimmer und forderten darüber hinaus eine Vielzahl von Hausbesuchen. Damit jedoch nicht genug. Nachts klingelte oftmals das Telefon, wenn kranke Patienten dieHilfe ihres Hausarztes brauchten. An störungsfreien Schlaf war praktisch nicht mehr zu denken.
Wie hatte der so viel ältere Vater diese Riesenaufgabe nur bewältigen können?
Fakt war, daß unser Arzt nahezu unvorbereitet seine Landarzttätigkeit übernommen hatte.

Nach planmäßiger Ausbildungszeit war keinerlei Lebensentwurf gemacht worden. Man hatte sich, wie ein Hamster in seinem Rädchen, einfach nur den jetzt vorhandenen Aufgaben überlassen und war vor lauter Pflichten nun regelrecht gefangen.


An Familienleben war jedenfalls kaum noch zu denken. Auf Drängen seiner Frau hat sich Dr. B. für ein Wochenende doch noch mühsam frei geschaufelt von seinen Zwängen. Und nun saß er in meinem Workshop und erhoffte von mir eine Lösung für seine Probleme. Nach seiner genauen Zielsetzung befragt, antwortete er mir: „Mehr Zeit für mich und meine Familie.“
Ich stelle immer wieder fest, wie vage die Menschen auf die Frage, welches ihr Berufs- oder Lebensziel sei, antworten. Sie möchten ein gutes Einkommen, einen interessanten Beruf, nette Freunde haben.
Kaum jemand sagt z.B. konkret: „Ich möchte Gartenbauingenieur werden, dann will ich 3 Jahre in meinem Beruf arbeiten und danach selbständig werden. Nach 5 Jahren möchte ich ein Einkommen von DM 8.000,- netto erreicht haben. Wenn dieses Ziel er-klommen ist, werde ich Filialen gründen. Ich stelle mir vor, wenige Jahre danach Chef von 10 Geschäften zu sein.“
Ein solcher Mensch hätte also genaue Vorstellungen davon, wo er hin will.
Wer dagegen nur Wünsche oder Hoffnungen äußert, bleibt auf halben Wege stehen. Er sieht sich Zufällen ausgeliefert und hat sein Leben nicht mehr selbst in der Hand.
Ich achte deshalb erst einmal darauf, daß alle Teilnehmer einen genauen Lebensentwurf fixieren. Dabei wird ihnen oft erst bewußt, welche Möglichkeiten bislang noch nicht genutzt wurden, ja was regelrecht verhindert wurde.
Durch eine solche Aufgabenstellung kam unser Herr Dr. B. z.B. ganz von selbst auf die Lösung für sein Problem. Er schrieb sich nun genau auf, wie er sich sein Leben vorstellte. Dann fertigte er sich eine Liste an mit allen Negativpunkten, die zur Zeit sein Leben überschatteten. Die zweite Liste dann beinhaltete Ideen dafür, wie Veränderungen möglich gemacht werden können.

Eine solche Bilanz öffnet die Augen
In den Wochen nach dem Trainingsseminar in unserer Gruppe fand er die Lösungen, die neuen Vorsätze zu verwirklichen.
Er schaute sich nach einer weiteren Ärztin um, mit der er von nun an die Praxis teilte.
Beide vereinbarten, sich auf bestimmte Fachgebiete zu spezialisieren um sich gegenseitig zu ergänzen, statt sich Konkurrenz zu machen. Dafür wurden zusätzliche Geräte angeschafft. Sprechstundenzeiten, Nacht- und Wochenenddienst sowie Hausbesuche wurden ebenfalls geteilt. So können jetzt beide ihrem Beruf mit Freude und ohne Riesen-Streß nachgehen. Der Zeiteinsatz bleibt überschaubar. Das Familienleben von Dr. W. hat sich dadurch wieder normalisiert.
Übrigens – das Einkommen von Dr. B. hat sich durch das neue Praxismanagement nicht verringert.

Nun muß sich Lebensplanung keineswegs nur auf Selbständigkeit beziehen. Sie ist überall dort angebracht, wo angestammte Gewohnheiten ein Weiterkommen verhindern. Man ist für die eigene Sache „betriebsblind“ geworden.

Es ist allemal hilfreich, einmal nachzuschauen, wo sich etwas verändern läßt. Und es ist immer ratsam, für das eigene Traumziel ein Konzept anzufertigen.
Das macht Spaß und öffnet die Augen für die Fesseln, die man sich in der Vergangenheit oftmals selbst angelegt hat.

Autorin: Ingrid Schlieske


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