Verteufelt mir die Sonne nicht Salat ist gesund
Sep 05

Jemand erzählte mir, daß die Juden für den Anbau von Dill Steuern zahlen mußten, und daß die Römer ihre Gladiatoren mit Dill einrieben, um sie stark und unbesiegbar zu machen. Mit diesem feinen Gewächs sollte die Stärke unterstützt werden? Es fiel mir schwer, das zu glauben. Abgesehen davon, daß ich Dill schon immer wegen seines Geruchs mochte und schätzte, wollte ich nun mehr vom Dill wissen, außer daß er gut in den Gurkensalat paßte, den meine Mutter so köstlich zuzubereiten wußte.


Dill gleich zweimal
Dill (Anethum gravoelens) kommt aus Indien und Persien und gehört zu den Doldengewächsen.
Auch in unserem Klima gedeiht er gut in feuchten und warmen Böden. Ausgesät wird er von Ende März bis Mitte Juli. Dill ist eine einjährige Pflanze, sie wird bis zu einem Meter hoch.
Dill hat feine Fiederhaare und gelbe Doldenblüten. Man möchte ihn als Blume behandeln und in eine Vase tun. Aber er gehört zu den ganz alten Würz- und Arzneipflanzen.
Nicht nur die grünen Fiederblätter, auch die flachen Doppelfrüchte, die aus den gelben Blüten hervorgehen, sind getrocknet als Gewürz zu gebrauchen (wurden hiermit vielleicht die Gladiatoren eingerieben?)
Nur diese Früchte eignen sich zur Gewürztherapie, da sie mehr ätherische Öle enthalten als die Blätter.
Im Dill finden sich auch Pflanzensekundärstoffe und Kalium.

So hilft Dill der Verdauung
Dill hilft bei Blähungen, indem er nicht nur die Symptome bekämpft, sondern auch die Darmbakterien tötet, er löst Krämpfe im Magen-Darm-Bereich, hilft bei Leber- und Gallenkrankheit, regt den Milchfluß in der Stillzeit an, lindert Menstruationsbeschwerden und Kopfschmerzen, stärkt die Nierenfunktion und hilft bei Schlaflosigkeit.


Der Verfeinerer
Ich hatte nicht gewußt, wie hilfreich Dill sein kann und werde nun nicht nur den Gurkensalat mit ihm verfeinern. Ich werde künftig den Fisch mit ihm würzen und Gemüse, Suppen, Käse, Quark und Joghurt. Ich werde herrlichen Soßen den letzten Touch mit Dill geben, ihn einlegen in Essig und Öl - nur kochen werde ich den Dill nicht.

Artikel: Bioline-Magazin


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