Trau Dich zu fragen Grüne Bohnen (Phaseolus vulgaris)
Jun 02

Die Thalasso-Therapie … macht aus Ferien am Meer einen echten Kur-Urlaub … und das alles ohne Extra-Kosten!

Tja, nun ist es wieder soweit. „Endlich Ferien“, jauchze ich fröhlich und freue mich auf den wohlverdienten und heiß ersehnten Strandurlaub. Schlafen, Faulenzen, Eis essen, spazieren gehen und viel, viel Zeit für mich haben – das ist es, wovon ich träume.
Dabei sieht mein Urlaub am Meer heute völlig anders aus als noch vor einigen Jahren.
Anstatt nur faul in der Sonne zu rösten, nutze ich die Möglichkeiten, die mir das Meer bietet, jetzt ganz bewußt und völlig kostenlos.
Kommen Sie mit - ich lade Sie ein zu einem Ausflug in die Welt der Thalasso-Therapie. Ganz bestimmt ist die eine oder andere Anregung zum Nachmachen auch für Sie dabei, so ganz nach dem Motto:
Mehr Spaß und Gesundheit am und mit dem Meer!

Thalasso-Therapie bedeutet eigentlich nichts anderes als Meeresheilkunde

Die Nutzung des Meeres für die Gesundheit war schon in der Antike bekannt, und ca. 450 vor Christus schrieb Euripides kurz und bündig: „Das Meer wäscht alle Übel ab.“

In Deutschland wurde das erste Seeheilbad im Jahre 1797 auf der Insel Norderney eingerichtet. Heute gibt es viele Kur- und Seeheilbäder an der Nord- und Ostsee.
Das Klima an der Nordsee ist auch im Sommer oft rauher und kühler. Der Vorteil davon aber ist eine klare, salzhaltige Luft, die nur wenig allergieauslösende Stoffe enthält.
An der Ostsee ist das Klima eindeutig ausgeglichener und milder und damit auch für Kleinstkinder und empfindliche Menschen geeignet.

Allgemein ist der Aufenthalt am Meer gut geeignet, um das Herz-Kreislauf-System anzuregen und die Atemwege zu stärken

Eine gezielte Thalasso-Therapie / Meeresklima-Heilkur wird u.a. empfohlen bei:
Erkrankungen der Atemwege
Husten, Schnupfen, Erkältungen, allergisches Asthma, Bronchitis, Heuschnupfen
Erschöpfung
Energieverlust, Müdigkeit, niedriger Blutdruck, Depressionen, kränkelnde Kinder
Erkrankungen der Knochen, Gelenke und Muskeln
Rheuma, Arthrose, Osteoporose, Bandscheibenbeschwerden, Muskelhartspann, Ischias, Lumbalgie (warmes Meerwasser!)
Kopfschmerzen
Migräne und Spannungskopfschmerzen
Hauterkrankungen
Akne, Ekzeme, Schuppenflechte, Neurodermitis, Cellulite
Stoffwechselerkrankungen
Schilddrüsenbeschwerden
Venenbeschwerden
müde Beine, Besenreiser, Krampfadern, kalte Füße

Egal ob Nord- oder Ostsee, Atlantik, Karibik oder Mittelmeer, die günstigen Faktoren am Meer sind vielfältig und auch ohne ausdrücklichen Kuraufenthalt von jedermann leicht zu nutzen.

Die Luft in Meeresnähe
Die frische, sauerstoffreiche Meeresluft ist viel weniger mit Schadstoffen und allergieauslösenden Komponenten belastet als normale Stadtluft. Die Mineralien aktivieren Stoffwechsel- und Durchblutungsvorgänge im ganzen Körper und vertiefen die Atmung. Besonders in der Brandungszone gelangen feinste, nebelartige Meerwassertröpfchen in Bronchien und Lungen und wirken hier desinfizierend, schleimlösend, abschwellend und heilend. Ein morgendlicher Spaziergang also, oder noch besser Walken (rasches Gehen) mit Atemübungen oder Ballspiele direkt am Meer, bringen die frische Meeresbrise direkt in Ihre Lungen.

Das Wasser
Der Franzose René Quinton stellte schon 1887 fest, daß Meerwasser und menschliches Blut fast die gleiche Zusammensetzung an Mineralien und Spurenelementen enthalten. Das erklärt auch, warum das Baden im Meer so nachhaltig vitalisiert.
Über die Haut nimmt der Körper die gerade benötigten Stoffe, z.B. Brom, Jod, Magnesium, Selen oder Zink auf, und gleichzeitig wird überschüssiges Gewebswasser ausgeschieden (Osmose-Vorgang).

Die Wellen
wirken auf der Haut und der Muskulatur wie eine Massage. Je nach Seegang mal sanfter, mal kräftiger. Aber Vorsicht: hohe und starke Brecher können auch verletzen und einen unsanft zum Strand schleudern oder gar aufs Meer hinaustragen.

Der Sand
Eine Wohltat für müde Beine, geschwollene Füße oder auch bei Krampfadern ist barfuß laufen im weichen Sand. Die Fuß- und Wadenmuskulatur muß hierbei intensiv arbeiten und bringt Bewegung in gestaute Lymph- und Blutgefäße. Das Ergebnis ist (vielleicht nach etwas Muskelkater) eine bessere Durchblutung und ein Gefühl der Leichtigkeit beim Gehen. Vor dem Gang ins Meer setzt man sich bequem an den Strand, nimmt eine Handvoll nassen Sand und reibt sanft kreisförmig den ganzen Körper ab. Begonnen wird an den Füßen, dann kommen Beine, Bauch, Rücken und Arme. Wenn der Sand fein genug ist, zum Schluß noch vorsichtig das Gesicht. Zum Abspülen geht’s nun hinein ins Meer. Das natürliche Peeling entfernt so sanft abgestorbene Hautzellen, und die Haut fühlt sich danach weich und erfrischt an. Schon im alten Ägypten wurde übrigens im warmen, trockenen Sand gebadet, um die Durchblutung zu steigern und Muskeln zu entspannen. Diese „Psammotherapie“ wurde angewandt z.B. bei Rückenschmerzen, Weichteilrheuma und zur Unterstützung der Gewichtsabnahme. Der warme Sand speichert hervorragend die Hitze und gibt sie gleichmäßig an den Körper ab. Das entspannt gleichermaßen Körper, Geist und Seele auf wunderbare Art und Weise.

Die Steine
Die runden Kieselsteine am Rande des Meeres eignen sich gut zu einer Fußreflexzonenmassage. Das Gehen auf diesen Steinen tut vielleicht im ersten Moment etwas weh, ist aber eine hervorragende Stimulanz für die Tätigkeit aller Organe, Gelenke und Muskeln und regt das Stoffwechselgeschehen an.

Die Sonne
Bei richtiger Anwendung des sogenannten Lichtbades können die positiven Eigenschaften der Sonne das Wohlgefühl erheblich steigern. Normalerweise ist der Körper im täglichen Leben von Kleidung bedeckt, und es kommt nur wenig Licht und Sonne auf die nackte Haut und wenn, dann nur für kurze Zeit. Im Urlaub allerdings mutet man der Haut oft ein mehrtägiges Mammutprogramm zu, oft ist dann der Schaden größer als der Nutzen.
Bei gut dosiertem Sonnenbad mit hohem Schutzfaktor dagegen wirkt die UV-Strahlung positiv auf verschiedene Stoffwechselprozesse, das Hormonsystem, die Knochenstabilität und natürlich auch auf unsere gute Laune.
Die warmen Sonnenstrahlen kitzeln unsere Seele, und die leicht gebräunte Haut gibt uns ein schönes Sommer-Gefühl.
Meine Oma Martha hatte immer ein altes Sprichwort, an das ich mich gerne halte:
Morgensonne bräunt, Mittagssonne verbrennt, Nachmittagssonne wärmt
Also zwischen ca. 11.00 Uhr und 16.00 Uhr am besten die Sonne meiden und eine Siesta halten.

Achtung
Babys, Kleinkinder und geschwächte Menschen sollten immer im Schatten bleiben und ggf. lockere, weite Kleidung tragen.


Kälte, Wind
Besonders an der Nordsee herrscht ein sogenanntes Reizklima, von dem gesagt wird, daß es die Atemtätigkeit vertieft, das Herz-Kreislauf-System verbessert, die Immunabwehr steigert und so Erkältungen vorbeugt. Nach dem „Reiz“, dem Wechsel zwischen warmer Luft und kaltem Wasser, ist die Wiederaufwärmung oberstes Gebot. Wenn es windstill ist, geht das schnell in der Sonne, aber wenn es bedeckt oder windig ist, dann müssen warme, trockene Kleidung, eine kuschelige Decke oder/und ein heißer Tee her.
Auch ein Ballspiel kann das wohlig warme Gefühl wieder herstellen.

Zusätzlich wirken im Wasser aber noch andere wichtige Faktoren
Der natürliche Auftrieb des salzhaltigen Wassers läßt den Körper fast schwerelos erscheinen und Bewegungen sind leichter ohne Kraftaufwand möglich. Die Gelenke, die Wirbelsäule und besonders die Bandscheiben werden entlastet, und die Muskulatur braucht keine große Haltearbeit zu leisten.
Andererseits hat Wasser einen großen Widerstand und kann zum Muskelaufbau und zur Kräftigung eingesetzt werden.
Der umgebende Wasserdruck preßt den Körper etwas zusammen und steigert so Atmung und Durchblutung.

Meeresbewohner
Tja, Neptun und die kleine Meerjungfrau sind hiermit nicht gemeint, aber zur innerlichen Nutzung der Mineralienvielfalt empfiehlt sich ein sogenannter Thalasso-Teller, z.B. mit gegrilltem Fisch, Krabben und frittierten Algen. Ein Genuß und für mich die Krönung meines Thalasso-Tages.

Das optimale Meerbad könnte so aussehen:
Zuerst langsam bis zu den Schultern ins Wasser gehen und leicht auf der Stelle laufen, dehnen, strecken und hüpfen. Wer viel Wut oder Streß hat, kann auch auf das Wasser einschlagen, boxen oder um sich hauen. Danach eine Runde Rückenschwimmen und dann im brusttiefen Wasser so schnell wie möglich gegen den Wasserwiderstand rennen, zuerst vorwärts, dann rückwärts. Zum Schluß sanft auf dem Wasser treiben lassen, die Augen dabei schließen und ruhig und entspannt atmen. Wellness pur!

Thalasso-Kur für daheim
Für alle, die zu Hause bleiben und Sonne, Wind und Meeresfrüchte im eigenen Garten oder auf Balkonien genießen, hier ein Tip: Eine Handvoll Totes-Meer-Salz (Reformhaus oder Drogerie) in etwas warmem Wasser auflösen und im 5-Liter-Eimer mit Wasser auffüllen. Zwischendurch die Haut des ganzen Körpers immer mal wieder mit dem Wasser benetzen, am Schluß die Füße für eine Weile hineinstellen. Auf diese Weise können die heilenden Bestandteile des Meerwassers auch ohne Urlaub am Strand für das Wohlbefinden genutzt werden.

Hinweis
Ein ganz besonders heilsames Klima, fast ohne allergieauslösende Stoffe, bietet die fernab vom Festland gelegene Insel Helgoland

Tip: Zum spielerischen Trainieren der Zehenbeweglichkeit und der Sensibilität kann ein kleiner Stein im Sand vergraben werden. Mit geschlossenen Augen wird der nun mit den Füßen ertastet, ausgegraben und dem Mitspieler per Fuß übergeben.

Richtig geplant und durchgeführt, ist also ein Urlaub am Meer nicht nur zum Ausruhen oder Glätten der Nerven nützlich, sondern wirkt wie eine Aktiv-Kur, die Stoffwechselvorgänge des Körpers ankurbelt. Ein solcher Urlaub kann noch viele Monate eine positive Nachwirkung haben.

So sieht echte Erholung für Körper, Geist und Seele aus!

Artikel: Bioline-Magazin (MariaGabriela Thy)


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