Rosenkohl-Kürbis-Auflauf Champignon
Apr 11

Sie sieht ganz so aus wie eine Rübe. Dennoch ist sie weder mit der Zuckerrübe, noch mit der Roten Rübe und schon gar nicht mit der Mohrrübe verwandt. Vielmehr gehört die Steckrübe zur Kohlfamilie. Allerdings, und das unterscheidet sie von allen Kohlsorten, die wir in der Küche verwenden, nicht Blüten und Blätter, sondern die verdickte Wurzel wird verspeist.
Leider ist die sehr gut schmeckende Steckrübe hierzulande ziemlich in Vergessenheit geraten. Der Grund dafür mag sein, daß sie in Notzeiten während der Kriege, und in den kargen Zeiten danach, oftmals das einzige Nahrungsmittel war und die Nation nicht selten vor dem Verhungern rettete. Das wundert nicht, denn die Speckrübe ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen.


Über ihre Herkunft weiß man nicht viel. Möglicherweise entstand sie als Kreuzung von Kohlrübe und Herbstrübe im Mittelmeerraum. Sie gilt als alte Kulturpflanze.

Die Inhaltsstoffe der Steckrübe

Sie enthält Kalium, Kalzium und Magnesium, aber auch schwefelhaltige, ätherische Öle. Dazu Vitamin C und deutliche Mengen an Vitaminen der B-Gruppe sowie der seltenen Folsäure. Nicht zu vergessen Vitamin A und Nicotinsäureamid. Dabei hat sie nur 35 kcal pro 100 g.


Zubereitung in der Küche

Diese Rübe kann als Püree serviert werden, paßt als Eintopfgemüse zu Kartoffeln, verträgt sich jedoch auch mit fast allen anderen Gemüsesorten.
In Scheiben geschnitten kann die Rübe fein gewürzt in gutem Öl gebraten werden. Aber auch in Ei gewendet und mit Sesam paniert, goldbraun in wenig Öl geröstet, ist sie eine feine Beilage.
Als Rohkost schmeckt sie geraspelt, vermischt mit Apfelstücken, Rosinen, Nüssen in Himbeeressig und Walnußöl.
Und – vergessen Sie nicht die Lorbeerblätter, wenn Sie einen Steckrübeneintopf kochen.
Probieren Sie doch mal fritierte Stäbchen, wie Pommes frites, mit Mayonnaise, Gäste werden überrascht den deftig-feinen Geschmack registrieren.

Die richtige Würze

  • Pfeffer
  • Petersilie
  • Schnittlauch
  • Lorbeer
  • Majoran
  • Zitrone
  • Mayonnaise
  • und gelegentlich eine Prise Zucker


Die Schwarzwurzel
Ganz zu Unrecht wird die Schwarzwurzel als eine Art von Spargelersatz gehandelt. In diesem Zusammenhang nennt man sie Winterspargel. Aber außer der optischen Ähnlichkeit gibt es mit dem Spargel kaum Gemeinsamkeiten.
Vielmehr ist die Schwarzwurzel mit Löwenzahn und Huflattich verwandt. Ihr Fleisch ist nicht langfasrig, wie das bei der Spargelstange der Fall ist, sondern eher fest-fleischig.
Auch im Geschmack ist der Unterschied deutlich.
Hier findet sich ein wohlschmeckendes Gemüse von hohem Gesundheitswert.
Unverständlicherweise ist die Schwarzwurzel ein Stiefkind in unserer heimischen Küche.
Dabei ist ihre Verwendungsmöglichkeit durchaus vielfältig.
Aber auch der kräftige, ungewöhnliche Geschmack ist eine Bereicherung für eine vielseitige Gemüsezubereitung.
Vor allen Dingen bietet sie uns die Möglichkeit des frisch geernteten Gemüses, wenn andere Gemüsesorten nur noch als Konserven, aus der Tiefkühltruhe oder als Import zur Verfügung stehen.
Die Erntezeit der Schwarzwurzeln beginnt nämlich erst im Oktober und reicht bis in den April des Folgejahres hinein.
Allerdings vertragen sie keine lange Lagerzeit und müssen relativ frisch verwendet werden.

Verwendung in der Küche
Zum Schälen sollten Handschuhe getragen werden, weil ein milchiger, klebriger Saft sonst an den Händen anhaftet. Es empfiehlt sich auch das Tragen einer Schürze.

Gekochte Schwarzwurzeln
passen gut zu Kartoffeln oder zu fast jedem anderen einheimischen Gemüse.
Wichtig ist, daß sie gleich nach dem Schälen in die Soße kommen oder in Fett gewendet werden, weil sie an der Luft leicht an Farbe verlieren.
Mehlschwitze-Soßen oder Eier-Sahne-Soßen sind für Schwarzwurzeln gute Verbündete.

Rohe Schwarzwurzeln

ergeben gemeinsam mit Zitronensaft, Olivenöl, Mayonnaise, Joghurt oder Schmand einen leckeren Salat. Dazu werden sie geraspelt und mit Petersilie oder Schnittlauch gewürzt. Auch geröstete Nüsse, Rosinen oder diverse Obstsorten geben eine interessante Note.

Passende Gewürze

  • Muskat
  • Gemüseconsommé
  • Essig
  • Zitrone
  • Kümmel
  • Kräuterbutter
  • Mayonnaise
  • Meerrettich


Die Inhaltsstoffe der Schwarzwurzel

  • Kalium
  • Kalzium
  • Phosphor
  • Eisen
  • 74 kcal pro 100 g

Autorin: Ingrid Schlieske

Buchtipps zu diesem Artikel:
Dr. Küche und Dr. Garten.


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