Die Ozontherapie Ich platze gleich vor Neid
Nov 11

Oh ja, wir kennen sie, die Mistelsträucher, die wie große Nester als Schmarotzer auf Laub- und Nadelbäumen sitzen. Sie trotzen mit ihren gelblichen Blüten, ihren immergrünen Blättern und im November/Dezember den weißen Beeren, auch heftigem Sturm und Regen, später sogar frostigen Graden. Auch dann noch, wenn ihre Wirtsbäume ihr Blätterkleid längst abgeworfen haben. Ein wenig gespenstisch hängen die dicken Knäule dann zwischen den leeren Ästen.

Sogar in Märchen und Fabeln hat sie mystische Wirkung, die Mistel. So gehört sie z.B. bei „Asterix und Obelix“ in den Zaubertrank des Druiden Miraculix


Bekannt als Heilpflanze war die Mistel bereits in der Antike. Sie fand damals ihren Einsatz hauptsächlich bei Epilepsie und Schwindel und sollte gegen alle Gifte helfen. Die heilige Hildegard von Bingen verwandte sie bei Brust- und Lungenleiden. Bei Geburten sollte sie gute Dienste leisten.

In der heutigen Naturmedizin wird die Mistel bei Verdauungsstörungen, bei Blutungen, Gicht, Arthrose und Herzleiden empfohlen.
Sie vermag auch Bluthochdruck- und Niederdruck zu regulieren, sowie das Herz zu kräftigen.
In der Krebsbekämpfung spielen Mistelpräparate eine wesentliche Rolle. Sie sollen das Immunsystem stärken und das Wachstum von bösartigen Geschwulsten hemmen.
Die Mistel ist sogar heute in der Schulmedizin eine anerkannte Medizin, die in der Nachsorge Einsatz erfährt.

Ihre guten Heilerfolge verdankt die Mistel sicherlich ihren stoffwechselfördernden Eiweißsubstanzen.
Diese beeinflussen z.B. die Bauchspeicheldrüsentätigkeit sehr positiv, so daß Zuckerwerte bei Diabetes vom Typ II oftmals Besserung erfahren, wenn Misteltee langfristig eingenommen wird.
Die Mistel gilt auch als Milz-Mittel.

In Salbe verarbeitet, sind die Mistelbeeren eine wertvolle Medizin gegen Erfrierungen, weil sie zellerneuernde Wirkung haben. Die Mistelblätter und kleinen Stengel besitzen nur dann ihre volle Heilkraft, wenn sie in den Monaten März und April, sowie Oktober, November, bis Mitte Dezember geerntet werden.

Anwendung
Hoher und niedriger Blutdruck – Kaltwasseraufguß aus 5 g Blättern pro Tag im Wasserbad leicht erwärmen und in kleinen Schlucken 3 x täglich
Stoffwechselerkrankungen - Kaltwasseraufguß aus 5 g Blättern pro Tag im Wasserbad leicht erwärmen und in kleinen Schlucken 3 x täglich
Schlaganfall – 6 Wochen 3 Tassen täglich, 3 Wochen 2 Tassen täglich, 3 Wochen 1 Tasse täglich
(jeweils 1/2 Tasse vor und nach den Mahlzeiten)
Nasenbluten – Aufguß kalt in die Nase ziehen
Drüsenleiden, Lymphstau – Aufguß erwärmt, 3 Tassen täglich
Herz- und Kreislaufstärkung – Aufguß erwärmt, 3 Tassen täglich
Krämpfe - Aufguß erwärmt, 3 Tassen täglich
Schwindel - Aufguß erwärmt, 3 Tassen täglich
Magen-Darm-Leber - Anregung Aufguß erwärmt, 3 Tassen täglich
Kopfschmerzen – Aufguß erwärmt, 3 Tassen täglich
Menstruationsstörungen - Aufguß erwärmt, 3 Tassen täglich
Wechseljahrsbeschwerden - Aufguß erwärmt, 3 Tassen täglich, langfristig angewandt
Angstgefühle - Aufguß erwärmt, 3 Tassen täglich
Mattigkeit - Aufguß erwärmt, 3 Tassen täglich

Zubereitung
Kaltaufguß –  5 g getrocknete Blätter und kleine Stengel werden über Nacht in 3 Tassen kaltem Wasser aufgesetzt. Sie werden durchgesiebt und pro Tasse im Wasserbad leicht erwärmt und in kleinen Schlucken getrunken (nicht heiß werden lassen, oder gar kochen)
Salbe – 50 ml Distelöl erwärmen, darin 15 g Bienenwachs schmelzen lassen. Wenn es auf Handwärme abgekühlt ist, 20 ml Saft aus Mistelbeeren einrühren, weiterrühren, bis es erkaltet ist


Von Alters her ist die Mistel ein Zaubergewächs, dem große magische Kräfte zugeschrieben wurden.
Sie war so kostbar, daß sie z.T. nur mit goldener Gerätschaft geerntet werden durfte. Noch heute gilt sie als das Symbol für Liebe und Verbindungen. Einst nur in England Tradition, hat sich der schöne Brauch, Mistelzweige zu Weihnachten aufzuhängen, auch bei uns durchgesetzt. Paare, die sich darunter treffen, müssen/dürfen sich küssen.

Ein schöner Brauch – wie ich finde. Zeigt er doch auch die Wertschätzung für eine der kostbarsten Heilpflanzen, die unserer Gesundheit dienen möchte und noch dazu magische Kräfte haben soll…
Anm.: Mistelaufgüsse und andere Präparate nur in vorgeschriebener Menge einnehmen, weil die Mistel, besonders die Beeren, bei Überdosierung giftige Eigenschaften haben.

Artikel: Bioline-Magazin (Hildegard Kita)

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