Der Holunder (Sambucus nigra) Sodbrennen weggezaubert
Aug 01

Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum …
Sie ist wohl eine der schönsten Bäume, in den allerschönsten Straßen, die ihren herrlichen Duft weithin verströmt. Es gibt eine Winterlinde, eine gemeine Linde und auch die Sommerlinde

In der Naturheilkunde wirkt jede der Arten gleich gut und nützt auf vorzügliche Weise der Gesundheit.
Dabei hat die zauberhafte Blüte ihre Wirkung, die Rinde aber ebenso.
In früheren Zeiten galt die Linde, die bis zu 30 Meter hoch und mehrere 100 Jahre alt werden kann, als heilig. Sie wurde in die Nähe der Häuser gepflanzt, weil sie das Symbol für Liebe und Glück war. Man vertraute darauf, daß sie Hexen und Dämonen fern halten konnte. Ihr wurden magische Kräfte zugeschrieben. Feste und Gerichtsverhandlungen wurden unter der Linde abgehalten. In klei-nen Orten fand das gesamte Dorfleben unter ihr statt.


Will man sie für Heilzwecke verwenden, ist es ganz wichtig, die Lindenblüten 1 – 3 Tage nach dem Aufblühen zu pflücken. Man erntet sie mitsamt dem Hochblatt (Blattzunge) und trocknet sie auf einem luftigen Leinentuch. Die vollkommen trockenen Blüten werden luftdicht in einem dunklen Glas aufbewahrt.

Der Linde werden vielfache Heilwirkungen zugeschrieben (oft als schweißtreibender Tee). Am populärsten ist ihr Einsatz bei Erkäl-tungen und auch zur Stärkung. Andere Gesundheitsergebnisse lassen sich mit Blüte und Rinde, aber ebenfalls auch mit den Blättern, erzielen.

Zubereitung
Lindenblütentee – eine Handvoll frischer oder getrockneter Blüten mit 1 l Wasser übergießen. 5 Minuten ziehen lassen, durch ein Sieb geben
Rinde – eine halbe Handvoll zerstoßene Rinde auf 1 l Wasser kalt ansetzen und einige Stunden stehen lassen. Dann durchsieben und zum Trinken erwärmen.
Blätter – eine halbe Handvoll frische oder getrocknete Blätter mit 1 l kochenden Wasser übergießen. 5 Minuten ziehen lassen. Oder: für konzentrierten Absud zur äußerlichen Anwendung für Kompressen, Waschungen, 4 Handvoll frische oder getrocknete Blätter auf 1 l Wasser.


Anwendung
Labiles Gemüt
– 3 Tassen Tee über den Tag verteilt. Die letzte vor dem Schlafengehen
Krämpfe
– 3 Tassen Tee über den Tag verteilt, die letzte vor dem Schlafengehen
Unruhe, Nervosität
– 3 Tassen Tee über den Tag verteilt, die letzte vor dem Schlafengehen
Arterienverkalkung
– 3 Tassen Tee pro Tag reinigen das Blut und machen es fließfähiger
Venenentzündungen
– Innerlich 3 Tassen Tee pro Tag. Äußerlich Tee-Kompressen neben Schwitzbädern oder feuchten Wickeln
Grippe
– Innerlich 3 Tassen Tee pro Tag. Äußerlich Tee-Kompressen neben Schwitzbädern oder feuchten Wickeln
Herzinfarkt, Schlaganfall
– 3 Tassen Tee über den Tag verteilt ist lediglich eine vorbeugende Maßnahme und hilft nicht im akuten Fall
Migräne
– Vollbad mit Lindenblütentee (1 l Tee in eine gefüllte Badewanne)
Blasen und Nierenleiden
– Sitzbad: 1 l in eine Sitzbadwanne
Durchfall
– Lindenkohle aus der Apotheke nach Anweisung

Besonders jetzt in der Erkältungszeit, die gesamte Winterzeit hindurch, sollte der Lindenblütentee unbedingt in die Hausapothe-ke gehören und regelmäßig getrunken werden. Etwas guten, kalt geschleuderten Honig in den mäßig warmen Tee gerührt, das schmeckt herrlich und behütet die Gesundheit

Autorin: Hidelgard Kita (Kräuterfrau)

Buchtipps zu diesem Artikel:
Dr. Küche und Dr. Gaten


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