Laufen – und sich herrlich fühlen Östrogenmangel
Jul 17

Irgendwie ist diese attraktive, wohlschmeckende Rübe über die Jahre ins Hintertreffen geraten
Zu Großmutters Zeiten war sie neben dem Weißkohl und den anderen Rüben eher die feinere Variante. Die Karotte servierte man besonders als köstliches Beigemüse zu Rinderbraten und Salzkartoffeln.
Aber auch die wunderbaren Wintereintöpfe aus Mohrrüben, Kartoffeln, einer dicken Mehlschwitze und viel Petersilie sind noch in wärmender Erinnerung.

Zwar gehört die Möhre auch heute noch überall dazu. So wird sie in Eintöpfen und Mischgemüse eingearbeitet oder bietet die Ergänzung zu dem traditionell zubereiteten Erbsen-Karotten-Gemisch (Leipziger Allerlei).
Als Einzelkämpfer allerdings trifft man sie äußerst selten an, allenfalls werden stramme Exemplare davon verfüttert an Pferde oder Stallhasen.

Es wird also Zeit, der Mohrrübe wieder den Platz auf unserer Tafel einzuräumen, der ihr von Seiten ihrer Zubereitungs- und Geschmacksvielfalt gebührt.


Meine Enkeltochter war überwältigt
Sie hat sofort meine Karotten-Sahne-Cremesuppe zu ihrer Lieblingssuppe erklärt, als sie sich dazu hat überreden lassen, diese doch wenigstens zu probieren. Vorher hatte sie den Verzehr von gekochten Möhren jedesmal rundweg abgelehnt. Roh jedoch wurden diese nur allzu gerne geknabbert. Es kommt also, wie so oft, auf die Zubereitung an.

Das Geheimnis der schmackhaften Zubereitung
Rohe Karotten schmecken fast jedem Menschen. Gekocht ist sie weniger beliebt. Das ist recht gut zu verstehen. Schließlich verliert diese Rübe durch das längere Bad im Kochwasser oft einen Teil der schönen roten Farbe. Erst recht aber büßt sie bei diesem Prozeß genau das ein, was erst ihren Reiz ausmacht, den köstlichen, frischen, einzigartigen würzig-süßen Geschmack. Dabei ist es ganz leicht, die Zubereitung so schonend zu gestalten, daß die Geschmacksfülle gänzlich erhalten bleibt.
Wenn Sie die Karotte ohne Wasser, oder nahezu ohne Wasser, gegart haben, schmeckt sie gekocht ganz genauso wie roh. Nur, daß sie nun weich ist.
Da die Möhre selbst viele Geschmacksstoffe besitzt, muß sie nur wenig gewürzt werden. Für die beschriebene Zubereitungsweise werden lediglich ganz normale, moderne Edelstahlkochtöpfe mit einem dicken (Sandwich-)Boden eingesetzt, wie sie heute überall verwendet werden. Besonders komfortabel sind dafür die Varianten mit einem Glasdeckel, durch die das Kochgut beobachtet werden kann.
Der Deckel bleibt nämlich während der Kochzeit fest verschlossen und darf nicht gelüftet werden.
Das Gemüse gart so im eigenen Saft auf der allerkleinsten Herdeinstellung.
Diese Zubereitung empfiehlt sich im übrigen für alle Gemüsesorten. Auf diese Weise werden Vitamine geschont, Mineralien erhalten. Diese wertvollen Nährstoffe entschwinden nicht mehr, gelöst im Kochwasser, beim Abgießen im Ausguß der Spüle.
Das Gemüse sieht in gegartem Zustand noch genauso frisch, farbenfroh und appetitlich aus wie vorher im rohen Zustand, und es schmeckt – einzigartig.


Die Karotte und unsere Gesundheit
Als besonders magen- und darmfreundlich ist uns die Möhre bereits bekannt. Sie bläht nicht, lindert Reizungen.
Dabei ist sie äußerst kalorienarm und besitzt besonders milde Ballaststoffe, die die Darmpassage fördern.
So fand sie schon zu Urzeiten nicht nur als äußerst wichtiges Nahrungsmittel Verwendung, sondern auch in der Volksmedizin. Dabei wurde ihr harntreibende Wirkung nachgesagt. Aber auch den „ehelichen Werken“ sollte es förderlich sein, wie 1563 von Matthiolus geschrieben wurde.
Besonders kostbar ist die Karotte sicherlich durch ihren hohen Gehalt an ätherischem Öl, an Flavonoiden, Vitamin B1, B2 und Vitamin C. Sie gilt als der wichtigste Träger des in Pflanzen vorkommenden Provitamin A, dem Karotin. Außerdem ist sie reich an Mineralien.

Weshalb ist Karotin so wichtig für uns Menschen
Die Karotten sind eine geniale Erfindung der Natur und stärken unser Immunsystem. Gleichzeitig gelten sie als Hautschutzmittel Nr. 1, das schützt gegen zu starke Sonnenschäden und erhält die Haut straff und jung. Aus dem Karotin bildet der Körper das lebenswichtige Vitamin A.

Vorschläge für Sie, damit Sie sich in die Karotte wieder „so richtig verlieben“
Feine Cremesuppen solo oder im Verein mit anderem Gemüse. Deftige Eintöpfe mit Kartoffeln, Tomaten, Kürbis und allen Gemüsesorten, Beigemüse in Sahne oder Crème fraîche, oder karamelisiert und als Flan, schmecken Karotten einfach zauberhaft.
Gesunde Säfte als Alleingänger oder gemixt mit anderen Gemüse- oder Obstsäften. Heimische Mixgetränke mit einem Schuß Campari, Wodka, o.ä.

Solche Würze liebt die Rübe
Ganz viel Petersilie
Einzigartig mit viel frischem Dill
Suppengrün
Kräuter der Provence
Zwiebeln reichlich
Knoblauch satt
Tomaten und Tomatenmark
Gemüsebrühe (z.B. Gemüseconsommé)
Mit Kümmel sehr interessant

Artikel: Ingrid Schlieske


Verwandte Beiträge:
  • Was zeichnet eine gesunde Ernährung eigentlich aus?
  • Übersäuerung
  • Afa-Alge
  • Für immer jung?
  • Was ist Gesundheit?

  • \\ tags: , ,

    Kommentar abgeben

    Bitte Einloggen um einen Kommentar abzugeben.